Betriebsprogramm S5 in Friedrichsdorf

  • An anderer Stelle hatten wir die Modernisierung des Bf Friedrichsdorf thematisiert. Es gibt dazu einen Erläuterungsbericht, der auch Aussagen zum derzeitigen und künftigen Betriebsprogramm enthält, das bei den Baumaßnahmen berücksichtigt werden musste. Zur verkehrlichen und betrieblichen Begründung des Vorhabens wird ausgeführt:


    Zur RTW verlieren sie einen interessanten Satz:


    Zitat

    Die RTW GmbH hat in einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob eine Verlängerung der RTW über Bad Homburg hinaus bis nach Friedrichsdorf möglich ist. Ob diese Verlängerung umgesetzt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

    Die Verwendung der Konjunktion ob heißt für mich, dass es machbar ist. Die Elektrifizierung der Strecke nach Usingen findet beim Betriebsprogramm bereits berücksichtigung, ansonsten heißt es nur, die dafür erforderlichen Signale würden später gesetzt.

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  • Die neuen Signale werden erst mit der ESTW-UZ Bad Homburg gebaut werden. Der Bau dieses elektronischen Stellwerk nimmt jedoch Fördermittel aus dem RTW-Topf (wegen dem Umbau in Bad Homburg, und der neuen Abzweigstelle Praunheim) und wird also erst mit dem offiziellen Baustart der RTW gebaut.

  • Die Taunusbahn soll weiterhin im 30-Minuten-Takt in Friedrichsdor fahren? Fährt die dann bis Bad Homburg oder endet/beginnt sie in Friedrichsdorf? War nicht mal die Rede davon, dass die Taunusbahn in der Regel nur die Reststrecke ab/bis Usingen bedienen würde,, Ausnahme: Die durchgehenden Züge bis Ffm Hbf in der HVZ? Oder gibt es dann einen 15-Minuten-Takt zwischen Bad Homburg/Frdorf und Usingen im Wechsel S5 mit TSB?

  • Die Taunusbahn soll weiterhin im 30-Minuten-Takt in Friedrichsdor fahren? Fährt die dann bis Bad Homburg oder endet/beginnt sie in Friedrichsdorf? War nicht mal die Rede davon, dass die Taunusbahn in der Regel nur die Reststrecke ab/bis Usingen bedienen würde,, Ausnahme: Die durchgehenden Züge bis Ffm Hbf in der HVZ? Oder gibt es dann einen 15-Minuten-Takt zwischen Bad Homburg/Frdorf und Usingen im Wechsel S5 mit TSB?


    Ich zitiere hierzu aus dem ersten Beitrag dieses Threads: "Die Züge der HLB Richtung Brandoberndorf werden zwischen Frankfurt und Usingen überwiegend durch die verlängerte S5 ersetzt."

    Aber die RB 16, bisher Friedberg---Friedrichsdorf im 60-Min-Takt, soll künftig im 30-Min-Takt Friedberg---Friedrichsdorf---Bad Homburg fahren.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Die neuen Signale werden erst mit der ESTW-UZ Bad Homburg gebaut werden. Der Bau dieses elektronischen Stellwerk nimmt jedoch Fördermittel aus dem RTW-Topf (wegen dem Umbau in Bad Homburg, und der neuen Abzweigstelle Praunheim) und wird also erst mit dem offiziellen Baustart der RTW gebaut.

    Wahrscheinlich wird das dann eine der ersten Baumaßnahmen sein, die wir sehen – ähnlich wie die Einrichtung des GWB an der S6.

  • Wäre natürlich cool, könnte man die RTW dann nach Friedberg verlängern. Die Gefäßgröße müsste passen und der Takt auch, es würde nur an den "zu teuren" Fahrzeugen und der fehlenden Oberleitung scheitern. Außer es gibt Dreisystemfahrzeuge ^^

  • wobei auch einfach der Bedarf von Friedberg mit der RTW zum Flughafen zu fahren zu gering ist; mit dem RE über Hbf bleibt man deutlich schneller!

    Das stimmt zwar, aber Friedberg - Oberursel oder auch Rosbach - Flughafen könnte interessant werden und sinnvoll verknüpfbar sein.


    Allerdings, FipsSchneider , ist die Gefäßgröße bei 100-Meter-Zügen vielleicht doch etwas übertrieben. Und den Aufwand, einen 50-Meter-Teil in Friedrichsdorf stehen zu lassen, eventuell zu hoch für den Nutzen.

  • Aus der zitierten Unterlage ergibt sich, dasss die RTW-Verlängerung nach Friedrichsdorf nur funktioniert, wenn dort kein Abstellgleis benötigt wird. Wird indessen eine Abstellung F'dorf benötigt, muss diese erst geplant, genehmigt und gebaut werden. Wenn überhaupt dann ist das eher Zukunftsmusik.

  • Die neuen Signale werden erst mit der ESTW-UZ Bad Homburg gebaut werden. Der Bau dieses elektronischen Stellwerk nimmt jedoch Fördermittel aus dem RTW-Topf (wegen dem Umbau in Bad Homburg, und der neuen Abzweigstelle Praunheim) und wird also erst mit dem offiziellen Baustart der RTW gebaut.

    Bei der Infoveranstaltung zur Elektrifizierung im Herbst sagte mir einer der Planer explizit, die Signale in Friedrichsdorf sollen schon ins alte Relaisstellwerk integriert werden. Das sei tatsächlich noch möglich und nötig, weil Homburg im Gegensatz zu Usingen noch eine Weile unangetastet bleibt.

  • Bei der Infoveranstaltung zur Elektrifizierung im Herbst sagte mir einer der Planer explizit, die Signale in Friedrichsdorf sollen schon ins alte Relaisstellwerk integriert werden. Das sei tatsächlich noch möglich und nötig, weil Homburg im Gegensatz zu Usingen noch eine Weile unangetastet bleibt.

    Ja, diese Planungen kenne ich. Da wurde vorgesehen, Friedrichsdorf, und die Strecken v/n Usingen, Rodheim, Bad Homburg noch in Relaistechnik zu lassen, und Bad Homburg und südwärts als ESTW zu bauen. Was dann einen dritten Fdl Arbeitsplatz zu Folge hätte. Da jedoch das Wetteraunetz mit ihrem ESTW in Rodheim relativ zeitnah anfangen wollen, und das ESTW in Usingen ja auch renoviert werden muss, ist man grad wieder am umplanen. Das kenne ich von meinem Stellwerk nur zu gut. Was Signalanlagen angeht, kann man sich bei der DB Netz leider auf nix verlassen, da wird teilweise noch während des Bauens umgeplant... Soweit ich das von den Fdl in Homburg gehört habe, sei wohl die Schnittstelle Zwischen RSTW und ESTW zu teuer, und man hätte dann immer noch kein GWB zwischen F-Dorf und Homburg!

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  • Das stimmt zwar, aber Friedberg - Oberursel oder auch Rosbach - Flughafen könnte interessant werden und sinnvoll verknüpfbar sein.


    Allerdings, FipsSchneider , ist die Gefäßgröße bei 100-Meter-Zügen vielleicht doch etwas übertrieben. Und den Aufwand, einen 50-Meter-Teil in Friedrichsdorf stehen zu lassen, eventuell zu hoch für den Nutzen.

    Hmm, ja, wahrscheinlich schon. Aber grundsätzlich wäre es auch eine Maßnahme die z.B. Gleise sparen würde, wenn ich nicht zwei Linien habe die in Bad Homburg enden sondern nur noch eine, die durchgeht. Wenn man natürlich in Friedrichsdorf flügelt, ist das Argument wieder hinfällig.

    Meine Idee zielte tatsächlich weniger auf "Friedberg-Flughafen" (46 Min. RE + S-Bahn, ca. 1h mit S-Bahn, wobei die Fahrzeit (18 (FB-Friedrichsd.) + 19 (Friedrichsd. "Rödelheim" + ca. 20(?) "Rödelheim"-Flughafen) schon gar nicht so schlecht wäre) ab sondern auf die Zwischenrelationen. So z.B. auch Rosbach - Eschborn und wie Baeuchle schon gesagt hat die Anbindung an die U3 in Oberursel.


    Aber das ist tatsächlich wohl zu schwierig und fällt unter die Kategorie: man kann nicht alles auf einmal in einem riesen Schritt.

  • Ja, diese Planungen kenne ich. Da wurde vorgesehen, Friedrichsdorf, und die Strecken v/n Usingen, Rodheim, Bad Homburg noch in Relaistechnik zu lassen, und Bad Homburg und südwärts als ESTW zu bauen. Was dann einen dritten Fdl Arbeitsplatz zu Folge hätte. Da jedoch das Wetteraunetz mit ihrem ESTW in Rodheim relativ zeitnah anfangen wollen, und das ESTW in Usingen ja auch renoviert werden muss, ist man grad wieder am umplanen. Das kenne ich von meinem Stellwerk nur zu gut. Was Signalanlagen angeht, kann man sich bei der DB Netz leider auf nix verlassen, da wird teilweise noch während des Bauens umgeplant... Soweit ich das von den Fdl in Homburg gehört habe, sei wohl die Schnittstelle Zwischen RSTW und ESTW zu teuer, und man hätte dann immer noch kein GWB zwischen F-Dorf und Homburg!

    Hmm, auch plausibel, und wer weiß von wann der Wissenstand des Planers war ;-) Er meinte jedenfalls, sowohl an Friedrichsdorf als auch Bad Homburg solle erst mal nichts geändert werden außer dem zusätzlichen Deckungssignal in Friedrichsdorf. Also das Minimalprogramm. Und eine E-R-Schnittstelle gibt es ja soweit ich das sehe von Homburg aus bereits sowohl nach Usingen als auch Friedberg (wobei Rosbach ja schon länger Sig L 90 mit Arbeitsplatz in Homburg hat).



    Für einen flüssigeren Betriebsablauf wäre es schon hilfreich, wenn man bloß einen zweiten Block zwischen Seulberg und Homburg bzw. umgekehrt einrichten würde. Vor allem morgens gibt das bei der S-Bahn meistens eine Schleichfahrt nach Halt in Seulberg, weil sich der unmittelbar folgende Block bis zum ESig Homburg zieht und dann noch von der Taunusbahn belegt ist. Das könnte ja künftig mit der Friedberger Linie passieren.


    Aus der zitierten Unterlage ergibt sich, dasss die RTW-Verlängerung nach Friedrichsdorf nur funktioniert, wenn dort kein Abstellgleis benötigt wird. Wird indessen eine Abstellung F'dorf benötigt, muss diese erst geplant, genehmigt und gebaut werden. Wenn überhaupt dann ist das eher Zukunftsmusik.

    Ich halte das so oder so für sehr unwahrscheinlich, allein schon weil die Stadt vor geraumer Zeit aus der Planungsgesellschaft ausgestiegen ist. Den Gefallen mit der Verlängerung wird man der Stadt nicht umsonst tun, und die RTW ist da eher Luxus als notwendig.

  • Klar, dass die Unterlagen beim RP im Februar mit mehreren Monaten Verspätung abgegeben wurden, lag garantiert an Corona...


    Edit(h) gibt zu, dass auch das RP jetzt freilich länger brauchen wird, aber wenn ich meine Bahn um 5 Minuten verpasse, ist die ja auch nicht daran schuld, dass ich ne halbe Stunde später ankomme...

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  • Im Rahmen der Ausschreibung für den Mittelhessenexpress ist auch eine ITF Netzgrafik für die Betriebsstufen veröffentlicht worden. In dieser sind auch die Fahrplanlagen der S-Bahnen S3 bis S6 enthalten.


    Aus diesem Plan lassen sich folgende Ableitungen entnehmen.


    - Die S6 fährt ab Frankfurt HBF in Richtung Friedberg 14, 29, 44, 59 und übernimmt somit die Taktlage der S3/S4

    - Die S6 kommt von Friedberg am HBF um 01,16, 31, 46 an und übernimmt somit ab Frankfurt West die Taktlage der S3/S4


    wenn die heutige Taktlage ab Frankfurt HBF Richtung Darmstadt nicht geändert wird, wird es keine Verknüpfung S5/S6 in Darmstadt geben.


    Allerdings übernimmt die S3/S4 ab Frankfurt HBF Richtung Kronberg/Bad Soden nicht die Taktlage der S6 sondern die der S5. Die S5 wiederum fährt nördlich des HBF in der Taktlage der S6.


    Damit also die S5 nach Darmstadt fährt, muss die Taktlage der Darmstadtzüge im Tunnel getauscht. Stellt sich die Frage, welchen Zweck dies haben sollte.


    Mehr Aufschluss dürfte der endgültige Deutschlandtakt bieten, der Ende des Monats präsentiert wird.

  • Die S5 muss jedenfalls wegen den Kreuzungen auf der eingleisigen Taunusbahn verschoben werden. Das ist allerdings natürlich auch bei S3/S4 Nord ein zu beachtender Faktor.

  • An S3/4 habe ich auch gedacht: würden die in der S6 Fahrlage flhren, hätte man in Bad Soden 2min zum wenden. In der S5 Fahrlage hat man in Bad Soden 7 min. Ob eine Verringerung der Wendezeit wirklich sinnvoll ist, vor allem weil in Bad Soden eine überschlagende Wende weder möglich (nicht genug Gleise) noch sinnvoll (eingleisige Strecke) ist.

  • Die S5 wird so oder so zu einer Verspätungs S-Bahn, da es bei dem eingleisigen Absschnitt mit Sicherheit zu Problemen kommen wird. Hier sollte man noch weitere Abschnitte zweigleisig (z.B. zwischen Friedrichsdorf - Friedrichsdorf Köppern) ausbauen, damit Gegenzüge nicht minutenlang in den Bahnhöfen warten müssen.

    Einmal editiert, zuletzt von ben ()