FNP titelt: Die 34 ist Frankfurts schlimmste Buslinie

  • Im Jahr 2018 haben sich Fahrgäste insgesamt 327 mal über die Buslinie 34 beschwert. Gründe für die Beschwerden waren in erste Linie wiederholte Verspätungen. Dieses Problem soll in Zukunft durch den Einsatz von Gelenkbussen und Taktausdünnung behoben werden.


    https://www.fnp.de/frankfurt/f…te-buslinie-12373113.html

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

  • als regelmäßiger Nutzer kann ich die Verspätungen bestätigen, aber Verfrühungen ist ebenso möglich.

    Buspuren wurden am Dornbusch gerade erst entfernt, die Vorrangschaltung wird auch immer schlechter, sofern überhaupt noch vorhandenen.


    Nur wie das mit einer Taktausdünnung besser werden soll???

    Die Linie leidet auch an Überfüllung.

  • Das mit der rechnerischen Mehrkapazität verstehe ich ja durchaus. Was ich nicht verstehe, warum die Stadt die Anschaffung der Gelenkbusse nicht zu einer auch für die Fahrgäste spürbaren Ausweitung der Kapazität nutzt, leuchtet mir nicht ein. Wenn weniger Busse fahren, wirkt es ja wie eine Angebotsreduzierung - egal, ob es nun mehr Sitz- und Stehplätze gibt oder nicht.


    Verspätungen und Überfüllungen deuten bei der 34 doch eher auf ein noch größeres Potenzial hin. Ich hatte zuletzt gehofft, dass die Zeiten der Fahrgastvergraulung vorüber seien. Offenbar falsch gedacht, schade :(

  • Keine Ahnung, wer das ausgebrütet hat, aber Gedankenspiele wie Angebotsreduzierung (oder auch Einstellung der Linie 30 ) sind kontraproduktiv.

    Viel Verzögerung kommt auch durch die Überfüllung (auch die Gelenkbusse sind mittlerweile schon voll) zustande, gerade wenn noch Kinderwagen, Rollstühle o.ä. rangiert werden müssen.

    Ein Vorschlag an die Planer: Einfach mal mitfahren.

  • Hallo, die TraffIQ orientiert sich nur an ihren Zahlen... Punkt. Die Summe 48.000 € Ersparnis steht im Raum, da haben sie alle schon aufgehört nachzudenken und habe feuchte Höschen bekommen. Jetzt wird sich auf die Schulter geklöpft und die Stadt freut sich. Jetzt nur noch paar Berater anheuern die das gut verkaufen, welche vielleicht höchstens 6.000 € Honorar kosten und zack, alles gut.... für die TraffIQ während Fahrgäste, BB Rebstock und die VGF Leitstelle leiden müssen.

    Aber gut... die Politik bekommt was sie bestellt. Immer schön AFD, CDU und FDP weiter wählen, dann wird alles besser. Vor allem im Nahverkehr.


    (!) Hinweis:Der letzte Absatz enthält ein wenig Ironie und Sarkasmus.

  • Irgendwo stand doch, dass die 18 neuen Gelenkbusse, die gegen Ende des Jahres geliefert werden, die 17 noch vorhandenen Urbino 12 ersetzen sollen und mehr Gelenkbusse auf der Linie 34 eingesetzt werden sollen.


    Daraus lässt sich keine Reduzierung der Busse auf der Linie 34 ableiten.


    Oder sind dann der eine Bus plus die von den eingesparten Kursen schon für andere Leistungsausweitungen vorgesehen?

    I apologize for any inconvenience.

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  • Ich habe dazu mal eine kleine Milchmädchenrechnung:


    20 Solobusse im 6-Minuten-Takt haben eine Beförderungskapazität von 20 x 111 Plätzen, also 2220 Plätzen. 16 Gelenkbusse im 7,5-Minuten-Takt haben eine Beförderungskapazität von 16 x 162 Plätzen, also 2592 Plätzen. Das wäre eine Kapazitätssteigerung um ca. 16 %. Real fällt die Steigerung aber geringer aus, weil bereits Gelenkbusse unterwegs sind.


    20 Gelenkbusse im 6-Minuten-Takt hätten übrigens eine Beförderungskapazität von 20 x 162 Plätzen, also 3240 Plätzen. Das wäre eine Kapazitätssteigerung um ca. 45 %.

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  • Deine Kapazität pro Bus halte ich in der Tat für eine Milchmädchenrechnung. Sind das die offiziellen Werte, für die die Dinger zugelassen sind? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass in einen 12m-Bus freiwillig 111 Leute einsteigen.

    fork handles

  • Den offizielle Angaben sind es ca. 80 und 140 Personen. Aber 111 im den 12m Bus sind es gefühlt auch hin und wieder.


    Zurück zur Milchmädchenrechnung. Nachmittags ist wohl ein 10 min Takt angedacht, was dann mit obigen Zahlen 10x162 = 1620 wären. Gegenüber 16x111 = 1776 sehe ich da keine Kapazitätssteigerung. Sonntags 4x162 = 648 gegenüber heute 6 ×111 = 666 genauso. Muss ich dafür erst RMV/TraffiQ studieren?


    Den 6 min Takt hingegen ist in der Tat etwas zu viel des Guten. Wobei es ja zukünftig weiteren Wohnungsbau und Schulbau am Rebstock geben soll.

  • Deine Kapazität pro Bus halte ich in der Tat für eine Milchmädchenrechnung. Sind das die offiziellen Werte, für die die Dinger zugelassen sind? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass in einen 12m-Bus freiwillig 111 Leute einsteigen.

    Ja, denke ich schon: https://www.omnibusrevue.de/mb-citaro-3-tuerer-1620349.html Auf der Seite von Mercedes-Benz habe ich leider keine exakten Angaben zu einem 3-Türer gefunden. Ein 2-Türer wird dort aber mit einer Kapazität von 106 Personen angegeben.


    Ich habe aber gerade auf der Seite der ICB die Angaben zu den unterschiedlichen Standardbussen gefunden, die teilweise (?) auf der Linie 34 im Einsatz sind. Damit kann man sich natürlich noch genauer annähern:


    MAN A21: 34 Sitzplätze, 49 Stehplätze = 83 Plätze

    Solaris Urbino 12 (2007): 34 Sitzplätze, 66 Stehplätze = 100 Plätze

    Solaris Urbino 12 (2009, 2010, 2011): 32 Sitzplätze, 50 Stehplätze = 82 Plätze

    Solaris Urbino 12 (2016): 33 Sitzplätze, 52 Stehplätze = 85 Plätze


    Die Kapazitäten scheinen je nach Modell ziemlich stark zu schwanken.

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  • nach meinem Gefühl ist der 34erBus überfüllt wenn im Solo mehr als jeder zweite Sitzplatz besetzt wird und zusätzlich zu den üblichen 2 Kinderwagen auch noch jemand im Rollstuhl mitfährt.

    üblicherweise führt das zu mindestens 45sec Rangierarbeit an jeder Haltestelle =O


    wenn im Gelenkbus dann deutlich mehr Mehrzweckfläche ausgewiesen wird, wäre das entspannend. Vorbild ist für mich da Heidelberg....

    Grüße ins Forum :saint:

  • Ich habe den Eindruck, die Zulassungszahlen dieser Busse richten sich eher nach dem zulässigen Gesamtgewicht als nach dem verfügbaren Platz... Und ja, gerade wenn Kinderwagen, Rollis oder gar Fahrräder dabei sind, sinkt die Kapazität ohnehin schnell ab. Man darf nicht mit diesen Zahlen planen.


    Wenn man z.B. verlangt, dass 2/3 der Passagiere sitzen könn(t)en, gibt es bei 34 Sitzen 51 Fahrgäste insgesamt. Kommen mehr, sollte man man die Kapazität erhöhen. Sagte die Qualitätssatzung der Stadt für den Nahverkehr etwas dazu?

    fork handles

  • Die zulässige Anzahl an Personen hängt vom zulässigen Gesamtgewicht, dem Leergewicht, der räumlichen Ausstattung und dem somit zur Verfügung stehenden Stehbereich (wenn zugelassen) ab, wobei Mercedes dabei meine ich mit 8 Personen pro Quadratmeter rechnet.


    Es kann vorkommen, dass auch weniger Personen stehen dürfen, als Platz vorhanden ist. Beispiel: MAN SD202 hat nur 10 zugelassene Stehplätze.

    In den Capacity von Mercedes passen gegenüber dem normalen Citaro G nur deswegen so viel mehr Personen rein, weil die zweite Achse im hinteren Teil so viel mehr tragen könnte. Wo allerdings die Fahrgäste gestapelt werden sollen, habe ich auch nicht nachvollziehen können.

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  • Es geht aber manchmal gar nicht um Realismus dabei. Es gibt wirklich hin und wieder Kapazitätsangaben auf der Basis von 8 Personen / m². Ärgerlich, unsinnig, unrealistisch - aber Papier ist geduldiger als Fahrgäste.

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