Verlängerung U7 Heerstraße über Betriebsstrecke

  • Warum wird die U7 eigentlich nicht über die Heerstr. hinaus bis kurz vor dem Betriebshof oder über den Betriebshof verlängert? Gleise sind ja vorhanden und man könnte zumindest morgens und abends damit die Pendler zu den großen Firmen wie Continental bringen. Es könnte ja zwischen 6-10h und von 16-19h zum Beispiel ein 15 Min Takt auf dem eingleisigen Abschnitt eingerichtet werden. Die U-Bahn Station könnte man unter der S-Bahn Brücke der S5 bauen. Man könnte sogar der S-Bahn eine Station spendieren und die Fahrgäste auf die U7 dort umsteigen lassen. Was denkt ihr darüber?

  • Diese Betriebsstrecke war gaaaanz früher mal für die RTW vorgesehen. Da das Gleis aber zu nah an den Wohnhäusern liegt um eine Linienverkehr zu verantworten, wurden diese Pläne nicht weiterverfolgt.
    Schau dier mal die aktuellen Planungen für die RTW an.

    Bzgl. Conti hatte ich in diesem Thread etwas geschrieben. Da Conti in Babenhausen Stellen abbaut, ist es evtl. nur eine Frage der Zeit, wie lange Rödelheim noch existiert,- trotz Investition in Parkhäuser.
    Ein weiterer Arbeitgeber,- Walter Wekzeugbau, verlässt auch Rödelheim.:(

  • Ich persönlich sehe keinen Sinn, wegen einigen wenigen Fahrten morgens und Mittags einen Hochbahnsteig höhe Stadtbahnzentralwerkstatt zu bauen. Am einfachsten währen bei Bedarf GL-Busse zwischen Heerstraße und Rödelheim.

    Bye Bye Frankfurt, Gaziantep ich komme

  • Es geht ja nicht nur an die schnelle Anbindung des Industriegebiets in Rödelheim. Man könnte auch eine attraktive Verknüfung mit der S5 schaffen. Gerade in Zeiten wo es im Tunnel gefühlt jeden zweiten Tag zu Problemen kommt. Warum auf die Regionaltangente West warten?

  • vllt. weil du ohne Bahnsteig nicht aus der Bahn aussteigen darfst.
    wie lange dies von der Idee über die Planungsvereinbarung und Finanzierung zum echten bürokratischen Genehmigungsverfahren dauert zeigt die Geschichte der RTW. Die Leute die die Idee hatten, sind mittlerweile in Rente...


    das letzte Mal, das so etwas in Frankfurt geklappt hat, war die U4-Verlängerung durch den Sausee - ohne Bahnsteige ;)

    Straßenbahn ist etwas einfacher und der Bus hält da ja schon.

    Grüße ins Forum :saint:

  • Das gleiche Versagen der Verkehrsplanung gibt es ja bei der U1 Station Niddapark wo man ebenfalls in die S-Bahn umsteigen könnte. Wenn irgendwann mal die Ginnheiner Kurve gebaut wird, wäre das noch attraktiver. Alle reden davon, dass die Leute auf ÖPNV umsteigen sollen. Jedoch werden einfache Verknüpfungen nicht gebaut.


    Zurück zu U7 Rodelheim Nord. Warum macht man nicht einen Betriebsversuch mit einem Holzbahnsteig? Die Gleise sind doch da.

  • Zurück zu U7 Rodelheim Nord. Warum macht man nicht einen Betriebsversuch mit einem Holzbahnsteig? Die Gleise sind doch da.

    Wie ich bereits schrieb,- für einen Linienverkehr wird es aus Lärmschutzgründen keine Genehmigung geben.

    Lies doch bitte einmal Quer durchs Forum, auch Beiträge aus früheren Jahren,- all dies wurde bereits diskutiert.

  • Das gleiche Versagen der Verkehrsplanung gibt es ja bei der U1 Station Niddapark wo man ebenfalls in die S-Bahn umsteigen könnte. Wenn irgendwann mal die Ginnheiner Kurve gebaut wird, wäre das noch attraktiver. Alle reden davon, dass die Leute auf ÖPNV umsteigen sollen. Jedoch werden einfache Verknüpfungen nicht gebaut.

    Dir ist bewusst, dass Niddapark/Ginnheim keine S-Bahn hält?

    Eine Station für die S-Bahn gibt es mit der Inbetriebnahme der eigenen S-Bahngleise, dann auch mit Verknüpfung zur U-Bahn.

    Frankfter Berg und Eschersheim werden/ sind ebenfalls Umsteigemöglichkeiten, betrifft aber nur die S6.

    Grundsätzlich hast du schon recht, es ist zu sehr auf die Innenstadt ausgerichtet, einzig Südbahnhof ist ein weiterer Hub.

  • "Wie ich bereits schrieb,- für einen Linienverkehr wird es aus Lärmschutzgründen keine Genehmigung geben."


    Lärmschutz ist immer das Totschlag Argument. Damit baut man sich seine eigenen Denkblockaden auf. Wir können nur froh sein, dass die Generationen vor uns nicht so gedacht haben. Sonst könnten wir in Frankfurt noch mit dem Esel über Felder reiten und abends in die Höhlen zum schlafen gehen. ;-)


    In der Heerstraße ist zu Berufsverkehrszeiten Auto Dauerstau. Wenn man möchte, dass Leute auf Bahnen usw umsteigen, muss man die Attraktivität des Systems steigern. Warum probiert man es nicht einfach mal anstatt gegen alles Gründe zu suchen?

    Einmal editiert, zuletzt von ben ()

  • Lärmschutz ist immer das Totschlag Argument. Damit baut man sich seine eigenen Denkblockaden auf. Wir können nur froh sein, dass die Generationen vor uns nicht so gedacht haben.


    Lärmschutz ist kein Totschlagsargument, sondern ein technisches Problem. Im Fachplanungsrecht gilt das Vorsorgeprinzip, wonach Störungen und Beeinträchtigungen bestimmter Schutzgüter (dazu gehört der Mensch in puncto Lärm) möglichst zu vemeiden sind, und wo sie unvermeidbar sind, weitestmöglich zu mindern sind. Es ist heute üblich, die Folgen solcher Planungen vorher abzuschätzen. Aus vielen anderen Projekten wissen wir, dass Schienenwege vor Wohnhäusern ein Lärmproblem hervorrufen. Das kann man beheben, indem man die Gleise abrückt oder in passiven Lärmschutz investiert. irgendwann stellt sich dann unweigerlich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit. Da Stadtbahnen ein Massenverkehrsmittel sind, baut man sie sinnvollerweise dort, wo das Fahrgastaufkommen entsprechend hoch ist; dort kann man Investitionen in passiven Lärmschutz vertreten Das ist bei dem Betriebsgleis zur StZW eher nicht der Fall.

  • Lärmschutz ist immer das Totschlag Argument. Damit baut man sich seine eigenen Denkblockaden auf. Wir können nur froh sein, dass die Generationen vor uns nicht so gedacht haben. Sonst könnten wir in Frankfurt noch mit dem Esel über Felder reiten und abends in die Höhlen zum schlafen gehen.

    Hier werden aber nicht „Gründe dagegen gesucht“, sondern es wurde schon genau an dieser Stelle versucht, das zu machen und aktiv nach Möglichkeiten gesucht, es hinzukriegen. Fazit: Geht halt nicht ohne richtig großen Aufwand.

  • Mal ganz von der Machbarkeit abgesehen, ich sehe für eine solche Verbindung schlicht und ergreifend keinerlei Bedarf. Die meisten Pendler von außerhalb, welche heute den ÖPNV nutzen, um dieses Gewerbegebiet zu erreichen, kommen schätzungsweise mit der S-Bahn via Rödelheim. Denen würde eine Verlängerung der U7 dementsprechend nichts bringen.


    Die wenigen Pendler, die mit der U-Bahn kommen (man beachte die doch eher geringen Fahrgastzahlen auf der U7-West) müssen nach derzeitiger Lage 2-3 Stationen mit dem Bus fahren. Der Profit durch eine verlängerte U-Bahn wäre marginal, da vom Gewerbegebiet trotzdem ein so weiter Weg zurückzulegen ist, dass man den Bus nehmen müsste. Ob ich nun an der U Heerstraße umsteige, oder direkt an der StZw macht keinen großen Unterschied und wird bestimmt keine Pendler vom Auto in den ÖPNV locken.


    Dafür eine reduzierte Betriebsstabilität (Eingleisigkeit), die hohen Kosten für Station und Betriebskosten sowie einen kompliziert zu kommunizierenden Fahrplan (sofern man nur Schichtwechselfahrten anbieten will) auf sich zu nehmen, leuchtet mir nicht ein. Alleine der Fakt, dass Schienen vorhanden sind, heißt nicht unbedingt, dass man sie auch um jeden Preis für Linienverkehr nutzen muss.


    In Praunheim stehen zwei Dinge im Vordergrund: die Erschließung des Gewerbegebiets Praunheim durch Verlängerung der U7 und Verknüpfung mit der Regionaltangente West auf der einen Seite; die Verbesserung des Angebots der Buslinie 60 mit neuen Fahrzeugen (und ggf. Taktverdichtungen) als Metrobus M60 wie es wohl geplant ist auf der anderen Seite. Im Pakt sinnvolle Projekte, die auch wirkliche Verbesserungen darstellen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Henning H. ()

  • Das war ja auch meine Idee, die U7 an dieser Stelle mit der S-Bahn zu verknüpfen. Man kann die U7 ja durch das Betriebsgelände bis hinter den Baumarkt/Metro weiterführen und dort eine Station errichten. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass S-Bahn Fahrgäste auch dort in die U7 umsteigen. Gerade dann, wenn mal wieder das Tunnel-Chaos ausbricht. Es muss einfach mehr Verknüpfungen zwischen U und S-Bahn usw. geben.

  • Diese Betriebsstrecke war gaaaanz früher mal für die RTW vorgesehen. Da das Gleis aber zu nah an den Wohnhäusern liegt um eine Linienverkehr zu verantworten, wurden diese Pläne nicht weiterverfolgt.
    Schau dier mal die aktuellen Planungen für die RTW an.

    Bzgl. Conti hatte ich in diesem Thread etwas geschrieben. Da Conti in Babenhausen Stellen abbaut, ist es evtl. nur eine Frage der Zeit, wie lange Rödelheim noch existiert,- trotz Investition in Parkhäuser.
    Ein weiterer Arbeitgeber,- Walter Wekzeugbau, verlässt auch Rödelheim.:(

    Nicht ganz korrekt.

    Der Standort Frankfurt ist mit einer der wichtigsten im Continental-Konzern.

    Es arbeiten dort mehr als 5000 Mitarbeiter, die es begrüßen würden, wenn es einen gescheiten ÖPNV dorthin gäbe. Der 60er ist ein Witz,... egal in welche Richtung. Ein Halt einer Schienenbahn, egal welchen Produktes würde man dort hinten sehr begrüßen. So geht es übrigens allen weiteren gewerbetreibenden auch den Mitarbeitern der Stzw. 😉

    Das Schicksal mischt die Karten - und wir spielen.

  • Nun ja,- wie ich an anderer Stelle schrieb, wurde es wohl versäumt mit Conti über eine S-Bahn Station zu sprechen. Spätestens als Conti den Bauantrag für die Parkhäuser stellte, hätte die Stadt mit Conti entsprechende Gespräche aufnehmen können.
    Nur wie tunnleklick bemerkt, dürfte es schwierig sein einem Auto-Zulieferer Geld aus den Rippen für eine S-Bahn Station zu leiern.

    Nicht ganz korrekt.

    Ja, selbst wenn es ein Autozulieferer ist hoffe ich natürlich nicht, dass das Werk geschlossen wird. Auch Schienen-Bahnen benötigen schließlich Bremsen.;)

  • Conti setzt sogar eigene Shuttlebusse nach Rodelheim ein, um den 60er zu ergänzen. Insofern wäre eine Bahn Anbindung sehr sinnvoll. In Düsseldorf fährt die U77 auch nur eine Haltestelle über einen extra Abzweig von der Prinzenallee zum Seestern in ein Bürogebiet weiter. Nach der Frankfurter Denkverbotslogik könnten diese Leute die 600 Meter auch laufen. Die Verantwortlichen sollten hier wirklich mal ernsthaft über die Möglichkeiten und Chancen nachdenken.

    2 Mal editiert, zuletzt von ben ()

  • Haben die Stzw Mitarbeiter nicht manchmal das Glück mit einer Überführungsfahrt mitreisen zu dürfen?

    ich meine gehört zu haben, daß das nur geht, wenn jemand mit Fahrberechtigung für Fahrgastbetrieb fährt. Werkstattpersonal, das die Fahrzeuge nicht im Fahrgasteinsatz fahren darf, darf wohl auch keine Kollegen mehr mitnehmen. (Ohne Gewähr)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Eine S-Bahn-Station würde nur dann Sinn machen wenn man sie vor oder auf der Brücke über der Heerstraße angeordnet wäre. Im weiteren Verlauf Richtung Bf Rödelheim macht das keinen Sinn weil auf der einen Seite der Westhausener Friedhof ist welcher wohl wenig Fahrgastaufkommen generiert. Und auf der anderen Seite sind die Rückseiten der StZW und vom Baumarkt. Mit einem der Eigentümer müsste eine Durchwegung bis zur Guerickestraße vereinbart und gebaut werden. Lediglich die Anzahl der MA bei Continental würde ich als nennenswert einschätzen da mittelfristig noch MA aus Eschborn noch Rödelheim verlagert werden sollen. Der Parkhausbau war quasi ein Vorgriff. Kunden bei der StZW gibt es nicht und die Kunden des Baumarktes und Großverbrauchermarktes kommen zu 99% nicht mit dem ÖPNV. Kurz und gut: für die Kosten sehe ich nicht genügend Nachfrage damit sich das rechnet. Und warum sollte das Conti bezahlen? Für das Geld können sie wahrscheinlich auf Jahrzehnte einen Shuttle für ihre MA finanzieren.

    2 Mal editiert, zuletzt von main1a ()