[07.05.2020] Tödliches Bahnunglück in Frankfurt-Nied

  • Ist das nicht der, der die RTW für verfassungsfeindlich hält?

    Ja, das war auch hier im Forum Thema.


    Anlass war damals ein Artikel in der FR, zu dem es auch eine Gegenrede von Horst Amann, dem Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft, gab.

    Gruß, 420 281-8
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  • Vor ein paar Tagen war ich am BÜ und gebe zu, dass die Schließzeit der Schranke schon nerven kann. Ohne Auto kam ich ja einigermaßen zügig an der Schlange vorbei, und bis ich an der Schranke war, öffnete die sich gerade. Aber in der Autoschlange hatte ich zwei Linienbusse gesehen, und das heisst, dass die Schranke wohl zehn Minuten unten war. Denn der 2. Bus war nicht das letzte Fahrzeug in der Reihe.


    Und dass bereits seit einigen Jahrzehnten über eine Bahn-Unterführung diskutiert wird, stimmt auch. Immerhin war die schon mindestens im GVP von 1982. Von daher ist der Unmut von Bürgern wie Lokalpolitikern verständlich - nicht zuletzt leidet ja auch die Pünktlichkeit der Buslinie 59. Das heißt natürlich nicht, dass ich mir alle Argumente der BI zu eigen mache noch gar Gewalttätigkeiten gegen die Schrankenwärter akzeptiere.

  • Pünktlichkeit Bus 59: Den hätte man schon längst in zwei Quatierbuslinien aufspalten können die beiderseits des

    Bahnübergangs eine Blockumfahrung machen. Im Netzplan von 1974 fährt da schon eine Linie 57 entlang.

    -> Jahrzehntelanges Problem.

    (so bräuchte man vielelicht zwecks Umstieg nur eine Fussgängerbrücke/-unterführung)

    Wartezeit für PKW: Wenn die so schlimm ist - dann frage ich mich wieso dann nicht alternative Wege genommen werden

    statt sich in die Schlage einzureihen. Es gibt Bahnübergänge da ist das umfahren viel aufwendiger (Dreieich Buchschlag)

    Über den Bü wird ja kein Bereich angeschlossen das nur über diesen Weg erreichbar ist.

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  • Gegenüber Buchschlag gibt es aber schon ein paar strukturelle Unterschiede.

    Daß es sinnvoll ist, diesen Bü zu ersetzen, steht außer Frage und daß da die Planungen nicht gerade schnell voran gehen, ebenso. Die Ersatzbauwerke allerdings mit irgendwelchen gefühlten, aber real nicht vorhandenen Gefahren (im Sinne von: nur dieser Bü ist weltweit der einzig gefährliche!!!einself!ausrufezeichen!!!) einzufordern, ist aber keine gute Argumentationsgrundlage. Ebenso, daß man plötzlich "Experten" hat, die nur rein zufällig in der BI mit aktiv sind und mit einem allumfassenden "Urteil" aufwarten können.


    Leute, die wirklich Ahnung haben und damit echte Experten sind, arbeiten im Hintergrund und würden sich niemals von selbst derart reißerisch in die Öffentlichkeit drängen oder von merkwürdigen Gruppen instrumentalisieren lassen.

  • Zitat: "Gegenüber Buchschlag gibt es aber schon ein paar strukturelle Unterschiede."


    Es geht bei meinem Vergleich nur um die Möglichkeit einen anderen Weg zu wählen bei

    dem man ohne Bahnübergang auf die andere Seite der Bahntrasse kommt. Das ist in Nied

    mit der Waldschulstrasse als naheliegendes machbar - in Dreieich-Buchschlag muss man

    gleich mal richtig Kilometer schrubben. Deswegen ist das jammern der PKW Fahrer dort

    auf hohem Niveau anzusiedeln.

    (In Buchschlagfahren nur die über den Bahnübergang die es aus Zeit-Weggründen in Kauf

    nehmen - eine Unterführung dort würde zu einer Verkehrszunahme der Strasse führen, was

    von den Anwohnern [zu Recht] nicht gewünscht ist)

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  • Grundsätzlich gute Vorschläge, Darkside. Allerdings ist es östlich der Bahnschranke etwas komplizierter: Die nächste Straßenverbindung zur Mainzer Landstraße ist die Waldschulstraße. Da bräuchte man eher 2 Quartiersbuslinien: Eine, wie bestehend nach Griesheim. Und eine andere zum Rebstockbad, die würde dann 420 281-8 freuen. :) Zusätzlich bräuchte es im Bereich östlich der Bahnschranke eine geeignete Wendestelle.

  • Ich weiß nicht, ob Pünktlichkeit wirklich so enorm wichtig ist. Ab und zu muss man mal vor der Schranke warten. Die Alternative, die Ihr hier vorschlagt, ist jedes Mal umsteigen zu müssen. Die 59 benutze ich nicht so häufig, aber ich sehe vom S-Bahnhof Nied aus, dass es da viele Umsteiger von der S-Bahn auf den Bus gibt. Wenn ich mir den Verlauf der Linie anschaue, dürften viele davon Richtung Neumarkt/Neufeld/Lindenhag unterwegs sein.


    Mit einem Umstieg wird die recht kurze Strecke wesentlich unattraktiver. Lieber sitze ich (persönliche Meinung) gelegentlich ein paar Minuten im trockenen Bus als durch den Nieselregen den Bus zu wechseln.


    Ferner achten wir immer darauf, das Busse schön barrierefrei sind. Umsteigen ist vor dem Hintergrund immer ein Problem. Welche Zeit setzt man an für den Wechsel von einer Seite der Bahn zur anderen? Wartet man lange auf langsamere Mitbürger oder versucht man, die Verbindung zur S-Bahn für die schnelleren attraktiv zu halten?


    Die Unterführung ist nicht erst seit 1984 in der Diskussion. Sie wurde das erste Mal vor dem ersten Weltkrieg gefordert, und wenn ich mich richtig an die 100-Jahr-Feier erinnere, dann sollte sie schon damals gebaut werden und wurde wegen des Krieges verschoben.


    Ein Quartiersbus zum Rebstock wäre toll, scheiterte aber meines Wissens bisher immer daran, dass der Abschnitt der Oeserstraße zu größeren Messen zur Einbahnstraße wird,

  • Zitat: " Die 59 benutze ich nicht so häufig, aber ich sehe vom S-Bahnhof Nied aus, dass es da

    viele Umsteiger von der S-Bahn auf den Bus gibt. Wenn ich mir den Verlauf der Linie anschaue,

    dürften viele davon Richtung Neumarkt/Neufeld/Lindenhag nterwegs sein."


    ...und wenn man dem Verlauf weiterverfolgt.....landet man am Bf Griesheim - wo die S-Bahn grad kurz

    vorher gehalten hat....

    Ergibt zwar eine Reisezeitverlängerung, aber dafür zeitlich zuverlässiger.

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  • Da die S-Bahn, die in Nied hält, kurz davor oder danach auch in Griesheim hält, wäre mit Quartiersbussen von beiden Bahnhöfen den Anwohnern beiderseits der Schranke geholfen.


    Linie M 34 wird von der Mönchhofstraße bis Grieheim verlängert, ob der Abschnitt Griesheim Bf. - Erzbergerstraße dann von der M 34 oder einer verlängerten 54 bedient wird, braucht hier nicht diskutiert zu werden. Dann ein Quartiersbus - möglichstl Klein- oder Midibus -, der von der Nordseite des Griesheimer Bahnhofs bis zur Eisenbahnersiedlung fährt und die von Jeluf erwähnte Wendeschleife fährt. Eine denkbare Variante wäre, den dann südlich der Regionalbahn durch Griesheim Nord zu schicken (für einen Kleinbus ginge das), an die Griesheimer Märkte anzubinden und Teile des westlichen Linienweges der 52 zu übernehmen.


    Ein weiterer fährt - auch mit Blick auf die in Griesheim fehlende Barrierefreiheit - von der Eisenbahnersiedlung zum Rebstock. Wenn sich für die Oeserstraße keine Lösung findet, fährt der über Waldschul- und Mönchhofstraße direkt zur Rebstock-Straßenbahn.


    Ein dritte Quartierslinie dann durch das südliche Nied mit einem Schlenker in die Dürkheimer Straße, wo die dortige größere Siedlung auch nicht sehr glücklich erschlossen ist.

  • Ein Quartiersbus zum Rebstock wäre toll, scheiterte aber meines Wissens bisher immer daran, dass der Abschnitt der Oeserstraße zu größeren Messen zur Einbahnstraße wird,


    Ist jetzt zwar OT: Letzeres ist seit dem Bau des Messeparkhauses und des LKW Parkplatzes eigentlich nicht mehr so notwendig. Lediglich im Bezug auf die Messeauffahrt Richtung Süden bei Nutzung der Wiese als Parkplatz überhaupt noch sinnvoll. Aber auch nur, weil dadurch eine Ampelphase entfällt

    Die 59 stellt aber eine gut genutzte Verbindung für die Wohnsiedlungen dar, im Schülerverkehr nicht nur nach Höchst, sondern auch Innenstadt oder neu zur Schule am Römerhof.


    Die Schließzeiten des BÜ sind halt unkalkulierbar, aber er dient auch der Verkehrsberuhigung. Ich wage zu behaupten, nach einer Beseitigung des BÜ wird der Durchgangsverkehr auf der Oeserstraße zunehmen.

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  • Muss man das Thema der gesplitteten Linien nicht ohnehin in Angriff nehmen, wenn der BÜ umgebaut wird? Dann wird doch auf längere Frist die Passagemöglichkeit deutlich eingeschränkt. Oder täusche ich mich?

  • Letztes Jahr wurde ein Stufenplan vorgestellt, der müsste auch weiter vorne zu finden sein.

    Schritt 2: Neubau einer Unterführung für Fußgänger und Radfahrer neben, also zusätzlich, dem bestehenden BÜ.

    Schritt 3 ist Neubau einer Unterführung in Höhe Einmündung Heusingerstraße, neben (wohl auch teilweise auf) dem Gelände der Telekom.

    Erst danach soll der BÜ zurückgebaut werden.

  • Letztes Jahr wurde ein Stufenplan vorgestellt, der müsste auch weiter vorne zu finden sein

    [...]

    Der Stufenplan wurde in einem Beitrag vom 6. Oktober 2020 erwähnt.

    In dem darin verlinkten Flyer von DB Netz ist auch ein Plan der geplanten Unterführung zu sehen. Diesen Plan gibt es in vernünfiger Größe im PARLIS.

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