[DADINA]Ausschreibung Bachgau und Babenhausen

  • Die DADINA beabsichtigt den Busverkehr in den Losen Bachgau und Babenhausen ab dem 30. August 2021 auszuschreiben. In den kommenden drei Monaten können eigenwirtschaftliche Anträge gestellt werden. Wer das tun will braucht Rücklagen um den Betrieb 24 Monate aufrechterhalten zu können! (Da wurde wohl nach RLP geschaut.)


    Es geht um folgende Linien, die sich im Zeitraum 08/2020 bis 12/2029 aber ändern können:


    BG1: Kleinwallstadt Bf -Niedernberg- Großostheim Schaafheim- Babenhausen- Rodgau-Dudenhofen Bf

    BG2: Mosbach Raiffeisenbank- Radheim- Schaafheim- Babenhausen Bf


    BA1: Schaafheim Sporthalle- Langstadt- Harpertshausen- Hergershausen- Sickenhofen- Babenhausen Bf

    BA2: Babenhausen Bf- Babenhausen im Erloch- Babenhausen J.-Schumann-Straße

    BA3: Babenhausen Bf- Harreshausen /Babenhausen J.-Schumann-Str.

    BA4: Babenhausen Kaserne- Babenhausen Bf


    Es scheint mir, dass die direkte Verbindung Babenhausen - Aschaffenburg gekappt wird. Dafür wird Kleinwallstadt direkt an Schaafheim, Babenhausen und Rodgau angebunden... Für weitere Änderungen sind die lokalen Experten dran.


    Wer das alles nachlesen will, die Originalquelle: https://ted.europa.eu/udl?uri=…:338015-2020:TEXT:DE:HTML

  • Das wars dann mit der Ringlinie 53/54, schade. Wieder ein Stück VU weniger in Hessen. Ob Babenhausen dann überhaupt noch Busverkehr erhält nach 0.00 Uhr, wie derzeit?

  • Ich frage mich nach zugegebenermaßen oberflächlichem Studium von Google Maps, wo man zwischen Kleinwallstadt und Niedernberg den Main zu überqueren gedenkt: Eigentlich kommt hierfür nur die Mainbrücke bei Obernburg in Frage, aber das ist schon ein ziemlicher Umweg...


    Edit: habe gerade gesehen dass es eine Mainbrücke nördlich von Kleinwallstadt und Großwallstadt gibt! Das ist aber schon eine interessante Querverbindung von der Mainbahn über die Rhein-Main- und Odenwaldbahn zur Rodgaubahn, macht aber vielleicht mehr Sinn als den Babenhäusern langsamen Parallelverkehr nach AB anzubieten...

    2 Mal editiert, zuletzt von Jojo ()

  • Die heutige VAB-56 Sulzbach-Niedernberg-Großostheim wird vermutlich in der neuen Linie ab Kleinwallstadt aufgehen. Da hat man einfach die Endhaltestelle in den Nachbarort versetzt.

    Inwiefern die heutigen VAB-53 und VAB-54 ersetzt werden, kann ich nicht beurteilen. Eine komplette Rücknahme der beiden Linien auf das VAB-Gebiet kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Die neue Linie soll (soweit mir bekannt) den kürzeren Weg via Ringheim nehmen.

    Meine Vermutung:

    VAB-54 (die über Pflaumheim-Mosbach fährt9 bliebt unverändert. VAB-53 wird auf Aschaffenburg eingekürzt mit direktem Anschluß an die neue Linie. Momentan hat man in Großostheim umgekehrt Anschluß (von Aschaffenburg kommend an die VAB-56 nach Sulzbach).

    Die Frage ist noch, was am WE passiert. VAB-56 fährt nur von Mo-Fr, die VAB-53 jedoch am Wochenende im stündlichen Wechsel mit der VAB-54.

    Es könnte daraus hinauslaufen, dass am WE hier ein Zweistundentakt kommt, unter der Woche ein Stundentakt.


    BG2 läuft heute übrigens unter K65 schon auf der gleichen Strecke. Vermute, dass hier Spahn & Roth das Rennen macht, vielleicht zusammen mit der VU aus Aschaffenburg. Eventuell gibt es noch den einen oder anderen Subunternehmer dabei (Müller aus Großostheim, Vogel aus Großwallstadt).

  • Die AB-53 und AB-54 sind bisher auf die VU konzessinoniert oder? Gemeinsam mit der Linie AB-57 ist da die Genehmigung auf jeden Fall am 31. Mai 2020 abgelaufen.

    Ich habe mal im NVP des Landkreis Aschaffenburg geblättert. Dort wurde zum Fahrplan 2020/2021 eine Verknüpfung der 53 mit der 86 angeregt. Das Linienbündel heißt aber auch Bachgau und ich finde zumindest keine Ausschreibungsunterlagen dazu bei TED. Und die Verknüpfung einer Linie aus Bayern über Babenhausen nach Rodgau wäre ja die BG1. Da eigentlich auch gesagt wird, dass es alle Linien im Bediengebiet betrifft, erwarte ich keine Weiterführung der 53/54...


    Gewinnen könnten das Los Bachgau die VU und das Los Babenhausen Spahn&Roth, wenn nicht sogar alles beim kleinen Spahn&Roth bleibt. Aber das ist wirklich Zukunftsmusik, wo die richtige Ausschreibung noch nicht läuft.

  • Ich gehe davon aus, daß die 53/54 wie bisher auch Babenhausen - Aschaffenburg bedienen, einfach weil das die Hauptlastrichtung ist. Jeder Ort im Bachgau ist nach aschaffenburg orientiert. Zudem wurden diese bisher, auf Grund der Kilometersanteile, immer über Bayern organisiert, lediglich einige wenige Kurzläufer in Hessen gingen über DADINA.


    Und diese Tangentiallinie gibt es seit über 20 Jahren und war leider nie erfolgreich, so daß vor allem der nördliche Endpunkt oft verändert wurde.

    Anfang war die Linie 56 Kleinwallstadt - Großostheim - Stockstadt.... Später nur noch bis Großostheim, die Direktführung über die Schnellstraße hat sich nicht gelohnt. Vor einigen Jahren war dann jetzt der Versuch, diese (neue) Linien nach Seligenstadt durchzubinden, war aber auch nach weniger als einem Jahr wieder aufgegeben wurde.

    Diese neue Tangentiallinie wird vermutlich einfach von Großostheim nach Babenhausen eine zusätzliche Schnellverbindung darstellen, ohne durch ganz Ringheim und Schaafheim zu fahren.


    Alle anderen Linien in der Ausschreibung existieren unter anderem Namen sub heute schon.

    2 Mal editiert, zuletzt von runer ()

  • Es würde mich auch wundern, da die 53/54 ja im bayrischen Teil auch wichtige Funktionen haben.


    Aber nochmal: Es gibt keinen Hinweis drauf, dass die Linien weiter bestehen bleibt. Die letzte Konzession ist ausgelaufen, kann aber über Verlängerung noch aktiv sein bis bspw. August 2021. In der aktuellen Ausschreibung von DADINA, KvgOF, LK AB und LK MIL ist es nicht drin. Das Bündel Bachgau umfasst die Linien nicht, bisher hieß das Bündel auch Bachgau.


    Verkehrlich hast du vermutlich völlig recht, ob das wirklich so geplant ist wissen wir spätestens nächstes Jahr...

  • Die Lösung des Rätsels könnte in diesem Artikel stecken, den ich zufällig im Netz gefunden habe:

    https://www.echo-online.de/lok…esser-angebunden_19988744


    Demnach würde die K86 verlängert bis ins bayrische Kleinwallstadt unter neuer Liniennummer, als Zusatzverkehr über die bekannte Ausschreibung. Die K53/K54 sind auf bayrischer Seite VU-Linien im eigenwirtschaftlichen Betrieb, was immer Vorrang vor einer Ausschreibung hat. Demnach würde es dort keine Änderungen geben. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass man Ringheim mit der K86 nicht bedient, sondern direkt von Großostheim nach Schaafheim fährt. Das spart auf der Strecke einige Minuten.

    Es gibt zwar in der VAB inzwischen auch Auschreibung von VU-Linien (im Bereich Waldaschaff/Rothenbuch), hier aber ehr wegen nicht mehr möglichem eigenwirtschaftlichen Betrieb wie auch schon im Kahlgrund Ost, wo man mit Viabus auf die Schnauze gefallen ist. Die K53/K54 hingegen sind aber sehr gut ausgelastet, selbst am Sonntag vormittags, die VAB 56 hingegen ist ehr so ein Anhängsel was man über die Ausschreibung so modifizieren kann.

  • Die Lösung des Rätsels könnte in diesem Artikel stecken, den ich zufällig im Netz gefunden habe:

    https://www.echo-online.de/lok…esser-angebunden_19988744


    Die K53/K54 sind auf bayrischer Seite VU-Linien im eigenwirtschaftlichen Betrieb, was immer Vorrang vor einer Ausschreibung hat.

    Die K53/K54 hingegen sind aber sehr gut ausgelastet, selbst am Sonntag vormittags, die VAB 56 hingegen ist ehr so ein Anhängsel was man über die Ausschreibung so modifizieren kann.

    Schade, dass der Regierungsbezirk Unterfranken nur eine Konzessionsliste mit Stand 2018 online hat. (Was laut PBefG jährlich passieren muss...) Das ist man vom RP Gießen oder Darmstadt besser gewohnt hier in Hessen. Wie am Montag geschrieben ging die letzte eigenwirtschaftliche Konzession für die Linien 53/54 nur bis zum 31. Mai 2020.

    Ebenfalls besser in Hessen wäre, dass meines Wissens nach für alle Linien zuerst die Vorinformation für öffentliche Dienstleistungsaufträge kommt, in der dann zur Abgabe eigenwirtschaftlicher Angebote hingewiesen wird.

  • Schade, dass der Regierungsbezirk Unterfranken nur eine Konzessionsliste mit Stand 2018 online hat. (Was laut PBefG jährlich passieren muss...) Das ist man vom RP Gießen oder Darmstadt besser gewohnt hier in Hessen. Wie am Montag geschrieben ging die letzte eigenwirtschaftliche Konzession für die Linien 53/54 nur bis zum 31. Mai 2020.

    Ebenfalls besser in Hessen wäre, dass meines Wissens nach für alle Linien zuerst die Vorinformation für öffentliche Dienstleistungsaufträge kommt, in der dann zur Abgabe eigenwirtschaftlicher Angebote hingewiesen wird.

    In Bayern ist man nicht so getrimmt auf Ausschreibungen.

  • Welche Busse werden denn dann wol dort eingesetzt?


    Momentan wird dort ja alles eingesezt was die VU noch hat. Damals als die noch Überlandbusse hatten, wurden diese auch dort eingesezt.


    Was ist noch so an Veränderungen zu erwarten? Also wird es nun doch noch eine Direktverbindung zwischen Aschaffenburg und Babenhausen geben?

  • Die VU hat sozusagen alles, was Evobus & MAN so hergeben, einzig LE-Busse sind Fehlanzeige.

    Bei den 12 m Bussen gibt es sogar noch einen S 315 NF, ansonsten Citaro und MAN LC in der Überlandversion und einen S415 UL. Den hat man irgendwo gebraucht aufgetrieben, wie zuletzt 3 LC aus Bielefeld - alles ohne Klima und Baujahr 2006.

    Da wären dann noch die 15 Meter-Busse (LC Euro 6) und ein S 319 UL. Hochflur ist hier also auch vertreten, ein S 319 NF war auch mal vorhanden, aber inzwischen wieder weg.

    Bei den Gelenkbussen gibt es noch 2x SG 321 UL, die auch regelmäßig auf 53 und 54 eingesetzt werden, ansonsten Citaro GÜ und LC GÜ.


    Die letzten Neufahrzeuge kamen 2018, inzwischen dürfte da aber auch was in der Pileline sein. Die VU hat einige Sub-Leistungen übernommen. Seitz (früher regelmäßig auf der 53 und 54) fährt nun nur noch mit einem Fahrzeug (dafür jetzt auch im Kahlgrund bei der KVG).


    Ich hoffe mal, dass man irgendwie die Durchbindungen bei 53 und 54 beibehält. Aschaffenburg - Schaafheim wird es weiterhin geben auf beiden Linien, warum sollte man ausgerechnet in Mosbach eine Linie brechen.

  • Ich hoffe mal, dass man irgendwie die Durchbindungen bei 53 und 54 beibehält. Aschaffenburg - Schaafheim wird es weiterhin geben auf beiden Linien, warum sollte man ausgerechnet in Mosbach eine Linie brechen.

    Soweit ich das verstehe werden beide Linien eigenwirtschaftlich betrieben. Von daher wird man vermutlich bestrebt sein diese Linie bei allen Umplanungen so wenig wie möglich anzufassen, auch wenn das Parallelverkehr zwischen Babenhausen und Schafheim/Mosbach bedeutet...

    3 Mal editiert, zuletzt von Jojo ()

  • Der K53 und K54 wird von Spahn und Roth gefahren und nicht von der VU.


    Ich würde eher für die Liniennetze Spahn und Roth vorschlagen.

    LUKAS Küster:)

  • Der K53 und K54 wird von Spahn und Roth gefahren und nicht von der VU.


    Ich würde eher für die Liniennetze Spahn und Roth vorschlagen.

    K53 und K54 werden gemeinschaftlich von VU und S&R betrieben. Die VU fährt eigenwirtschaftlich den bayrischen Teil, S&R hat für den hessischen Streckenteil eine Direktvergabe. Im Endeffekt werden die Fahrten zwischen beiden aufgeteilt, wie z. B. in Mainz/Wiesbaden die Linien 6 oder 9.

    Wie ich es jetzt verstehe, ist die VU bemüht die Linien weiterhin zusammen mit dem neuen Betreiber (Ausschreibungsgewinner) zu betreiben.

    Die K54 dürfte soweit blieben, da hier genau der hessische Teil Babenhausen-Mosbaach ausgeschrieben wurde, die K53 bleibt offen. Entweder gibt es hier eigenwirtschaftlichen Verkehr bis Babenhausen, oder die VU fährt die Linie nur bis Schaafheim, und man macht hier einen Anschluß an die neue Linie nach Rodgau. Ansonsten wäre Ringheim abgehängt und es gibt doch eine gewisse Anzahl von Fahrgästen aus Ringheim, die nach Babenhausen fährt.

  • Ich dachte immer das ist EU-Recht *hust* Aber in Bayern scheint man auf EU-Recht ja eh nicht so genau zu achten *hust* Maut *hust* ;)

    Der Schienenpersonenverkehrsmarkt ist bspw. in Frankreich, mit wenigen Ausnahmen, immer noch fest in Hand der SNCF und das scheint wohl von EU-Recht mehr oder weniger gedeckt zu sein.

  • Der Schienenpersonenverkehrsmarkt ist bspw. in Frankreich, mit wenigen Ausnahmen, immer noch fest in Hand der SNCF und das scheint wohl von EU-Recht mehr oder weniger gedeckt zu sein.

    Ja nur hier und vorallem in Hessen glaubt man immer noch das alte Dogma, der Wettbewerb macht alles besser 🙄.

  • Der Schienenpersonenverkehrsmarkt ist bspw. in Frankreich, mit wenigen Ausnahmen, immer noch fest in Hand der SNCF und das scheint wohl von EU-Recht mehr oder weniger gedeckt zu sein.

    Das ist insofern gedeckt, weil es Übergangsfristen gibt. Nach Ablauf der Frist muß aber ausgeschrieben werden. Und dabei gibt es halt Länder, die früher ausschreiben und andere, wie z. B. Spanien, die die Frist ausnutzen.


    Das kann Vor- und Nachteile haben. Vorteile, weil man die Probleme der frühen Ausschreibungen vermeiden kann, aber auch Nachteile, weil durch den letztmöglichen Termin dann die volle Wucht vieler Ausschreibungen auf das behütete Unternehmen einprasseln.


    Nebenbei laufen in Frankreich die ersten Ausschreibungen an, Côte d'Azur vergibt gerade und im Elsaß wird wohl das Nebenbahnnetz rund um Colmar bzw. Selestat vorbereitet.