Grüne: Linie 12 soll auf mittlere Hanauer Landstraße fahren statt nach Fechenheim

  • Zurück zum Thema: die Forderung der Grünen im OBR (siehe oben #1) hatte eben dieser in Gestalt einer OBR-Anregung an den Magistrat weitergereicht, welcher sie wie folgt beantwortet:


    Zitat

    Die gewünschte Direktverbindung von Bornheim Mitte über die mittlere Hanauer Landstraße zum Ostbahnhof könnte unter den heutigen Voraussetzungen nur durch eine Verlegung des Linienwegs der Linie 12 angeboten werden. Die Linie 12 verbindet sowohl heute als auch in dem im Nahverkehrsplan 2025+ enthaltenen neuen Straßenbahnnetz den Stadtteil Bornheim über die östliche Hanauer Landstraße mit Fechenheim. Diese Direktverbindung soll in jedem Fall auch in Zukunft weiter gewährleistet werden, um die Anbindung des in Randlage befindlichen Stadtteils Fechenheim nicht zu verschlechtern und entspricht dem ausdrücklichen Wunsch des OBR 11 (vergl. ST 270 vom 17.02.2020 und OA 518/2020). Somit ist für die Umsetzung der Direktverbindung eine ganz neue Linie erforderlich, für welche allein jedoch keine ausreichende Nachfrage zu erwarten ist. Zudem fehlen Anfangs- und Endpunkte für eine neue Linie, da derzeit keine Wendemöglichkeiten für die Straßenbahnen nördlich der Straßenbahnhaltestelle Bornheim Mitte und im Bereich des Ostbahnhofs zur Verfügung stehen. Grundsätzlich kann nicht auf allen Relationen eine Direktverbindung angeboten werden, schon gar nicht mit einem Schienenverkehrsmittel. Zu beachten ist ferner, dass Bornheim und auch das Ostend insgesamt deutlich besser an den ÖPNV angebunden sind als beispielsweise Fechenheim.


    Hinzu kommt, dass sich mit dem im Nahverkehrsplan verankerten neuen Straßenbahnnetz und der dort neu auf der Hanauer Landstraße verkehrenden Straßenbahnlinie 15 zusätzlich zur Linie 11 weitere Fahrtmöglichkeiten ergeben. Hiervon profitiert direkt der Stadtteil Fechenheim, aber indirekt auch die Relation Bornheim - mittlere Hanauer Landstraße, da sich durch den dichteren Takt durch die überlagerten Linien 11 und 15 bessere Umsteigemöglichkeiten am Ostbahnhof (Linien U6 und M32) und an der Daimlerstraße (Linie 12) ergeben.


    Mit Einführung der Ringstraßenbahn ergeben sich perspektivisch neue Rahmenbedingungen im Straßenbahnnetz. Die Ringstraßenbahn ist als neue Linie geplant, welche langfristig den heutigen Linienabschnitt der Linie 12 zwischen Bornheim Mitte und Fechenheim übernehmen soll. In diesem Zusammenhang soll neben der Linie 12 (neu zum Ernst-May-Platz) auch die Linie 14 (neu zum Prüfling statt Ernst-May-Platz) angepasst werden. Sollte sich durch steigende Fahrgastnachfrage von Bornheim Mitte in Richtung Ostbahnhof eine zusätzliche Erweiterung des Angebotes als erforderlich erweisen und eine Erweiterung der Infrastruktur vor Ort umsetzbar sein, kann der Vorschlag, eine der Bornheimer Straßenbahnlinien zum bzw. über den Ostbahnhof und die mittlere Hanauer Landstraße zu führen, erneut geprüft werden.



    Quelle: ST_711 vom 26.3.2021

  • Wobei das aber nicht zwingend notwendig ist. Denn es bleibt die Frage nach dem Wo und Wie. Ein einfacher Gleiswechsel ist dafür weniger geeignet, ebenso wenig Wenden in einem (Strecken)Gleisdreieck.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Hallo zusamnen.


    Ich hab mal einen Vorschlag, bei dem man "nur" Fahrzeuge aber keine neue Infrastruktur bräuchte. Ich nenne die Linie mal "10" und Unterteile in "10L" und "10R":


    Linienführung 10L ("linke Schleife")

    Ernst-May-Platz

    Wittelsbacher-Allee

    Zoo

    Hanauer Ldstr.

    Ratsweg

    Bornheim Mitte

    Friedberger Landstr.

    Konstabler Wache

    Ostendstr.

    Zoo


    Linienführung 10R ("rechte Schleife")

    Zoo

    Ostendstr.

    Konstabler Wache

    Friedberger Landstr.

    Bornheim Mitte

    Ratsweg

    Hanauer Ldstr.

    Zoo

    Wittelsbacher Allee

    Ernst-May-Platz


    Klingt erstmal kompliziert. Aufmalen hilft.


    LG

    Der Musterschüler

  • Finde ich viel zu kompliziert für den Durchschnittsfahrgast.

    Unabhängig davon sind Zoo und Ernst-May-Platz durch Ebbelwei-Ex. und Linie 14 belegt. Was soll mit denen passieren?

  • Finde ich viel zu kompliziert für den Durchschnittsfahrgast.

    Unabhängig davon sind Zoo und Ernst-May-Platz durch Ebbelwei-Ex. und Linie 14 belegt. Was soll mit denen passieren?

    Die Situation am Zoo ist ja wohl Komfort pur. Da passen locker 2 Wagen in die Schleife zum pausieren, und der Ebbel-Ex fährt ja nicht Mo-Fr und am Sa und So alle 35 min.

    Und in der Schleife am Ernst-May-Platz passen ggf. auch 2 Bahnen rein. Im Zweifelsfall bleibt der ankommende Zug an der Endhaltestelle erstmal stehen, bis der abfahrende Zug aus der Abfahrtshaltestelle in der Schleife ausgerückt ist.


    Sinnvoller wäre ggf. eine Linienführung "andersrum", aber von Norden kann man am Zoo nicht wenden und von der Saalburgallee nicht zum Ernst-May-Platz abbiegen... Wobei eine solche Verbindung den Charme einer möglichen "Kurzwende" der 12 hätte, statt am Prüfling kompliziert wieder eine Schleife bauen, dann Ernst-May-Platz.


    LG

    Der Musterschüler

  • Die Situation am Zoo ist ja wohl Komfort pur. Da passen locker 2 Wagen in die Schleife zum pausieren, und der Ebbel-Ex fährt ja nicht Mo-Fr und am Sa und So alle 35 min.

    Und in der Schleife am Ernst-May-Platz passen ggf. auch 2 Bahnen rein. Im Zweifelsfall bleibt der ankommende Zug an der Endhaltestelle erstmal stehen, bis der abfahrende Zug aus der Abfahrtshaltestelle in der Schleife ausgerückt ist.

    Gibt aber keine Überholmöglichkeiten. Wenn also im Störungsfall die Linien nicht in der Reihenfolge ankommen wie vorgesehen, gibt es noch mehr Probleme.


    von Norden kann man am Zoo nicht wenden

    Kann man schon denke ich. Ist nur nicht sinnvoll. ;)

    (Man fährt ein, lässt die Leute aussteigen, und fährt dann die Schleife gegen den Uhrzeigersinn um auf den Bahnsteig Richtung Norden zu gelangen)



    Ich halte es schon für sinnvoller die Wendemöglichkeit am Prüfling früher zu realisieren und dann die 15 dort hinzuschicken.

    Mit einem komplizierten Ringkurs schafft man sich mehr neue Probleme als man löst.

  • Da ist jetzt aber keine Rede davon die 15 nach Bornheim und stattdessen die 12 zur Schießhüttenstraße fahren zu lassen.

    Dass die 15 nach Bornheim nicht explizit erwähnt ist, liegt wohl daran, dass "der Magistrat" den FNP-Bericht und die Diskussion in der Politik und hier im Forum (noch?) nicht berücksichtigt hat.


    Dass "der Magistrat" aber die 12 zur Schießhüttenstraße nicht explizit berücksichtigt, ist überraschend, da dies ja seit 4. März Beschlusslage der Stvv ist.


    Für mich liest sich der Bericht so, als ob man das im Dezernat von Klaus Oesterling einfach grundsätzlich nicht möchte:

    Zitat


    Grundsätzlich kann nicht auf allen Relationen eine Direktverbindung angeboten werden, schon gar nicht mit einem Schienenverkehrsmittel.

    Das klingt für mich nach dem Motto "Das haben wir schon immer nicht gemacht, deshalb machen wir das jetzt auch nicht". Denn im Bericht ignoriert "der Magistrat" völlig die entlastende und womöglich zusätzlich das System attraktivierende Wirkung. Die Argumentation ist zudem widersinnig, da ja auch der Lokalbahnhof wieder alle drei möglichen Fahrtrelationen erhalten soll mit der neuen Linie 19.

  • Weil es keine Wendemöglichkeit gibt. Prüfling soll wohl erst mit der Ringstraßenbahn kommen - also 2030+

    Nein, es geht also um den Zeitraum der Planungsstufe 1 des NVP, mithin 2025 bis 2030. (Die Ringstraßenbahn soll vor dem U4-Lückenschluss in Betrieb gehen.)


    Außerdem: Was hindert die Stadt daran, für die Umsetzung des Straßenbahnkonzepts (bis 2025) statt drei neuer Wendestellen (Industriehof, Bürostadt Niederrad, Friedberger Warte) noch eine vierte im Prüfling zu bauen? Zumal es dort sicher am einfachsten umzusetzen ist, da die Flächen und teils sogar noch Gleise (die erneuert werden müssen, klar) vorhanden sind. Es ist eine Frage des Wollens.

  • Dass "der Magistrat" aber die 12 zur Schießhüttenstraße nicht explizit berücksichtigt, ist überraschend, da dies ja seit 4. März Beschlusslage der Stvv ist.


    Für mich liest sich der Bericht so, als ob man das im Dezernat von Klaus Oesterling einfach grundsätzlich nicht möchte:

    Stellt sich halt die Frage, wann wurde die Stellungnahme erstellt und wer hat den Inhalt geliefert. In der Regel geschieht dies in Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten, da kann es schon mal zu einem Zeitverzug kommen. Daher würde ich das nicht so eng sehen. Das Dezernat kann zwar die Vorgaben machen aber letztendlich wird das Dezernat nicht alles allein entscheiden können. Grundlage für solche Entscheidungen sind die Planungen und diese werden durch Traffiq erstellt. Mir ist nicht bekannt, dass das Dezernat eigene Fachplaner beschäftigt. Wenn die Fachleute gute Argumente liefern, warum das nicht so gut ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten, akzeptieren oder trotzdem durchsetzen. Durchsetzen ist aber eben auch nicht immer möglich. Mir greift die Argumentation einfach zu kurz, dass da ein Dezernat ist, das bestimmte Projekte ablehnt, weil es diese nicht möchte. Die Ablehnungsgründe sind wahrscheinlich deutlich vielfältiger.


    Ich bin mit der Entscheidung auch nicht glücklich, mir wäre ein 15 zum Prüfling deutlich lieber als zur Hujo, Ich sehe die Idee aber auch nicht am Ende, manches was mal abgelehnt wurde, kam dann doch. Die 14 durch die Klyerstraße ist so ein Fall, von den Planern erst als nicht mehr notwendig erachtet und dann doch wieder eingeführt worden. Für mich ist die aktuelle Stellungnahme nicht mehr als ein Zwischenstand. Ich glaube auch nicht, dass bis 2025 alle Wendeanlagen fertig werden. Schaut man sich das aktuelle Tempo bei den Umbau der Straßenbahnhaltestellen an, dann fehlen einfach die Kapazitäten. Daher wäre der Prüfling wahrscheinlich auch nicht fertig geworden, auch wenn die Umsetzung relativ einfach ist. Sobald der Prüfling allerdings steht, bieten die neuen Rahmenbedingungen neue Möglichkeiten.

  • Und in der Schleife am Ernst-May-Platz passen ggf. auch 2 Bahnen rein. Im Zweifelsfall bleibt der ankommende Zug an der Endhaltestelle erstmal stehen, bis der abfahrende Zug aus der Abfahrtshaltestelle in der Schleife ausgerückt ist.


    In die Schleife Ernst-May-Platz passt gerade so eine Straßenbahn rein, eine zweite würde mitten auf der Wittelsbacherallee stehen.

    Und schon heute mit der 14 ist es in der Regel so, dass der Folgekurs schon an der Ausstiegshaltestelle steht und warten muss, bis der Kurs davor an der Schleifenhaltestelle abgefahren ist.

    Da ist für eine weitere Linie kein Platz, außer mit entsprechenden Taktausdünnungen auf der 14 oder unter Inkaufnahme, dass z. B. jeder 2. Kurs der 14 dann von Gallus kommend am Zoo endet.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Blöde Idee eines Ortsunkundigen, aber ich hab es mir mal auf Google Maps angeschaut:

    Wenn man die Ausstiegshaltestelle zu einem Mittelbahnsteig umbaut und die Wendeschleife durch zwei Stumpfgleise (nur zum Wenden) in der Inheidener Straße ersetzt, dann könnte man sogar vier 30m-Tw unterbringen. Der Kiosk könnte dann an der heutigen Schleifeneinfahrt wieder errichtet werden und es fallen nur ein paar Parkplätze weg.

  • Ein Mittelbahnsteig wird wohl zu knapp, wenn dann gegenüber einen weiteren Seitenbahnsteig. Das mit der Wendeschleife zu Stumpfgleisen ginge wohl nur unter Wegfall der in der Schleife angelegten Grünfläche mit ein paar Bäumen - da dürfte sich Wiederstand regen.


    Aber wir triften zu sehr ab - es soll hier ja nicht um den Ernst-May-Platz an sich gehen, sondern wohin die 12 fahren soll/wird bzw. wie man von Bornheim in die mittlere Hanauer Landstraße kommt. ;)

    Viele Grüße, vöv2000

  • Blöde Idee eines Ortsunkundigen, aber ich hab es mir mal auf Google Maps angeschaut:

    Wenn man die Ausstiegshaltestelle zu einem Mittelbahnsteig umbaut und die Wendeschleife durch zwei Stumpfgleise (nur zum Wenden) in der Inheidener Straße ersetzt, dann könnte man sogar vier 30m-Tw unterbringen. Der Kiosk könnte dann an der heutigen Schleifeneinfahrt wieder errichtet werden und es fallen nur ein paar Parkplätze weg.

    (Da das sehr off-topic wird, nur als Nebenbei-Hinweis: Planungsstufe 2 des NVP sieht ohnehin eine Verlängerung der Strecke vom Ernst-May-Platz die Inheidener Straße hinauf bis zum TGB-Sportcenter vor. Deine Idee könnte also durchaus im Vorgriff dafür realisiert werden.)