Prüfung betriebsfähige Wiederaufarbeitung des F-Zugs zur 150-Jahr-Feier der Straßenbahn im Jahr 2022

  • Gude,


    Bei DSO wurde gemeldet, der F wäre auf Hilfsgestellen befördert worden. Das hieße, er ist nicht mal mehr rollfähig. Oder ist das nur ne Fake-News?


    Fragt Manfred

    Keine Fake-News, das ist eine Vorsichtsmaßnahme um Lagerschäden zu vermeiden. Rollfähig sind die Fahrzeuge schon, nur wenn sie jetzt verhältnismäßig viel unterwegs sind ist das zur Vermeidung von Verschleiß.

  • Keine Fake-News, das ist eine Vorsichtsmaßnahme um Lagerschäden zu vermeiden. Rollfähig sind die Fahrzeuge schon, nur wenn sie jetzt verhältnismäßig viel unterwegs sind ist das zur Vermeidung von Verschleiß.

    Vielen Dank für die Info. Demnach wurde wohl ein "Gutachten" erstellt, der Patient erstmal wieder entlassen.

  • Keine Fake-News, das ist eine Vorsichtsmaßnahme um Lagerschäden zu vermeiden. Rollfähig sind die Fahrzeuge schon, nur wenn sie jetzt verhältnismäßig viel unterwegs sind ist das zur Vermeidung von Verschleiß.

    Ich meine, die Hilfsdrehgestelle brächten auch noch andere Vorteile, wie eine höhere Schleppgeschwindigkeit und den Entfall von Zwischenstopps zur Prüfung der Lagertemperatur.

    Daß man den Wagen nach Eckenheim gebracht hat, läßt mich noch hoffen - hätte man das Projekt abgebrochen, gäbe es keinen Grund, ihn nicht wieder nach Schwanheim zu bringen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Keine Fake-News, das ist eine Vorsichtsmaßnahme um Lagerschäden zu vermeiden. Rollfähig sind die Fahrzeuge schon, nur wenn sie jetzt verhältnismäßig viel unterwegs sind ist das zur Vermeidung von Verschleiß.

    Danke V3, daß Du die Sichtung MIT Hilfsgestellen bestätigst!


    Der Rest bei DSO und auch hier ist nur Geschwurbel, welche Vorteile Hilfsgestelle im Allgemeinen hätten. Deswaaß isch aach.


    Hätte, hätte, Fahrradkette!


    Mich hat es nur gewundert, da ich das Foto des f hinter dem P8 auf dem Weg zur STZW gesehen habe, scheinbar nicht auf Hilfsgestellen.



    Noch en Gude,

    Manfred

    "Genießt das Leben in vollen Zügen !"

  • Da mein Beitrag nicht mehr editierbar ist, antworte ich mir mal selbst. Ich habe erst jetzt die Bilder der Hinfahrt auf Twitter gesehen. Im Ausschnitt erkenne ich jetzt die kleinen Hilfsgestelle unter den etwas hochbeinig scheinenden Museumswagen.


    Warten wir also mal ab, was die Zukunft bringt.


    Außer meiner Zweitimpfung, meine ich.


    ;-)

    Manfred

    "Genießt das Leben in vollen Zügen !"

  • Das mit den Lagern scheint ja ein allgemeines Problem bei betagten Fahrzeugen zu sein. Gäbe es diese "von der Stange" oder wären sie individuell anzufertigen?

    Im Regelfall hast Du bei Altfahrzeugen Gleitlager und keine Rollenlager. Wenn Du Dir da einmal wegen unzureichender Schmierung die Lagerschalen zerstört hast, hast Du ein Riesenproblem. Die darfst Du dann einzeln herstellen. Finde mal jemanden, der das macht. Plus die Frage, ob es noch Regelzeichnungen gibt...

    Und wenn Du Pech hast, hat die Achse auch noch Schäden davongetragen.

  • Wenn Du Dir da einmal wegen unzureichender Schmierung die Lagerschalen zerstört hast, hast Du ein Riesenproblem. Die darfst Du dann einzeln herstellen. Finde mal jemanden, der das macht.

    OT ON

    Jetzt wo Du es sagst. Ich habe mal einen Bericht im WWW? TV? über die Überführung einer Museums E Lok von (Süd)Deutschland? (Österreich?) nach Skandinavien gelesen / gesehen, leider vergessen wo.
    Trotz äußerster Vorsicht ging da unterwegs auch ein Lager flöten, dass dann in Handarbeit angefertigt wurde um die Fahrt fortsetzen zu können.

    Die Lager machen solche Überführungen generell spannend.
    OT OFF

  • In Darmstadt dreht(e) lange der ST3-Tw57 relativ viele Runden. Mir ist nicht zu Ohren gekommen, dass die Sonderfahrten auf Hilfsgestellen stattgefunden hätten ;-)


    Oder hat der (immerhin 1-2 jahre jüngere) ST3 schon Rollenlager oder in seinem Leben welche bekommen?


    Auch sind diese Fahrzeuge ja mal auf Linie unterwegs gewesen und werden dort auch halbwegs verlässlich funktioniert haben.


    Ich halte es daher hier für wahrscheinlicher, dass man hier besonders vorsichtig ist, weil man weder die Erfahrung mit einem derartigen Fahrzeug hat, noch den Zustand der Lager genau kennt.

    Die Kiste wurde immerhin vor 50 Jahren außer Betrieb genommen und seitdem quasi nicht bewegt. Ohne Komplettzerlegung dürfte man auch das (50 Jahre) alte Fett eher nicht aus dem Lager bekommen.

  • Ich halte es daher hier für wahrscheinlicher, dass man hier besonders vorsichtig ist, weil man weder die Erfahrung mit einem derartigen Fahrzeug hat, noch den Zustand der Lager genau kennt.

    Die Kiste wurde immerhin vor 50 Jahren außer Betrieb genommen und seitdem quasi nicht bewegt. Ohne Komplettzerlegung dürfte man auch das (50 Jahre) alte Fett eher nicht aus dem Lager bekommen.

    Neben dem alten oder eventuell fehlenden Fett ist sicher auch die lange Standzeit ein Punkt, weshalb man vorsichtig ist.

    Selbst die betriebsfähigen historischen Fahrzeuge werden momentan, wo kein Anmietverkehr stattfindet, regelmäßig bewegt - obwohl sie bereits ab Werk Rollenlager und keine Gleitlager mehr haben, die allgemein pflegeleichter sind.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Ein paar Anmerkungen:
    Gutachten über die Kosten ist erstellt worden.
    AR der VGF muss darüber entscheiden.
    Bis zum Jubiläum "150 Jahre" klappt es sicher nicht: Beschluss, Ausschreibung, Arbeiten, Abnahmen ...
    Aber vielleicht wäre das Jubiläum ein schöner Rahmen um die Reaktivierung voranzutreiben.
    Sponsoren sind herzlich willkommen.
    Vergleichbare Projekte sind eher sieben- als sechsstellig.
    Eckenheim anstelle Schwanheim, da das Museum voll ist.
    Alles klar?

  • Sie werden vor und während einer solchen Fahrt permannent überwacht und geschmiert. Dennoch kann so in altes Lager schlapp machen.

    Das Problem ist, dass das heute verwendete Öl nicht mehr der Dicke entspricht, die man früher verwendete. Die Öle die man heute hat, sind entweder zu dick und laufen nicht oder zu dünn und fließen gleich wieder raus.