Neues Straßenbahnkonzept für Frankfurt

  • Angeblich ist da nicht mehr viel Luft für zusätzliche Fahrten. Ich bin da allerdings auch nur auf die Aussagen von Anderen angewiesen, Kapazitätsplanung von Straßenbahnstrecken ist nicht unbedingt mein Fachgebiet, und anders als bei signalgesicherten Strecken ist es eben auch nicht so auffällig, wie ständig vor haltzeigenden Signalen rumzubummeln.


    Zudem ist sie halt extrem störungsanfällig, egal ob es Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt sind, wo die Fußgänger einfach nicht begreifen, daß der Zebrastreifen sie nicht gegenüber der Straßenbahn bevorrechtigt, oder die quasi täglichen Demonstratrionsaufmärsche in Frankfurt

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Die Strecke an sich ist nicht unbedingt überlastet. Der Flaschenhals ist eher rund um den Hauptbahnhof zu sehen.

    Im Bedarfsfall kommen ja noch umgeleitete Züge dazu.

    Das Problem mit der Störanfälligkeit wird eine Mainuferstrecke auch haben. Die Straße ist bzw. war auch öfter wegen diversen 'Events' gesperrt (ebenso die Hafenbahnstrecke). Also gerade dann, wenn Menschenmassen zu einem Event gebracht werden sollen, wäre die Strecke wegen eben diesen Events nicht verfügbar.

  • Wie sieht es mit dem neuen Straßenbahnkonzept aus, den Klaus Österling bis Ende letzten Jahres angekündigt hat?


    Ich wünsche allen Lesern und Schreibern hier im Forum ein frohes Neues Jahr

  • Wie die FNP berichtet, ist es wohl bald so weit, und das neue Konzept wird vorgestellt.


    In dem verlinkten Artikel, in dem es hauptsächlich um die Fahrgastzuwächse der letzten Jahre und die Auswirkungen der Corona-Pandemie geht, findet sich auch folgender Satz:


    Zitat

    In zwei Wochen will Oesterling ein neues Tram-Konzept vorstellen: Damit soll es auf dem bestehenden Schienennetz drei weitere Linien geben.

  • Aus dem Artikel:

    "

    Auf der A-Strecke geht es sogar um 50 Prozent nach oben auf nun 117 000 Fahrgäste jeden Tag: 38 Prozent Plus zählt die U1, 37 Prozent mehr die U8, 16 Prozent die U2 und 14 Prozent die U3."


    Die Rechnung verstehe ich nicht. Wenn alle Linien auf der A-Strecke deutlich weniger als 50% Zuwachs hatten, wie kann es dann insgesamt 50% mehr sein?


    fork handles

  • Aus dem Artikel:

    "

    Auf der A-Strecke geht es sogar um 50 Prozent nach oben auf nun 117 000 Fahrgäste jeden Tag: 38 Prozent Plus zählt die U1, 37 Prozent mehr die U8, 16 Prozent die U2 und 14 Prozent die U3."


    Die Rechnung verstehe ich nicht. Wenn alle Linien auf der A-Strecke deutlich weniger als 50% Zuwachs hatten, wie kann es dann insgesamt 50% mehr sein?


    Ich habe mal die Originalquelle unter Fahrgastzählungen: Nahverkehr mit massiven Zuwächsen zitiert. Vielleicht können wir dort darüber weiter diskutieren und hier beim neuen Straßenbahn-Netz bleiben.

    Gruß Tommy

  • 3 neue Linien klingen ja erstmal ganz toll, aber woher die Fahrzeuge nehmen? Das geht - wenn überhaupt - nur mit Taktdehnungen bei den bestehenden Linien. Allerdings bezweifle ich, daß damit genug Fahrzeuge freigesetzt werden.

  • 3 neue Linien klingen ja erstmal ganz toll, aber woher die Fahrzeuge nehmen? Das geht - wenn überhaupt - nur mit Taktdehnungen bei den bestehenden Linien. Allerdings bezweifle ich, daß damit genug Fahrzeuge freigesetzt werden.

    Kommt alles drauf an. Wenn jede zweite 11 von Fechenheim nach Ginnheim und dafür jede zweite 16 von Oberrad nach Höchst führe, hast du zwei neue Linien, überall den gleichen Takt und exakt 0 Mehrbedarf an Fahrzeugen.


    Andererseits wissen wir ja auch noch nicht, wann das Konzept auch umgesetzt werden wird (es sei denn, ich überlese etwas) und ob das nicht dann mit T-Wagen unter doch längerer Laufzeit der R-Wagen geschehen kann (oder zur Not mit einem Ff-Zug als Aushilfe).

  • Die erste Serie der R-Wagen soll doch bald zugunsten der R-Wagen eigentlich abgestellt werden. Diese Serie umfasst 20 Fahrzeuge, wenn jetzt knapp 45 T-Wagen geliefert werden, hat man doch bald bereits ein Plus von etwa 25 Fahrzeugen.

  • Abzüglich der zu ersetzenden Pt. Gut, sind dann rund 20 R der zweiten Serie.

    Aber auf welcher Infrastruktur? Ja, Schwanheim - Neu Isenburg geht ohne Probleme, aber in der Innenstadt? Wird nicht gerade die offizielle Fahrzeit rund um den HBF verlängert? (Vorrangschaltung wäre zwar m. E. sinnvoller, aber egal). Also nur Umschichtungen oder zusätzliches Angebot?

    Lassen wir uns mal überraschen.

  • Vielleicht kann man mit dem bestehenden Netz auch die Schlossstraße und den Westbahnhof wiederbeleben. Oder man nutzt die Museumsbahn am Main. Idealerweise besorgt man sich hier Fahrzeuge wie in Luxemburg, die auch ohne Oberleitung fahren können.

  • Dennoch steht die Strecke am Mainufer jetzt nicht unbedingt an erster Stelle der Prioritätenliste. Abgesehen von fehlenden Haltestellen ist das ja auch eine EBO-Strecke wo man nicht einfach so mit einer Tram fahren kann und darf.

  • Dann sollte man den Test mit dem T-Wagen doch mal am Main durchführen

    Den kann man sich schenken. Dort wird man höchstens mit Vmax 20 km/h fahren, wenn überhaupt... Die Fahrzeiten wären grottig, der Nutzen gering, der Konflikt mit der flanierenden Masse dagegen sehr hoch.