Fahrplanwechsel 2019/2020

  • Es werden halt falsche Prioritäten gesetzt. Die große Masse an Fahrgästen möchte zum Römischen Theater und in die Innenstadt. Hier ist das Angebot zum Beispiel am Weisenauer Weg von 6 auf 2 Fahrten geschrumpft. Die 63 nutzt Fahrgästen auf der Frankenhöhe und am Weisenauer Weg nichts, die so nur noch 2 statt 3 Fahrten haben. Außerdem kommt es durch die verschiedenen Linienwege vor, dass man im schlimmsten Fall 30 Minuten keinen Bus nach Hause hat, weil 63 und 64 gleichzeitig kommen (Dienstag am Höfchen erlebt).


    Dafür lässt man die 76 etwas an der Nachfrage vorbei teilweise mit kurzen Bussen im Viertelstundentakt fahren.


    Aber das ist wie gesagt nur ein Beispiel...


    Mich ärgern die extremen Verspätungen viel mehr. Wäre der neue Fahrplan pünktlich, könnte ich gerade noch so damit leben. Aber selbst das ist nicht der Fall.

    2 Mal editiert, zuletzt von FabiMZ ()

  • Es werden halt falsche Prioritäten gesetzt. Die große Masse an Fahrgästen möchte zum Römischen Theater und in die Innenstadt. Hier ist das Angebot zum Beispiel am Weisenauer Weg von 6 auf 2 Fahrten geschrumpft. Die 63 nutzt Fahrgästen auf der Frankenhöhe und am Weisenauer Weg nichts, die so nur noch 2 statt 3 Fahrten haben. Außerdem kommt es durch die verschiedenen Linienwege vor, dass man im schlimmsten Fall 30 Minuten keinen Bus nach Hause hat, weil 63 und 64 gleichzeitig kommen (Dienstag am Höfchen erlebt).


    Dafür lässt man die 76 etwas an der Nachfrage vorbei teilweise mit kurzen Bussen im Viertelstundentakt fahren.


    Aber das ist wie gesagt nur ein Beispiel...


    Mich ärgern die extremen Verspätungen viel mehr. Wäre der neue Fahrplan pünktlich, könnte ich gerade noch so damit leben. Aber selbst das ist nicht der Fall.

    Ja optimal ist der Fahrplan nicht. Er ist zusammen gestückelt und erfüllt seine teilweise eigenen Maßstäben nicht. Man hat aus Mangel das beste gemacht oder auch nicht. Zur Zeit ist aber eine Zeit in der viele Menschen fahren, die Busse sind alle voll und deswegen verspätungsanfällig.

    vom Weisenauer Weg muss man wohl jetzt mit der 76 bis zum Heiligkreuz fahren und dann muss man nicht lang warten und kann dann in die Innenstadt fahren (hoffentlich). Ist besser als zu warten

  • Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern als die Linie 15 im 15-Minuten-Takt nach Weisenau fuhr und die Linie 21 im 10-Minuten-Takt nach Hechtsheim (alle 20 Minuten weiter nach Laubenheim). Bedeute unterm Strich natürlich weniger Direktverbindungen, aber war einfach zu merken und attraktiv.

  • Nun möchte ich nach ein paar Tagen in Mainz und einigen Fahrten mit den Linien 54, 55, 61, 66, 67, 74 und 78 berichten. Für mich steht nach diesen Tagen die Linie 66 sinnbildlich für das neue Liniennetz: ein großes Chaos und äußerst fahrgastunfreundlich. Als Verkehrsplaner mag alles richtig erscheinen – man bindet alles unterwegs an, zu Hauptverkehrszeit fahren die Busse bis in die Stadt, sodass die Nachfrage scheinbar ideal abgedeckt ist. Aber das Angebot stimmt nicht. Ich stand am Mühldreieck und habe auf den Aushangfahrplan der Linie 66 geschaut. Selbst mir war das zu viel. Was mir da aufgefallen ist?


    • Mal fährt der Bus über Ebersheim Sommerflohr, mal über Zornheim
    • Alle Busse über Zornheim fahren ab Nieder-Olm Bahnhof direkt zum Schulzentrum, die anderen fahren noch über Nieder-Olm Schwimmbad (das ist wenigstens stringent)
    • Einige Busse fahren durchs Hechtsheimer Gewerbegebiet
    • Beginnen die Busse am Mühldreieck, gibt es keinen sauberen 15 Min. Takt
    • Zur Hauptverkerkehrszeit beginnen die Busse in der Innenstadr, dann gibt es keinen Anschluss zur Straßenbahn


    Nebendran hängt dann noch ein netter weißer Zettel mit der Information über weitere Busse der 66 die nachts zur Messe bzw. Hermes fahren – auf dem Fahrplan erscheinen diese nur teilweise.


    Und das alles auf einer Linie. Wer soll da noch durchblicken? Der Fahrgast? Es gibt gefühlt 10 verschiedene Fahrtwege und wenn man sich nicht die genaue Uhrzeiten merkt, steht man plötzlich in der Altstadt und schaut blöd rein, weil die letzte 66 für diesen Zeitraum gerade abgefahren ist.


    Einfach zu merken ist etwas anderes oder geht die MM inzwischen davon aus, dass jeder nur noch das Smartphone zum Verbindungssuchen zückt?


    Ganz zu schweigen davon, dass ein 15 Min. Takt an Samstagen bis nach Nieder-Olm etwas überdimensioniert erscheint. Aber das Problem der heißen Luft ist hier ja auch schon aufgefallen. Es ist zwar nett für Nieder-Olm, dass man dort inzwischen bis zu acht Busverbindungen in der Stunde nach Mainz hat (plus Zug), aber ist das noch notwendig? Zwar wird es von der Gemeine bezahlt, aber könnten hier gute Verkehrsplaner nicht intervenieren und sagen „genug ist genug“? Die Ressourcen können sicherlich woanders im neuen Netz besser eingesetzt werden.


    Also die 66 steht meines Erachtens für das ganze neue Liniennetz. Es ist ein Chaos (auch die 61 beweist das) und fahrgastunfreundlich. Die Mobilität sollte gerade heute mit den aktuellen Klima- und Verkehrsdiskussionen einfach und durchschaubar sein, um mit dem privaten Pkw konkurrieren zu können – nachdenken sollte nicht mehr dazu gehören. Das hat die Mainzer Mobilität leider nicht begriffen.


    Natürlich gibt es auch gute Punkte, an die man ansetzen kann (die Linie 74 ist ein solcher), aber ich finde, dass es schon ganz bald wieder eine „Liniennetzrevoultion“ braucht. Allein diese Lücke zwischen 9 und 13 Uhr braucht einen eigenen Liniennetzplan...

  • Ja man hätte der Linie 66 in zwei verschiedene Nummer Aufteilen können, dann gäbe es noch eine weitere Linie und die Fahrten zur Messe der Linie 69 zuzuschreiben.

    Der Fahrplan hat sich halt geändert und es nicht führ jeden besser geworden.

    Vom Höfchen zum Großberg gibt es jetzt halt einen 15 min Takt. Leider habe Busse Verspätungen, man muss von verschiedenen mit verschiedenen Linien abfahren.

    Manche Haltestellen sind nicht auf dem aktuellsten Stand. nur was mir so aufgefallen ist.
    an der Haltestelle Großberg fehlt die Linie 93. An der Haltestelle kkm ist die Linie 69 ausgeschildert, obwohl sie dort nicht hält

    Am HBF West ist die alte Haltestelle der 28 immer noch im alten Design und nicht übergeklebt

  • Erfreulicherweise hat man bei der ORN für die Linie 66 die alten Ansagen der 64 wieder rausgesucht. :)


    Mal schauen, wie sich die Fahrgastzahlen auf dieser Linie entwickeln. Derzeit steigt ein großer Teil weiterhin am Mühldreieck von/zu der Straßenbahn um.

  • Erfreulicherweise hat man bei der ORN für die Linie 66 die alten Ansagen der 64 wieder rausgesucht. :)


    Mal schauen, wie sich die Fahrgastzahlen auf dieser Linie entwickeln. Derzeit steigt ein großer Teil weiterhin am Mühldreieck von/zu der Straßenbahn um.

    Ich glaube die Anwohner der Frankenhöhe und des Großberg wären froh, wenn die Busse aus der Innenstadt wieder dahin fahren würden

  • Ich glaube die Anwohner der Frankenhöhe und des Großberg wären froh, wenn die Busse aus der Innenstadt wieder dahin fahren würden

    Bis zum großen Fahrplanwechsel 2000 gab es gar keine Direktverbindung in die Altstadt von der Frankenhöhe aus (dafür aber auch einen 10-Minuten-Takt und man war im Vergleich zur 64 zügig am Hauptbahnhof). Merke: allen recht machen kann man nicht.


    Zitat

    Derzeit steigt ein großer Teil weiterhin am Mühldreieck von/zu der Straßenbahn um.

    Hat wahrscheinlich teilweise auch mit Gewohnheit zu tun.

  • Ich denke, dass die „katastrophalen Zustände“ der Umstellung geschuldet sind und sich von allein beheben werden.
    Der neue Fahrplan wurde ja von der Stadt als Aufgabenträgerin so vorgegeben mit dem neuen Nahverkehrsplan. Auch, dass die 66 alle 15 Minuten fährt.


    Wobei es dazu noch zu sagen ist, dass hier ja auch dadurch ein 7,5-Minuten-Takt zwischen Heiligkreuzweg und Schusterstraße entsteht.


    Ansonsten ist auch vieles Gewöhnungssache.