Vorschlag: Buslinie Buchrainplatz - Ostbahnhof

  • Hallo Allerseits


    Ich musste mal vor kurzem von Oberrad ins Ostend kommen. Da frag ich Euch, ist denn genug Nachfrage für eine solche Tangentialbuslinie gegeben.


    Den Fahrtverlauf habe ich mir so vorgestellt:


    Buchrainplatz - Wehrstraße - Gerbermülstraße - Osthafenbrücke - Honsellbrücke - Honsellstraße - Ostbahnhof


    Man könnte ja evtl die BL 32 dorthin verlängern, natürlich nicht mit jeder Fahrt.


    Oder man könnte eine eigene Buslinie weiter entlang der Sonnemannstraße und über die Obermainanlage und die Hanauer Landstraße zur S-Bahn Station Ostendstraße führen. Damit hätte man auch die EZB direkt angebunden.
    Auf der Rückfahrt würde ich empfehlen den Bus hinter der Ostendstraße in die Windeckerstraße abbiegen zu lassen um (wieder) an der EZB halten zu können.


    Viele Grüße MN


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  • Man könnte ja evtl die BL 32 dorthin verlängern,

    Den Vorschlag hatten wir hier schon mal, kam von Colaholiker (wenn ich es recht erinnere).


    Das Problem an der Sache ist, dass es für die großen Busse in Oberrad keine Wendemöglichkeit mehr gibt, seitdem der Buchrainplatz umgebaut wurde. Sie nur wegen der Wende bis Stadtgrenze fahren zu lassen würde die Sache vollends unrentabel machen. Die Gelenkbusse der 32 wären wahrscheinlich sowieso völlig überdimensioniert. Wenn, dann sollte man m.E. darüber nachdenken die Kleinbuslinien 81/82 um 1-2 Fahrzeuge aufzustocken und zum Ostbahnhof zu verlängern.

  • Ich hatte schon diverse Ideen, wie man Oberrad vom "Monopol" der Straßenbahn befreien kann, um zu verhindern, daß eine Störung in Sachsenhausen Oberrad vom Rest der Welt abschneidet. ;-)
    Die fehlende Wendemöglichkeit für Busse ist da in der Tat das Problem (Was mich gespannt darauf macht, wie man den östlichen Teil Oberrads anbinden will, wenn die Offenbacher Landstraße zwischen Buchrainplatz und Landesgrenze saniert wird).
    Bei einer solchen Verbindung wären meines Erachtens die Großraumtaxis der 81/82 zu klein, ich schätze das Potential bei einem Viertelstundentakt (weniger ist in einer Großstadt tagsüber eine Zumutung) nach etwas "Eingewöhnung" eher auf einen Midibus. Mit einem Halt im Bereich Ostbahnhof/Honsellstr. könnten die Oberräder sogar endlich halbwegs attraktiv per öpnv einkaufen fahren...

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Ähnliche Gedanken hatte ich mir auch schonmal gemacht.
    Da hat man seit langer Zeit eine zusätzliche Mainquerung und für den ÖPNV wird sie überhaupt nicht genutzt. Eine Buslinie mit Standardbussen vom Zoo über Ostbahnhof zum Buchrainplatz sollte bestimmt ausreichend Fahrgäste finden. Sie könnte ja auch weiter über die Buchrainstraße zum Waldfriedhof fahren und dort wenden.
    Die Linie 32 könnte zudem alle 20 Minuten über den Ostbahnhof hinaus zum Kaiserlei fahren. Damit wären die Haltestellen Osthafenbrücke, Rudererdorf und Gerbermühle dauerhaft und nicht nur an Wochenenden im Sommer angebunden. Es entstünde auch eine Direktverbindung vom Ostend zur Multifunktionsarena, die im Kaiserlei gebaut wird. Die Brücke bietet wirklich viel Potential für neue Direktverbindungen.

  • Ich bezweifle, daß man einen Standardbus Waldfriedhof (Oberrad, nicht Goldstein) gewendet bekommt. Außerdem ginge das in dem Bereich Buchrainstraße zwischen Offenbacher und Wiener/Goldbergweg nur mit massivem Einsatz von Abschleppdiensten - ein Falschparker und der unvermeidliche Gegenverkehr reichen da schon, um mit einem Standardbus keine Chance mehr zu haben.

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  • Nette Idee, aber selbst mit einem Midibus sportlich bis unmöglich. Abgesehen davon werden sich die Wasserhof-Nimbys bedanken. Oberrad ist für Busse eine blöde Ecke.

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  • Wenn Oberrad irgendwann mal einen S-Bahn-Haltepunkt bekommen sollte, wird dieser doch sicher auch schon mit einer Buslinie angebunden. Und neben dem Bahnhofsgebäude ist doch noch freie Fläche, wo man einen kleinen Busbahnhof hinbauen könnte.

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  • Dafür würden sich dann die beiden Quartierbuslinien anbieten.


    Die BL 46 könnte ja auch einen Abstecher über Oberrad machen (Abgesehen von der Wendemöglichkeit dort).

  • Hallo


    Das dies hier schon diskutiert wurde habe ich nicht mitgekriegt.


    Aber da die Bahnen in Oberrad im Berufsverkehr sowieso rappelvoll sind, wie von Colaholiker mehrfach erwähnt, und auch selber schon erlebt würde eine zusätzliche Fahrt in Oberrad sicher nicht schaden, da ein dichterer Takt der Bahnen aufgrund der Wende an der Stadtgrenze eh nicht machbar ist, wäre eine Busverbindung die "Lösung aller Probleme".

  • Es ist nicht nur die Entlastung der Straßenbahn, sondern einfach eine Alternative, die fehlt. Als ich vor Weihnachten weggefahren bin, habe ich an der Balduinstraße netterweise feststellen dürfen, daß auf der 16 ein Kurs ausfällt... Die nächste Abfahrt fehlte einfach. Meinen ice am Südbahnhof habe ich mit ach und krach noch erwischt, weil ich mit Gepäck zum Müllberg gehetzt bin und mit umsteigen an der Ostendstr. gerade noch in den schon dort stehenden ice springen konnte.

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  • Geschickter wäre eine Runde im Uhrzeigersinn. Von der Wehrstraße aus in die Haltestelle zum Aussteigen, anschl. nach rechts raus und am Straßenrand in einer neuen Haltestelle auf Einsteiger für die Rückfahrt warten. Dafür müsste die Grünanlage etwas angeknabbert werden. Die Ausfahrt aus der Strab-Haltestelle kann vielleicht à la Oberursel erfolgen.

  • Eine Verlängerung aus und nach Offenbach wäre doch sicher auch sinnvoll um eine Umsteigefreie Verbindung auch der Haltestellen Flaschenburgstraße und Wiener Straße ins Ostend


    und auch zum Marktplatz in Offenbach zu ermöglichen.


    So hätte man einen Doppelnutzen und das Problem der Wende wäre auch gelöst.


    Mehr Pendler würden die Linie ohnehin nutzen, wenn sie umsteigefrei wäre (ohne Umstieg am Buchrainplatz), deshalb wäre auch die Weiterführung über die hintere Offenbacher Landstraße nach Offenbach meines Erachtens nach gerechtfertigt da die "hinteren Oberräder" sowieso eine größere Zeitersparnis dadurch haben.


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  • Sorry wenn ich euren Optimismus nicht teilen kann. Eine Busverbindung wird niemals die Attraktivität einer Straßenbahnverbindung entwickeln können, es hat sich in der Vergangenheit immer wieder aufs neue erwiesen, dass bei Umstellung einer Straßenbahnverbindung auf Busbetrieb die Fahrgastzahlen zurück gingen und umgekehrt bei Einrichtung einer Straßenbahn statt Omnibussen die Nutzerzahlen teilweise gravierend in die Höhe gingen.


    Das wiederhole ich deshalb an dieser Stelle, weil es in unserem Falle sich nicht anders verhalten wird, obwohl es hier nicht um eine Umstellung sondern um eine Ergänzung ginge. Ein weiterer wichtiger Punkt, der hier auch schon bestimmt ein halbes Dutzend mal angesprochen wurde, ist der RMV-Tarif, der viele Oberräder davon abhält in Offenbach einzukaufen oder sich dort einen Arzt zu suchen, statt nach Sachsenhausen oder in die City zu fahren. Verständlich bei 4,90 € für 2 Kilometer, die in Frankfurt zum Kurzstreckentarif zu haben wären. Solange es keinen Kilometertarif oder Tarifgrenzen überlappende Kurzstreckenfahrkarten gibt wird sich daran nicht viel ändern lassen.


    Jetzt zum Thema: Die Straßenbahn hat bis Buchrainplatz quasi eine Vollauslastung. Spätestens danach leeren sich die Wagen schlagartig, ab Flaschenburgstraße sind die Wagen halb leer und auf den letzten 620 Metern sitzen noch 5 - 6 % der fahrgäste im Zug, die ab Mühlberg anwesend waren (müssen nicht zwangsläufig die gleichen sein, nur in absoluten Zahlen). Warum ist das so? Siehe 2. Absatz, wer nicht unbedingt nach Offenbach muss, den halten die Fahrpreise davon ab. Das war schon zu Stadtwerke- und FVV-Zeiten so, nur nicht so extrem wie heute. Der Effekt hat sich durch die zusätzliche S-Bahnverbindung und den RMV-Tarif weiter verstärkt.


    Was sollte eine parallel zur Straßenbahn verlaufende Busverbindung daran ändern? Der Bus würde aufgrund der geringeren Attraktivität noch mehr heiße Luft Rtg. Offenbach befördern als die Tram, die Zeitersparnis durch Nicht-Umsteigen, falls man den Bus bis Markt verlängern wollte bringt da nicht sehr viel. Sicher, einige würden schon mitfahren. Die gingen im Gegenzug aber der Straßenbahn wieder verloren, unter dem Strich würden insgesamt nicht mehr Leute fahren als vorher. Daher wäre der Bus auf ca. einem Drittel des Linienweges völlig unrentabel, während das bei Straßenbahnlinie 16 nur auf 5% der Strecke der Fall ist und durch die 60 - 100% Auslastung auf den übrigen 95% kompensiert wird. Dazu käme, dass die evtl. Besetzung in Offenbach selbst wiederum zu Lasten der Offenbacher Linien ginge.


    Von daher bin ich sehr skeptisch was solche Ideen betrifft und würde das erst mal mit den Kleinbussen antesten. 2 zusätzliche Wagen für 81/82 würden einen 15-Minutentakt zwischen Buchrainplatz und Ostbahnhof ermöglichen. Später könnte man immer noch auf Midi- oder Solobusse umsteigen und vielleicht haben wir in 5 oder 10 Jahren auch einen kilometerabhängigen Tarif, der eine Verlängerung nach Offenbach rechtfertigt, wer weiß...

  • In Richtung Offenbach wurde seitens der Politik bereits eine Busverbindung von Oberrad über Offenbach nach Fechenheim gefordert. Dieser Bus soll den Oberrädern eine umsteigefreie Verbindung in die Offenbacher Innenstadt bieten und als Vorlaufbetrieb für eine mögliche Straßenbahnverlängerung nach Offenbach agieren.

  • Also der Kurzstreckentarif gilt durchaus auch auf Routen zwischen F und OF, von der Wiener Straße aus kommt man damit immerhin bis zur Kaiserstraße für 1,85€.
    Eine Haltestelle weiter (Flaschenburgstraße) fallen dann 4,90€ an (was für ein irrer Tarifsprung) oder man teilt die Fahrt auf (umsteigen muss man ja sowieso) und kauft zwei Kurzstrecken Tickets. Sind dann nur 3,60€ und dürfte für eine Fahrt von Oberrad bis in die Offenbacher Innenstadt ausreichen.

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  • mit RMV Smart wäre die Strecke mit dem Bus/Tram-Ticket (90min) immerhin "nur" für 3,90 zu haben. Mit dem Smart50 (5€/Monat) entsprechend die Hälfte. Und die 5€ hat man bei 2 Hin-und Rückfahrten schon raus.


    Außerhalb von Frankfurt, Mainz und Wiesbaden jede beliebige Strecke mit Bussen übrigens 2,70, innerhalb von einzelnen Städten um 2€.

  • Also der Kurzstreckentarif gilt durchaus auch auf Routen zwischen F und OF, von der Wiener Straße aus kommt man damit immerhin bis zur Kaiserstraße für 1,85€.

    Gibt der Automat an der Wiener Straße das tatsächlich so aus? Ist das neu seit der Tarifänderung?


    OB Feldmann wollte sich zwar mit seinem Offenbacher Kollegen für Abmilderungen oder gar Auflassung des heftigen Tarifsprungs an der Stadtgrenze einsetzen, aber ich hatte nicht gehört was daraus wurde und keine Info darüber bekommen. Denn bisher war es so, dass die Gültigkeit von Fahrkarten des TG 50 am August-Bebel-Ring endete, auch die der Kurzstrecke Frankfurt. Denn die Frankfurter Kurzstrecke unterscheidet sich schließlich von der Offenbacher immer noch durch 500 Meter Differenz bei der max. Fahrtlänge.

  • Das müsste der Automat eigentlich. Laut RMV Tarifauskunft werden auch 1,85€ angegeben. An der Haltestelle OF-Theater/Messe werden als Kurzstrecken-Ziele auch Haltestellen in Fechenheim angegeben.
    Frankfurt und Offenbach sollten wie Wiesbaden und Mainz in einem TG liegen. Schade das F und OF das beim RMV nie durchbekommen werden, die anderen Städte wollen wohl nicht auf die Einnahmen verzichten.

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