80 Jugendliche und junge Erwachsene ohne Maske und Fahrtausweis in einem Zug bei Lüneburg greifen Zugpersonal und Bundespolizei an

  • Hier zur Nachricht bei der Berliner Morgenpost:

    https://www.morgenpost.de/verm…bedrohen-Zugpersonal.html


    Bei dem Vorfall handelte es sich um AkivistInnen einer kurdischen Jugendbewegung, die von einem Protestcamp bei Lüneburg zurück nach Hamburg fahren wollten.


    In dem Bericht wird später auch auf politische Kritik an dem Polizeieinsatz eingegangen. Für mich sind die angesprochenen Gründe fehlender Fahrscheine und Mitgliedschaften in verbotenen Bewegungen der PKK weniger relevant als die fehlenden Masken und die von der Gruppe ausgehende Drohung von Gewalt. Fehlende Fahrscheine können durch nachbezahlt werden und mit Geldstrafen und gemeinnütziger Arbeit geahndet werden. Ob die PKK - deren Einschätzung vorrangig auf eine üble Diktatur zurückgeht - verboten gehört, ist hier in diesem Rahmen kein Thema. Aber Gewalt und die mögliche Verbreitung der Pandemie sind absolute No-Gos und können für Betroffene üble Folgen haben. Und schaden natürlich auch insgesamt der Wahrnehmung des öffentlichen Verkehrs.

  • Das (gesamtes Verhalten) hätte mal eine Aktivistengruppe deutscher Staatsangehöriger in einem Zug in der Türkei bringen sollen... aber hierzulande flennt sofort die Linke wieder rum und "kritisiert den Polizeieinsatz". Aha... soll ich daraus schließen, dass laut der Linken sämtliche Anarchos der Welt hierzulande tun und lassen dürfen, was immer ihnen gerade in den Sinn kommt? Danke, sehr aufschlussreich...


    Wenn es die so stört, können sie ja gleich mal damit anfangen, EBE für alle zu bezahlen, plus sämtliche Kosten der entstandenen Zugverspätung (eventuelle Maluszahlungen des EVU an den Besteller, Fahrgastrechte aller Art der anderen betroffenen Reisenden, ...), plus eventuelle Verdienstausfälle Zugpersonal (falls betroffen), plus eventuelle Lohnfortzahlungen an alle Betroffenen, wenn die wegen des Verhaltens dieser Gruppe jetzt in Quarantäne müssen oder gar angesteckt wurden... wünsche frohes Blechen. Aber nein, wir lassen uns doch gerne im eigenen Land auf der Nase rumtanzen, nicht wahr, "liebe" Linke? Und falls ihr euch auf die DDR-Tradition beziehen wollt: das MfS wäre mit solchen Gruppen noch deutlich weniger zimperlich umgegangen.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Ich frage mich nur, ob die gleiche Kritik gekommen wäre, wenn die Gruppe einer Gesinnung gewesen wäre, die z.B. kürzlich vor dem Reichstag aufgefallen war.

    Der Mensch neigt nun mal zu subjektiven Einschätzungen. Dadurch wird ein Verhalten als "gut" oder "schlecht " einsortiert, je nach dem, "wer " sich so verhält.

  • Bei dem Vorfall handelte es sich um AkivistInnen einer kurdischen Jugendbewegung, die von einem Protestcamp bei Lüneburg zurück nach Hamburg fahren wollten.

    Wie blöd kann man nur sein. Ihrer "Sache" haben die Aktivisten sicherlich keinen guten Dienst erwiesen.

    Schwarz fahren und keine Maske tragen, trägt gaaaanz bestimmt zur Akzeptzanz der Kurden seitens der Türkei bei.:rolleyes:

    Völlig überflüssige und bescheuerte Aktion der Gruppe.

  • für mich sind die angesprochenen Gründe fehlender Fahrscheine und Mitgliedschaften in verbotenen Bewegungen der PKK weniger relevant als die fehlenden Masken und die von der Gruppe ausgehende Drohung von Gewalt.

    Was Androhung oder Ausübung von Gewalt angeht, stimme ich Dir zu, das wiegt schwerer als schwarzfahren.


    Aber sowohl das Schwarzfahren, bei dem ein nachweisbarer wirtschaftlicher Schaden, welcher durch die Allgemeinheit getragen werden muß, als auch die Mitgliedschaft in verbotenen, mindestens terrornahen Bewegungen, ist definitiv ein größerer Kritikpunkt, als die hypothetische Möglichkeit, vielleicht irgendwen anzustecken, falls irgendwer das Virus in sich tragen könnte und gleichzeitig noch in der Phase ist, wo er vielleicht so viel Viren ausscheiden würde, die jemand anderes, der vielleicht zu dicht dran ist, möglicherweise aufnehmen könnte, wo es eventuell zu einer Infektion kommen könnte, die eventuell mit Symptomen oder unwahrscheinlicherdings tödlich endet.


    Ganz schön viele Konjunktive, gell?


    Ich will hier keine Diskussion über Sinn oder Unsinn von Masken oder der Pflicht losbrechen, ich weiß, daß wir hier ein paar Hardliner sich fühlen, als hätten sie die uneingeschränkte Meinungshoheit und abweichende Meinungen unerwünscht sind. Aber Deine Relation der verschiedenen Punkte zueinander verwundert mich doch sehr.


    Wie blöd kann man nur sein. Ihrer "Sache" haben die Aktivisten sicherlich keinen guten Dienst erwiesen.

    Schwarz fahren und keine Maske tragen, trägt gaaaanz bestimmt zur Akzeptzanz der Kurden seitens der Türkei bei.

    Jetzt mal im Ernst, glaubst Du, daß das in der Türkei irgendwen juckt, ob hier ein paar Jugendliche sich in einem Protestcamp echauffieren und auf dem Heimweg sich auf die eine oder andere Art daneben benehmen? Würde mich doch arg wundern. ;)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Starkstrom auf TürklinkenIch frage mich nur, ob die gleiche Kritik gekommen wäre, wenn die Gruppe einer Gesinnung gewesen wäre, die z.B. kürzlich vor dem Reichstag aufgefallen war.

    Wenn die Gruppe dazu gehört hätte, hätte die das masken- und fahrscheinlose Gruppenfahren vorher angekündigt und wäre erst gar nicht von der Zugbegleiterin behelligt worden, weil sie schon von vorne herein gewusst hätte, dass sie nur mit Glück unverletzt wieder rauskäme. Aber hätte, heule, die-Ausländer-dürfen-alles-Keule.

    aber hierzulande flennt sofort die Linke wieder rum und "kritisiert den Polizeieinsatz". Aha... soll ich daraus schließen, dass laut der Linken sämtliche Anarchos der Welt hierzulande tun und lassen dürfen, was immer ihnen gerade in den Sinn kommt?

    Nein, du solltest daraus schließen, dass die Linke hier exakt einen großen Bruch mit der Tradition der DDR vornimmt und Polizeiarbeit kritisch hinterfragt. Weißt schon: das, wofür man im Land deiner Jugend nach Bautzen gekommen wäre.


    Der Artikel in der Morgenpost erzählt leider nichts darüber, warum die Linke den Einsatz kritisiert. Es mag dafür vor einer Verurteilung der Linken und dem herbeifantasieren von auf-der-Nase-heuimgetanze sinnvoll sein, zu recherchieren, was die Hintergründe dafür sind. Kurz gesagt: die Linke bezweifelt nach Augenzeugenberichten die offizielle Version der Polizei.


    Nun mag man der Meinung sein, die Polizei habe immer Recht und würde niemals Einsätze eskalieren, und dies in Frage zu stellen wäre staatszersetzend, aber dann viel Spaß beim recherchieren nach Starkstrom auf Türklinken oder einen SEK-Einsatz in Treuenbrietzen.


    Oder man hört sich widersprechende Geschichten und will der Sache auf den Grund gehen. Da es bei der Polizei keine unabhängige Ermittlungsstelle gibt: wie soll das gehen außer über einn parlamentarischen Vorgang?


    Vielleicht ist die Geschichte der Polizei richtig, vielleicht fehlen wichtige Details. Waren vorherige Fahrten denn wirklich mit Polizeigeleit und für manche geduldet fahrscheinlos? Wann fingen Feindseligkeiten und Beleidigungen wirklich an, an welcher Stelle waren erstmal „nur“ Missverständnisse? Ich weiß es nicht. Aber man sollte wenigstens über beide Versionen informiert sein, bevor man Totalitarismus-Mentalität fordert (nämlich: Polizeiarbeit darf nicht hinterfragt werden) und gleichzeitig diejenigen, die sich antitotalitär verhalten, in die Totalitarismusecke stellt.

  • Die Art wie die Polizei antritt hängt auch sehr von der Meldung ab die sie fernmündlich bekommt.


    In der MoPo liest sich, dass wohl das erste Aufgebot nicht gereicht hat und Verstärkung nachkam.

    Von Seiten der Linke wird was an Kritik vom Einschränken des Demonstrationsrechtes geschrieben, aber

    es steht in der MoPo, dass die Demonstration schon Tage zuvor war.....also Abreise von Demo? Das

    wäre schon mal keine Einschränkung des Demorechts....

    80+ Personen ohne Fahrschein die keine Lust auf Fahrpreisnacherhebung hat - wie soll man sowas

    angehen? Und dann auch weiter abwickeln? Alle auf einmal wieder losmarschieren lassen? Ich vermute

    mal, dass die lange Dauer auch damit zusammenhängen könnte, indem man in kleinen Mengen Personen

    weggeschickt hat, dass die erst mal weiterreisen. [Gruppe auflösen] Und auch wird nur eine kleine Gruppe die

    Personalien aufnotiert, abgefragt haben, damit die Übersicht behalten wird auch für den Berich später, der

    erstellt wird. (macht wahrscheinlich das Zweiterteam was zu erst vor Ort war)

    Nur mal eine kleine Rechnung - wenn die Abfrage einer Person per Computer (also auf Wache anrufen, Daten

    durchgeben, warten auf Rückmeldung, etc.) 2 Min braucht, dann ist man bei 80+ P schon bei gut 3 Stunden Dauer.....

    [wg "stundenlanges Festhalten" als das was die Linke erklärt haben möchte]

    Der Ort wo das war ist Pampa: https://osm.org/go/0G9y7pep-- da gibt es nicht so viele Abreisemöglichkeiten.


    Ach ja...hier die PM der BPol:

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70246/4703541

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  • Ugh, Darkside , there's so much wrong with this.

    Die Art wie die Polizei antritt hängt auch sehr von der Meldung ab die sie fernmündlich bekommt.

    Wenn es auch davon abhängt, wie sie dann nach dem Antritt auftritt, ist das ein Problem. Besonders in aufgeheizten Situationen muss sich eine gute Polizei deeskalierend verhalten.

    Von Seiten der Linke wird was an Kritik vom Einschränken des Demonstrationsrechtes geschrieben, aber

    es steht in der MoPo, dass die Demonstration schon Tage zuvor war.....also Abreise von Demo? Das

    wäre schon mal keine Einschränkung des Demorechts....

    Stimmt, die vergangenen Demonstrationen werden durch eine polizeiliche Handlung nicht retroaktiv eingeschränkt. Eines der Probleme mit dem MoPo-Artikel ist, dass eben verschwiegen wird, wohin die Gruppe unterwegs war: zu weiteren Demonstrationen in Winsen und Harburg. Hättest du die PM der Linken gelesen, wüsstest du das.

    Huh. Die Personen wollten Fahrscheine nachlösen. Warum muss eine Gruppe aufgelöst werden? Warum können 302 Beamt*innen nicht, sagen wir, jeweils 10 Leute gleichzeitig überprüfen? Dann bräuchte man für eine Überprüfung von 80 Personen noch 20 Minuten, nach deiner Rechnung. Und selbst wenn jede*r Überprüfte von 10 Beamt*innen gesichert würde, hätte man noch 202 Beamt*innen, die um die verbleibenden 70 eingekesselten Menschen herumstehen könnten. Du schreibst, nur eine kleine Gruppe Beamter sollte die Personalien aufnehmen, weil die Übersicht sonst fehle?


    Wenn dem so wäre, muss man sich ernsthaft fragen, ob die drei Hundertschaften, die da angekommen sind, wirklich von der Polizei war oder einfach nur aus bewaffneten (und gewaltbereiten?) Idioten bestand. (Ich kenne die Antwort nicht und unterstelle nichts; ich ziehe es nur in Betracht.) Wenn niemand bei einem solchen Polizeieinsatz die Aufnahme von Personalien koordinieren kann und zwei Gruppen Menschen (mit schon kontrollierten und noch zu kontrollierenden) formen und sichern kann (mit, nochmal, 3½ Beamt*innen pro Fahrgast), läuft gehörig was schief.


    Und das sollte Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen sein.

  • Gruppen gemeinsamer (egal welcher) Gesinnung verhalten sich in Konfrontation mit der Polizei oft nicht kooperativ bzw. neigen zu einer Dynamik, und wenn es bloß einzelne Störer sind, die von den anderen toleriert werden. Das macht es jedenfalls unverhältnismäßig schwerer, Gruppen zu bestimmen (z. B. nicht/schon kontrolliert) und die Übersicht zu behalten. Auch das sollte man bedenken, wenn es tatsächlich darum geht, so objektiv wie möglich aufzuklären. Nicht als Grund, warum eine bessere Lösung nicht geeignet wäre (!), sondern nur als Erinnerung, warum manches leichter gesagt ist als getan.


    Vor allem wird das Missverständnis wegen der Fahrkarten zu klären sein, ob die kostenlosen Fahrten hier überhaupt in Frage gekommen wären und warum die bisher "enge" Koordination von beiden (!) Seiten aus scheiterte. Da man hinterher viel erzählen kann, sollten in einem solchen Fall so schnell wie möglich Beweise hinzugezogen werden, und es gibt ja allein schon in den Zügen viele Kameras... von Handyaufnahmen, soweit eindeutig dem Vorfall zuzuordnen, ganz abgesehen.



    P. S. und OT: Ein Wort wie "Person" ist per Definition geschlechtsneutral, obwohl der Artikel feminin (!) ist – warum kann man nicht die Definition all der anderen Bezeichnungen dahingehend erweitern, dass sie ebenso neutral sind, auch wenn der Artikel maskulin ist? Gleichberechtigung sollte das Leben für alle einfacher und angenehmer machen. Wenn sie die grundlegenden Definitionen sowie damit die Haltung der Menschen unangetastet lässt, aber stattdessen nur auf sprachlicher Ebene den Lesefluss mit Sonderzeichen beeinträchtigt und damit Dinge komplizierter macht, ist das für mich der falsche Weg. Verfasst im Wissen um das Risiko, dadurch eine nicht mit meiner tatsächlichen übereinstimmende Haltung unterstellt bekommen zu können...

  • MdE , ich stimme dir bei fast allem (was on-topic ist, aber den Rest diskutieren wir woanders) zu, aber bei vier Leuten der Staatsgewalt pro Gruppenmitglied scheint mir „können die nicht auseinanderhalten und müssen deswegen seriell kontrollieren“ nach wie vor ein Zeichen von mangelhafter Einsatzleitung.

  • Selbst wenn bei 10 parallel vor Ort die Personalien aufgeschrieben werden und überprüft werden

    sollen - die gleiche Anzahl an Telefonpartnern werden auch auf der Wache benötigt....


    Ich hab mal über den Text der Linken gelesen....

    ...interessant finde ich den Satz, dass die Demoteilnehmer (in Begleitung der Polizei) kostenlos fahren....

    Woher kommt den der Anspruch ohen Ticket spazieren zu fahren?!


    Aber insgesammt liegt die Wahrheit wenn irgendwo in der Mitte - das was da der Linke geschrieben

    basiert auch nur weitesgehend auf Hörensagen - seitens der Reisegruppe. Die werden mit Sicherheit

    nichts äussern was die selbst negativ aussehen lässt. Auch hat der Zug einen planmäßigen Halt in

    Bardowick - somit kein unplanmäßiger Halt bzw 'Notstopp'. [=Fake News] (Danach fuhren alle Züge die

    dort halten sollten erst mal durch). Eine Neutrailtät des Textes ist alleine durch Wörter wie "Terroristen-

    Denunzierung" nicht gegeben und sonst hinterlässt der Text bei mir den Eindruck, dass der Schreiber

    generell Vorurteile gegen die Polzei an sich hat.

    Von Beobachtungen bei Fussballveranstaltungen am Bf Sportfeld habe ich bisher nur gesehen, dass

    die Polizei in einer Gruppe rein und sich Personen geschnappt hat, wenn diese Randale gemacht hat

    (zB Flaschenwurf auf gegenerische Fans) - willkürliches drauf los ist mir da bisher nie aufgefallen (wobei

    ich so weit es geht zu denen Zeiten Sportfeld zu vermeiden - geht aber nicht immer - sind somit nur sehr

    wenige Beobachtungen im Laufe der Jahre)

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  • Solange man in Deutschland nur einen Computer hat, der auf das System zugreifen kann (bei dem aktuellen Stand der Digitalisierung durchaus vorstellbar), können natürlich Identitätsabfragen nur nacheinander geschehen. Vielleicht sollte man da mal investieren.


    Warum die Demoteilnehmenden nun vorher kostenlos fahren durften, ist eine interessante Frage; die Gruppe hat allerdings keinen Anspruch darauf erhoben. Sie hat stattdessen, als klar wurde, dass das bisherige Verfahren nicht mehr angewendet werden konnte, versucht, durch Nachlösen den Missstand zu beheben. Inwiefern es schlau war, ohne Polizeigeleit fahrscheinlos fahren zu wollen, auf welche Art und Weise wer aus der Gruppe und zu wievielt mit der Zugbegleiterin verhandelt hat oder nicht, sind andere Fragen. Weder ich noch die PM der Linken sagt „die Reisegruppe hat alles richtig gemacht und die Zubine und die Polizei sind an allem Übel in der Welt schuld“.


    Was die Planmäßigkeit des Haltes angeht: Gut! Darkside und ich sind uns also einig, dass die Polizei Fake News verbreitet:

    In Folge dessen stoppte der Betreiber den Zug am Bahnhof in Bardowick.

    Die MoPo formuliert ähnlich:

    Als der Zug wegen der aggressiven Gruppe im Bahnhof Bardowick stoppte,

    Vielleicht ist das eher in allen drei Quellen schlecht formuliert und nicht als fake news einzuordnen. A propos: Welcher Zug war das genau? Weder MoPo noch Polizei sagen irgendwas darüber, außer „wird von Metronom betrieben“; Linke sagt „war ein RE“, was darauf hindeutet, dass es keinen planmäßigen Halt gegeben haben könnte, allerdings wissen wir alle, dass diese eisenbahntechnischen Details wohl letztlich nicht exakt verifiziert wurden.


    Nun ist bei einer Auseinandersetzung über einen Polizeieinsatz auch die Polizei nicht neutral, und diejenigen, die die Polizei kritisieren, auch nicht. Was sagt uns das dann?


    Wenn du, Darkside , Bilder davon sehen willst, wie die Polizei willkürlich auf alle Mitglieder einer Gruppe geht, auch wenn nur von manchen eine (oft eingebildete) Gefahr ausgeht, hier Stichworte zum Selbststudium: "Stuttgart Schlossgarten 2010" "G20 Schwarzer Block" "Blockupy Frankfurt" "Seebrückendemo Frankfurt 2020 März". Triggerwarnung.

  • Der RE fährt um 09:28 ab - und ist bis auf paar Min Verspätung bis Hamburg durchgefahren.

    Die RB mit allen Halten ist um 09:32 ab - und ist in Bardowick verendet.


    Von den ganzen Filmaufnahmen gibt es kaum welche die

    -ungeschnitten sind (man sieht mal was Minuten vorher alles passiert ist)

    -mit deutlichem Ton wo man Einzelrufe von Personen hört und Umgebungsgeräusche (-> Beleidungen/Einschlag von Gegenständen)

    -hohe Auflösung haben, um Details zu erkennen (fliegende Schottersteine erkennt man meist wegen Grösse in Kombination mit Bewegung kaum/nicht)

    -möglichst wenig toten Winkel (viele Aufnahmen sind von ausserhalb - Polizei verdeckt den schwarzen Block dahinter)


    Deswegen lasse ich mich von denen kaum beeinflussen


    BTW: Die Sachschäden und Plünderungen in Hamburg an Geschäften lässen sich sicherlich nicht auf die Polizei als Verursacher zurückführen....

    [in irgendeinem Song heisst es doch "Gewalt erzeugt Gegengewalt"....]

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    Einmal editiert, zuletzt von Darkside ()

  • Der RE fährt um 09:28 ab - und ist bis auf paar Min Verspätung bis Hamburg durchgefahren.

    Die RB mit allen Halten ist um 09:32 ab - und ist in Bardowick verendet.

    Danke.

    Zitat

    [in irgendeinem Song heisst es doch "Gewalt erzeugt Gegengewalt"....]

    Die Polizei ist nicht irgendwer. Die Polizei ist nicht Subjekt des Ärzte-Songs. Wenn du hiermit sagen willst, dass die Polizei, wenn sie geärgert und/oder angegriffen wird, einfach ohne Unterschied auf alle Umstehenden einprügeln darf, dann brauchen wir hier nicht weiterzudiskutieren. Wenn nicht, dann bitte erläutere dein BTW.

  • Wenn Steine/Flaschen ähnliches von Demonstranten (waren ja eher Hooligans als Demonstranten die in Hamburg zwecks Randale mit in die Demos rein sind und extra dafür angereist sind) auf die Polizei aussenherum fliegt ist es nicht wunderlich, dass die Polizei dann auch härter gegen geht.

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  • […]ist es nicht wunderlich, dass die Polizei dann auch härter gegen geht.

    Nein, verwunderlich nicht. Da sind wir uns einig. Aber in Ordnung? Und „härter“ schön und gut, aber gegen Unbeteiligte? Gut aber, dass wir uns nun einig sind, dass die Polizei sich manchmal anders verhält als das, was du in Sportfeld bisher beobachtet hast. Mehr wollte ich nicht sagen.


    Ok, nun kommen wir langsam weit weg von Bardowick. (Wenigstens thematisch – lasst uns bitte nicht die Entfernung nach Hamburg messen.) Was bleibt?


    Eine Gruppe von Demonstrant*innen hatte mit der Polizei kooperiert, aus unbekannten Gründen wurde die Kooperation beendet. Absprachen, die während der Kooperation galten, wurden von der Gruppe weiterhin als gültig angesehen. Die Zugbegleiterin wusste davon nichts; Versuche, das Problem durch nachlösen zu klären, wurde abgelehnt. Es wurde aggressiv, Polizei wurde hinzugezogen (diese wartete in Bardowick am Bahnsteig). (Das alles übrigens in 6 Minuten Fahrzeit.) Die Stimmung war nun aggressiv und es kamen am Ende 3 Hundertschaften, um der Situation Herr zu werden; es gab Übergriffe und Verletzungen; nach unterschiedlichen Angaben scheinbar auf beiden Seiten. (Wer hat noch bemerkt, dass die Polizei nicht schreibt, dass die Verletzungen auf ihrer Seite durch Gewalt aus der Gruppe verursacht wurde?) Die Gruppe wurde festgehalten und konnte die zwei geplanten Demonstrationen an dem Tag nicht durchführen. Im Nachgang gibt es Kritik am Verhalten der Polizei und an der einseitigen Darstellung der Vorgänge seitens der Polizei, diese geäußert in einer einseitigen Darstellung der Linken und all das aufgeschrieben in einem unvollständigen und vor allem durch die Polizeimeldung beeinflussten Zeitungsartikel.


    Ich sehe da kein „auf der Nase herumtanzen“, sondern saudummes Verhalten gepaart mit ordentlichen Missverständnissen und ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem 1.) Kritik an der Polizei erlaubt ist, 2.) Polizeiliches Verhalten (wenigstens de jure) gerechtfertigt werden muss und 3.) Demonstranten mehr Rechte haben als z.B. Kurd*innen in der Türkei.

  • Ich glaube nicht, dass bei Ankunft in Bardowick schon Polizei vor Ort war. Die wird erst im Laufe der

    Zeit dort erschienen sein. Wenn das so gewesen wäre, wäre das wohl auch in der PM erwähnt gewesen.

    Es gibt sehr seltene Fälle, dass eine Streife mal direkt vor Ort ist - aber das ist dann meist der Aufnahme

    von Vandalismusschäden geschuldet.

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  • Ich glaube nicht, dass bei Ankunft in Bardowick schon Polizei vor Ort war.

    Stimmt, steht so auch nur im Zeitungsartikel, die Polizei sagt nichts darüber und die Linke sagt, die Polizei sei später gekommen. Das macht auch mehr Sinn. Zeigt nur: alle drei Quellen lesen, bevor man eine Angabe aus einer davon glaubt.