Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?
Wie willst Du mit Gruppierungen wie „Frankfurt 22“ rational diskutieren? Diese Gruppe wollte doch in der Vergangenheit die U-Bahntunnel zuschütten.
Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?
Wie willst Du mit Gruppierungen wie „Frankfurt 22“ rational diskutieren? Diese Gruppe wollte doch in der Vergangenheit die U-Bahntunnel zuschütten.
"Frankfurt 22" und "Takt vor Tempo" laden erneut zu einem Abend gegen den Fernbahntunnel ein am 28. Mai um 19:00 im Haus Gallus (Frankenallee 111), siehe auch hier. Das ist der zweite Anlauf, da man vor ein paar Monaten beim ersten Anlauf zeitlich mit einem Streik kollidierte.
Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?
NIMBYs können bzw. wollen Argumente nicht verstehen...
Mit ihnen zu diskutieren ist so nutzlos wie mit der angeblichen Alternative für dieses Land.
Die sind einfach so verblendet und in ihrem Denken "eingeschränkt".
Ist halt auch die Frage wie man diskutiert und ob man ergebnisoffen diskutieren will.
"Ich bin für alle Ergebnisse offen, so lange die Bahn nicht gebaut wird."
Die FR berichtet heute über die Veranstaltung. Kern des Artikels ist:
ZitatFR:
Spannend waren die Ausführungen von Gerd Schmanke, Consultant für Mobilität und Logistik, zu „Der Kopfbahnhof ist an seiner Kapazitätsgrenze und sorgt für Verspätungen“ sowie „Die Zeitersparnis des Fernbahntunnels ist zwingend notwendig für den Deutschlandtakt“.
Diese These versucht er zu widerlegen, indem er die Belegung der Gleise beobachtet haben will:
ZitatFR:
So seien tagsüber immer wieder Gleise komplett frei. Als Beispiel nahm er den Zeitraum 17 bis 18 Uhr heraus. In diesem seien die
Gleise1und13 komplett leer ge-wesen – eine ganze Stunde lang. Das Höchste, was möglich scheint, seien vier Züge pro Stunde.
Aus dieser "wissenschaftlichen Beobachtung" wird nun der Schluß gezogen, dass es ein "Managementproblem" sei, dass der Bahnhof nicht seiner Kapazität entsprechend genutzt wird. Ala Beispiel, das es besser geht wird Zürich würden ca. 2900 Züge, bei weniger Gleisen abgefertigt, in Frankfurt nur 1170.
Als Ursache wird auch die Unterbesetzung der Stellwerke und Betriebsleitzentralen angeführt.
Die FR berichtet heute über die Veranstaltung. Kern des Artikels ist:
Diese These versucht er zu widerlegen, indem er die Belegung der Gleise beobachtet haben will:
Aus dieser "wissenschaftlichen Beobachtung" wird nun der Schluß gezogen, dass es ein "Managementproblem" sei, dass der Bahnhof nicht seiner Kapazität entsprechend genutzt wird. Ala Beispiel, das es besser geht wird Zürich würden ca. 2900 Züge, bei weniger Gleisen abgefertigt, in Frankfurt nur 1170.
Als Ursache wird auch die Unterbesetzung der Stellwerke und Betriebsleitzentralen angeführt.
Gerade das Beispiel Zürich zeigt, das nur ums dogmatische Dagegen- sein geht.
Aus dieser "wissenschaftlichen Beobachtung" wird nun der Schluß gezogen, dass es ein "Managementproblem" sei, dass der Bahnhof nicht seiner Kapazität entsprechend genutzt wird. Ala Beispiel, das es besser geht wird Zürich würden ca. 2900 Züge, bei weniger Gleisen abgefertigt, in Frankfurt nur 1170.
Eines der Nadelöhre in Frankfurt ist der Südbahnhof, und durch „besseres Management“ verschwindet dieser Engpass? Also, habe ich auf deren Webseite nachgeschaut wie sie das Kapazitätsproblem lösen wollen, durch eine Harmonisierung der Geschwindigkeit der Züge – sprich alles fährt nur noch so schnell wie der langsamste Zug: also anstatt ICE nur noch Güterzugtempo. Und man glaubt ernsthaft, dass man damit den Ausbau der A5 verhindern könne, weil man dann ja mehr Geld hätte den ÖPNV auszubauen, weil man den Fernbahntunnel nicht bauen würde.
Irgend wie leben diese Menschen noch im 19. Jahrhundert. Der Grund weshalb der MIV so stark ist, ist in den kurzen Fahrzeiten. Bahnfahren wie im vorletzten Jahrhundert wird absolut niemanden zum Umstieg bewegen – eher im Gegenteil Nutzer von der Bahn zum MIV treiben.
Eines der Nadelöhre in Frankfurt ist der Südbahnhof, und durch „besseres Management“ verschwindet dieser Engpass?
Das es in Frankfurt "im Zulauf" zum Hauptbahnhof klemmt haben die "Wissenschaftler" wohl heftig ignoriert, was nutzt es auch, Gleis 1 mit einem Zug zu belegen, dessen Ziel von Gleis 1 gar nicht erreichbar wäre.
Die betrieblichen Zwänge die so ein komplexer Bahnhof nun mal hat, wurde heftigst ignoriert.
Irgend wie leben diese Menschen noch im 19. Jahrhundert.
Vermutlich,- aus dieser Ecke kommt doch auch der Vorschlag auf DII (Ginnheimer Kurve) zu verzichten und die Uni mit einer Straßenbahn zu erschließen. Die U5 einzustellen und als Straßenbahnzu bis zur Konsti zu führen, kam doch auch aus dieser Ecke.
Die betrieblichen Zwänge die so ein komplexer Bahnhof nun mal hat, wurde heftigst ignoriert.
Exakt. Wenn ich mich korrekt daran erinnere war einer der Gründe für den Fernbahntunnel die Tatsache, dass die ein- und ausfahrenden Fernzüge sich weiterhin ebenengleich im Bahnhofsvorgeld kreuzen würden, wenn man den Tunnel nicht baut.
Aus dieser "wissenschaftlichen Beobachtung" wird nun der Schluß gezogen, dass es ein "Managementproblem" sei, dass der Bahnhof nicht seiner Kapazität entsprechend genutzt wird. Ala Beispiel, das es besser geht wird Zürich würden ca. 2900 Züge, bei weniger Gleisen abgefertigt, in Frankfurt nur 1170.
Als Ursache wird auch die Unterbesetzung der Stellwerke und Betriebsleitzentralen angeführt.
Wieso haben die Züricher auch einen 4. gleisigen Durchgangsbahnhof mit großem Aufwand drunter gebaut. Der in erster Linie für Durchmesserlinien des Fernverkehrs und des überregionalen Verkehres dient. Ich bezweifle die 2900 Züge für den Kopfbahnhofsteil, das wären alle 30 Sekunden ein Zug. So viele fuhren in Januar (als ich dort durchgereist bin) definitiv auf den obenen Gleisen nicht ab. Ich vermute die Haben alles mit reingerechnet, Kopfbahnhof, Durchgangsbahnhof, S-Bahn, evtl. noch den SZU-Bahnhof. Ich meine mal gelesen zu Haben, das die Idee mit dem Fernbahntunnel von den Zürichern abgeschaut wurde.
Wieso haben die Züricher auch einen 4. gleisigen Durchgangsbahnhof mit großem Aufwand drunter gebaut.
Das wusste ich nicht. Dann werden die Aussagen von Herrn Schmanke erst Recht unglaubwürdig. Oder wusste er das nicht, dass Zürich bereits einen Tiefbahnhof hat, der die gleiche Aufgabe hat, wie der in Frankfurt am Main bekommen soll?
Zumindest ist es äußerst unseriös, dieses kleine Detail zu verschweigen.
Das wusste ich nicht. Dann werden die Aussagen von Herrn Schmanke erst Recht unglaubwürdig. Oder wusste er das nicht, dass Zürich bereits einen Tiefbahnhof hat, der die gleiche Aufgabe hat, wie der in Frankfurt am Main bekommen soll?
Zumindest ist es äußerst unseriös, dieses kleine Detail zu verschweigen.
Zürich hab sogar einen Durchfahrtsbahnhof gebaut, den man von Oerlikon kommend über die sog. "Durchmesserlinie" auch von Osten statt wie früher nur von Westen aus anfahren kann, gar nicht unähnlich zu S21. Die haben da de facto ein halbes S21 zusätzlich zum Kopfbahnhof unter der Erde dazugepackt in Zürich.
Ich bezweifle die 2900 Züge für den Kopfbahnhofsteil, das wären alle 30 Sekunden ein Zug. So viele fuhren in Januar (als ich dort durchgereist bin) definitiv auf den obenen Gleisen nicht ab
Der Fahrplan für Montag kennt insgesamt 1582 Abfahrten (und 1637 Ankünfte). Davon 452 aus dem 16-gleisigen oberirdischen Kopfbahnhof (übrigens alle Gleise mit 400 Metern Länge), 438 im gemischten 4-gleisigen Durchgangstunnel und 691 im 4-gleisigen S-Bahn-Tunnel. Zusätzlich noch 890 Abfahrten von Bus und Tram.
Für Frankfurt finde ich leider keine einfach auswertbare Tabelle aller Abfahrten.
Für Frankfurt finde ich leider keine einfach auswertbare Tabelle aller Abfahrten.
Ich bin jetzt zu faul, da ein Skript zu schreiben:
Aus der Bahnhofstafel könnte man Pi*Daumen rauslesen: 128 Seiten mal ungefähr 15 Züge pro Seite=1920 Abfahrten. Davon dann ein paar abgezogen, wegen gedoppelter Einträge Mo-Fr/Sa/So. Plus die Unterscheidung zwischen oben und unten. Vereinfacht: Taunusanlage hätte nach der gleichen Schnellprüfung 744 Abfahrten (12*62). Blieben also tagesunberücksichtigt "oben" etwa 1200 Abfahrten. Abzüglich der Tage (ich setze pauschal mal 10% an), liegen wir bei etwas über 1000.
1000 aufgeteilt auf 25 Gleise vs. 450 auf 16 Gleisen. Macht also 40 Züge pro Tag und Gleis in Frankfurt gegenüber 28 Zügen in Zürich. Plus dazu die betrieblichen Einschränkungen, weil nicht jedes in Gleis in Frankfurt von jeder Strecke erreichbar ist oder die volle Nutzlänge hat.
Es stellt sich halt wieder der Eindruck ein, dass die Gegner des Projektes unehrlich sind. Und nachdem unsere kollektive Reaktion ja auch deutlich negativ war, lässt sich Karl-Heinz Peil ja auch nicht mehr blicken, um dem Eindruck etwas entgegenzustellen.
Ich gehe also davon aus, dass es Absicht ist, Menschen mit Lügen zu desinformieren. Pfui, ihr seid schlechte Menschen.