S-Bahn Stuttgart erhält neues Außendesign

  • Wenn du schreibst...

    "Der höchstmögliche Kontrast ist die Kombination von Schwarz und Weiß. Das Stuttgarter Konzept ist in der Hinsicht fast mustergültig."

    ...dann ist der Verweis auf "fast" und dein "Bewußtsein" ein bisschen dünn; das ist für den Leser mindestens irreleitend.

    Das sehe ich nicht so. Ich habe aus der TSI zitiert, in der konkret auf den Kontrast der Türen hingewiesen wird und geschrieben, dass die Kombination der Farben Schwarz und Weiß den höchstmöglichen Kontrast bietet (damit folge ich einer Empfehlung für barrierefreies Gestalten in öffentlichen Räumen). Ich gehe davon aus (so wie du), dass die hier Schreibenden den Pressetext gelesen haben und daher auch wissen, dass das vorgestellte Design die Farben Lichtgrau und Schwarzgrau verwendet. "Fast mustergültig" ist halt nicht das zuvor von mir beschriebene Maximum, sondern nur eine Annäherung.

    Aber zugegeben: Falls deine Intention damit war, die Leitwirkung als "vielleicht fast gut" zu werten, habe ich das nicht erkannt. Ob das dann auch in diesem Fall wirklich gut ist, ist damit jedenfalls in keiner Weise gesagt. Mit anderen Worten, das ist eigentlich eine Nullargumentation.

    Ich habe nicht den Anspruch für oder gegen das Design zu argumentieren. Aber ich finde es nicht richtig, wenn falsche Behauptungen (Stichwort: Signalfarbe) aufgestellt werden. Insgesamt halte ich das Thema für zu komplex und meine zur Verfügung stehende Zeit für zu knapp, um hier noch tiefgreifender und ausführlicher zu schreiben. Andererseits habe ich nach den Kommentaren zu Designer*innen nicht den Eindruck, dass an einer fundierten Auseinandersetzung tatsächliches Interesse besteht.

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  • Vielleicht möchtest du nochmal nachlesen, wie viel ich von maximalem Kontrast geredet habe.


    [...]get your facts straight first.

    Nach einmal drüber schlafen: diese beiden Sätze gehörten zusammen und hätten nicht durch den restpost getrennt sein sollen. Der zweite Satz hätte auch gar nicht sein müssen: er entsprang dem Ärger, dass mir eine Behauptung zugeschrieben wurde, die ich nicht so getroffen habe und die ich auch nicht so mein(t)e. Ärger ist aber kein guter Ratgeber dafür, was man schreiben sollte. Ich hätte das nicht schreiben sollen. Schienenhund hat Recht, dass das kein guter Diskussionsstil ist.

  • Im Zuge des Redesigns der Stuttgarter S-Bahn-Züge werden 60 Stück ET-423 und 155 Stück ET-420 im Rahmen eines 2018 ausgerufenen Programms "Digitale Schiene Deutschland" digital aufgerüstet:


    Zitat

    In diesem Rahmen wird das Schienennetz in den kommenden Jahren mit ETCS und Digitalen Stellwerken weitgehend modernisiert werden. Für bestimmte hochfrequentierte Bereiche des Schienennetzes werden darüber hinaus die Technologien ETCS Hybrid Level3, ATO GoA2 und FRMCS erstmals zum Einsatz kommen.Hierfür wird der Bund in den nächsten Jahren erhebliche Finanzmittel zur Verfügung stellen. Im Rahmen des DSD-Starterpaket-Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ (DKS) wird –erstmals in Deutschland –auch die modellhafte Förderung der Ausrüstung von Schienenfahrzeugen mit ETCS und den neuen Technologien vorgenommen.


    Daraus ergeben sich eine Reihe von Anforderungen, die bei Vergabe und Ausführung zu beachten sind.Wesentliche Elemente des aus drei Bausteinen bestehenden Pilotprojekts DKS sollen bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden. Dabei ist vorgesehen, sämtliche Strecken des Projekts „Stuttgart21“ sowie große Teile des S-Bahn-Netzes im Kern der Region Stuttgart mit ETCS und Digitalen Stellwerken aus-zustatten (Bausteine1 und 2). Die Inbetriebnahme des hochautomatisierten Fahrens ATO GoA2 (mit Triebfahrzeugführer) soll im Jahr 2026, im Nachgang zur stabilen Inbetriebnahme von ETCS, erfolgen.


    Nach aktueller Planung wird die Filderbahn bereits in 01/2025 auf ETCS Level 2 ohne ortsfeste Signale umgestellt, so dass zu diesem Zeitpunkt eine Baureihe der S-Bahn für den Betriebseinsatz uneinge-schränkt zur Verfügung stehen muss.Daran schließt sich bis 2030 die schrittweise „Digitalisierung“der übrigen Region (siehe Bild1). Diedarin vorgesehene Umsetzung von ETCS Hybrid Level 3 ermöglicht es, auf eine intensive streckensei-tige Ausrüstung mit Gleisfreimeldeeinrichtungen zu verzichten und die Leistungsfähigkeit weiter steigern zu können. Mit FRMCS wird die Basis für die zukünftige breitere und intensivere Nutzung der Digitali-sierung ermöglicht.Entsprechend sind ETCS-Level-3-fähige Onboardgeräte und eine Zugintegritätsüberwachung zu imple-mentieren. Ferner ist die ab 2026 angestrebte Nutzung von FRMCS mit vorzubereiten.Die Nutzung von standardisierten Schnittstellen soll den Wettbewerb für Folgeprojekte fördern.Durch Neuentwicklungen (z.B. ETCS mit Hochleistungsblock, ATO GoA2, Zugintegrität, standardisierte Schnittstellen) ist in diesem Projekt das Zusammenwirken von Fahrzeug und Strecke ein wichtiger Ver-tragsbestandteil. Beide Systeme müssen koordiniert ausgerüstet und in Betrieb genommen werden.


    Quelle


    Beginnen soll die Umrüstung im Januar 2021 und dauern soll sie bis 2027


    Im Rahmen desselben Programms schreibt gleichzeitig das Land BaWü die entsprechende Ausrüstung von 52 Triebzügen des Typs Talent und 366 Triebzügen der Typen Flirt3 und Flirt3XL aus.

    3 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Gruß Tommy

  • So schlecht finde ich das neue Design nun auch wieder nicht. Erinnert etwas an nordamerikanische Light-Rail-Systeme. Ist auf jeden Fall mal was Anderes als dieses ewige "sozialistische" Rot-Weiß-Einerlei. Deswegen fand ich es auch damals durchaus wohltuend, dass sich das traffiq-Ellipsendesign auf eine handvoll Midibusse beschränkt hat und letztlich zu den Akten gelegt wurde.

  • Das neue innen-Design überzeugt sicher auch. Insbesondere die neue Fahrgastinformation mit den gut einsehbaren Breitbildschirmen, wie auch in München, hätte ich auch gern bei uns. Bei uns ist das sehr sitzplatzabhängig, ob man was sieht (die Bildschirme zeigen ja immer nur in eine Richtung)

  • Ja, ist schlicht einer der letztes Jahr angeschafften Mireos der S-Bahn Rhein-Neckar im Multi-Länder-Design mit starken Anleihen bei Bwegt. Ab Ende diesen Jahres fahren die dann so auch nach Mainz runter.


    In Stuttgart ist bisher ein Musterfahrzeug mit dem neuen Außendesign im operativen Betrieb. Bilder und Infos zum Innendesign-Entwurf finden sich hier. Der Umbau der Bestandsflotte ist ab 2024 geplant, 2023 sollen je drei Prototypen beider Baureihen umgebaut werden. Die im nächsten Jahr neu zulaufenden 430er werden zumindest außen gleich im neuen Design lackiert ausgeliefert.

    Einmal editiert, zuletzt von kato ()

  • Ja, ist schlicht einer der letztes Jahr angeschafften Mireos der S-Bahn Rhein-Neckar im Multi-Länder-Design mit starken Anleihen bei Bwegt. Ab Ende diesen Jahres fahren die dann so auch nach Mainz runter.


    In Stuttgart ist bisher ein Musterfahrzeug mit dem neuen Außendesign im operativen Betrieb. Bilder und Infos zum Innendesign-Entwurf finden sich hier. Der Umbau der Bestandsflotte ist ab 2024 geplant, 2023 sollen je drei Prototypen beider Baureihen umgebaut werden. Die im nächsten Jahr neu zulaufenden 430er werden zumindest außen gleich im neuen Design lackiert ausgeliefert.

    Sogar einmal bis Wiesbaden. Ich verstehe bis heute nicht, warum die S6 nicht öfter bis Wiesbaden fährt. Einmal morgens gibt's das aber offiziell, der steht dann ewig rum und fährt leer nach Mainz (auch hier - was soll der Quark?)

  • Da deutlich sichtbar ein S-Bahn-Symbol auf dem Zug ist, wusste ich den Zug nicht so recht einzuordnen und nahm an, dass es sich um eine Übeführungsfahrt eines für die Stuttgarter S-Bahn vorgesehenen Zuges handeln könnte. Kato hat ja aufgeklärt, dass dieses Fahrzeug bei der Main-Neckar S-Bahn fährt. Wegen des von kato erwähnten starken Anklanges an das Design von Bwegt hatte ich das Fahrzeug dann eher nach Stuttgart verortet.


    Vor einiger Zeit hatte ich sogar im Bw Griesheim einen Regional-ET im Bwegt-Design gesichtet, den hätte ich jetzt auch nicht als neues Fahrzeug für den heimatlichen Regionalverkehr erwartet.


    Dann wäre ja das Verschieben meines Beitrages und der Antworten dazu in einen ggf. neuen Thread zur Main-Neckar-S-Bahn eine Idee. Zumal ja dann die entsprechenden Sichtungen in der heimatlichen Region öfter erfolgen könnten.

  • Sogar einmal bis Wiesbaden. Ich verstehe bis heute nicht, warum die S6 nicht öfter bis Wiesbaden fährt.

    Muss halt auch jemand bestellen. Und dass außerhalb des Kreises Bergstraße - in dem der VRN GmbH die Aufgabenträgerschaft hat - die S-Bahn Rhein-Neckar in Hessen nicht verkehrt (verkehren darf/soll...) wird schon seine Gründe irgendwo in Wiesbaden oder so haben.


    Im mittlerweile 15 Jahre alten "Rhein-Neckar-Takt 2020" steht die "angestrebte Verlängerung" nach Wiesbaden durchaus drin.


    Wegen des von kato erwähnten starken Anklanges an das Design von Bwegt hatte ich das Fahrzeug dann eher nach Stuttgart verortet.

    Das Design der S-Bahn Rhein-Neckar nimmt Anleihen an baden-württembergischen bwegt (Farbkombination) und am rheinland-pfälzischen SüWeX (Designelemente), mit dem großen "S" auf der Seite als zusätzlichem visuellem Kennzeichnungs-/Unterscheidungsmerkmal.


    Das Stuttgarter Design selbst hat mit bwegt nichts zu tun. Das Design mitsamt allen verwendeten Farbtönen basiert im wesentlichen auf den beiden Corporate Designs:

    1. des Verbandes Region Stuttgart (also des Auftraggebers - deren Logo findet sich übrigens auf den Backen vorne und hinten auf Höhe der Kupplungen)
    2. der Stadt Stuttgart (untergeordnet, aber man brauchte halt n bischen mehr Farben als zwei Blau-Töne...)