Entwurf für neues Verkehrskonzept für die Straßenbahn vorgelegt

  • Gemeinsame Pressemitteilung Stadt Darmstadt – DADINA - HEAG mobilo:


    12.6.2020

    Entwurf für neues Verkehrskonzept für die Straßenbahn vorgelegt

    10-Minutentakt, bessere Anbindung des Hauptbahnhofs und längere Bedienzeiten - Schnelle 6 fährt weiterhin



    Am Mittwoch (3.6.) hat der Vorstand der DADINA zugestimmt, in der Sitzung der Verbandsversammlung am Donnerstag (18.6.) eine Beschlussvorlage über das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg einzubringen.


    Das neue Verkehrskonzept ist ein Entwurf der HEAG mobilo, der gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der DADINA abgestimmt wurde. Gegenüber der im Gemeinsamen Nahverkehrsplan enthaltenen Fassung enthält er deutliche Verbesserungen. Nachdem in den letzten Jahren nur punktuelle Änderungen im Tramnetz vorgenommen wurden, erfordern steigende Einwohner- und Fahrgastzahlen sowie längere Schul- und Geschäftszeiten eine umfassende Anpassung des Liniennetzes und des Fahrplanangebots.


    Neben der Einführung eines 10-Minutentakts in der Hauptverkehrszeit sind auch eine Ausweitung der Bedienzeiten u. a. im Abendverkehr und auch neue Linienverbindungen vorgesehen. Damit wird der Darmstädter Hauptbahnhof künftig aus allen Richtungen umsteigefrei erreichbar sein. Um die Pünktlichkeit zu verbessern, sollen zudem die Fahrtzeiten der Straßenbahn angepasst werden.


    Das attraktivere und leicht einprägsame Fahrplanangebot mit einem 10-Minutentakt wird nicht nur die Bedienqualität im gesamten Netz steigern, sondern auch die Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus- und Straßenbahnlinien erhöhen. Oberbürgermeister Jochen Partsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DADINA, stellt dazu fest: „Das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn ist das wichtigste und größte Projekt des gemeinsamen Nahverkehrsplanes der Stadt Darmstadt und des Landkreises. Es ist die Grundlage für die Sicherstellung der Mobilitätswende. Neben dem dichteren Taktangebot in der Innenstadt und Direktanbindung der ÖPNV-Verkehrsknotenpunkte Luisenplatz und Hauptbahnhof werden die Haltestellen Marienhöhe und Lincoln-Siedlung zukünftig zusätzlich mit der Linie 6 angedient. Somit sind die beiden neuen Siedlungen Lincoln und Ludwigshöhviertel optimal angebunden.“


    Drei Neuerungen bei der Linienführung

    Die Linie 1 soll zukünftig wie bisher von Eberstadt zum Hauptbahnhof und dann neu weiter nach Kranichstein geführt werden. Der Stadtteil Kranichstein erhält mit einer veränderten Linie 5 zudem eine Direktverbindung ans Böllenfalltor mit dem zentralen Umsteigepunkt „Schloss“. Mit der neuen Linie 10 erhalten Arheilgen und Griesheim einen direkten Anschluss an den Darmstädter Hauptbahnhof. Auf der Strecke nach Alsbach soll ein durchgehender 15-Minutentakt unter Beibehaltung der Schnelllinie 6 angeboten werden. In Darmstadt sieht das Konzept auf allen Achsen einen 10-Minutentakt vor, dies verbessert auch die Anschlussbeziehungen u. a. am Böllenfalltor gegenüber den bisherigen Planungen.


    DADINA-Vorstandsvorsitzender Robert Ahrnt meint dazu: „Durch die vorgenommene Überarbeitung der Planung konnten nochmal deutliche Verbesserungen ohne große Kostensteigerungen erzielt werden, das ist erfreulich.“


    Kostenteilung zwischen Landkreis und Stadt Darmstadt

    Den zusätzlichen jährlichen Bestellkosten ab dem Jahr 2024 in Höhe von zirka 9,15 Millionen Euro können erwartete Mehreinnahmen aus Fahrgeldern von ca rund zwei Millionen Euro gegengerechnet werden. Die verbleibenden Kosten in Höhe von etwa 7,15 Millionen Euro werden zwischen der Stadt Darmstadt und dem Landkreis geteilt. In diesen Kosten sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht enthalten.

    Das neue Verkehrskonzept umfasst fast 36 Prozent zusätzliche Fahrplanstunden und rund 26 Prozent zusätzliche Fahrplankilometer gegenüber dem heutigen Angebot. Dafür müssen von der HEAG mobilo zehn zusätzliche Straßenbahnen beschafft werden. Diese Anzahl berücksichtigt auch die dann erforderliche Werkstattreserve.


    Umsetzung stufenweise bis zum Dezember 2023

    Die Umsetzung kann nicht kurzfristig erfolgen, da neben den zusätzlichen Straßenbahnen außerdem mehr als 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt werden, deren Ausbildung ebenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen wird. „Wir haben bereits viele positive Reaktionen zu dem von uns vorgeschlagenen neuen Verkehrskonzept erhalten“, freut sich HEAG mobilo Geschäftsführer Matthias Kalbfuss. Um möglichst zeitnah die Vorteile des neuen Verkehrskonzepts zu realisieren, hält HEAG mobilo Geschäftsführer Michael Dirmeier eine stufenweise Umsetzung für machbar: „Erste Schritte könnten bereits 2022 und 2023 erfolgen“. Das Gesamtkonzept werde aber voraussichtlich erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 in Betrieb gehen können, so Dirmeier.


    Nach den Sommerferien sollen auch die Gremien der Stadt Darmstadt und der Kreistag über die Vorlage beraten.

  • Das Linienkonzept soll wie folgt aussehen:


    1 Eberstadt - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergeschule

    4 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Kranichstein

    5 Kranichstein - Luisenplatz - Böllenfalltor

    6 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach (Schnelllinie)

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach

    9 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Böllenfalltor

    10 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen

  • Und wie häufig sollen diese Linien fahren? Es kann ja wohl kaum einen 10-Minutentakt auf allen 3 Linien nach Kranichstein bzw. Griesheim geben...

    Einmal editiert, zuletzt von Jojo ()

  • Folgendes Taktschema ist vorgesehen:


    1 Eberstadt - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein - 20 min Takt

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese - 7,5 min Takt

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergeschule - 7,5 min Takt

    4 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Kranichstein - 20 min Takt

    5 Kranichstein - Luisenplatz - Böllenfalltor - 20 min Takt

    6 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach (Schnelllinie) - 20/30 min Takt

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach - 20/30 min Takt

    9 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Böllenfalltor - 20 min Takt

    10 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen - 20 min Takt


    Auf allen Achsen gibt es somit mindestens einen 10 min Takt durch sich überlagernde Linien, wobei durch zumeist drei Linien der Takt nochmal verkürzt wird. Nach Alsbach gibt es einen 15 min Takt durch Überlagerung der Linien 6 und 8, aber Eberstadt verkehren beide zusammen als 7.5 min Takt und ab Darmstadt Innenstadt als 10er Takt. Klingt für mich etwas verwirrend. Mal schauen, wie das dann im Fahrplan tatsächlich umgesetzt wird. Fier mich in Summe sehr viele Linien für ein doch recht kleines Netz. Vorteil ist aber, dass viele Direktverbindungen möglich sind.

  • Kann es sein, das sich die relativ neugebaute, eingleisige Strecke (späte 1980er) in Griesheim erneut rächt, weil die Linie 10 wieder nur bis Wagenhalle geführt wird?

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

    Einmal editiert, zuletzt von Baertram ()

  • In der zur Pressemitteilung gehörigen Grafik ist die 3 nur zwischen Lichtenbergschule und Innenstadt mit 7,5 dargestellt, zum Bahnhof nur alle 15. Ebenso gibt es eine gepunktete Linie 6 ans Schloß.

    wir halten fest ... 6 und 8 kommen aus Eberstadt im 7,5er ... also 8 Fahrten die Stunde ... aber nur 6 sollen nach Arheilgen fahren, da 10er Takt ... ergo scheren 2 6er am Lui aus


    auf der 3 von der Lichtenbergschule sollen 8 Fahrten die Stunde (7,5er) losfahren ... am Bahnhof aber nur 4 ankommen ...
    2 könnten hierbei das 6er-Problem lösen ... und weiter Richtung Eberstadt fahren.
    Wohin aber die anderen beiden 3er verschwinden sollen (außer am Darmstadtium sinnfrei enden) erschließt sich mir aber auch nicht.

    Davon abgesehen ... 10 Tramfahrten statt bisher 4 über die Bismarkstraße zuzüglich Regionalbusse??? ... Das Buskonzept zu dem Tramkonzept wäre dazu auch noch sehr interessant ...
    Mit der 2 zum HBF dürfte der K zum HBF (bei der Bismarkstraßenbedienung) definitiv wegfallen - oder soll der etwa auch noch "On Top" mit 4 - 6 Fahrten pro Stunde kommen?
    Da tippe ich eher auf L Lichtwiese - Heimheimer Straße (reloaded)

    Über die Rheinstraße kommen (inkl. 1) dann 11 Trams statt bisher 10 zum HBF (auch hier zzgl. Bus)

  • Kann es sein, das sich die relativ neugebaute, eingleisige Strecke (späte 1980er) in Griesheim erneut rächt, weil die Linie 10 wieder nur bis Wagenhalle geführt wird?

    Die eingleisige Strecke dürfte bei dem Block 5/9/10 eher weniger das Problem sein ... hier denke ich eher, dass das wenden an der Wagenhalle das nichtvorhandensein eines Überholgleises am Platz Bar-le-Duc kompensieren muss

    Einmal editiert, zuletzt von Mirco_B () aus folgendem Grund: die 10 vergessen

  • Die eingleisige Strecke dürfte bei dem Block 5/9/10 eher weniger das Problem sein ... hier denke ich eher, dass das wenden an der Wagenhalle das nichtvorhandensein eines Überholgleises am Platz Bar-le-Duc kompensieren muss

    Am Platz Bar-le-Duc gibt es doch schon seit bald 10 Jahren ein zweites Gleis oder was meinst du?

    X
    X
    X

  • Wohin aber die anderen beiden 3er verschwinden sollen (außer am Darmstadtium sinnfrei enden) erschließt sich mir aber auch nicht

    Ich würde das im Moment eher auch als Diskussionsgrundlage für die entsprechenden Gremien sehen und nicht als in Stein gemeißelte Fahrplanunterlagen. Aber mit irgendwas mußt Du in der Politik vorstellig werden, um eine Abschätzung der Kosten vornehmen zu können. Daß die 10 an der Wagenhalle endet würde ich auch in diese Kategorie einsortieren. Man könnte das vielleicht auch als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen ("baut mal Eure Strecke an den Stadtrand und dann können wir da auch mit der 10 hinfahren").


    Zumindest unterscheidet sich der Entwurf doch signifikant von den Vorschlägen des Hessischen Luftreinhalteplans.


    Was der Entwurf ebenfalls nicht zeigt, wie es in den Nebenverkehrszeiten und am Wochenende zugeht. Bekommen wir dann eine Ausdünnung von T15 auf T20 oder werden die Linien dann wie bisher T15 fahren. Nur welche? Wenn man mal fabuliert, daß die T20-Linien nicht fahren, wäre Kranichstein wochenends komplett vom Hauptbahnhof abgehängt (gut, das will nix heißen, andere Stadtteile sind auch nicht direkt angebunden).


    Und letztlich dürften die T20-Linien ein Kompromiß zwischen Fahrgastzahlen, Notwendigkeiten und Kosten darstellen. Betrieblich sind sie allerdings ziemlicher Unfug, denn was nutzt ein T20, wenn die Züge am Bahnhof im T30 fahren.

  • Die Eingleisigkeit bezieht sich nach wie vor auf den Abschnitt Wagenhalle - Platz Bar-le-Duc; wie bereits genannt, ist die Endhaltestelle seit der Modernisierung zweigleisig ausgebaut.


    Bezüglich der BL K: eine Einstellung kann ich mir nur schwer vorstellen, da doch mit dem Ausbau Kleyerstraße die Linienführung zur M-G-Straße (Alnatura) erfolgen soll.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
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    Freundliche Grüße!

  • Grundsätzlich finde ich das Konzept gut. Den T20 zum Hbf finde ich auch in Ordnung, die Abfahrten der Züge dort verteilen sich ja doch ziemlich stark über die Stunde (siehe z.B. Fernverkehr, RB75, RE60), und mit der heutigen Linie 1 verpasst man aufgrund der knappen Umsteigezeit auch gerne mal Anschlüsse (insbesondere RB67/68).


    Einen durchgehenden 7,5 Minuten Takt auf der Linie 3 halte ich für völlig unnötig. Aber möglicherweise stellt dieser Plan auch nur das Angebot zur Spitzenstunde dar, und der Regeltakt ist (zumindest auf der Linie 3) geringer.


    Interessant wird, wie das ganze Abends und am Wochenende aussieht. Da die Linie 2 nach den bisherigen Planungen abends und am Wochenende nicht fahren soll, gäbe es in diese Zeiten über die Rheinstraße keine Straßenbahnlinie mehr zum Hauptbahnhof. Die Buslinien F und H können das nicht ausgleichen. Daher denke ich dass mit diesen Konzept die Linie 2 zwingend auch abends und am Wochenende fahren muss, wenn auch mit reduziertem Takt.

  • Auf allen Achsen gibt es somit mindestens einen 10 min Takt durch sich überlagernde Linien, wobei durch zumeist drei Linien der Takt nochmal verkürzt wird. Nach Alsbach gibt es einen 15 min Takt durch Überlagerung der Linien 6 und 8, aber Eberstadt verkehren beide zusammen als 7.5 min Takt und ab Darmstadt Innenstadt als 10er Takt. Klingt für mich etwas verwirrend. Mal schauen, wie das dann im Fahrplan tatsächlich umgesetzt wird.

    Wenn ich das richtig lese, gibt es auf den Ästen nach Arheilgen, Kranichstein und Griesheim dann eine Fahrten mehr als jetzt. Derzeit wird zu diesen Zielen zweimal überlagernd im T15 gefahren (= 8 Fahrten pro Stunde), nach den Planungen dreimal im T20 (= 9 Fahrten pro Stunde). Einen stabilen Takt zu finden wird allerdings schwierig.


    Folgendes Taktschema ist vorgesehen:


    1 Eberstadt - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein T20

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese T7,5

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergschule T15/7,5

    4 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Kranichstein T20

    5 Kranichstein - Luisenplatz - Böllenfalltor T20

    6 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach (Schnelllinie) T20/15/30*

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach T20/15/30*

    9 Griesheim Platz Bar le Duc - Luisenplatz - Böllenfalltor T20

    10 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen T20


    * 6 und 8: je T20 Arheilgen - Luisenplatz, je T15 Luisenplatz - Eberstadt, je T30 Eberstadt - Alsbach.

    Einmal editiert, zuletzt von B80C ()

  • Fier mich in Summe sehr viele Linien für ein doch recht kleines Netz. Vorteil ist aber, dass viele Direktverbindungen möglich sind.


    Ein übersichtliches Netz könnte so aussehen:


    1 Hauptbahnhof - Eberstadt T30

    2 Hauptbahnhof - Luisenplatz - TU-Lichtwiese T7,5

    3 Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Lichtenbergschule T10

    5 Hauptbahnhof - Luisenplatz - Kranichstein T7,5

    7 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt T15

    8 Arheilgen - Luisenplatz - Eberstadt - Alsbach T15

    9 Griesheim - Luisenplatz - Böllenfalltor T7,5


    Nachteil: Weniger Direktverbindungen (wird bei dichtem Takt aber relativiert).

    Vorteile: Bessere Merkbarkeit, weniger Störungsanfälligkeit, Taktveränderungen bei bestimmten Anlässen einfacher umsetzbar (z.B. auf T5).

  • Vom Boellenfalltor gibt es aber keine Direktverbindung zum Hbf. Die 2 verkehrt ja erst ab Stadion. Eigentlich müssten dann ja der Umsteigepunkt zu den Buslinien Richtung Ober Ramstadt verlegt werden. Zum Hbf müsste man ja ansonsten 2x umsteigen, oder aber wie bisher vom Hbf aus einen kurzen Fußmarsch zur 9 in Kauf nehmen.


    Ich denke auch, dass es nach der Vorstellung in den Gremien noch Anpassungen geben wird.

  • Ich sehe hier sowohl Möglichkeiten als auch Schwachstellen in dem Konzept. Man müsste um ein Gesamtbild zu bekommen auch schon wissen, wie es dann mit den Bussen weiter geht. Auf den ersten Blick sehe ich es wie B80C. Es sieht etwas unübersichtlich und überladen aus, bei meinem Konzept wäre es nicht viel anders. Aber ich hoffe dass es am Ende dann doch gut wird.

    Man darf aber nicht vergessen, dass es ständiger Optimierung auch unter Einbeziehung künftiger Projekte bedarf. Nach Verlängerung der 3 bis zur Heidelberger Straße, der geplanten Verlängerung der Strecke in Grießheim oder dem Möglichen Bau der Strecke nach Weiterstadt (und der vermutlichen Wiedereinführung der Linie 7) und der Reaktivierung der Strecke zum Ostbahnhof wird das alles auch noch mal garantiert ordentlich durcheinander gewirbelt werden. Aber über spekulative Projekte möchte ich mich jetzt nicht groß auslassen.

    Außerdem hoffe ich, dass dieses Konzept die Entlastung des H-Busses berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass die Taktverdichtungen auch mit dem Zusammenhang der Straßenbahnbeiwagenabschaffung geschieht (neben der Anschaffung längerer Straßenbahnen).


    Mein Wunschkonzept (mit Zukunftsvisionen), auch wenn es vermutlich völlig verrückt ist (unter der Berücksichtigung der Inbetriebnahme der Verlängerung der Linie 3, Reaktivierung zum Ostbahnhof und der Bau nach Weiterstadt) würde in etwa so aussehen:


    1 Eberstadt - Landskronstr. - Berliner Allee - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Kranichstein (HVZ T10 / NVZ T30)

    2 TU Lichtwiese - Luisenplatz - Berliner Allee - Hauptbahnhof (- Weiterstadt) (HVZ T10 / NVZ T20) - (= Entlastung H-Bus Achse HBF - Luisenplatz!?)

    3 Alsbach - Eberstadt - Lichtenbergschule - Berliner Allee - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen (HVZ T10 / NVZ T30)

    4 Griesheim Platz Bar-le-Duc - Berliner Allee - Luisenplatz - Kranichtein (HVZ T10 / NVZ T30)

    5 (Eventuell als Schnelllinie) Böllenfalltor - Luisenplatz - Kranichstein (HVZ T10 / NVZ T30)

    6 (Schnelllinie) Alsbach - Landskronstr. - Luisenplatz - Arheilgen (HVZ T10 / NVZ T30)

    (7 Weiterstadt - Hauptbahnhof - Berliner Allee - Luisenplatz - Ostbahnhof [HVZ T5 / NVZ T10 - T30] - [= P+R Anlagen am Ostbahnhof oder B26 und in Weiterstadt, Fahrradverleih und eventuell einen ZOB, eben alles, was den Innenstadtverkehr erheblich entlasten könnte], in den Semesterferien entfällt die Linie 2).

    8 Griesheim Wagenhalle - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Arheilgen (HVZ T15 / NVZ T30)

    9 Griesheim Platz Bar-le-Duc - Hauptbahnhof - Bismarckstr. - Luisenplatz - Böllenfalltor (HVZ T10 / NVZ T30)


    Wenn die Vertaktungen am Anfang nach einer so großen Umstellung vielleicht nicht ganz so optimal sind, kann man diese ja immer noch im laufe der Zeit korrigieren und weiter optimieren, eventuell mit Verstärkerfahrten in den Stoßzeiten.

  • Vom Boellenfalltor gibt es aber keine Direktverbindung zum Hbf.


    Kleiner Einwand: die gibt es, nämlich mit der Buslinie R. Der ist mit 14 Min. Fahrzeit sogar schneller als die 2, die 17 Min. braucht.


    Wer natürlich lieber Straßenbahn als Bus fährt, da hast Du natürlich recht, dass es die Verbindung nicht gibt.

    Viele Grüße, vöv2000