Straßenbahn nach Sprendlingen


  • Und zur S-Bahn nach Dieburg. Ja, die gehört verlängert. Ein Blick auf P&R in Ober-Roden reicht. Soll der jetzige Zustand bleiben?


    Dieser Zustand ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Ober-Roden Zonengrenze ist und viele Leute vor allem deshalb mit dem Auto dort zum P+R-Parkplatz fahren, weil eine Bahnfahrt ab Ober-Roden deutlich billiger ist. Wer aus den südlich von Ober-Roden gelegenen Gemeinden kommt denkt sich: "Spart 40%". Und die Odenwälder bilden sich ein, über Park and Ride in Ober-Roden nochmals deutlich mehr sparen zu können, als durch eine Fahrt mit der Odenwaldbahn.

  • ^ ^ Interessant ist das nur mit 'echten' 5.000 Umsteigern vom Kfz auf den ÖPNV gerechnet wird. Die andere Hälfte des zukünftigen Fahrgäste wären 5.000 Umsteiger von der S-Bahn. Fließen Schwächungseffekte, also Verlagerung, eines anderen ÖPNV-Verkehrsträger in den NKU-Wert dieses Straßenbahnprojektes mit ein? Denn im schlimmsten Fall würde die S-Bahn leer fahren (was aber nicht eintreten wird).


    Bekäme man noch einen Streckenverlauf ohne Umweg vom Bahnhof Dreieich-Weibelfeld (?) nach Langen hin? Auf der Karte schaut das für mich nicht so aus und würde möglicherweise den NKU-Wert von 0,8 erklären für diese Variante. Ab dem Bahnhof Dreieich-Sprendlingen (?), diese Variante 1 hätte wohl einen NKU-Wert von 1,1 , würde diese über die Theodor-Heuss-Straße und Hainer Chaussee nach Weibelfeld verlängert. Deshalb oben meine Fragezeichen beim Bahnhof Dreieich-Weibelfeld. Möglicherweise würde die A 661 nicht unterquert und diese Variante würde im Bereich Weibelfeldschule enden. :/

  • … schon interessant, welches Engagement in diese Vision investiert wird. Und welche Ideen hat „man“ für die Dreieichbahn? Hier plant „man“ mit 100 Millionen, hat aber das Geld nicht die RTW-Endstation in Buchschlag mit dem Bahnsteig 1 zu verknüpfen oder die Oberleitung zu planen auf der Dreieichbahn. (ich gebe zu etwas unsachlich, aber der E-Highway soll wieder um 5 oder 7 km verlängert werden. „Man“ muss nur wollen“).


    Da fehlt noch die Machbarkeit für einen Ast von Sprendlingen nach Offenbach. Ich hatte das mal gelesen, ich weiß nicht mehr wo, dass das um 1900 sogar mal angedacht war.

  • Geld nicht die RTW-Endstation in Buchschlag mit dem Bahnsteig 1 zu verknüpfen

    Wenn die Endstation in Langen ist braucht man dieses Gleis erst gar nicht.

    Da fehlt noch die Machbarkeit für einen Ast von Sprendlingen nach Offenbach. Ich hatte das mal gelesen, ich weiß nicht mehr wo, dass das um 1900 sogar mal angedacht war.

    Was für ein "Ast von Sprendlingen nach Offenbach"?

    Straßenbahn? S-Bahn? Von welcher Strecke reden wir?

  • Nicht nachvollziehen kann ich, weshalb mit so großer Euphorie visionäre Projekte wie die „17 bis Langen“ verfolgt werden,

    aber hier werden doch immer wieder visionäre Projekte untersucht.

    … schon interessant, welches Engagement in diese Vision investiert wird.

    Was ist denn eigentlich an der Vision so schlecht, dass du immer wieder darauf hinweist? Zwischen „aber es gibt auch andere Probleme“ (sprich: whataboutism) und „wer weiß, ob das [was gerade untersucht wird, ob es kommen kann] wirklich kommen kann“, lese ich nichts Substantielles.


    Neu-Isenburg wird nichts zur Verlängerung der S-Bahn nach Dieburg beitragen können, aber die Situation bei sich und die Verbindungen in die Nachbargemeinden verbessern können.

  • … mit „visionär“ umschreibe ich die Wahrscheinlichkeit, wie viel von diesem Projekt umgesetzt wird. Im Forum mit Fachleuten gehört dies dazu. Was wird das Projekt kosten? Schätzen wir mal 100 Mio. EUR. Eigenmittel um 40%, weil Zusammenhangsarbeiten (Kanäle, Begrünung etc.) dazukommen. Dann wird Langen schon mal draußen sein, weil sie mit RE, S-Bahn und RTW schon gut versorgt sind.


    Den Rest müssen sich NI und Dreieich teilen. Dazu wird ein jährlicher Betriebskostenzusschuss von bestimmt 1 Mio.EUR/Kommune bezahlt werden müssen.
    Das Projekt muss bei den vielen Anliegern durchgesetzt werden. Parkplätze fallen weg und Lärm an den Stationen kommt hinzu.
    Lauft doch mal die Trasse und zählt/schätzt die Hauseigentümer. Den Ärger wird sich kein Politiker antun. Realistisch bleibt von der Linienführung ein RTW-Abzweig vom IZ bis zum OBI. Dort ist die Trasse in Sprendlingen freigehalten.


    Die Entscheider, die hier über ein 100 Mio. Euro-Projekt nachdenken sind auch für die Dreieichbahn verantwortlich. Hier könnte sofort mit der Planung für Oberleitung und 2-gleisige Abschnitte begonnen werden. Es liegt doch für vernünftige Fachleute und Entscheider auf der Hand, dass erst einmal eine bestehende Strecke entwickelt werden muss, bevor eine Neubaustrecke durch dicht besiedelte Stadtteile geplant werden.


    Und die Entwicklung der Dreieichbahn könnte RTW bis Ober-Roden sein und die Verlängerung der S1 bis Dieburg. S2-Verlängerung ist wieder visionär. ;)

  • … mit den Ast Sprendlingen - Offenbach meine ich ein Vorhaben einer Überlandstrassenbahn, die ungefähr um 1900, welches als Verlängerung der Offenbacher Straßenbahn gedacht war. Ist ja nicht so abwegig. Verbindung fehlt ja, obwohl so nah. Ich weiß aber nicht mehr wo ich das gelesen habe. Wisst Ihr es?

  • … weshalb nicht? Nach Planrechtsverfahren ist noch der Ast ab dem Tunnel NI geplant mit dem Stumpfgleis in Buchschlag. Gleichzeitig wird geprüft, wie eine Wendeanlage in Langen geplant werden kann.


    Letztlich wird es zwei Lösungen geben. Politik wird entscheiden was gebaut wird.


    Für die Dreieichbahn wird es aber die umsetzbare Lösung geben, die RTW bis Ober-Roden zu verlängern.


    Mein Fazit ist doch, dass erst einmal bestehende Strecken entwickelt werden müssen, bevor Ideen für Neubaustrecken durch 2-3 Städte verfolgt werden.

  • … weshalb nicht? Nach Planrechtsverfahren ist noch der Ast ab dem Tunnel NI geplant mit dem Stumpfgleis in Buchschlag. Gleichzeitig wird geprüft, wie eine Wendeanlage in Langen geplant werden kann.


    Letztlich wird es zwei Lösungen geben. Politik wird entscheiden was gebaut wird.


    Für die Dreieichbahn wird es aber die umsetzbare Lösung geben, die RTW bis Ober-Roden zu verlängern.

    Die RTW wird mit 2 Linien geplant. Die 1. Linie die im 3. Deutschlandtakt-Entwurf als Arbeitstitel "S12" bezeichnet wird fährt nach Neu-Isenburg in die Stadt über die Carl-Ulrich-Straße und Friedhofstraße.


    Die 2. Linie die als "S13" bezeichnet wird fährt im 3. Deutschlandtakt-Entwurf nach Langen.

    Natürlich ist es möglich stattdessen in Buchschlag ein Gleis als Endstation zu bauen bzw. mit diesem Ast die Dreieichbahn zu ersetzen.

    Allerdings hätte das sehr viele Nachteile und Langen und Ober-Roden schließen sich gegenseitig aus.


    Es sei denn du schlägst vor, dass geflügelt wird mit einem Zugteil nach Langen und einem nach Ober-Roden.



    Mein Fazit ist doch, dass erst einmal bestehende Strecken entwickelt werden müssen, bevor Ideen für Neubaustrecken durch 2-3 Städte verfolgt werden.

    Warum nicht beides? Wenn man immer nur kurzsichtig plant ist auch niemandem geholfen.

  • Für die Dreieichbahn wird es aber die umsetzbare Lösung geben, die RTW bis Ober-Roden zu verlängern.


    Mein Fazit ist doch, dass erst einmal bestehende Strecken entwickelt werden müssen, bevor Ideen für Neubaustrecken durch 2-3 Städte verfolgt werden.

    Die Dreieichbahn ist mit relativ langen Zügen immer voll zur HVZ und fährt schon heute im 15 Minuten-Takt. Sie durch eine bessere Straßenbahn zu ersetzen, die halbstündlich fährt und noch nicht mal nach Frankfurt, ist eine desaströse Verschlechterung und keine Entwicklung.


    Um irgendwie den zunehmenden Verkehr der Zukunft abzufangen und vielleicht sogar Autofahrer in den ÖPNV zu locken müssen bestehende Strecken entwickelt UND neue geplant werden. Und das gleichzeitig, damit der ÖPNV nicht ewig am Kapazitätslimit fährt.


    Die S2 nach Diebirg halte ich nicht für "visionär". Die neue Trasse führt nur durch freies Feld ohne direkte Anwohner. Es gibt (noch?) nicht das kleinste Anzeichen von Widerstand in der Kommunalpolitik und Bevölkerung.

    Einmal editiert, zuletzt von heinz ()

  • Die Dreieichbahn ist mit relativ langen Zügen immer voll zur HVZ und fährt schon heute im 15 Minuten-Takt.

    Das stimmt so nicht.


    Einen 15 Minuten Takt gibt es NUR Mo-Fr zwischen 7 und 8 und NUR in Richtung Frankfurt.

    Und selbt da enden die Züge teilweise in Neu-Isenburg und Frankfurt Süd weil der Hauptbahnhof voll ist.


    Abgesehen davon gibt es nie mehr als einen 30 Minuten Takt auf der Strecke.


    Es wäre zwar möglich im 15er Takt zu fahren, allerdings wäre dann die Strecke inklusive aller zweigleisigen Begegnungspunkte maximal ausgelastet und jede Verspätung/Störung würde alles lahmlegen. ---> Null Redundanz

  • Hast recht was die Uhrzeit angeht. Und ja die Züge enden nicht alle in Frankfurt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die RTW ein riesiger Rückschritt wäre, zumal dann wie gesagt KEIN Zug mehr nach Frankfurt fährt. Vom geringen Komfort für Fahrgäste ganz abgesehen.


    Und klar, die Strecke ist heute schon maximal ausgelastet und jede Störung legt alles lahm. Sie muss ausgebaut werden, aber nicht mit der RTW.


    Oder verstehe ich hier gerade alles falsch und ihr wollt die RTW zusätzlich zur RB61 fahren lassen? Dann nehme ich alles zurück und entschuldige mich.

  • Hast recht was die Uhrzeit angeht. Und ja die Züge enden nicht alle in Frankfurt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die RTW ein riesiger Rückschritt wäre, zumal dann wie gesagt KEIN Zug mehr nach Frankfurt fährt. Vom geringen Komfort für Fahrgäste ganz abgesehen.

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin absolut dagegen die Dreieichbahn durch die RTW zu ersetzen.

    Die Direktverbindung nach Frankfurt Hbf muss auf jeden Fall erhalten bleiben.

    Wichtig wäre es, dass alle Züge nach Frankfurt Hbf fahren und nicht mehr nur stündlich (jeder 2.)

    Sollte möglich sein wenn der RMV Gleis 25 (+26?) wieder aufbaut und damit die Kapazität im Hbf erhöht.


    Ich finde der südliche Ast der RTW sollte nach Langen fahren, damit Langen endlich eine Direktverbindung zum Flughafen hat.

    P+R Möglichkeiten sind dort genug vorhanden.


    Und klar, die Strecke ist heute schon maximal ausgelastet und jede Störung legt alles lahm. Sie muss ausgebaut werden, aber nicht mit der RTW.


    Oder verstehe ich hier gerade alles falsch und ihr wollt die RTW zusätzlich zur RB61 fahren lassen? Dann nehme ich alles zurück und entschuldige mich.

    Halte ich auch nicht für realistisch.

    Auf der ganzen Strecke RB61 und S13 abwechelnd fahren zu lassen wäre ein Desaster. Das Störungspotential enorm.


    Falls die Variante nach Langen vom Tisch wäre, könnte ich mir lediglich vorstellen die Strecke von Buchschlag nach Sprendlingen zweigleisig auszubauen und die RTW in Sprendlingen enden zu lassen. Eventuell dort auf einem Gleis 3? Auf der Südseite der Strecke gibt es nämlich derzeit keine Bebauung.


    Der Bahnhof Sprendlingen müsste sowieso umgebaut werden falls die 17 dort enden soll. Das ist ja eine der Varianten.

    Einmal editiert, zuletzt von 71411812111 ()

  • Was wird das Projekt kosten? Schätzen wir mal 100 Mio. EUR. Eigenmittel um 40%, weil Zusammenhangsarbeiten (Kanäle, Begrünung etc.) dazukommen. Dann wird Langen schon mal draußen sein, weil sie mit RE, S-Bahn und RTW schon gut versorgt sind.


    Den Rest müssen sich NI und Dreieich teilen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob du verstehst, dass es billiger würde, wenn Langen draußen wäre.? Weil dann halt nicht bis Langen gebaut würde. Wir sind wieder bei dem dir schon vorgekauten Punkt mit Machbarkeitsstudie und Variantenuntersuchungen.


    Und es wurde auch schon eingewendet, dass ein zweigleisiger Ausbau der Dreieichbahn nicht so einfach wäre — warum reitest du auf diesem toten Pferd rum?


    Auch deinen Betriebskostenzuschuss glaube ich nicht unbesehen: für die Straßenbahn würden auch etliche Buskilometer wegfallen, und das Projekt kommt nur, wenn ein erheblicher Fahrgastzuwachs zu erwarten ist.

  • … die Trasse bis Weibelfeld (ca. 6 km) bzw. bis Langen (10 km) kenne ich fussläufig. Ja, bin mir bewusst, dass es ohne die 4 km nach Langen weniger kosten wird. Wer die Ortsdurchfahrten kennt, wird ahnen, dass der Kilometer Strecke nicht deutlich unter 15 Mio. Euro kosten wird.


    Wenn wie Baeuchle meint, dass Frankfurt ohne Betriebskostenzuschuss Straßenbahnen bis Weibelfeld mit Personal fahren wird und die kostenlos warten und betreiben wird, dann wäre es für das Projekt ja positiv. Ich bleibe bei einem 7-stelligen Betrag je Jahr und Kommune.


    Auch die Dreieichbahn kenne ich vom parallel verlaufenden Weg. Zweigleisige Abschnitte sind dort noch umsetzbar, wenn Bedarf und freie Fläche zusammenpassen natürlich. Da sollte die Energie eingesetzt werden.


    Die RTW ist „der Motor“ für die Region im SPNV. Wenn die Oberleitung in Betrieb ist, kann diese Bahn auch zum Hauptbahnhof fahren. Mehr Flexibilität.