Definition HVZ, NVZ, SVZ

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    im Nahverkehrsplan der traffiQ von 2006 (= aktuelleste Version) werden - neben anderen Themen natürlich - Erschließungsqualitäten für das Frankfurter Stadtgebiet nach HVZ, NVZ und SVZ dargestellt. Immer wieder wird auf diese Zeiten Bezug genommen. Also auf Hauptverkehrszeit, Nebenverkehrszeit und Schwachverkehrszeit.


    Leider finde ich jedoch nirgends eine Definition dieser Verkehrszeiten (Uhrzeiten von bis). Kennt die jemand von euch?

    Schöne Grüße
    Multi


    p.s.: Mir ist natürlich klar, dass die HVZ morgens und nachmittags liegt, die SVZ in der Nacht (außerhalb der Betriebspause), und dass die NVZ sozusagen der Rest ist, aber mir geht es um konkrete Uhrzeiten. Hat hier jemand spezifisch zu Frankfurt Informationen?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von multi ()

  • Ich wäre mir gar nicht sicher, dass das definiert ist, sein muss oder sein sollte. Gerade der Samstagsverkehr hat sich zeitlich ziemlich verlagert; wären HVZ/NVZ/SVZ genau definiert, müsste man den NVP anpassen, obwohl sich an seiner Intention nichts ändert.

  • Die konkreten Uhrzeiten für HVZ, NVZ und SVZ sind lokal verschieden und werden aus Belastungsdiagrammen (hier zu Fahrgastzahlen) abgeleitet. Freitags wird die nachmittägliche HVZ früher liegen als sonst in der Woche. Logistisch gibt es im ÖV noch eine weitere Komponente. Da beginnen Fahrtumläufe schon eine Stunde vorher, damit die Fahrzeuge zum Beginn der Belastungsspitze am richtigen Ort sind.

  • Ein kleiner Fun-Fact/Exkurs zur lokal unterschiedlichen Ausgestaltung der HVZ: in der DDR wurde im Allgemeinen früher morgens mit der der Arbeit begonnen als in Westdeutschland. Diese Eigenschaft hat auch die Wende überdauert und kann heute noch in gewissem Umfang beobachtet werden.


    Konkret führt das zum Beispiel in Berlin dazu, dass die Rush-Hour auf der U5 (Alexanderplatz <> Hönow, ausschließlich im ehemaligen Ost-Berlin) circa eine Stunde früher liegt, als auf den restlichen Linien der Berliner U-Bahnnetzes, die den Löwenanteil ihrer Strecke im ehemaligen West-Berlin liegen haben. Der 4min-Takt wird planmäßig auf der U5 zwischen 6 Uhr und 8 Uhr angeboten, auf meiner "Stammlinie", der U9 (vollständig im ehemaligen West-Berlin), hingegen zwischen 7 Uhr und 10 Uhr. Danach wird dann jeweils auf einen 5min-Takt für die NVZ ausgedünnt.


    Anders sieht es Abends aus. Da die U5 das Ausgeh- und Partyviertel Friedrichshain an den Alexanderplatz und die Ringbahn anbindet, wird hier Freitags und Samstags bis ca. 22:30 Uhr im NVZ-Takt, also alle 5min, gefahren, während auf der U9 bereits um 20:30 Uhr Schluss ist und auf den 10min-Takt der SVZ ausgedünnt wird.


    Ich denke, an diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie schwierig es ist, allgemeine Zeiten für die Abgrenzung von HVZ, NVZ und SVZ anzugeben, wenn selbst innerhalb einer Stadt so starke Unterschiede auszumachen sind. Dazu kommen noch Aspekte wie Schülerverkehr etc. pp., die einge konkrete zeitliche Eingrenzung zum Ding der Unmöglichkeit werden lassen.

  • in der DDR wurde im Allgemeinen früher morgens mit der der Arbeit begonnen als in Westdeutschland. Diese Eigenschaft hat auch die Wende überdauert und kann heute noch in gewissem Umfang beobachtet werden.

    Das macht geografisch sogar ein bisschen Sinn (wenn auch nicht zwischen Ost- und Westberlin ...): Die Sonne geht im Osten ja auch früher auf. Beispiel heute: Sonnenaufgang Berlin um 4:46, in Frankfurt am Main erst um 5:18.

  • In Frankfurt sind die Zeiten Montag bis Freitag so geregelt:


    NVZ: vor 6 Uhr, 9:30 - 14:00 Uhr und 19:00 - 21:00 Uhr.

    HVZ: von 6:00 - 9:30 Uhr und von 14:00 - 19:00 Uhr.

    NVZ: ab 21.00 Uhr.


    Das ist an den verschiedenen Fahrzeiten zu den betreffenden Uhrzeiten sehbar.

  • Hallo.


    tamperer :

    Richten sich diese Angaben auch nach den Schultagen, wenn z.B. die (HVZ?-)Verstärker der Linie 15 bereits zwischen 12:00 und 13:00 ausrücken?


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Ich denke mal, die SVZ könnte man dann auch für Sonntags vormittags bis etwa 11 Uhr anwenden.


    Wie bereits aber erwähnt, ist das wohl alles auch von der Auslastung jeder Linie abhängig. Deswegen ist es manchmal schwierig, die Grenze zu ziehen, wann NVZ aufhört und SVZ anfängt. Zumal Linien wie z. B. der 44 da gar keine Unterschiede machen. Da wüsste ich jetzt auch nicht, ob ich dazu NVZ oder SVZ sagen soll.

    Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo die HVZ sogar tageweise unterschiedlich war (da gab es sogar getrennte Fahrpläne für Mo-Do sowie für Fr wegen der unterschiedlichen HVZ-Zeiten).

    Viele Grüße, vöv2000

  • Geht man noch paar Jahre zurück, dann war die HVZ Mo-Fr zur gleichen Zeit und am Sa

    gabs die Nachmittags-HVZ zeitlich früher..... ;)

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  • Hallo.


    vöv2000 :

    Schau dir z.B. den Fahrplan der Linie 31 an. Da beginnt auch aktuell noch freitags die "Nachmittags-HVZ" bereits um 12:02 an der Kaiserleibrücke, sonst erst um 14:32.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Das hat nichts zu sagen. Alles vor 13:59 ist NVZ und ab 14:00 ist dann HVZ mit den entsprechend leicht verlängerten Fahrzeiten.