Fraport testet führerlosen Busshuttle

  • Autonome Fahrzeuge werden mit Sicherheit zu keiner großartige Änderung der Platzbelegung
    in den Innenstädten führen. Carsharing wird dadurch nicht sprunghaft anwachsen, was das
    ändern würde. Man dekoriert sich sein PKW mit Kleinigkeiten; nutzt diesen als Lagerplatz für
    Dinge. Das wird sich nicht so schnell ändern. Lässt man sich von seinem Fahrzeug in die Innen-
    stadt zum Einkaufen fahren, dann wird man sich direkt an der Fußgängerzone absetzen lassen
    (wird wohl dann so sein wie schon sich die Elterntaxis vor der Schule vergnügen); ggf mittig im
    Einkauf (viel Kram oder Fußgängerzonengrenze sehr dicht zum Laden) möchte man dann Tüten
    im Kofferraum abladen. Nach dem Einkauf soll dann auch das Fahrzeug mit möglichst keiner
    Wartezeit bereit stehen. Dadurch kann sich das Fahrzeug auch nicht so weit von der Innenstadt
    entfernen. Ich gehe auch davon aus, daß das dann auch ein größerer Faktor im Energieverbrauch
    der Fahrzeuge werden wird. Heute sucht man sich ein Parkplatz (die meisten "Suchfaule" parken
    im gebührenpflichtigen Parkhaus -> keine Luftverschmutzung durch längere Suchfahrten)
    und dann steht das Fahezug ohne Energieverbauch....


    -> es wird u.a. eine andere (Strassen)infrastruktur um die Fußgängerzone benötigt um den Verkehr
    nicht zu blockieren. [bzw eine gesetzliche Regelung dazu ** ]



    ** Der Gedankengang dazu.....wie setzt man denn neue gesetzliche Vorgaben in vorhandene autonome
    Fahrzeuge zeitnah um? Gegenwärtig kann ja eine neue Regelung im Strassenverkehr nach Beschluss
    und Verkündung im Bundesgesetzblatt gültig werden. Es braucht also noch eine Zeitspanne bis ein
    Softwareupdate geschrieben ist, geprüft ist - und dann entsprechend auch aufgespielt ist.
    (kann man ja nicht mal per WLAN machen, wenn ein Fahrzeug an einer Werkstatt vorbeifhrt)
    -> es dauert somit bis die Wirkung von Neuregelungen sichtbar werden und bewerten werden können
    Weiterhin: was ist mit Softwareupdates älteren Fahrzeugen? [Wie es mit Ersatzteillage im Laufe der
    Jahre schon heute aussieht sollte bekannt sein] Was ist mit Softwareupdates bei Insolvenz eines
    Herstellers wo keiner die Rechtsnachfolge der Fahrzeugblaupasuen übernimmt?



    Szenario zum "Festfahren": An jeder der vier Kreuzung eines Blockes steht vor der Haltelinie ein
    autonomes Fahrzeug und möchte rechts abbiegen. Von den Querstrassen sind vorher so viele
    autonome Fahzeuge in die Strassen zwischen den Kreuzungen gefahren, sodaß zwischen den letzen
    Fahrzeugen und dem Fußgängerüberwegen kein Platz für weitere Fahrzeuge ist. Wird jetzt "grün"
    wird keines der Rechtsabbieger abbiegen, da mit Sicherheit in den Fahrzeugen StVO §11 (1) ein-
    programmiert ist -> voila der Deadlock.

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  • Zum Deadlock um den Block:
    Der Zentralcomputer erkennt sie Situation und weist eines der Fahrzeuge an, den "Stehkreis" zu verlassen, damit der Verkehr wieder läuft. Irgendwann wird die Runde wieder leerer und das weggeschickte Fahrzeug kann nun "auch" an das gewünschte Ziel. Die Verkehrspolizei macht ja auch nix anderes, als die Fahrzeuge in andere Straßen zu schicken, wenn es zum gewünschten Ziel nicht geht. Und die Menge an Fahrzeugen kann über den Preis geregelt werden.


    Im Vergleich mit dem bekannten Verschiebespiel, wo ein Quadrat fehlt und man die anderen Quadrate horizontal und vertikal verschieben soll, bis das Zielmotiv zu erkennen ist, funktioniert ja auch nur, weil eben ein Quadrat fehl und immer etwas verschoben werden kann. Die Zufahrt kann ab einer gewissen Anzahl untersagt werden. Ist doch heute auch schon so: Wir können nicht wann wir wollen ohne Umwege irgendwo hin fahren, laufen, einsteigen, wenn es "voll" ist und andere schneller waren.


    Gerade bei der Autonomität in Kombination mit EDV-Kommunikation ist es möglich rechtzeitig vor einer Überfüllung steuernd einzugreifen und ein Verkehrsablauf zu steuern, der volkswirtschaftlich günstiger ist (keine unnötigen Parksuchfahrten). Und wer sagt denn, dass die Leute in 20 bis 30 Jahren all ihre Dinge noch persönlich einkaufen und nach Hause schleppen?


    Man sollte nicht den heutigen manuellen Lebensstil 1:1 auf die Zukunft übertragen.

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  • Den gesammten Verkehr über einen zentralen Server überwachen/steuern?
    Ich glaube das scheidet auch wegen der vielen Daten und Möglichkeiten aus.
    ("Travelling Salesman Problem")


    Autonomes Fahren wird nur dezentral mit Kommunikation zwischen den Fahr-
    zeugen ablaufen (IEEE 802.11p)

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  • Wenn die Lieferdienste weiter so wie jetzt funktionieren, werden die Leute auch noch in 100 Jahren ihre Einkäufe selbst nach Hause schleppen.


    Problem 1: Der Paketdienst / Lieferservice kommt genau dann, wenn Du nicht zu Hause bist. Weil der nämlich vorzugsweise zwischen 10 und 17 Uhr kommt, wenn man arbeitet, unterwegs ist oder aus anderen Gründen auch. Und die lieben Nachbarn in guten Nachbarschaften, die ersatzweise die Lieferung annehmen könnten, sind aus gleichen Gründen nicht zu Hause.


    Dann kommt der Lieferservice noch einmal oder zweimal ebenso vergeblich und erzeugt nur unnötige Fahrten. :D


    Problem 2: Manche Lieferdienste lagern Deine Sendung dann in einem Kiosk oder Geschäft in der Nachbarschaft, wo Du Deine Sendung auch morgens, spätabends oder am Wochenende abholen kannst. Manche haben aber auch Abholstellen, wo Du Dir einen ganzen Tag freinehmen musst, um zwischen 10 und 15 Uhr in ein entlegenes, etwa 30 km entferntes Gewerbegebiet am äußersten Rand der Region Deine Sendung abzuholen. Und nicht immer kannst Du Dir den Versanddienst aussuchen. Da fahre ich dann lieber gemütlich mit dem ICE in die Hamburger oder Münchner Innenstadt als für den gleichen Preis mit dem Taxi in das Gewerbegebiet von Ginsheim-Gustavsburg Süd, das gerade in dem 5 km von der S-Bahn entfernten Ortsbereich liegt. :D


    Problem 3: Nicht immer entspricht die Lieferung dem Bestellten. ?( Oder wurde unterwegs beschädigt. Und dann darfst Du wieder zwischen 10 und 15 Uhr zu dem Versender nach Ginsheim-Gustavsburg Süd, um Deine Ware zurückzuschicken. :D

  • Man kann aber die Stadt in Zonen unterteilen, die jeweils zusätzlich von einem Verkehrscomputer überwacht werden. Das sollte händelbar sein. Also nicht nur Kommunikation zwischen den Fahrzeugen sondern auch mit der Infrastruktur und deren Belegung u.v.m.

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  • Das verkleinert aber nicht die nötige Rechenkapazität.
    Es muß auch mit Nachbarrechnern kommuniziert werden.

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  • Google schafft es heute schon, Streckenabschnitte als stark belegt darzustellen. Diese Info kann dann dazu herangenommen werden, dass Fahrten ins volle Gebiet nicht mehr zugelassen werden.

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  • Google schafft es heute schon, Streckenabschnitte als stark belegt darzustellen. Diese Info kann dann dazu herangenommen werden, dass Fahrten ins volle Gebiet nicht mehr zugelassen werden.

    Leider ist das meiner Erfahrung nach nicht besonders zuverlässig. Wenn ich mit dem Auto bei der Arbeit bin, schaue ich da immer vor der Heimfahrt, und überlege, wie ich am besten fahren kann. In letzter Zeit erlebe ich immer öfter, daß dunkelrote Abschnitte in Wirklichkeit komplett frei sind, dafür aber Staus unterwges auftreten, wo Google alles grün zeigte. :(

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Bei Google sind auch nicht alle Fahrzeuge und auch gar keine Fahrtwünsche erfasst. So treten plötzlich Staus auf, die nicht vorhersehbar waren. Die Google-Darstellung ist glaube ich nur eine Momentaufnahme oder gesammelte Daten, wie im Schnitt ist es Montag um 8 Uhr dort dunkelrot. So intensiv habe ich mich damit noch nicht befasst.
    Es wird jedenfalls Verkehrsrechner geben, die zuverlässig alle Fahrzeuge in einem abgegrenzten Raum erfassen können (machen die Verkehrsbetriebe ja auch schon sehr lange).

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  • Wo sollen denn Fahrten zurückgehalten werden?
    Vor der Abfahrt? Die Situation kann nach längerer Fahrtstrecke schon wieder anders aussehen.
    Entsprechend kann ein Gebiet auch erst während die Fahrt schon stattfindet voll werden.

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  • So genau lässt sich das nicht vorhersagen. Nur, wenn voll ist, dann ist voll. Ausweichen könnte man auf einen P+R und mit der Bahn weiter. Die kann natürlich auch voll sein, wie bestimmt jemand einwerfen wird. Wer früh fährt, kommt rein, wer spät kommt, kommt nicht mehr rein. Ist doch überall so. Es sei denn, es gibt Platzkarten :D Dann dürfen alle hin, die eine Platzkarte für den Zeitraum (oder die Veranstaltung) haben.

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  • Es geht um Verhindern eines Deadlocks um ein oder meherere Häuserblocks herum
    und nicht um besetze Parkplätze.

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  • Mit der Straße ist es ja nicht anders. Da passen auch nur X Fahrzeuge drauf, bevor ein Deadlock zustande kommt. Man muss es ja nicht bis auf das letzte Fahrzeug ausreizen. Es gibt doch auch schon Pförtnerampeln, die rot bleiben, wenn die Innenstadt zu voll ist. Wo das installiert wurde, weiß ich aber nicht.

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  • Der Deadlock kommt, wenn zeitgleich in mehreren Strassenabschnitten, die eine geschlossene
    Kette bilden Fahrzeuge einfahren, aber nicht mehr ausfahren können, weil die Ausfahrt besetzt
    ist. Das kann auch mit durchschnittlichen Verkehr passieren und nicht nur zur HVZ - nur nicht
    so wahrscheinlich.


    Pförtnerampel halten die gesammte Stadt frei und nicht nur die Innenstadt. Dadurch verlagert
    sich der Stau auf die Zufahrtsstrassen. Eine Pförterampel befindet sich zB hier: https://osm.org/go/0D0N74mO7?m=

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