Reaktivierung der Lumdatalbahn

  • Das Land Hessen hatte bekanntlich im vergangenen Jahr angekündigt, verstärkt stillgelegte Schienenstrecken reaktivieren zu wollen. Der RMV will jetzt die Chancen für eine Reaktivierung der Lumdatalbahn untersuchen lassen und schreibt entsprechende Grundlagenermittlung aus.


    Zitat

    Art und Umfang des Auftragsgegenstandes :
    Der Rhein-Main-Verkehrsverbund ist unter anderem für die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Region Frankfurt RheinMain zuständig.


    Zur Prüfung der Reaktivierungschance des SPNV auf der stillgelegten Schienenstrecke Lollar - Londorf sind die bestehende Infrastruktur der Strecke zu inspizieren und die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zu planen.


    Gegenstand der Vergabe sind in diesem Zusammenhang die Erstellung einer Grundlagenermittlung und Vorplanung einschließlich Kostenschätzung gemäß den Leistungsphasen 1 und 2 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).


    Die Ergebnisse sollen fünf Monate nach Auftragserteilung vorliegen, d.h. wahrscheinlich im Oktober.

  • Der Gießener Anzeiger berichtet heute, dass das Verkehrsministerium anhand der Lumdatalbahn ein neues NKF-Bewertungsverfahren „für Schienenerschließungen im ländlichen Raum mit einem Investitionsvolumen von unter 50 Millionen Euro” anwenden will, das „die besonderen Umstände des ländlichen Raums berücksichtigt”. Die Hoffnung ist, dass das Ergebnis – NKF > 1 – etwas robuster gegenüber Kostensteigerungen ausfällt. (Die sind wohl nur knapp drüber mit dem Standardverfahren.)

  • Die Gießener Allgemeine berichtete vorgestern nun:

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    Das Hessische Wirtschaftsministerium prüft die Wiederinbetriebnahme der unteren Lumdatalbahn von Lollar bis Staufenberg-Mainzlar. Ziel ist die Aufnahme des Güterverkehrs, damit dem Unternehmen RHI Magnesita der Weiterbetrieb des Hartsteinwerkes in Mainzlar über das Jahresende 2022 hinaus attraktiv gemacht werden kann.

    Aktuell haben laut einem Beitrag in DSO Vermessungsarbeiten auf dem Werksgelände stattgefunden. Das Ministerium geht damit einen anderen Weg als die LKWphile Gemeinde. Grund ist wohl, dass das Werk möglicherweise nicht wie beabsichtigt kurzfristig schließen könnte.