Modernisierung Bf. Mainz-Kastel

  • Zur Barrierefreiheit trägt die bestehende Situation wenig bei, da für Rollstuhlfahrer diese Rampe eher nicht nutzbar ist, der Spalt zwischen Gitter und Bahnsteigkante ist nicht gerade riesig.

    Von der Einstiegshöhe in die S-Bahn ganz zu schweigen.

    Grüße ins Forum :saint:

  • Daher kann ich aus beruflicher Sicht das Entfernen dieser Rampen nur ausdrücklich begrüßen.

    Ich widerspreche dir da nicht, insbesondere wegen der von dir nachfolgend ausgeführten Haftungsfrage.


    Die Haftung hilft mir persönlich aber nur sehr bedingt wenn ich die Vollidioten dann im Gleisbett verteile wie es mir in Gustavsburg schon fast passiert ist - das der Überweg abgebaut ist interessiert nämlich gewisse Bevölkerungsschichten so gar nicht...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich war gerade heute Abend in Mainz-Kastel und finde die Sperrung der Rampe schon etwas eigenartig. Zumindest, wenn man von draußen kommt, muss man ja ohnehin die Schranke passieren. Solange die offen ist, sollte dann auch die Nutzung der Rampe möglich sein - vorausgesetzt, die Absperrung wäre entfernt.


    In der anderen Richtung - vom Bahnsteig weg - könnte ein Rotlicht oder eine Mini-Schranke für Fußgänger an den Betrieb der richtigen Schranke gekoppelt sein und den barrierefreien Abgang ermöglichen. Dabei gehe ich natürlich auch davon aus, dass nach Verlassen der Rampe auch der BÜ zügig verlassen wird.


    Zum Modernisierungsthema: Anscheinend erfordert die Verlängerung der Bahnsteige eine Schließung des BÜ. Was spricht dagegen, die bisher auch für Autos befahrbare Straße als Fuß- und Radweg zu erhalten und in einem entsprechenden Bogen um etwa 20 Meter nach Osten zu verlegen. Für Ruß- und Radwege sind ja sowohl geringere Breiten als geringere Kurvenradien erforderlich. Und dann eben auch die Rampe zu erhalten und mit einer entsprechenden Sperre zu versehen, damit niemand vom Bahnsteig auf den BÜ gelangt, wenn sich gerade die Schranke schließt bzw. unmittelbar davor.

  • Die Umbauarbeiten konnten bekanntermaßen 2022 nicht beendet werden. Lediglich einige Maßnahmen wie neue Bahnsteigbeläge etc. wurden umgesetzt. Für die weiteren Maßnahmen, insbesondere den Einbau der Aufzüge zur Herstellung der Barrierefreiheit mussten neue Sperrzeiten angemeldet werden. 2026 sollen die restlichen Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden und zum Jahresende abgeschlossen sein. Diese bekannten Informationen finden sich in einem aktuellen Artikel des Merkurist wieder: Bahnhof Mainz-Kastel: Wann wird er endlich saniert?


    Darin für mich allerdings neu: Weil der Hausbahnsteig zeitweise nicht genutzt werden kann, wird es ein Provisorium an Gleis 4 geben. Ein Provisorium dort ist interessant, da es an Gleis nie einen Bahnsteig gab und auch die Unterführung nicht zu diesem Gleis führt. Da ab 2026 der Bahnübergang geschlossen ist, wird ein Umstieg zu den Gleisen 2 und 3 nur mit großen Wegen möglich. Im Artikel findet sich kein Hinweis darauf, wie lang das Provisorium genutzt werden wird und für welche Züge.

  • laut Erläuterungsbericht (Link siehe oben) ist die Schließung des BÜ ein getrenntes Projekt, das aber bei den Umbaumaßnahmen mitbedacht wird.


    Für das getrennte Projekt "Schließung des BÜ" ist das PFV eingeleitet worden. Auf dem Vorhabenportal des Bundes stehen seit kurzem die Unterlagen zur Einsicht und zum download bereit:


    BÜ-Ersatzmaßnahme Mainz-Kastel, Neubau Rad- und Gehwegunterführung, Strecke 3603, km 33,365


    Geplant ist eine Fuß- und Radwegunterführung, etwa von der Art, wie wir sie von F-Rödelheim kennen; bauzeitlich wird es einen provisorischen Übergang a la Berkersheim geben. Der KFZ-Verkehr wird im Endzustand die nördliche Rheinuferstraße bzw. die Rampenstraße zur Querung der Bahnstrecke nutzen.

  • Hallo.


    Bei der Masse der Informationen:


    Gibt es einen Zeitplan von den ersten Maßnahmen bis zur endgültigen Fertigstellung?

    Wenn ja, wo findet man den Zeitrahmen?


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Der Lokalpresse war kürzlich zu entnehmen, dass der ursprünglich angedachte Zeitplan für die Umsetzung von Maßnahmen in 2026 nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Es soll wohl darauf hingewirkt werden, zumindest einen Teilerfolg noch dieses Jahr zu erzielen. Wie gut die Chancen darauf stehen, kann ich aktuell nur schwer einschätzen.

  • Grundsätzlich wäre es kein Problem den Mittelbahnsteig mit Hilfe des bestehenden Bahnübergangs barrierefrei zu bekommen.

    😌

    Aber ich denke dafür braucht es dann eine separate Aufsicht.

    Grüße ins Forum :saint:

  • Grundsätzlich wäre es kein Problem den Mittelbahnsteig mit Hilfe des bestehenden Bahnübergangs barrierefrei zu bekommen.

    Und dann sollen auf Barrierefreiheit angewiesene Menschen eine Viertelstunde oder mehr zusätzlich einplanen, bloß um sicher den Bahnsteig erreichen zu können?


    Das mag ja bei einer Bimmelbahn eine praktikable Lösung sein, aber nicht bei der hohen Zugfolge auf dieser Strecke.


    Davon abgesehen wäre es ein Umbau der bestehenden Anlage, was meines Wissens nicht mehr erlaubt ist.

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