Straßenbahn nach Sprendlingen

  • Mit dem gleichen Argument kannst du auch fordern, dass kein einziger Parkplatz wegfallen darf. Wo wäre die Grenze? Was würde die Grenze definieren und warum?

    Na schön. Überzeugt. Aber man braucht schon einen Ausgleich. irgendwo müssen die Autos hin. Die Autos verschwinden ja nicht von einem auf den anderen Tag.

    Das wird schon einige Jahre dauern bis Neu-Isenburger sich dazu entschließen ihr Auto abzuschaffen und es spürbar weniger werden.


    Wenn es jetzt ein oder zwei Seitenstraßen wären, schön und gut, aber die Frankfurter Str. hat bestimmt 200+ Parkplätze die man auf einen Schlag wegnehmen würde.

  • Wenn tatsächlich in Innenstadtnähe als Ausgleich zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, zum Beispiel ein Parkdeck am Wilhelmsplatz dann ziehe ich meinen Einwand zurück.

    Warum muß das in Innenstadtnähe sein? Das System aller französischen Neubaustraßenbahnen basiert auf der Lösung, die Innenstädte für Auswärtige mit dem Auto praktisch unerreichbar zu machen, weil de facto mit dem Neubau viel Verkehrsberuhigung erfolgt und die Parkplätze entfallen. Dafür gibt es außerhalb an den Endstationen P+R-Plätze, wo man auf die Straßenbahn umsteigen kann.


    (Und das bereits anderswo von einem User angebrachte Argument, daß sich durch den Wegfall von Parkplätzen bevorzugt "halblegale" Geschäfte ansiedeln würden, ist 1. in keiner der französischen Städte wahr geworden und 2. gerade in Neu-Isenburg dadurch widerlegt, daß es entlang der Frankfurter bereits jetzt sehr viele "solcher" Geschäfte gibt - trotz vorhandener Parkplätze. Insofern ist die Ansiedlung eines gewissen Branchenmixes oder bestimmter Gewerbezweige definitiv nicht von der Parkplatzfrage abhängig.)

  • Ich bin ein großer Anhänger und Unterstützer des ÖPNV, aber ÖPNV-Ausbau muss immer in Abstimmung mit den weiteren Verkehrsträgern erfolgen. Gegen das Auto wird kein Projekt durchgesetzt, sondern Autofahrer müssen von den Vorzügen überzeugt werden. Nicht alle Bürger sind so überzeugt wie die Nutzer dieses Forums hier. Isenburg profitiert von den Sachsenhäusern, die zum Einkaufen mit dem Auto zum IZ fahren (billig parken, geschützter als Zeil) oder zum Schwimmen (sauberer und geschützter als Stadionbad) bzw. Sport (super Vereine und Sportanlagen).


    Fußgängerzone wäre auf der Frankfurter letztlich nur ein Schnellradweg, die Geschäfte für eine Einkaufsstraße sind dort nicht etabliert. Das IZ ist ja auch nicht immer brechend voll.


    Heute in der Zeitung Bericht über quietschende U-Bahnen auf der Eschersheimer Landstraße. Ich bleibe bei meiner Einschätzung: die Straßenbahn wird nicht durch die Frankfurter verlängert. Wenn die Anwohner, Geschäfteinhaber und Politiker erfahren, dass alle/viele Parkplätze wegfallen, wird noch einmal nachgedacht. Ihr kennt selber die Proteste gegen die RTW-Verlängerung östlich der Frankfurter.

  • Zitat von Frankfurter Bub

    Wenn die Anwohner, Geschäfteinhaber und Politiker erfahren, dass alle/viele Parkplätze wegfallen, wird noch einmal nachgedacht.

    Das sollte jedem klar sein, zumal das von einigen Bürgern/Parteien/Inhabern sogar erwünscht ist.

    Zitat von Frankfurter Bub


    Ihr kennt selber die Proteste gegen die RTW-Verlängerung östlich der Frankfurter.

    Denen gehts hauptsächlich um "100 Meterzüge, die massive Barrieren darstellen". Auch deren sonstige Argumente sind sehr schwach.


    Einen Widerstand gegen die 17 habe ich schon mitbekommen. Es gibt Stimmen gegen eine Oberleitung auf der Frankfurter, da die ja das "schöne" Stadtbild auf der Frankfurter stören würden :rolleyes:. Deshalb wird in der Studie auch untersucht, ob ein Oberleitungsfreierbetrieb möglich ist, die T-Wagen haben dazu ja die Möglichkeit. Sonst gibt es, zum Glück, noch keinen größeren Widerstand gegen die 17.

  • Ich bin ein großer Anhänger und Unterstützer des ÖPNV, aber ÖPNV-Ausbau muss immer in Abstimmung mit den weiteren Verkehrsträgern erfolgen. Gegen das Auto wird kein Projekt durchgesetzt, sondern Autofahrer müssen von den Vorzügen überzeugt werden. Nicht alle Bürger sind so überzeugt wie die Nutzer dieses Forums hier. Isenburg profitiert von den Sachsenhäusern, die zum Einkaufen mit dem Auto zum IZ fahren (billig parken, geschützter als Zeil) oder zum Schwimmen (sauberer und geschützter als Stadionbad) bzw. Sport (super Vereine und Sportanlagen).


    Fußgängerzone wäre auf der Frankfurter letztlich nur ein Schnellradweg, die Geschäfte für eine Einkaufsstraße sind dort nicht etabliert. Das IZ ist ja auch nicht immer brechend voll.


    Heute in der Zeitung Bericht über quietschende U-Bahnen auf der Eschersheimer Landstraße. Ich bleibe bei meiner Einschätzung: die Straßenbahn wird nicht durch die Frankfurter verlängert. Wenn die Anwohner, Geschäfteinhaber und Politiker erfahren, dass alle/viele Parkplätze wegfallen, wird noch einmal nachgedacht. Ihr kennt selber die Proteste gegen die RTW-Verlängerung östlich der Frankfurter.

    IZ ist in der Tat ein Ziel, wäre neben Straßenbahn auch nach wie vor per PKW zu erreichen, die Sportanlagen eigentlich auch.

    Mit Straßenbahn in straßenbündiger Führung sind automatisch zwei Fahrspuren für IV machbar. Sinnvollerweise mit entsprechender ÖPNV Bevorechtigung.

    Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus, kann wohl arrangiert werden.


    Zu quietschenden Tram: Wie wäre ein Ortstermin beispielsweise Voltastraße oder Adalbertstraße. Kurven werden im Neu Isenburger Stadtgebiet so gut wie nicht vorhanden sein.

  • Einen Widerstand gegen die 17 habe ich schon mitbekommen. Es gibt Stimmen gegen eine Oberleitung auf der Frankfurter, da die ja das "schöne" Stadtbild auf der Frankfurter stören würden :rolleyes:. Deshalb wird in der Studie auch untersucht, ob ein Oberleitungsfreierbetrieb möglich ist, die T-Wagen haben dazu ja die Möglichkeit. Sonst gibt es, zum Glück, noch keinen größeren Widerstand gegen die 17

    In Wien scheint es ja auch mit einer Oberleitung zu klappen und die Stadt kann man jetzt nicht wirklich "schön" nennen, eher durchschnitt.

  • Die Autos verschwinden ja nicht von einem auf den anderen Tag.

    siehst du, genau diese Aussage ist eben falsch — unter der Voraussetzung eines Straßenbahnbaus. Wie bei jeder Baustelle werden die Parkplätze gesperrt, die Autos weggefahren und sind dann am nächsten Tag weg*.


    Die Frage ist lediglich, ob sie nach Abschluss der Bauarbeiten wiederkommen.


    * : Diese Aussage ist nicht komplett richtig; vielleicht werden die Parkplätze auch auf Fuß- und Radwege verlagert. Leider kommt das viel zu häufig vor. Das wäre aber mE viel erklärungsbedürftiger als den Wegfall von Kfz- Lagerstellen.

  • wo hat das schonmal geklappt?

    Es ist das beliebte Argument, wenn Verbesserungen im ÖPNV verhindert werden sollen. Also Verbesserungen schon, aber bloß nicht auf Kosten des MIV, denn der ist ja so wichtig/unentbehrlich/... Das ginge nur auf freiwilliger Basis usw.


    Daß genau das nicht funktioniert, hat man ja neulich am Feldberg gesehen. Alle Appelle, doch bitte die Karre daheimzulassen und nicht mit dem Auto anzureisen, haben nicht gefruchtet. Also mußte halt die Zwanglösung "Sperrung des Feldbergs für den IV" her. Und das hat dann leidlich funktioniert. Anders als mit Zwang geht es also nicht. Und - da wiederhole ich mich zum x-ten Mal - das hat bis jetzt ohne die herbeiphantasierten Weltuntergänge funktioniert. Ansonsten müßten alle Städte in Frankreich komplett ausgestorben sein. Sind sie aber nicht, die Innenstädte mit Straßenbahn florieren alle.

  • wo hat das schonmal geklappt? Gegenbeispiel: Sperrung der Hauptwache.

    Oder Sperrung der Zeil und Umwandlung zur Fußgängerzone. Eigentlich bei so gut wie jeder Fußgängerzone.

    Funktioniert nicht sofort und bedingt aber auch einen Gegenwert / Ausgleich.


    Als Negativbeispiel dient die Sperrung des Mainkais in Frankfurt.

  • ... die Zeil ist mit der Hauptwache eine Einkaufsstraße. Immerhin eine der umsatzstärksten in Deutschland. Dort macht eine Fußgängerzone Sinn. Parkplätze direkt an der Einkaufsstraße sind vorhanden. Die Gestaltung der Hauptwache ist schon nicht Fußgängerfreundlich umgesetzt und die Plätze westlich sind schon Steinwüsten. Klar, wo die U-Bahn ausgebaut ist, ist es eine sehr attraktive Alternative zum Auto. Deshalb sollte die U-Bahn (endlich!!!) weiter ausgebaut werden. Die Strassenbahn als Ergänzung auch. Ich schwärme noch von den 80ern in Frankfurt. So eine Aufbruchstimmung, auch bei den U-Bahnprojekten. Schon komisch, damals hat keiner von Klimawandel gesprochen und viel ging voran. Heute wird nur über das Klima geredet, aber es geht verhältnismäßig wenig voran.


    Es geht ja hier auch um Isenburg. Wir werden es ja sehen. Die 17 ohne Oberleitung mit den T-Wagen, die für die Hafenbahn vorgesehen waren?


    Die RTW wird recht sicher kommen.

  • ... die Zeil ist mit der Hauptwache eine Einkaufsstraße. Immerhin eine der umsatzstärksten in Deutschland. Dort macht eine Fußgängerzone Sinn.

    Das war sie aber nicht immer. Es gab mal eine Zeit mit Straßenbahn und vielspuriger Straße (für Auto), ohne U und S- Bahn darunter. Die damaligen Argumente gegen dieses Vorhaben sind vermutlich die Gleichen wie heute. Also bezüglich jeglicher "Verschlechterung" zuungunsten des MIV.

  • Parkplätze gibt es in den Seitenstraßen ein paar, allerdings gibt es auch diverse Parkhäuser, die derzeit möglicherweise nicht alle öffentlich sind, aber beispielsweise das Parkhaus der Sparkasse wäre ein Kandidat für öffentliche Nutzung in den Off-Hours, um die Gastronomie mit dem Auto erreichbar zu machen, wenn jemand unbedingt den Abend nichts trinken will.


    Den Durchgangsverkehr hatten wir schon: 500m weiter westlich gibt es die Hugenottenallee - für echten Durchgangsverkehr sind 500m egal.

  • Gegen das Auto wird kein Projekt durchgesetzt, sondern Autofahrer müssen von den Vorzügen überzeugt werden.

    Das will ich so nicht stehen lassen.

    Ja, diese Aussage mag stimmen, das ist aber hochproblematisch. Die Interressen der Autofahrer stehen nicht über allem. Autofahren ist kein Bürgerrecht, sondern ein Privileg von wer`s sich leisten kann. Wenn dem gegenüber Gesundheit, Lebensqualität, Klimawandel usw. steht dann MÜSSEN Projekte gegen das Auto durchgesetzt werden!


    Warum? Ehrlich gesagt halte die Menschen für dumm. Du kannst meiner Erfahrung nach keinen Autofahrer im Voraus davon überzeugen, dass es besser ist, wenn seine geliebte Straße zur Fußgängerzone wird. Man kann nur auf die Einsicht danach hoffen, dass die Innenstadt plötzlich viel lebenswerter ist.

  • Da immer wieder die Frage auftaucht, ob in einer Kleinstadt wie Neu-Isenburg eine U-Bahn-Tunnel denkbar ist oder eine Nummer zu groß: Es gibt in Deutschland tatsächlich einige Städte mit ähnlich vielen Einwohnern, in denen man Stadtbahntunnel gebaut hat. u.A. sind das Gerlingen und Ostfildern bei Stuttgart sowie Bergisch-Gladbach bei Köln. Ich kenne die Finanzlage dieser Städte nicht, würde jedoch einzig Gerlingen bessere finanzielle Möglichkeiten als der Stadt Neu-Isenburg zutrauen.


    Ich denke, dass man die Straßenbahn auch oberirdisch durch die Frankfurter Straße führen könnte. Anders sieht es aus, wenn man die A-Strecke favorisiert, da dort Hochbahnsteige und derartig lange Züge kaum vorstellbar sind. Eine Alternative könnte aber eine Verlängerung der A-Strecke über die Hugenottenallee und das ehemalige DuPont-Gelände sein.

  • Da immer wieder die Frage auftaucht, ob in einer Kleinstadt wie Neu-Isenburg eine U-Bahn-Tunnel denkbar ist oder eine Nummer zu groß: Es gibt in Deutschland tatsächlich einige Städte mit ähnlich vielen Einwohnern, in denen man Stadtbahntunnel gebaut hat. u.A. sind das Gerlingen und Ostfildern bei Stuttgart sowie Bergisch-Gladbach bei Köln. Ich kenne die Finanzlage dieser Städte nicht, würde jedoch einzig Gerlingen bessere finanzielle Möglichkeiten als der Stadt Neu-Isenburg zutrauen.


    Ich denke, dass man die Straßenbahn auch oberirdisch durch die Frankfurter Straße führen könnte. Anders sieht es aus, wenn man die A-Strecke favorisiert, da dort Hochbahnsteige und derartig lange Züge kaum vorstellbar sind. Eine Alternative könnte aber eine Verlängerung der A-Strecke über die Hugenottenallee und das ehemalige DuPont-Gelände sein.

    Eine Nord-Süd-Verbindung durch Neu-Isenburg muss über das IZ führen um sich lohnen zu können.

  • Ein Tunnel durch NI müsste mit einer Rampe im Bereich der heutigen Endhaltestelle oder leicht nördlich davon beginnen und mit einer weiteren Rampe südlich der Friedhofstraße enden. das sind fast zwei Kilometer - Preise dafür heutzutage, siehe im Europaviertel.

    Hinzu kommt, dass damit der Wunsch nach mehreren Haltestellen im Bereich der Frankfurter Straße - damit jeder Händler seine Kunden an der Haltestelle begrüßen kann :-) - unmöglich wird. Dann würde es eine veränderte Haltestelle (Mittelbahnsteigtrog?) im Bereich der Jetzigen geben, eine auf Höhe des Wilhelmsplatzes und eine am Isenburgcenter - genau das, was die Frankfurter Straße nicht brauchen kann.

    Zudem wäre das entweder eine Insellösung für eine Niederflur-Unterpflastertram, oder man müsste zuerst die A-Strecke bis zur Sachsenhäuser Warte verlängern, um dann eine neue Strecke durch den Wald zu bauen.


    Eine Anbindung an die A-Strecke würde aber bei den Isenburger Händlern wieder für Ablehnung des Konzepts sorgen, da die sich sicher nicht vorstellen können/wollen, damit Kunden von der Zeil nach Isenburg zu ziehen, sondern das Gegenteil befürchten. Das ist bei Verlängerung der bestehenden Tram-Strecke weniger zu befürchten.

  • Das Problem bei Tunnellstrecken ist halt, der Fahrgast bekommt nichts von der Oberfläche mit. In Bezug auf Geschäfte natürlich problematisch. Es setzt dann schon ein Wissen über vorhandene Ziele voraus, ebenso eine Gewisse Zielstrebigkeit. Kenne ich von mir, beim Umsteigen an der Hauptwache. Zum Bärentreff bin ich eher bereit mal nach oben zu gehen als zu einer Drogerie. Aber von beiden Geschäften muss ich erst mal wissen.

    Ist bei Straßenbahn doch eine geringere Hemmschwelle. Klar, nicht für ein 0815 Laden, aber ein Fachgeschäft oder auch nettes Lokal (äußerlicher Eindruck) ist es mit Straßenbahn leichter (zu bemerken und erreichen) . Im übrigen auch gegenüber PKW, da sollte die Konzentration auf den Verkehr sein, nicht bei der Beobachtung von von Schaufenstern.


    Eine Stadtbahn (im Tunnel) durch Neu Isenburg in Ost-West-Richtung dürfte auch an dem KNU scheitern. Die Lösung wie untere Eckenheimer Landstraße halte ich auch für ausgeschlossen.

  • Ich denke, dass man einen Tram-Tunnel in Neu-Isenburg nicht braucht, falls man sich für eine Verlängerung der Straßenbahn entscheidet und die A-Strecke endgültig nicht nach Neu-Isenburg verlängern möchte. Man würde wahrscheinlich im Rahmen einer Straßenbahnverlängerung ohnehin die gesamte Verkehrsführung so gestalten wollen, dass der Durchgangsverkehr anders geleitet ist und die Frankfurter Straße zu einem verkehrsberuhigten Gebiet erklären wollen. Ein Tunnel hätte hier nur Relevanz, falls man längere und hochflurige Stadtbahnfahrzeuge hier durchleiten möchte, wobei die Notwendigkeit des Tunnels dann eher aber fahrzeugbedingt wäre.


    Bei der Alternative: A-Strecke durch die Hugenottenallee dachte ich mir, dass man die Strecke dann in einer S-Kurve über die Schleussnerstraße dann wieder näher an die Frankfurter Straße führen würde und dann zumindest eine Haltestelle schräg gegenüber des Isenburgzentrums hätte.


    Prinzipiell ist aber eine Straßenbahn über Neu-Isenburg nach Sprendlingen als Verkehrsmittel ausreichend. Und wenn es das Fahrgastaufkommen so will, braucht man eben einen dichteren Takt oder eine zweite Linie. Es wäre halt nur schöner, wenn man direkt nach Sachsenhausen käme.