Zur Barrierefreiheit trägt die bestehende Situation wenig bei, da für Rollstuhlfahrer diese Rampe eher nicht nutzbar ist, der Spalt zwischen Gitter und Bahnsteigkante ist nicht gerade riesig.
Von der Einstiegshöhe in die S-Bahn ganz zu schweigen.
Zur Barrierefreiheit trägt die bestehende Situation wenig bei, da für Rollstuhlfahrer diese Rampe eher nicht nutzbar ist, der Spalt zwischen Gitter und Bahnsteigkante ist nicht gerade riesig.
Von der Einstiegshöhe in die S-Bahn ganz zu schweigen.
Daher kann ich aus beruflicher Sicht das Entfernen dieser Rampen nur ausdrücklich begrüßen.
Ich widerspreche dir da nicht, insbesondere wegen der von dir nachfolgend ausgeführten Haftungsfrage.
Die Haftung hilft mir persönlich aber nur sehr bedingt wenn ich die Vollidioten dann im Gleisbett verteile wie es mir in Gustavsburg schon fast passiert ist - das der Überweg abgebaut ist interessiert nämlich gewisse Bevölkerungsschichten so gar nicht...
Ich war gerade heute Abend in Mainz-Kastel und finde die Sperrung der Rampe schon etwas eigenartig. Zumindest, wenn man von draußen kommt, muss man ja ohnehin die Schranke passieren. Solange die offen ist, sollte dann auch die Nutzung der Rampe möglich sein - vorausgesetzt, die Absperrung wäre entfernt.
In der anderen Richtung - vom Bahnsteig weg - könnte ein Rotlicht oder eine Mini-Schranke für Fußgänger an den Betrieb der richtigen Schranke gekoppelt sein und den barrierefreien Abgang ermöglichen. Dabei gehe ich natürlich auch davon aus, dass nach Verlassen der Rampe auch der BÜ zügig verlassen wird.
Zum Modernisierungsthema: Anscheinend erfordert die Verlängerung der Bahnsteige eine Schließung des BÜ. Was spricht dagegen, die bisher auch für Autos befahrbare Straße als Fuß- und Radweg zu erhalten und in einem entsprechenden Bogen um etwa 20 Meter nach Osten zu verlegen. Für Ruß- und Radwege sind ja sowohl geringere Breiten als geringere Kurvenradien erforderlich. Und dann eben auch die Rampe zu erhalten und mit einer entsprechenden Sperre zu versehen, damit niemand vom Bahnsteig auf den BÜ gelangt, wenn sich gerade die Schranke schließt bzw. unmittelbar davor.
Anscheinend erfordert die Verlängerung der Bahnsteige eine Schließung des BÜ.
laut Erläuterungsbericht (Link siehe oben) ist die Schließung des BÜ ein getrenntes Projekt, das aber bei den Umbaumaßnahmen mitbedacht wird.
Die Umbauarbeiten konnten bekanntermaßen 2022 nicht beendet werden. Lediglich einige Maßnahmen wie neue Bahnsteigbeläge etc. wurden umgesetzt. Für die weiteren Maßnahmen, insbesondere den Einbau der Aufzüge zur Herstellung der Barrierefreiheit mussten neue Sperrzeiten angemeldet werden. 2026 sollen die restlichen Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden und zum Jahresende abgeschlossen sein. Diese bekannten Informationen finden sich in einem aktuellen Artikel des Merkurist wieder: Bahnhof Mainz-Kastel: Wann wird er endlich saniert?
Darin für mich allerdings neu: Weil der Hausbahnsteig zeitweise nicht genutzt werden kann, wird es ein Provisorium an Gleis 4 geben. Ein Provisorium dort ist interessant, da es an Gleis nie einen Bahnsteig gab und auch die Unterführung nicht zu diesem Gleis führt. Da ab 2026 der Bahnübergang geschlossen ist, wird ein Umstieg zu den Gleisen 2 und 3 nur mit großen Wegen möglich. Im Artikel findet sich kein Hinweis darauf, wie lang das Provisorium genutzt werden wird und für welche Züge.
laut Erläuterungsbericht (Link siehe oben) ist die Schließung des BÜ ein getrenntes Projekt, das aber bei den Umbaumaßnahmen mitbedacht wird.
Für das getrennte Projekt "Schließung des BÜ" ist das PFV eingeleitet worden. Auf dem Vorhabenportal des Bundes stehen seit kurzem die Unterlagen zur Einsicht und zum download bereit:
BÜ-Ersatzmaßnahme Mainz-Kastel, Neubau Rad- und Gehwegunterführung, Strecke 3603, km 33,365
Geplant ist eine Fuß- und Radwegunterführung, etwa von der Art, wie wir sie von F-Rödelheim kennen; bauzeitlich wird es einen provisorischen Übergang a la Berkersheim geben. Der KFZ-Verkehr wird im Endzustand die nördliche Rheinuferstraße bzw. die Rampenstraße zur Querung der Bahnstrecke nutzen.
Hallo.
Bei der Masse der Informationen:
Gibt es einen Zeitplan von den ersten Maßnahmen bis zur endgültigen Fertigstellung?
Wenn ja, wo findet man den Zeitrahmen?
Grüße ins Forum
Helmut
Einen Rahmenterminplan findet man in der Regel erst in der Ausschreibung der Bauarbeiten.
Der Lokalpresse war kürzlich zu entnehmen, dass der ursprünglich angedachte Zeitplan für die Umsetzung von Maßnahmen in 2026 nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Es soll wohl darauf hingewirkt werden, zumindest einen Teilerfolg noch dieses Jahr zu erzielen. Wie gut die Chancen darauf stehen, kann ich aktuell nur schwer einschätzen.
Alles anzeigenBahnhof Kastel: Barrierefreiheit rückt in weite Ferne
Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden | 10. Februar 2026
Die Landeshauptstadt Wiesbaden kritisiert die wiederholten Versäumnisse der DB InfraGo bei wichtigen Infrastrukturvorhaben in der Stadt und fordert deutlich mehr Verlässlichkeit bei Planung und Umsetzung. Erst nach mehrmaliger Nachfrage hat das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn nun der Stadtverwaltung gegenüber bestätigt, dass sich der für 2026 angekündigte barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Kastel erneut verzögern wird.
„Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Querelen bei der Wallauer Spange und dem Neubau der Bahnsteige am Ländchesbahn-Haltepunkt Igstadt ist diese Verzögerung nicht weiter tragbar. Die wichtigsten Projekte und Maßnahmen der DB InfraGO in Wiesbaden sind seit Jahren im Verzug. Das ist für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr hinnehmbar“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol.
Am stark frequentierten Bahnhof Kastel wird der barrierefreie Ausbau nun offensichtlich erneut um mehrere Jahre verzögert. Nach ursprünglicher Planung sollte dieser bereits 2022 barrierefrei ausgebaut werden. Tatsächlich wurden 2022 lediglich neue Blindenleitstreifen verlegt sowie eine Treppenanlage inklusive Handlauf erneuert. Die für die Barrierefreiheit zentralen Aufzüge fehlen bis heute, weil damals Gleissperrungen (sogenannte Sperrpausen) nicht im notwendigen Umfang zur Verfügung standen. „Bereits im Zuge der letzten Verschiebung 2022 haben wir der Deutschen Bahn deutlich gemacht, dass die damals angekündigte Verzögerung bis ins Jahr 2026 bei diesem für die Städte Wiesbaden und Mainz so wichtigen Bahnhof für uns nicht akzeptabel ist“, sagt Kowol. „Dass hier nun erneut eine mehrjährige Verzögerung im Raum steht, lässt sich den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt schlichtweg nicht mehr erklären. Da hilft es auch nicht wirklich, dass die Deutsche Bahn uns in Aussicht stellt, unter Umständen zumindest den Aufzug am Hausbahnsteig noch 2026 verwirklichen zu können.“
Vor dem Hintergrund der bisherigen Abläufe ist aus Sicht der Stadt zu befürchten, dass ein barrierefreier Ausbau des Mittelbahnsteigs frühestens gegen Ende des Jahrzehnts – etwa um das Jahr 2029 – verwirklicht sein könnte, auch wenn die Bahn hierzu bislang keine belastbare Zeitangabe macht.
Kastel ist der mit Abstand zweitwichtigste Bahnhof in Wiesbaden und ein zentraler Knoten für den gesamten Ballungsraum Mainz-Wiesbaden – hier nutzen täglich rund 9.000 Fahrgäste die Züge. „Dass es der Deutschen Bahn trotz dieses Fahrgastaufkommens seit Jahren nicht gelingt, eine barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige zu verwirklichen, ist für uns gerade mit Blick auf mobilitätseingeschränkte Menschen, auf Familien mit Kinderwagen und die vielen Pendlerinnen und Pendler nicht nachvollziehbar“, betont Kowol.
Wallauer Spange und Bahnhof Igstadt: Schlüsselprojekte der DB InfraGo stocken
Über die aktuelle Diskussion über die Wallauer Spange, einem der wichtigsten Schienenprojekten der Rhein-Main-Region, wurden in den letzten Tagen bereits ausführlich berichtet. Und auch bei weiteren Vorhaben läuft es mit der DB InfraGo unzufriedenstellend. So hat die Stadt Wiesbaden beim Bahnhof Igstadt seit Planungsbeginn immer darauf bestanden, dass der seitens der Deutschen Bahn favorisierte Mittelbahnsteig neben einer Zuwegung aus Richtung Westen zwingend auch aus dem östlich gelegenen Ortskern direkt erreichbar sein muss. Nach Abschluss der Planung und erfolgreich verlaufenem Planfeststellungsverfahren teilte die Bahn der Landeshauptstadt allerdings mit, dass eine östliche Zuwegung nun aufgrund mittlerweile geänderter bahninterner Richtlinien nicht mehr umgesetzt werden könne. Stattdessen solle der Mittelbahnsteig entweder nur noch von Westen her erreichbar sein oder alternativ erneut Außenbahnsteige geplant werden: Letzteres würde jedoch eine zusätzliche Verzögerung von etwa drei Jahren bedeuten.
„Wenn nach jahrelanger, gemeinsam erarbeiteter Planung plötzlich interne Richtlinien geändert werden und damit über Jahre abgestimmte Lösungen einseitig verworfen werden, ist das auch für die betroffenen Stadtteile kaum vermittelbar“, so Kowol. „Auch in den Vororten brauchen wir verlässliche Zusagen der Bahn, damit die Menschen das Vertrauen in den Schienenverkehr nicht endgültig verlieren.“
Stadt fordert verlässliche Perspektive
Die Stadt Wiesbaden macht deutlich, dass sie die strukturellen Engpässe im Schienennetz und die gesetzlichen Vorgaben für Sperrpausen anerkennt, jedoch von DB InfraGo ein Vielfaches mehr an Stringenz, Verlässlichkeit und interner Abstimmung für die Projekte im Wiesbadener Raum erwartet. „Wir wissen, dass das Netz hoch belastet ist und jede Baumaßnahme sorgfältig koordiniert werden muss“, sagt Kowol. „Aber wenn uns bei nahezu jedem größeren Vorhaben plötzlich über unvorhergesehene neue Hürden aus den DB-eigenen Verwaltungsabläufen berichtet wird, im Anschluss Termine kippen und Zusagen verschoben werden, leidet am Ende das Vertrauen in die Bahn insgesamt. Es reicht jetzt: Wir brauchen verlässliche Zeitpläne, transparente Entscheidungen und eine klare Priorität für die Projekte in Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet“
Die Landeshauptstadt kündigt an, die Anliegen der Fahrgäste weiterhin mit Nachdruck gegenüber DB InfraGo, dem Bund und den zuständigen Fachbehörden zu vertreten und eine verbindliche Perspektive für die Wallauer Spange, den Bahnhof Igstadt und den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Kastel zu erwirken.
Grundsätzlich wäre es kein Problem den Mittelbahnsteig mit Hilfe des bestehenden Bahnübergangs barrierefrei zu bekommen.
😌
Aber ich denke dafür braucht es dann eine separate Aufsicht.
Grundsätzlich wäre es kein Problem den Mittelbahnsteig mit Hilfe des bestehenden Bahnübergangs barrierefrei zu bekommen.
Und dann sollen auf Barrierefreiheit angewiesene Menschen eine Viertelstunde oder mehr zusätzlich einplanen, bloß um sicher den Bahnsteig erreichen zu können?
Das mag ja bei einer Bimmelbahn eine praktikable Lösung sein, aber nicht bei der hohen Zugfolge auf dieser Strecke.
Davon abgesehen wäre es ein Umbau der bestehenden Anlage, was meines Wissens nicht mehr erlaubt ist.