Fernbahntunnel durch Frankfurt?

  • Gruß Tommy

  • Die Mindestübergangzeiten zwischen S-Bahn und Halle sind bei allen untersuchten Stationslagen gar nicht so weit auseinander (wenn die Laufbänder bei der Westlage nicht ausfallen) der große Unterschied besteht bei der Wegezeit zum städtischen Nahverkehr (5/6 Minuten zur U-Bahn vs 10 Minuten sowie 6/7 Minuten zur Tram vs 10).


    Wenn es keine bauzeitlichen Eingriffe in die B-Strecke geben wird, wird es die Box in Tieflage ansonsten Westlage

  • Zumindest was die Umsteigewege zur Tram angeht, wäre die Westlage gegenüber der Ostlage tief gar nicht so weit im Nachteil, wenn man sich anschaut, dass die Achse Ludwigstraße / Stuttgarter Straße gut an die Gutleut-Tram und zukünftigen Linien 11/16 auf der Mainzer via Querpassage angebunden werden könnten. Da wäre mir der etwas längere Weg zum Bahnhofsvorplatz Tram/U4 und U5 nicht so gravierend wie der Eingriff in den Bestand während sicherlich 10 Jahren+ Bauzeit.

    Einmal editiert, zuletzt von penultimo ()

  • Gemäß der Einschätzung in der Präsentation spielt der Umstieg zur Straßenbahn aber keine so große Rolle im Vergleich zur U-Bahn und auch dem Zielverkehr ins Bahnhofsviertel. Auch das Argument der Verteilung der Fahrgäste ist ein wesentliches. Die Idee einer tieferen Ostlage ist nach meinem Verständnis, dass während eines erheblichen Teils der Bauzeit die Beeinträchtigung des Bestandes nicht so groß ist.

    Glaubst Du einem Wörterbuch, in dem man Müll nicht trennen kann, wohl aber gu-te Freun-de?

  • Man scheint großen Wert auf die zweite Westanbindung in Richtung Höchst zu legen, vermutlich gemeinsam mit einer Überleitung auf die SFS Köln–Frankfurt.


    Da stellt sich mir die Frage: Wäre der Bahnhof Frankfurt-Höchst im Störungsfall in der Lage, ICE-Halte zu ermöglichen? Mit der Umstiegsmöglichkeit zur RTW wäre der Bahnhof gerade bei einer Großstörung im Bereich Stadion (mit Auswirkungen auf S8/S9 und Regionalverkehr zum Flughafen) ein attraktiver Ersatzhalt.

  • Eine direkte Überleitung zur SFS gibt von Höchst aus es nicht, nur über Wiesbaden Hbf.

    Da ist in der Regel Flughafen Regionalbahnhof oder Riedbahn gen Süden besser geeignet. Die Anbindung nach Höchst kann auch für den geplanten Hessenexpress nützlich sein.


    Höchst Bf ginge schon, lange Bahnsteige sind noch vorhanden, wenn auch "nicht modernisiert".

    2 Mal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Eine direkte Überleitung zur SFS gibt von Höchst aus es nicht, nur über Wiesbaden Hbf.

    Da ist in der Regel Flughafen Regionalbahnhof oder Riedbahn gen Süden besser geeignet. Die Anbindung nach Höchst kann auch für den geplanten Hessenexpress nützlich sein.


    Höchst Bf ginge schon, lange Bahnsteige sind noch vorhanden, wenn auch "nicht modernisiert".

    Man müsste analog zur Verbindungskurve beim Tanklager Raunheim nochmal eine ähnliche auf der anderen Mainseite bei Eddersheim bauen, um von der SFS nach Höchst und umgekehrt fahren zu können. Von einem solchen Vorhaben habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

    Was soll also der betriebliche Vorteil dieser Westanbindung Richtung Höchst sein? Den verstehe ich auch noch nicht so richtig.

  • Zum Beispiel:

    Durchbindung RE Limburg- Frankfurt- ???

    ICE Umleitungen Ffm - Köln via Wiesbaden Hbf / SFS. Immer noch schneller als die Strecken entlang des Rheins.

  • Man müsste analog zur Verbindungskurve beim Tanklager Raunheim nochmal eine ähnliche auf der anderen Mainseite bei Eddersheim bauen, um von der SFS nach Höchst und umgekehrt fahren zu können. Von einem solchen Vorhaben habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

    Was soll also der betriebliche Vorteil dieser Westanbindung Richtung Höchst sein? Den verstehe ich auch noch nicht so richtig.

    Tatsächlich gab es derartige Planungen in der Vergangenheit bereits (ehem. geplante vzg-Strecke 3643), wurde allerdings nicht realisiert.

  • Wir hatten diese Diskussion früher in diesem Thread schon mal. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man mit dieser große Runde über Wiesbaden plant, wenn Pläne für eine Anbindung bei Eddersheim bereits in der Schublade liegen und baulich deutlich einfacher umzusetzen wären als bspw. die Wallauer Spange. Im Vergleich zum Gesamtprojekt ist das nur ein i-Tüpfelchen.


    Für den Linienverkehr nach Limburg kann ich mir das kaum vorstellen. Dafür ist in der Ecke doch zu wenig los, und die Hessen-Expresse von Bebra und Aschaffenburg sollen nach aktuellem Deutschland-Takt nach Wiesbaden durchgebunden werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von MGC ()

  • Wallauer Spange...


    und die Hessen-Expresse von Bebra und Aschaffenburg sollen nach aktuellem Deutschland-Takt nach Wiesbaden durchgebunden werden.

    kleine Verständisfrage:

    wären das dann 4 Linien Hessen-Express über die Wallauer Spange ab Fernbahnhof?


    In der aktuell laufenden Planfeststellung zur Wallauer Spange sind es "nur" 3 (2 nach Darmstadt)?!

  • kleine Verständisfrage:

    wären das dann 4 Linien Hessen-Express über die Wallauer Spange ab Fernbahnhof?


    In der aktuell laufenden Planfeststellung zur Wallauer Spange sind es "nur" 3 (2 nach Darmstadt)?!

    Ich hatte aus etwas fragwürdiger Quelle (Ich glaube der Nextcloud eines Fahrgastverbandes?), die hier oder in einem benachbarten Forum verlinkt war, ein Dokument aufgegabelt, das sich als "Fortscheibung Zielfahrplan Deutschlandtakt; Entwurf, Arbeitsstand 23. Mai 2025" bezeichnete.


    In diesem haben wir folgende HeEx unterstellt:
    * HeEx 1: stündlich Wiesbaden–Fernbahntunnel–Aschaffenburg

    * HeEx 2: halbstündlich Wiesbaden–Darmstadt
    * HeEx 5: stündlich Wiesbaden–Fernbahntunnel–Fulda–Bebra


    Also insgesamt tatsächlich 4 stündliche Verbindungen aus Wiesbaden.

  • Das halte ich tatsächlich für fragwürdig. Als Hessenexpress sind gemäß Wallauer Spange doch nur zwei Linien vorgesehen: Wiesbaden-Frankfurt Hbf und Wiesbaden-Darmstadt.
    Regionalexpresse durch den Fernbahntunnel (der schnell an seiner Kapa-Grenze sein wird) und am Südbahnhof vorbei macht doch wenig Sinn.

  • Das halte ich tatsächlich für fragwürdig. Als Hessenexpress sind gemäß Wallauer Spange doch nur zwei Linien vorgesehen: Wiesbaden-Frankfurt Hbf und Wiesbaden-Darmstadt.
    Regionalexpresse durch den Fernbahntunnel (der schnell an seiner Kapa-Grenze sein wird) und am Südbahnhof vorbei macht doch wenig Sinn.

    Diese Verbindungen sind allerdings zusätzlich zu den bestehenden RE Frankfurt–Fulda und Frankfurt–Würzburg (stündlich, halbstündlich zur HVZ), die weiterhin über Süd verkehren. Diese "Super-RE"s als regionale Ost-West-Durchmesserverbindungen, die insbesondere den Flughafen aus dem Osten direkt anbinden, durch den Fernbahntunnel zu führen, hat m.E. schon eine gewisse Logik. Wiesbaden–Bebra via Fernbahntunnel findet sich auch bereit im Dritten Gutachterentwurf.

    Durch den Fernbahntunnel zähle ich derzeit 10,5 Fahrten pro Stunde und Richtung, davon 2 HeEx. Genaues über die Kapazität weiß ich nicht, doch erinnere mich, dass im Dialogforum von wesentlichen Reserven die Rede war. Durch Süd sind wir bei immerhin 13 Fahrten pro Stunde und Richtung (einschließlich 4 RTS, ohne S-Bahn nach Darmstadt).

    2 Mal editiert, zuletzt von MGC () aus folgendem Grund: + Link Dritter Entwurf, typo

  • "Frankfurt 22" und "Takt vor Tempo" laden erneut zu einem Abend gegen den Fernbahntunnel ein am 28. Mai um 19:00 im Haus Gallus (Frankenallee 111), siehe auch hier. Das ist der zweite Anlauf, da man vor ein paar Monaten beim ersten Anlauf zeitlich mit einem Streik kollidierte.


    Vielleicht eine gute Gelegenheit, ein paar Kritikpunkte zu entkräften?