Verkehrsdezernent Wysocki schlägt Straßenbahn nach Bad Vilbel vor

  • Da Bad Vilbel derzeit ein sehr großes Wohn- und Gewerbegebiet an der Krebsschere / Massenheim plant, würde sich hier zusätzliches Fahrgast-Potential ergeben:

    - Umsteiger von und zur S-Bahn;

    - Direktfahrten von und nach Frankfurt.


    Dabei sollten auch weitere Vernetzungen im Auge behalten werden, z.B. mit der Ringstraßenbahn nach Bornheim und nach Dornbusch / Bundesbank. Einen Abzweig in Richtung Osten könnte ich mir auch vorstellen, aber nach Seckbach höchstens mit einer Zahnradbahn :).

    Ich denke da eher an eine Anbindung von Bergen über den Berger Weg und den Lohrberg. Die hätte im Gegensatz zur früheren Lösung den Vorteil, dass die neue Straßenbahn direkt bis ins Zentrum von Bergen oder sogar nach Bergen-Ost geführt werden könnte.

  • Eine Weiterführung zur europäischen Schule in Dortelweil wäre was:D. Mal im Ernst: Wenn die Straßenbahn zum Bad Vilbeler (Nord-) Bahnhof verlängert werden sollte, dann muss die Nidda überquert werden. Es gibt ja nur zwei Brücken in dem Bereich, eine am alten Rathaus und die andere wo auch die S6 drüber "donnert" (es soll ja diese werden)

    Jetzt die Frage ob die Brücke das aushält? Muss sie verstärkt werden? Sollte wirklich eine Weiterführung vom Südbahnhof beabsichtigt werden, wäre meines Erachtens die Streckenführung zum Bahnhof suboptimal und verschwendetes Potenzial. Besser wäre, obwohl der Kurpark darunter leiden würde, eine Weiterführung durch diesen zur Wasserburg (oder bis zum Festplatz bzw. Büdinger Straße mit P+R Platz). Ich denke mit Rasengleis würde es ganz schick aussehen. Der Parkweg hat reichlich Anwohner und über die Fußgängerbrücken wären die Altstadt, der Marktplatz und die Alte Mühle inkl. dem Wohngebiet gut von und zur Straßenbahn erreichbar.

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  • Ich bin mal gespannt, was da rauskommt. Heute fährt der 30er auf diesem Abschnitt oft nur im 30.-Min.-Takt, Ausnahme ist nur der 10.-Min.-Takt in der HVZ sowie Mo-Fr vormittags der 20.-Min.-Takt.

    Spricht für mich im Moment nicht für ein Fahrgastaufkommen, dass eine Straßenbahn rechtfertigt. Andererseits ist eine Straßenbahn schon eine Attraktivitätssteigerung, die manchen zum Umsteigen bewegen könnte und der derzeitige (meist) 30.-Min.-Takt schreckt vielleicht auch viele ab, die bei einem dichteren Takt mitfahren würden.

    Wie gesagt: bin mal gespannt, was dabei rauskommt...

    Eigentlich sollte in diesem Forum bekannt sein, dass gerade im ÖPNV das Angebot in großem Umfang die Nachfrage antreibt.

    Erstens ist eine Tram das schnellere und angenehmere Verkehrsmittel - insbesondere wenn sie weitgehend einen eigenen Gleiskörper hat, wie hier - und andererseits führt ein dichterer Takt dazu, dass man kürzere bis nicht mehr relevante Wartezeiten hat.

    Wenn die Wartezeit kürzer ist als die Zeit die man braucht, das Auto aus der Garage zu holen oder hinterher wieder einen Parkplatz zu finden, dann wird der ÖPNV attraktiv.

    Wenn dann noch die Fahrt nicht mehr kostet als das Parken in Frankfurt...

  • Wenn ich in der FR das lese:

    Zitat

    Auch die Bürger sollen dann zu einer Straßenbahn befragt werden – denn bislang gibt es in der Kurstadt noch keine Oberleitungen.

    Wird mir schon wieder Angst und bange. Ich sehe schon die BI Bad Vilbel "Verhindert die hässliche Oberleitung".:rolleyes:

  • Stimmt, es gibt weniger schöne Ausführungen der Oberleitung, aber auch optisch Ansprechende.

    Nur ob jetzt eine Oberleitung die Optik der Straßen wirklich verschlechtern würde....

    Gegen-BI wird es sicherlich geben.

  • Wenn ich in der FR das lese:

    Wird mir schon wieder Angst und bange. Ich sehe schon die BI Bad Vilbel "Verhindert die hässliche Oberleitung".:rolleyes:


    Die Sorgen der Bürger sind aber teilweise berechtigt. Bei der Mainzelbahn hat man die Oberleitung an einigen Stellen auch "hingerotzt". Ähnlich sieht es bei Streckenabschnitten aus, bei denen man in den letzten Jahren die Masten ausgetauscht hat (vgl. alt/neu entlang des Bahnwegs).


    Oberleitung geht tatsächlich auch in "schön", das muss der Planer dann aber auch so vorsehen.

  • Die Sorgen der Bürger sind aber teilweise berechtigt. Bei der Mainzelbahn hat man die Oberleitung an einigen Stellen auch "hingerotzt". Ähnlich sieht es bei Streckenabschnitten aus, bei denen man in den letzten Jahren die Masten ausgetauscht hat (vgl. alt/neu entlang des Bahnwegs).


    Oberleitung geht tatsächlich auch in "schön", das muss der Planer dann aber auch so vorsehen.

    Bad Vilbel und der Wetteraukreis haben genug Geld um anständige Masten hinzustellen

  • Bad Vilbel und der Wetteraukreis haben genug Geld um anständige Masten hinzustellen

    Das Problem dürften noch nicht mal die Masten sein, obwohl es auch schöne und weniger schöne Exemplare gibt. Ich befürchte eher, daß man da wie leider üblich eine ziemlich dicke Hochkettenfahrleitung hinplant und das mit der großen Stromaufnahme in der Steigung begründen will.

  • Hoffentlich hat Vilbel keinen Karnevalsumzug. Das war weiland ein Ablehnungsgrund der ISenburger für eine Oberleitung in der Frankfurter Straße... :rolleyes:

    Weil es ja in anderen Städten mit Karnevalsumzügen keine Routen gibt, die unter Straßenbahnfahrleitungen durchführen. Den jährlichen Umzug am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt bilde ich mir (und andere auch) da vermutlich nur ein.

  • Eine Weiterführung zur europäischen Schule in Dortelweil wäre was:D. Mal im Ernst: Wenn die Straßenbahn zum Bad Vilbeler (Nord-) Bahnhof verlängert werden sollte, dann muss die Nidda überquert werden. Es gibt ja nur zwei Brücken in dem Bereich, eine am alten Rathaus und die andere wo auch die S6 drüber "donnert" (es soll ja diese werden)

    Jetzt die Frage ob die Brücke das aushält? Muss sie verstärkt werden? Sollte wirklich eine Weiterführung vom Südbahnhof beabsichtigt werden, wäre meines Erachtens die Streckenführung zum Bahnhof suboptimal und verschwendetes Potenzial. Besser wäre, obwohl der Kurpark darunter leiden würde, eine Weiterführung durch diesen zur Wasserburg (oder bis zum Festplatz bzw. Büdinger Straße mit P+R Platz). Ich denke mit Rasengleis würde es ganz schick aussehen. Der Parkweg hat reichlich Anwohner und über die Fußgängerbrücken wären die Altstadt, der Marktplatz und die Alte Mühle inkl. dem Wohngebiet gut von und zur Straßenbahn erreichbar.

    Durch den Kurpark zu fahren ist einfach unrealistisch, das wird sich in der Bevölkerung niemals durchsetzen lassen. Und die Parkstraße erscheint mir zu schmal. Vor allem aber erscheint mir das Fahrgastpotenzial in dieser Gegend auch überschaubar. So viele Menschen wohnen in diesem Bereich nun auch wieder nicht, und er wird sicher auch nach dem Bau einer Straßenbahn in der Frankfurter Straße weiterhin mit den Vilbussen erschlossen bleiben, da diese stets hier fahren werden, um die Innenstadt und die Bahnhöfe mit den Stadtteilen zu verknüpfen.


    Deine Variante der Weiterführung nach Dortelweil halte ich für deutlich klüger. Do-West ist doch recht weit weg von der S-Bahn in Alt-Dortelweil, dadurch könnte die Straßenbahn sicher einiges an Fahrgastpotenzial neu erschließen. Und auf dem Weg dorthin gleich noch die Wohngebiete im Quellenpark anbinden, die derzeit und in den nächsten Jahren westlich des Nordbahnhofs entstehen.


    Dafür könnte die Straßenbahn vom Südbahnhof und der Kasseler Straße via Unterführung Homburger Straße auf die andere (Fern-)Bahnseite geführt werden, dann auf der Westseite des Nordbahnhofs halten, durchs Wohngebiet Quellenpark rollen und dann ein Stück übers Feld bis Dortelweil, dort zum Beispiel via Willy-Brandt-Straße eine zentrale gelegene Erschließung der Wohngebiete mit Anschluss ans Brunnencenter und das Kultur- und Sportforum bieten. Von dort wäre noch ein kurzer Stich durch die Anlage zwischen Milan- und Franz-Lehár-Weg nordwestlich des Brunnencenters möglich mit einer Endstation an der Konrad-Adenauer-Allee, ebenfalls sehr gut gelegen mitten zwischen den Wohnquartieren.

  • Durch den Kurpark zu fahren ist einfach unrealistisch, das wird sich in der Bevölkerung niemals durchsetzen lassen. Und die Parkstraße erscheint mir zu schmal. Vor allem aber erscheint mir das Fahrgastpotenzial in dieser Gegend auch überschaubar. So viele Menschen wohnen in diesem Bereich nun auch wieder nicht, und er wird sicher auch nach dem Bau einer Straßenbahn in der Frankfurter Straße weiterhin mit den Vilbussen erschlossen bleiben, da diese stets hier fahren werden, um die Innenstadt und die Bahnhöfe mit den Stadtteilen zu verknüpfen.


    Deine Variante der Weiterführung nach Dortelweil halte ich für deutlich klüger. Do-West ist doch recht weit weg von der S-Bahn in Alt-Dortelweil, dadurch könnte die Straßenbahn sicher einiges an Fahrgastpotenzial neu erschließen. Und auf dem Weg dorthin gleich noch die Wohngebiete im Quellenpark anbinden, die derzeit und in den nächsten Jahren westlich des Nordbahnhofs entstehen.


    Dafür könnte die Straßenbahn vom Südbahnhof und der Kasseler Straße via Unterführung Homburger Straße auf die andere (Fern-)Bahnseite geführt werden, dann auf der Westseite des Nordbahnhofs halten, durchs Wohngebiet Quellenpark rollen und dann ein Stück übers Feld bis Dortelweil, dort zum Beispiel via Willy-Brandt-Straße eine zentrale gelegene Erschließung der Wohngebiete mit Anschluss ans Brunnencenter und das Kultur- und Sportforum bieten. Von dort wäre noch ein kurzer Stich durch die Anlage zwischen Milan- und Franz-Lehár-Weg nordwestlich des Brunnencenters möglich mit einer Endstation an der Konrad-Adenauer-Allee, ebenfalls sehr gut gelegen mitten zwischen den Wohnquartieren.

    Auch eine Möglichkeit. Mir ging es halt in erster Linie darum Altstadt, Wasserburg und den P+R Platz an der Büdinger Straße. Von dort aus könnte ein gutes Stadt- und Regiobusnetz in die übrige Region starten. Die Straßenbahn könnte durch die Parkstraße geführt werden. Dafür müsste dieser entweder für Autos gesperrt werden oder wie in der Battonstraße würde die Strab entgegen kommen.

  • Auch eine Frage der Prioritäten. Schnelle Anbindung (incl. Umsteiger von den den RE am Bahnhof) nach Frankfurt, vor allem die nördlichen Stadtteile oder möglichst vielen Einwohnern von Vilbel Zugang zur Tram zu bieten.

  • Mir ging es halt in erster Linie darum Altstadt, Wasserburg und den P+R Platz an der Büdinger Straße. Von dort aus könnte ein gutes Stadt- und Regiobusnetz in die übrige Region starten.

    In der Wasserburg wohnt niemand, die Altstadt wird auf Dauer gut erschlossen sein, weil alle Vilbus-Linien hier hindurch verkehren. Welches Fahrgastpotenzial willst Du hier denn noch erschließen?


    Dein "P+R-Platz" ist der Festplatz, der mehrfach im Jahr für Festivitäten genutzt wird und dann nicht für P+R zur Verfügung stände. Wäre für die Pendler vielleicht ein etwas zu inkonsistentes Angebot.


    Aber für eine Führung einer Strab durch den Burgpark zum Festplatz wirst Du ohnehin genau so viel Widerstand haben wie beim Kurpark, da geb ich Dir Brief und Siegel.

  • In der Wasserburg wohnt niemand, die Altstadt wird auf Dauer gut erschlossen sein, weil alle Vilbus-Linien hier hindurch verkehren. Welches Fahrgastpotenzial willst Du hier denn noch erschließen?


    Dein "P+R-Platz" ist der Festplatz, der mehrfach im Jahr für Festivitäten genutzt wird und dann nicht für P+R zur Verfügung stände. Wäre für die Pendler vielleicht ein etwas zu inkonsistentes Angebot.


    Aber für eine Führung einer Strab durch den Burgpark zum Festplatz wirst Du ohnehin genau so viel Widerstand haben wie beim Kurpark, da geb ich Dir Brief und Siegel.

    Der Festplatz wird einmal im Jahr für den Vilbeler Markt benutzt. Alle anderen Veranstaltungen dort haben nicht diesen Umfang. Des Weiteren könntest du dauerhaft den P+R Parkplatz dort errichten, wo auch der Parkplatz für den Vilbeler Markt entsteht, quasi nördlich vom Festgelände. Die Haltestelle Wasserburg würde ich dort an der Brücke an der Kasseler Straße ansiedeln (nicht die Holzbrücke). Dort wohnen schon eine einige Anwohner. Jedoch ist, wie du schon sagst, mit entsprechenden Protesten zu rechnen. Meiner Meinung nach hätte diese Strecke jedoch Potenzial bei entsprechender "Vermarktung" und "Förderung" den Pendlerstrom aus Richtung Niederdorffelden und dem MKK auf die Straßenbahn zu bringen. Allerdings eine Strecke westlich der S-Bahn Richtung Dortelweil über den Quellenpark und Dortelweil West wäre auch interessant. Nun ja: Egal wie, ein Ende der Straßenbahn am Südbahnhof wäre verschwendetes Potenzial. Mehr Fahrgäste als der Linie 30 könntest du nicht gewinnen. Und das Vilbus-Netz ist aktuell nicht optimal genug um als Zubringer zur Straßenbahn zu fungieren, siehe bspw. Samstag, Sonntag und Abends. Aber gut, dass ist Sache von Vilbel und nicht von Frankfurt. Kann uns ja dann egal sein...