Fahrplanwechsel 2020/2021

  • Es gibt zwar noch keine offiziellen Meldungen seitens MVG oder ESWE, allerdings kann man anhand der heute veröffentlichten RMV-Fahrplandaten bereits einige Änderungen im Zuge des anstehenden Fahrplanwechsels am 13.12.2020 erkennen.


    Linie 14

    Die Haltestelle Äppelallee-Center wird zukünftig sonntags nicht mehr bedient. Endhaltestelle ist die Friedrich-Bergius-Straße. Zusätzlich werden die Fahrten dorthin zeitweise verdoppelt, indem die am Biebricher Rheinufer endenden Fahrten der Linie 14 ebenfalls bis zur Friedrich-Bergius-Straße verkehren.


    Linie 28

    Die Linie 28 wird in Mainz vom Goetheplatz über die Haltestelle Goethestraße zur neuen Endhaltestelle Bismarckplatz verlängert. Vermutlich möchte man die Pausenplätze für weitere Fahrten der Linie 67 freimachen.


    Linie 49

    Die Linie 49 wird in Wiesbaden über den Hauptbahnhof hinaus zur Venatorstraße verlängert. Hierbei wird über Freizeitbad und den Südfriedhof gefahren.


    Linie 67

    Ein Großteil der nachmittags am Mainzer Hauptbahnhof endenden Fahrten wird zum Goetheplatz verlängert. Außerdem wird im Hechtsheimer Gewerbegebiet zusammen mit der Linie 69 eine neue Haltestelle "Galileo-Galilei-Straße" bedient.


    Linie 74

    Die Linie 74 wird nach Wiesbaden zum Äppelallee-Center verlängert. Damit fährt seit der Brückensperrung 2015 wieder ein Linienbus über die Schiersteiner Brücke. Die Haltestelle Mombacher Kreisel entfällt vermutlich.


    Linie 76

    Die Linie 76 verkehrt in Richtung Neustadt-Mombach zwischen der Trajanstraße und dem Hauptbahnhof nicht mehr über Hauptbahnhof West, was die Pünktlichkeit erheblich verbessern sollte. Außerdem enden die Zwischentakte nicht mehr am Goetheplatz, sondern bereits offiziell an der Haltestelle Mainstraße.


    Linie X79

    Die Expressbuslinie X79 wird über Niederwalluf hinaus nach Wiesbaden-Schierstein und ins Biebricher Gewerbegebiet verlängert.


    Nightliner Wiesbaden:

    In den Ferien sollen täglich zusätzlich Fahrten um 2 und 3:30 Uhr in die Vororte verkehren.


    Vielleicht findet ihr ja noch mehr :)

    Einmal editiert, zuletzt von FabiMZ ()

  • Die Linien 18 und 45 fahren künftig über die HSK - die 45 fährt dabei etwas umständlich über die bisherige Haltestelle Stegerwaldstraße rechts zur Haltestelle Willi-Werner-Str. zur HSK und weiter wie die 23. Die 18 fährt wie gehabt bis Willi-Werner-Str. und dann statt zum Veilchenweg über HSK - Märchenland ebenfalls, aber dann die Freudenbergstr. Gerade raus runter. Die Haltestelle Veilchenweg entfällt.

  • Anbei die offizielle Meldung der MVG Mainz:


    https://www.mainzer-mobilitaet…hrplanwechsel-am-13122020


    Nun entsteht mal wieder die sehr unschöne Situation, dass 2,5 Wochen vor dem Fahrplanwechsel die aktuell noch gültigen Fahrpläne nicht mehr aufrufbar sind, da sie bereits durch die neuen Fahrpläne ersetzt wurden...

    Interessant. Im Kreis Offenbach ist es genau andersherum. Die neuen Fahrpläne kommen meistens erst im Januar.

  • Anbei die offizielle Meldung der MVG Mainz:


    https://www.mainzer-mobilitaet…hrplanwechsel-am-13122020


    Nun entsteht mal wieder die sehr unschöne Situation, dass 2,5 Wochen vor dem Fahrplanwechsel die aktuell noch gültigen Fahrpläne nicht mehr aufrufbar sind, da sie bereits durch die neuen Fahrpläne ersetzt wurden...

    Den Stundentakt ab 10 Uhr auf der 59 hätte man sich eigentlich auch sparen können, zumindest erkenne ich den Grund dahinter nicht.

  • Fahrplanänderungen


    gültig ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020

    Der Fahrplanwechsel 2020/2021, der am zweiten Sonntag im Dezember stattfindet, bringt eine Reihe von Angebotsoptimierungen im Wiesbadener Linienverkehr mit sich. Zu den wichtigsten Änderungen, die am 13. Dezember 2020 in Kraft treten, zählen Linienwegverlängerungen und Taktverdichtungen auf den Linien 14, 28, 37 und 49.

    Wegen der starken Fahrgastnachfrage werden an Sonn- und Feiertagen die bisher am Rheinufer endenden Fahrten zwischen 12:00 und 20:00 Uhr über die Siedlung Parkfeld bis zur Haltestelle Friedrich-Bergius-Straße verlängert, sodass auf dem Streckenabschnitt Rheinufer – Friedrich-Bergius-Straße ein 15-Minuten-Fahrtentakt entsteht.

    Die Haltestelle Äppelallee-Center wird an Sonn- und Feiertagen nicht mehr angefahren; die Haltestelle Friedrich-Bergius-Straße ist somit sonn- und feiertags nun der Start- und Zielpunkt aller Fahrten.


    Am Gewerbegebiet Eppstein-West wird in Fahrtrichtung Bremthal eine neue Haltestelle namens Bremthal Gewerbegebiet West eingerichtet, diese wird von allen Fahrten bedient. Zugleich wird die bereits seit einigen Jahren innerhalb des Gewerbegebiets existierende Haltestelle gleichen Namens in Fahrtrichtung Naurod mit allen Fahrten angebunden.


    Der Fahrtweg der Wiesbaden-Mainzer Gemeinschaftslinie 28 wird verlängert: In Mainz enden alle Fahrten nun am Bismarckplatz statt wie bisher bereits am Goetheplatz.


    Wegen des hohen Fahrgastaufkommens wird montags bis freitags im Nachmittagsverkehr der Fahrtentakt auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und der Haltestelle Venatorstraße in Bierstadt verdichtet: Statt des bisherigen 15-Minuten-Takts wird zwischen 16:00 und 18:00 Uhr nun ein 10-Minuten-Takt angeboten.

    Zudem finden montags bis freitags im Nachmittagsverkehr zusätzliche Fahrten auf dem Streckenabschnitt Bierstadt – Erbenheim (in beiden Fahrtrichtungen) statt. Dies führt zu einer Stärkung des Tangentialverkehrs.


    Der Linienweg der stets montags bis freitags verkehrenden Linie 49 wird erheblich erweitert: Zur bisherigen Fahrtstrecke Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken – Hauptbahnhof kommt ein östlicher Streckenabschnitt in Richtung Bierstadt neu hinzu. Auf diesem neuen Abschnitt werden vom Hauptbahnhof aus die Haltestellen Welfenstraße, Weidenbornstraße/JUVZ, Freizeitbad/Velvets-Theater, Kriemhildenstraße, Südfriedhof, J.-F.-Kennedy-Straße, Raiffeisenplatz, Zieglerstraße, Poststraße und Venatorstraße bedient (in der Gegenrichtung wird statt der Haltestelle Freizeitbad/Velvets-Theater die Haltestelle Hasengartenstraße angefahren). Die Fahrten auf dem neuen Abschnitt finden in einem 30-Minuten-Takt bis circa 18:30 Uhr statt; morgens zwischen circa 7:00 und circa 9:00 Uhr wird sogar ein 15-Minuten-Takt angeboten.


    Die bisherigen Einsatzwagen-Fahrten (E-Wagen) zwischen dem Hauptbahnhof und Bierstadt werden in die erweiterte Linie 49 integriert. Diese Fahrten finden also nicht mehr unter der Bezeichnung „E“, sondern unter der Liniennummer 49 statt. Der seit August 2019 existierende westliche Streckenabschnitt des Linienwegs der Linie 49 bleibt unverändert bestehen: Er führt vom Hauptbahnhof über den 1. Ring, die Schiersteiner Straße, die „Kahle Mühle“ (P+R-Parkplatz) und die Erich-Ollenhauer-Straße zu den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken.

    Mit der Erweiterung des Linienwegs der Linie 49 entsteht eine neue, tangentiale Ost-West-Direktverbindung zum Hauptbahnhof. Der Fahrtweg erreicht zudem große, wichtige Wiesbadener Arbeitsstätten am Raiffeisenplatz, in der Konradinerallee, am Hauptbahnhof, in der Schiersteiner Straße und an den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken.

  • Witzigerweise verschweigt die ESWE die Wiedereinführung einer Buslinie über die Schiersteiner Brücke, dabei wollten die beiden Verkehrsbetriebe doch verstärkter zusammenarbeiten oder sogar fusionieren (was denke ich vom Tisch ist). Auf jeden Fall werden wir auf der Linie 74 wohl kein ESWE-Fahrzeug sichten können. Mal schauen, ob die Verbindung auf dem Netzplan angedeutet wird...

  • Begründung der ESWE war bei Facebook "Ist nicht unsere Linie, daher veröffentlichen wir dazu keine Infos".


    Ja nun... 🙄


    Immerhin an den Schildern am Äppelallee-Center und an der Friedrich-Bergius-Str. steht sie inzwischen dran.

  • Begründung der ESWE war bei Facebook "Ist nicht unsere Linie, daher veröffentlichen wir dazu keine Infos".

    Deswegen verlinkt man auch besser die Kommunikation der zuständigen LNO anstatt des leistungserbringenden VU, aber wer ist das eigentlich in Wiesbaden?

  • Augabenträgerorganisation ist der Magistrat der Stadt Wiesbaden Dezernat V – Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr.

    Haben die überhaupt eine eigene (für Fahrgäste relevante und auffindbare) Webseite oder haben die tatsächlich die Kommunikation mit den Fahrgästen an die ESWE ausgelagert?

  • You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • Danke für die Auflistungen!


    Mainz

    Etwas "enttäuscht" bin ich über den Fahrplanwechsel in Mainz, hier kommt im Prinzip nichts Neues. Die Schiersteiner Brücke wird zwar wieder vom ÖPNV genutzt, aber das war schon bis vor fünf Jahren Standard, damals sogar mit Bedienung durch zwei Linien, mit Samstagsverkehr (wenn ich mich richtig erinnere) und mit Direktverbindungen bis in die Wiesbadener Innenstadt. Außerdem wurde die Fortführung nicht umgehend mit Öffnung der Anschlussstelle Mombach umgesetzt, wie einst angekündigt. Nun gut, seien wir froh, dass Mombacher und Gonsenheimer jetzt schneller und einfacher zum Einkaufen an die Äppelallee kommen als bspw. zu Mainzer Geschäften wie Kaufland, den Gutenberg-Center oder Möbel Martin. ;)


    Was die anderen Anpassungen betrifft, hätte ich es neben der Verlängerung der 28 sinnvoll gefunden, wenn die in der Neustadt endenden Busse der 70/76 bis zum Bismarckplatz verlängert worden wären, um eine bessere Umsteigeverbindung aus Finthen/Gonsenheim/Mombach zum Zollhafen und zur Rheinallee anzubieten.


    Generell haben die Änderungen wohl einzig zur Folge, dass nun ein Fahrzeug mehr auf der 74 eingesetzt werden muss. Eventuell auch auf der 67 nachmittags, aber die 28 sollte wohl mit dem gleichen Fahrzeugpool zurechtkommen. Diese geringen Ausweitungen haben wohl damit zu tun, dass man im Mainzer ÖPNV seine finanziellen Grenzen erreicht hat. Ohne Fahrpreissteigerungen gibt es kein zusätzliches Budget, um mehr (nötigen) öffentlichen Verkehr anzubieten... In Anbetracht der derzeitigen Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen ist es aber auch irgendwo verständlich, wenn kein Mehrverkehr angeboten wird (wobei man das in anderen Städten dennoch schafft).


    Wahrscheinlich wird man in Mainz erst mit dem neuen ÖPNV-Konzept in Rheinhessen im April 2022 (eventuell wird das ja auch für die an die MM vergebenen Linien schon beim nächsten Fahrplanwechsel umgesetzt) wieder größere Änderungen in Mainz erleben. Ohne größeren finanziellen Spielraum wird es aber noch lange beim derzeitigen Angebot in Mainz bleiben. Ich weise nur gerne auf das Beispiel der 66 hin, dass man bspw. samstags viertelstündlich von Hechtsheim/Ebersheim nach Nieder-Olm kommt, viele andere Verbindungen in Mainz zur gleichen Zeit aber nur halbstündlich oder gar nicht angeboten werden.


    Ginsheim-Gustavsburg bzw. Busverbindungen Mainz - RMV

    Für Ginsheim-Gustavsburg ist die neue Linie 23 durch die LNVG toll. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum diese Gemeinden (plus Bischofsheim) so schlecht an den südlichen Landkreis angebunden sind, bis auf die RB75. Ziel sollte sein, dass diese Linie langfristig bis Mainz durchgebunden wird, um auch Direktverbindungen Mainz - Bauschheim/Astheim/Trebur anzubieten. Generell sollte Mainz besser mit Regionalbussen an den RMV (z. B. auch mit den jetzt aufkommenden X-Linien) angebunden werden, das findet heute ja gar nicht statt. Ich denke an direkte Linien, neben Mainz auch aus Rheinhessen, in den Rheingau, den Taunus, in die östlichen Wiesbadener Stadtteile, nach Hofheim, Flörsheim, Trebur und Riedstadt.

    Spannend wird, ob die 23 mit der Fertigstellung der Gustavsburger Bahnunterführung im nächsten Jahr nach Gustavsburg verlängert wird (wie vom Nahverkehrsplan des Kreises vorgesehen) oder aber die Mainzer 54 nach Ginsheim verlängert wird, wie es aus Mainzer Sicht geplant ist. Was denkt ihr, wäre besser?


    Wiesbaden

    Und zu guter Letzt zu den Verbesserungen in Wiesbaden: Auch hier fällt der Fahrplanwechsel, wahrscheinlich genauso corona-bedingt, geringer aus, als erwartet. Gerade mit dem Entscheid gegen die City-Bahn habe ich erwartet, dass kurzfristig bereits mehr in den ÖPNV investiert wird, aber man hatte wohl wirklich keinen Plan B in der Schublade. Die Umsetzung der ÖPNV-Verbesserung wird wohl länger dauern, aber ich kann mir gut vorstellen, dass bereits im kommenden Jahr noch vor dem Fahrplanwechsel 2021/22 weitere ÖPNV-Maßnahmen getroffen werden. Die Verlängerung der 49 über den östlichen Teil des 2. Rings ist sicher ein erster Schritt solcher Maßnahmen. Und wie ihr schon festgestellt habt, ist es ein Armutszeugnis der ESWE, dass die 74 nicht als "Erneuerung" beworben wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Jäkii ()

  • Naja, was die 74 angeht, war wohl eigentlich eine Verschmelzung der Wiesbadener 47 mit der Mainzer 74 vorgesehen, also vom Dernschen Gelände bis Hechtsheim. Die ESWE argumentierte aber, dass die 47 inzwischen in Wiesbaden überwiegend bis zur Zeilstraße führe, und daher nicht nach Mainz verlängert werden kann. So wirklich viel Interesse an einer Busverbindung über die Schiersteiner Brücke scheint man dort wohl nicht mehr zu haben. Angeblich soll ja aber künftig auch die 45 wieder über die Brücke fahren, vielleicht Verschmelzt man die mit der 76? 😉

  • Die 45 soll doch nach der Schiersteiner Brücke über Mombach nach Gonsenheim fahren zur Haltestelle Wilhelm Raabe Straße und dort die 62 ablösen, so steht es meines wissen im Nahverkehrsplan