2-gleisiger Ausbau Hamburger Allee (?)

  • Die VGF will prüfen lassen, wie in der Hamburger Alle im 1-gleisigen Abschnitt die 2-Gleisigkeit hergestellt werden kann und welche Auswirkungen das auf den Baumbestand hat. Es soll anscheinend auch untgersucht werden, ob die 2-Gleisigkeit auch unter Beibehaltung aller Bäume hergestellt werden kann.



    Das klingt, als ginge es nicht um's Ob, sondern nur noch um's Wie.

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  • In einem Gesprächsfaden über den zweigleisigen Ausbau der Hamburger Alle-Strecke kann man doch wohl fragen, warum das gewollt wird? Sagt doch keiner, dass gerade du das wissen musst.

    fork handles

  • 'türlich darfst Du, vergiß den Einwurf.Ich denke die Fahrzeit ist nicht alles, immerhin werden dadurch zwei Weichen nebst Signalen erspart, Verschleiß vermieden und eine Langsamfahrstelle entbehrlich, kurzum: ein Hindernis wird beseitigt.

  • immerhin werden dadurch zwei Weichen nebst Signalen erspart, Verschleiß vermieden und eine Langsamfahrstelle entbehrlich, kurzum: ein Hindernis wird beseitigt.


    Naja, das Problem läßt sich partiell durch eine Gleisverschlingung lösen. Dann bleiben als belastete Fahrwegelemente nur noch zwei Herzstücke. Trotzdem bleibt die Strecke damit nur eingleisig nutzbar. Fahrplanmäßig ist das absolut unkritisch, aber im Verspätungsfall kann sich da einiges aufschaukeln. Das hier vorliegende Problem betrifft meines Erachtens dann auch nicht die 17, sondern die 16, wenn an der Varrentrappstraße eine 17 Richtung Rebstockbad auf den Gegenzug warten muß. Dann steht eine folgende 16 halt mit im Stau. Eine minimalinvasive Lösung könnte daher sein, das zweite Gleis nur soweit zu ziehen, daß die 17 die Haltestelle räumen und dahinter die 16 weiterfahren kann.


    Ansonsten ist der eingleisige Abschnitt aus meiner Sicht völlig unkritisch. Ich verweise dazu einfach mal auf die Rue de la Roe in Angers. Dieser eingleisige Abschnitt ist mit 350 Metern doppelt so lang wie derjenige in der Hamburger Allee, wird wegen Fußgängerzone zudem noch deutlich langsamer befahren (also noch längere Verweildauer im Abschnitt) und hat einen 7,5-Min-Takt in beiden Richtungen. Dagegen ist die Linie 17 praktisch bedeutungslos.

  • Also, mich nervt diese Langsamfahrstelle jedes Mal. Und die Strecke ist ja erkennbar so angelegt, dass ein zweites Gleis leicht neben das bestehende verlegt werden könnte.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Ich vermute eher, dass das Ziel ist, die Fahrsignalanlage überflüssig zu machen. Wenn die mal verschaltet ist, zieht das einiges an Aufwand sowie Verspätungen mit sich.
    Bei zweigleisigem Betrieb reicht eine ganz normal VSA.

  • Taktverdichtung ist des Rätsels Lösung.
    Die 17 platzt teilweise aus allen Nähten.
    Deshalb folgt bald die Zweigleisigkeit.

    Das Schicksal mischt die Karten - und wir spielen.

  • Nun, beide eingleisigen Strecken haben ihre eigene Herausforderung um ein zweites Gleis zu verlegen.
    In der Hamburger Alle sind es "heilige" Bäume, in der Rebstöcker sind "empfindliche" Kabel und Hardware in der Nachbarschaft die bedacht sein will.

  • Ich habe halt noch nicht gelesen, dass man den Takt noch verdichten wolle? Die 17 fährt in der HVZ schon alle 7,5 Minuten. Wenn sie alle 5 fahren soll, wird's auf dem Südast wohl etwas viel sein?

    fork handles

  • Vor kurzem äußerte sich doch das Verkehrsdezernat, dass man die krummen 7,5 Min.-Takte doch grundsätzlich abschaffen wolle. Das würde dann für eine Verstärkung auf 5 Min.-Takt sprechen, da ein 10 Min.-Takt in der HVZ zu wenig ist.
    Falls der 5 Min.-Takt bis Neu-Isenburg zu überdimensioniert ist, kann man jede 2. Bahn vom Rebstockbad kommend in Louisa enden/beginnen lassen.


    Ich denke mal, wenn man die Takte wirklich alle ändern will, gibt das ein großes Paket. Da dauert es evtl. noch ein bißchen, bis wir was konkretes zu einzelnen Linien erfahren.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Taktverdichtung ist des Rätsels Lösung.
    Die 17 platzt teilweise aus allen Nähten.
    Deshalb folgt bald die Zweigleisigkeit.


    Ich bitte Dich. Rechne mal nach:
    Der eingleisige Abschnitt ist 150 Meter lang, rechnen wir als Worst Case einfach 200 Meter. Rechnen wir ebenfalls Worst Case, daß eine Bahn den gesamten Abschnitt mit nur 15 km/h befährt (was sie nicht tut, weil sie zwischen den Weichen auch beschleunigt). 15 km/h sind 4,16 Meter/Sekunde, macht für 200 Meter also mithin 48 Sekunden. Dann geben wir als Worst Case noch mal weitere ca. 30 Sekunden Räumzeit plus Umschaltzeit für die Signalanlage hinzu. Damit könnte der eingleisige Abschnitt theoretisch alle 75 Sekunden befahren werden, also Takt 150 Sekunden = 2,5 min. Die 17 fährt derzeit 7,5 min-Takt. Selbst bei einer Verdichtung auf 5 Minuten bleiben damit hinter jeder Bahn weitere 2,5 Minuten Ausgleichszeit frei. Rein rechnerisch ist der Ausbau auf zweigleisig daher völlig unnötig, oder möchtest Du den Takt noch dichter fahren?
    Betrieblich sinnvoll ist der Ausbau trotzdem, da brauchen wir nicht diskutieren, weil man sich dann keine Gedanken mehr um Fahrplanplanung oder Verspätungsausgleich machen muß. Allerdings wäre gerade in Bezug auf die Verspätung zu hinterfragen, wo sie denn herkommt oder ob es seitens der Stadt Frankfurt nicht endlich mal sinnvoll wäre, den Straßenbahnen an den Signalanlagen den Vorrang einzuräumen, den sie brauchen, um den Fahrplan einhalten zu können.

  • Da am Rebstock in den nächsten Jahren noch weitere Wohnblöcke gebaut werden, muss die Hamburger Allee
    für den dann nötigen 5-Minuten-Takt ausgebaut werden.

  • Warum erwägt man nicht auch längst einen zusätzlichen Haltepunkt "Rebstock" der S3, S4, S5 zwischen Rödelheim und Westbahnhof. Der wäre aus dem Gebiet fußläufig noch gut zu erreichen. Man müsste halt eine gescheite Brücke über die Autobahn bauen.

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    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Dieser Ausbau war in irgendeiner Form von Anfang an mit eingeplant.
    Sind jetzt dafür (neue ) rechtliche Formalitäten nötig oder ist das mit in den damaligen Genehmigungen mit enthalten.


    Mit einer smarten Vorrangschaltung sollte es aber ohne Ausbau gehen. Ich werde an der Varrentrappstraße den Eindruck nicht los, die Steuerung ist mit einer Bahn schon überfordert.

  • Attraktiv ist ein Halt für den man über eine Autobahn laufen muss und aussenherum nicht ist
    für Vandalismus, Frauen auflauern, etc.....
    Mit Einbruch der Dunkelheit wird da also sehr schnell tote Hose sein.


    Ausserdem sorgt das für eine Fahrzeitverlängerung die dazu führt, dass in F-Rödelheim zwei
    Züge zur gleichen Zeit auf sich kreuzenden Trassen fahren würden -> zusätzliche Fahrzeit-
    verlängerung auf S3/4/5 muss eingeplant werden mit entsprechender Auswirkung auf Wende-
    zeiten und den Fahrplantrassen der HLB-Züge.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Ja, der Halt liegt etwas Abseits. Das ließe sich aber ändern: Ein P&R Parkhaus (Messeparkhaus) an den Katharinenkreisel eingebaut, die Grünfläche zwischen Autobahn/Bahnlinie und Nidda/Rödelheim wird früher oder später den Wohnungsbaustrategen ins Auge fallen.


    Fahrplan ist doch eher ein abstrakter Wert, der in der Realität eher Nebensache ist. :D

  • Taktverdichtung ist des Rätsels Lösung.
    Die 17 platzt teilweise aus allen Nähten.
    Deshalb folgt bald die Zweigleisigkeit.


    Glaubt man der Presse, dann ist es um die angedachte Multifunktionsarena am Kaiserlei nicht gut bestellt. Die Stadt hat angeblich schon einen Ersatzstandort in der Hinterhand. Vielleicht holt man hierfür schlicht alte Pläne wieder aus der Schublade. Das Konzept für die olympischen Spiele in Frankfurt sah für diese MuFuA ursprünglich den Standort im Rebstock zwischen Max-Pruss-Straße und Ursinusstraße vor. Das wäre nur wenige Meter entfernt von der Endhaltestelle der Linie 17 im Rebstock. Für den "Stadionverkehr" zur dortigen neuen MuFuA bräuchte es definitiv eine durchgehende Zweigleisigkeit in der Hamburger Allee, damit man bei Konzerten, Events oder Spielen der Löwen Frankfurt (Eishockey) und der Skyliners (Basketball) den Takt auf der Linie 17 (zumindest von/ab Hbf Südseite) entsprechend verdichten kann.


    Die Ausschreibung zum zweigleisigen Ausbau in der Hamburger Allee passt zeitlich und verkehrlich zu den Gerüchten um den neuen MuFuA Standort am Rebstockgelände nahezu perfekt...