Linie 14 auf neuen Wegen (ab Dez. 2018)

  • Im vergangenen Dezember hatten die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen den Magistrat aufgefordert zu prüfen, wie der Verkehr in Gallus verbessert werden könnte. Bisher war das Thema in verschiedenen Zusammenhängen auf der Grundlage von Zeitungsberichten zu diversen Verkehrsthemen am Rande mitdiskutiert worden (hier, hier und hier). Jetzt ist es aber sozusagen amtlich.


    Die Antwort des Magistrats liegt jetzt vor:



    Q


    Wo kommen die vier zusätzlichen Wagen her, die ab Dezember benötigt werden? Sind das aufgewärmte P-Wagen? Oder eine Neuanschaffung?

  • In der Tat werden dafür derzeit Pt-wagen reaktiviert. Diese werden aber über mehrere Linien verteilt, damit jeweils nur einzelne Fahrten nicht barrierefrei sind. Momentan läuft ja die Ausschreibung für T-Wagen. Bis die geliefert sind bleiben uns also ein paar PTs erhalten.


    Grüße


    Wolfgang

  • Hallo zusammen,


    wie sehen denn dann die Umläufe bzw. Wenden aus? Wenn die Kleyer Straße nur im Uhrzeigersinn befahren wird, möchten die Kunden, die bspw. am Ordnungsamt einsteigen sicher nicht schon ein Pause in der Rebstöcker Straße machen.


    Ist es somit angedacht, dass die 14 vom Ernst-May-Platz über Galluspark wieder zum Ernst-May-Platz fährt und dort erst eine Pause macht? Aber würde es nicht so zu einem gerade in der HVZ erheblichen Verspätungsaufbau kommen?


    Danke Euch!


    Viele Grüße,
    MrWanne

  • Hallo.


    Bereits heute gibt es auf der Linie 14 am Zoo und am Lokalbahnhof planmäßige Liegezeiten, ebenso bei der U4 an der Seckbacher Landstraße stadteinwärts. Diese werden an der Rebstöcker Straße auch kommen.


    Wer es eilig hat, kann bei den planmäßigen Liegezeiten an der Rebstöcker Straße in die Linien 11 oder 21 umsteigen. Den Vorteil der Wendefahrten über die Kleyerstraße sehe ich eher am Morgen, wenn die Pendler in Richtung Galluspark fahren müssen.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • So ist es betrieblich am einfachsten. Aus dem Galluspark in Richtung Galluswarte natürlich nachteilig.
    Es gibt bestimmt auch viele Fahrgäste, die keine RMV Karte haben, sondern nur mit Bahn fahren dürfen (aber dann sind sie ja sowieso Leid erprobt ).

  • Hallo,


    möglich wäre eine Verlängerung bis zur Mönchhofstraße zu den Zeiten wo die Linie 21 dort nicht endet.
    Dann wäre eine Fahrt auch in Richtung Galluswarte über die Kleyerstraße möglich.


    Gruß
    HCW

    Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Ortsbeirat Ihres Vertrauens!

  • Wahrscheinlich nicht, ca. 10 min für Fahrzeit und Wende sind wohnen anzusetzen (ohne Pause / Ausgleichszeit )


    Die 21 ganztägig bis Nied Kirche hätte natürlich auch etwas , Dan könnte die 14 auch bis zur Mönchhofstraße durchfahren.

  • Ich bin in der BOStrab nicht firm.


    Der eingleisigen Abschnitt auf der Rebstöcker Straße ist meiner Beobachtung ohne „Signale“ angelegt. Würde somit ein gleichzeitiger „Zwei-Richtungs-Betrieb“ nicht im Chaos enden?

  • In der Tat werden dafür derzeit Pt-wagen reaktiviert. Diese werden aber über mehrere Linien verteilt, damit jeweils nur einzelne Fahrten nicht barrierefrei sind

    Wenn ich die bisherigen Informationen hier im Forum richtig nachvollzogen habe, dann waren bisher nur die Linien 15 und 21 vorgesehen. Die Linie 21 scheidet aktuell aus, wenn die Pt-Wagen keine angepassten Kabel in den Gelenken erhalten, um die enge Wendeschleife am Oberforsthaus schadensfrei befahren zu können.


    Bereits heute gibt es auf der Linie 14 am Zoo und am Lokalbahnhof planmäßige Liegezeiten

    Ach deswegen stand wohl am Sonntag spätabends die 14 so lange am Zoo herum (und hat den verspäteten L-l-Zug aufgehalten :( )

    Vollkommen Großartiges Forum

    Einmal editiert, zuletzt von SoundofN1 ()

  • Er wurde bereits im Umleitungsverkehr in beide Richtungen befahren.
    Was für ein Aufwand dahinter stand, vielleicht sogar mit Personal vor Ort, ist mir entgangen. Aber die Regel dürfte das nicht werden.


    Möglicherweise kommt eine Verlängerung gen Westen doch etwas in Gänge.

  • Würde somit ein gleichzeitiger „Zwei-Richtungs-Betrieb“ nicht im Chaos enden?

    Es gibt doch mehrere Möglichkeiten um das zu vermeiden, als da wären:


    1.) Man baut den Abschnitt doch noch zweigleisig aus, wie es mal in Erwägung gezogen wurde. Die o.g. Antwort des Magistrats beinhaltet eine Prüfung der Verlängerung, deren Ergebnis es ggf. sein könnte, diese Maßnahme sei sinnvoll und notwendig.
    2.) Ene Neubaustrecke durch Sondershausen- oder Ackermannstraße steht derzeit nicht an, ist unwahrscheinlicher als ein zweigleisiger Ausbau, für den Fall aber nicht ausgeschlossen. Sie wäre zwar teurer, würde aber auch mehr erschließen.
    3.) Die wahrscheinlich kostenmäßig günstigste Variante wäre eine Nachrüstung mit Signalen. Und last, but not least
    4.) die Variante ohne Zusatzkosten, die Linie wie früher die Linien 14, 22 und 21 nur in der jeweiligen Lastrichtung über die Kleyerstraße zu führen.

  • Bereits heute gibt es auf der Linie 14 am Zoo und am Lokalbahnhof planmäßige Liegezeiten,

    Die gibt es aber nur, wenn die Linie 14 im 15er-Takt fährt. Also nicht immer.


    SoundofN1 : Es ist nicht der Radius der Schleife Oberforsthaus an sich, sondern die Kombination aus Steigung/Gefälle und Kuppe, die den P-Wagen zu schaffen macht.
    Bei Umleitungen und Sonderfahrten darf da durchaus mit P-Wagen gefahren werden, und auch der Schneeschiebär fährt planmaßig durch die Schleife. Allerdings sollte die Schleife dann "in einem Rutsch" befahren werden.

  • Ich bin in der BOStrab nicht firm.
    Der eingleisigen Abschnitt auf der Rebstöcker Straße ist meiner Beobachtung ohne „Signale“ angelegt. Würde somit ein gleichzeitiger „Zwei-Richtungs-Betrieb“ nicht im Chaos enden?


    In Frankfurt würde es definitiv im Chaos enden.


    In anderen Städten werden eingleisige Abschnitt mit "Fahren nach Fahrplan" gesichert.
    Allerdings setzt dies vorraus, dass sich das Fahrpersonal konsequent an den Fahrplan hält bzw im definierten Verspätungsfall die Leitstelle über
    die Verspätung informiert, damit ein eventuell gemäß Fahrplan entgegen kommender Zug aufgehalten wird.


    Die Frage ist allerdings auch, ob dies heutzutage überhaupt neu eingerichtet werden darf.


    Ansonsten ist auch das "oberschlesische Modell" sehr empfehlenswert und kostengünstig, an beiden Enden des eingleiseigen Abschnittes befinden sich Lampen.
    Ist die Lampe an, so ist der eingleisige Abschnitt frei.
    Der Fahrer, der in den eingleisigen Abschnitt einfahren möchte betätigt einen Schalter wodurch die Lampe ausgeht.
    Dies bedeutet dann, dass der Abschnitt belegt ist.
    Nachdem er den Abschnitt verlassen hat betätigt er erneut einen Schalter und die Lampen gehen wieder an, der Abschnitt ist wieder frei
    und der nächste Zug könnte einfahren.


    Realistisch wird es aber darauf hinauslaufen, dass man eine vollständige Signalanlage mit Gleisfreimeldeanlage einrichtet, dies ist dann zwar nicht kostengünstig
    aber "sehr sicher".

    Einmal editiert, zuletzt von S-Wagen 253 ()

  • Ich sehe das grade sehr kritisch. Die Verbindung aus dem Ostend/Bornheim nach Sachsenhausen fällt durch den Wegfall der 14 ja komplett weg. Es ist dann auf der Strecke Wittelsbacher Allee -》
    Südbahnhof nötig 2(!) mal umzusteigen.


    Das fällt dann einfach ersatzlos weg?

  • Zitat

    Ich sehe das grade sehr kritisch. Die Verbindung aus dem Ostend/Bornheim nach Sachsenhausen fällt durch den Wegfall der 14 ja komplett weg. Es ist dann auf der Strecke Wittelsbacher Allee -》
    Südbahnhof nötig 2(!) mal umzusteigen.


    Das fällt dann einfach ersatzlos weg?

    Langfristig könnte man die Buslinie 45 von der Deutschherrnbrücke ins Ostend verlängern. Evtl bis Bornheim Mitte über die Saalburg- und die Wittelsbacher Allee.


    Aber ob so viele auf diesem Abschnitt pendeln, wage ich zu bezweifeln. Immerhin kann man an der Ostendstraße in die S-Bahn oder am Willy-Brandt-Platz in die U-Bahn umsteigen. Die Option mit der S-Bahn scheint mir sogar nicht unbedingt langsamer als in der alten 14 sitzen zu bleiben, halt nur umständlicher (laufen/ sich bewegen und umsteigen ;))


    Die Frage ist halt, wie viele Pendler wechseln auf diesem Abschnitt aufs Auto und lohnt es sich einen großen Aufwand (z.B.: in Form einer verlängerten Buslinie) zu betreiben um diese doch für den ÖPNV zu begeistern.


    Gesendet von meinem SM-G950F mit Tapatalk

  • MrWanne:

    Zitat

    Der eingleisigen Abschnitt auf der Rebstöcker Straße ist meiner Beobachtung ohne „Signale“ angelegt.


    Diese Frage veranlasst mich zu der Frage,- was machen eigentlich die Pläne dieses Stück zweigleisig auszubauen?
    Lange nichts mehr gehört.
    Die Herausforderungen an den erweiterten Erschütterungsschutz wegen des dort ansässigen Rechenzentrums sind bekannt.
    Oder wartet man, bis alle Server SSD Speichermedien haben und Erschütterung keine Rolle mehr spielt. ;)