TraffiQ beschafft E-Kleinbusse für on-demand-Betrieb

  • Ja, ja... ich weiß: Prinzip Banane: Produkt reift beim Kunden. Dennoch bleibe ich dabei: halbgare Produkte gehören nicht in den Allgemeinbetrieb, egal, ob Test- oder Dauerbetrieb.

    Nein, genau das wird hier eben nicht gemacht. Findest du deine Anforderung nicht selbst völlig auch realitätsfremd? Ein Produkt darf nicht getestet werden, aber soll von Tag eins an fehlerfrei funktionieren.


    Ich bin heilfroh, dass man von diesem früher durchaus vielfach üblichen Verfahren besonders unter traffiQ-Regie abgekommen ist. Das ist extrem zum Wohl von Fahrgästen, beispielsweise dank der Vorab-Beratung der Innenraumgestaltung der Fahrzeuge durch den Fahrgastbeirat. Aktuell ist es ausdrücklich gewollt, dass die Unzulänglichkeiten des Easy im Testbetrieb auffallen. Genau darum geht es, und nicht darum, dass alles schon perfekt ist. Alles Anregungen können anschließend eingearbeitet werden, damit der künftige Regulärbetrieb dann perfekt wird.

  • Das sind nun aber wirklich zwei völlig unterschiedliche Dinge. Dass ein Mock-up dem Fahrgastbeirat und der FBAG vorgestellt wird, ist ja gerade ein Aspekt, wie Fehler vor dem Alltags-Einsatz beseitigt werden sollen.

    Wenn ich mir einen Fernseher kaufe, erwarte ich ja auch, dass das Produkt funktioniert, sonst hat es einen Mangel und ist ein Fall dür die Gewährleistung. Genauso erwarte ich, dass neuartige Fahrzeuge ausführlich getestet werden, bevor sie auf die Allgemeinheit losgelassen werden. Ich erwarte, dass neue Fahrzeuge getestet werden, aber nicht an mir als Fahrgast, sondern bevor es eingesetzt wird.

    Was die Barrierefreiheit angeht, so werden da die einschlägigen Regelungen schlicht ignoriert, denn das sind keine kleinen Mängel, sondern schlicht fehlende Eigenschaften, und wir werden dann jahrelang vertröstet, dass das irgendwann nachgerüstet werden könnte.

    Übrigens gab es jahrelang in Frankfurt die sog. provisorischen Buskaps aus GFK, die stellenweise heute noch zu sehen sind, so z.B. an der Linie 64 (Bremer Platz) oder an der Bockenheimer Warte (Linie 32 Fahrtrichtung Ostbahnhof).

  • Wie soll man denn ein autonomes Fahrzeug im Zusammenspiel mit einer Bestellapp und Computersoftware

    die die Routen plant testen? Auf dem Hockenheimring ausserhalb von Renntagen?! Auf der Mondoberfläche?

    Dort gibt es keinen IV, keine zufälligen Kunden (aka ich-hab-lust-mal-ein-neues-spielzeug-zu-probieren), etc.

    Das geht nur in so kleinen Gebieten die sich von der Struktur auch her anbieten.


    (leztztendlich sehe ich das bisher eh mehr nur als Gadgetspielerei an...erst wenn man damit quer durch die

    Stadt fahren kann zu guten Fahrzeiten wird das interessant....aber dann werden auch die Kosten dafür interessant....

    ...macht man das als subverntionierter ÖPV oder kostendeckend...."Ottobahn" ohne schwebende Schiene kommt

    mir dazu noch in den Sinn)

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

    6 Mal editiert, zuletzt von Darkside ()

  • ...und da sollen dann mehrere Monate

    -Personen im Auto "per Zufall" hin und her fahren

    -Personen "per Zufall" mit dem Fahrrad um die Fertigungshalle fahren

    -Personen "per Zufall" umherlaufen

    -Personen "per Zufall" das Teil bestellen und von Gebäude zu Gebäude zu fahren

    ?!


    Wie teuer soll denn so ein Testbetrieb (und damit das Endprodukt) werden?

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  • Darkside sagt es ja, das ist kein echter Test. Den Test auf einem geschlossenen Betriebsgelände gab es schon.


    Manche Tests muss man eben in realen Bedingungen machen. Die Tests, die nicht nur für Frankfurt oder Hessen Aufschluss geben.


    Und prinzipiell bin ich sehr für Barrierefreiheit. In diesem Fall eine Einschränkung hinzunehmen finde ich aber okay, da es ja ein Zusatz-Angebot ist, was meines Wissens sonst gar nicht vorhanden wäre. Die Personen, die es nicht nutzen können, haben zwar den Vorteil nicht, aber auch keinen Nachteil gegenüber dem Status zuvor.

  • Wenn ich mir einen Fernseher kaufe, erwarte ich ja auch, dass das Produkt funktioniert, sonst hat es einen Mangel und ist ein Fall dür die Gewährleistung. Genauso erwarte ich, dass neuartige Fahrzeuge ausführlich getestet werden, bevor sie auf die Allgemeinheit losgelassen werden. Ich erwarte, dass neue Fahrzeuge getestet werden, aber nicht an mir als Fahrgast, sondern bevor es eingesetzt wird.

    Produkte werden durchaus von Kunden vorgetestet, oft firmenintern, aber auch im Feldversuch (bei Software gerne Betatests genannt) mit freiwilligen Testern.

    Und genau das ist es hier auch, eben kein fertiges Produkt.



    Was die Barrierefreiheit angeht, so werden da die einschlägigen Regelungen schlicht ignoriert, denn das sind keine kleinen Mängel, sondern schlicht fehlende Eigenschaften, und wir werden dann jahrelang vertröstet, dass das irgendwann nachgerüstet werden könnte.

    Oder es passiert gar nichts: Weil für eine neue Buslinie noch nicht überall barrierefreie Haltestellen existieren, kommt die neue Linie gar nicht ( oder viele Jahre später); weil nicht alle Zuwege zu einer Haltestelle barrierefrei sind, kann dort auch kein barrierefreie Bahnsteig gebaut werden (Ausstieg auf die Fahrbahn ging schon 50 Jahre lang auch)..


    Natürlich können definierte barrierefreie Haltepositionen definiert werden, ggf mit Ruftaste, Fahrplan usw. Aber das läuft dem on demand Konzept zu wider.


    In Frankfurt gibt es den Service " Halt auf Wunsch (außerhalb der regulären Haltestellen)" Muss dass jetzt eingestellt werden, da nicht alle theoretisch möglichen Haltepunkte barrierefrei sind?

  • Zitat von HHeiler

    Wenn ich mir einen Fernseher kaufe, erwarte ich ja auch, dass das Produkt funktioniert

    Wenn ich den vollen Preis bezahle, schon. Oder ich kann - dem vorliegenden Fall vergleichbar, nicht gleich - den Fernseher als Testversion verbilligt oder gar kostenlos ehalten (wie unseren EASY auch :)) und gebe als Gegenleistung dafür dem Hersteller regelmäßig Testberichte etc. Du kannst sogar gut Geld damit verdienen - bei der Pharma-Industrie suchen sie regelmäßig Testpersonen für neue Medikamente, die dafür auch bezahlt werden. Ehe sich jemand beschwert: Auf welche Weise wurden denn die Corona-Impfstoffe wie BionTech & Co vor dem allgemeinen Einsatz geprüft ?


    Im Fall EASY besteht weder ein Gesundheitsrisiko - außer unterwegs einzuschlafen :P- noch die Möglichkeit, Intensivtests durch einzelne Nutzer wie bei einem Fernseher zu unternehmen. Also bleibt der auch deutlich als solcher gekennzeichnete Feldversuch, der ohnehin befristet ist.


    Der größte Teil des Riederwaldes liegt innerhalb des 500 m-Fußwegbereichs einer der 3-U-Bahn-Haltestellen. Nur der Bereich südlich der Raiffeisenstraße einschließlich des berühmten Netto ("Dann geh´doch zu ... "^^) bildet eine Bedienungslücke im Sinne des NVP. Diese ist aber schwer zu schließen, wegen der geringen Ausdehnung, der sehr engen Straßenräume und der Barrieren Autobahn im Osten und Eisenbahn bzw. Wald im Süden. Diese verhindern, anders als etwa am Industriehof oder Schönhof, eine sinnvolle Vernetzung mit anderen Zielen.


    Der EASY ist deshalb ein sehr sinnvoller Feldversuch um zu prüfen, ob und unter welchen Randbedingungen es möglich ist, auch solche Bedienungslücken sinnvoll und trotzdem wirtschaftlich zu erschließen. Im Augenblick sind vorrangig Gehbehinderte im weiteren Sinne Nutznießer - z.B. auch Bewohner, denen es zu mühselig ist, ihre Einkäufe vom Netto nach Hause zu schleppen. Dass E-Rollis nicht mitfahren können, ist zwar ärgerlich. Aber im Rahmen dieses Versuchs vertretbar. Diese können ihre Einkäufe auch im Gepäckteil des E-Rollis verstauen und dürften derzeit ohnehin schneller sein. ^^


    Sicher wird es auch Ziel sein, solche Busse künftig nicht nur im "Dackeltempo" fahren.


  • Der größte Teil des Riederwaldes liegt innerhalb des 500 m-Fußwegbereichs einer der 3-U-Bahn-Haltestellen.

    Aber der Riederwald zählt nur zwei U-Bahnstationen die zeitgleich beide auch Zwischendstationen sind und sogar als Ziele vorhanden sind.

    Die Stationen Gwinnerstraße und Kruppstraße zählen zu Seckbach, somit hat Seckbach eigentlich einen U-Bahnanschluss und zwei ÖV-Betriebshöfe.
    Von dem beühmten Supermarkt aus zur Schäfflestraße sind ca. 700 Meter, zur Dieselstraße ca. 500 Meter, jeweils Luftlinie.

    Alles südlich der Schlettweinstraße uns östlich der Liststraße ist über 500 Meter von der Station Schäfflestraße entfernt.

    Vom südlichstem Gebäude der Motzstraße bis zur Haltestelle Dieselstraße sind es um die 580 Meter. Vom selben Punkt aus bis zur Station Schäfflestraße um die 880 Meter.

    Leider gibt es von dem Stück Riederwald keinen gehbaren Weg östlich zur Sontraer Straße, da liegt ja die Haltestelle der 41 und wäre dann eine Lösung für das Eck. Das ehemalige Hafenbahngleis ist ja seit Jahren zurückgebaut und eine Kreuzung dieser wäre für einen Quartiersbus möglich.
    Praktikabel wäre eine Anbindung Gwinnerstraße (U) -> Lahmeyerstraße -> Raiffeisenstraße -> Motzstraße -> Iselinstraße -> Harkortstraße -> Lahmeyerstraße -> Gwinnerstraße (U) und dort ggf. bis zur Leonhardsgasse. Man könnte die Endhaltestelle auch in der Iselinstraße einrichten und der Quartiersbus dreht an der Gwinnerstraße (U) ohne Wendezeit. Fahrzeit großzügig 15 Minuten, 15 Minuten Wendezeit = 30-Min.-Takt = 1 Kurs.


    Vielleicht gehört das hier dann doch eher zu einer Idee "Quatiersbus für das südliche Riederwald"

  • >Leider gibt es von dem Stück Riederwald keinen gehbaren Weg östlich zur Sontraer Straße, da liegt ja die Haltestelle der 41 und wäre dann eine Lösung für das Eck.

    Die Sontraer Straße wäre mit 14 Fahrten insgesamt täglich jetzt auch nicht das attraktivste...

  • >Leider gibt es von dem Stück Riederwald keinen gehbaren Weg östlich zur Sontraer Straße, da liegt ja die Haltestelle der 41 und wäre dann eine Lösung für das Eck.

    Die Sontraer Straße wäre mit 14 Fahrten insgesamt täglich jetzt auch nicht das attraktivste...

    Naja wäre eine Verbindung nach dem Teil des Riederwaldes realisierbar, könnte man den 41er auch aufstocken und der sammelt da noch die Leute ein, eigentlich gibt es in dem Bereich der Wächtersbacher genug Anwohner der einen kürzeren Takt rechtfertigen würde.

  • Eine wahnsinns Erfolgsstory ... "2700 Fahrgäste zählte im vergangenen Jahr der RMV" - oder - pro Tag 7,4 im Durchschnitt ... oder ... pro Fahrgast sind Kosten von 444 € angefallen.


    Was verdient man als Busfahrer brutto im Moment? 3000€ im Monat also 36k€ im Jahr? Da hätten wir uns ja 33 weitere Busfahrer leisten können. Oder einfach allen VGF angestellten eine Sonderprämie von 444€ auszahlen können ...


    Ich verstehe den Ansatz, in dem Stadtteil auch eine Nahversorgung anbietenb zu wollen. Aber da hätte man auch ein Anruf-Taxi/Bus-Dienst einrichten können, wäre deutlich günstiger gekommen.

  • Eine wahnsinns Erfolgsstory ... "2700 Fahrgäste zählte im vergangenen Jahr der RMV" - oder - pro Tag 7,4 im Durchschnitt ... oder ... pro Fahrgast sind Kosten von 444 € angefallen.


    Was verdient man als Busfahrer brutto im Moment? 3000€ im Monat also 36k€ im Jahr? Da hätten wir uns ja 33 weitere Busfahrer leisten können. Oder einfach allen VGF angestellten eine Sonderprämie von 444€ auszahlen können ...


    Ich verstehe den Ansatz, in dem Stadtteil auch eine Nahversorgung anbietenb zu wollen. Aber da hätte man auch ein Anruf-Taxi/Bus-Dienst einrichten können, wäre deutlich günstiger gekommen.

    es ist lustig, dass du hier die Kosten betrachtest und nicht nur den Nutzen, und das nur wenige Minuten nachdem du mich anderswo kritisiert hast, als ich genau diese Abwägung als wichtig und vom zugrundeliegenden System unabhängig nötig bezeichnet habe.

  • Ich verstehe den Ansatz, in dem Stadtteil auch eine Nahversorgung anbietenb zu wollen. Aber da hätte man auch ein Anruf-Taxi/Bus-Dienst einrichten können, wäre deutlich günstiger gekommen.

    Nein, du versteht offensichtlich nicht. Denn darum ging es nicht.

  • Schön, dass ihr es jetzt persönlich nehmt und auf mich einschiesst ...

    Zitat

    es ist lustig, dass du hier die Kosten betrachtest und nicht nur den Nutzen, und das nur wenige Minuten nachdem du mich anderswo kritisiert hast, als ich genau diese Abwägung als wichtig und vom zugrundeliegenden System unabhängig nötig bezeichnet habe.

    Weiss nicht, ob es lustig ist. Jeder hat halt seinen Humor. Ich finde es schade, dass wir darüber diskutieren, dass hier von wem auch immer 1,2 Mio. € in einem Jahr verbraucht wurden für 2700 Personen aber keine 1,2 Mio. € da sind, weitere Leute einzustellen oder wenigstens ein wenig besser zu bezahlen, damit 2700 Personen am Tag eine bessere ÖPNV Leistung "erfahren" können. Also kein Wiederspruch zur vorherigen Aussage...


    Zitat

    Nein, du versteht offensichtlich nicht. Denn darum ging es nicht.

    Natürlich geht es nicht um den Fahrgast, sondern es geht darum, dass hier Startups die Erlangung einer möglichen Serienreife als Projekt und mit Fördergelder unterstützt finanziert bekommen. Wenn dann mal eine Serienreife existiert wird die Technologie natürlich gewinnbringend an den Fahrgast gebracht.


    Und wieder einmal die Kosten verallgemeinert und die Gewinne privatisiert. Schade, dass selbst hier es nicht dazu reicht, zu erkennen, wie der Fahrgast und der Steuerzahler am Ende einfach nur der Dumme ist. Um es wieder auf das "geliebte" Auto zu übertragen: ich zahle zuerst um die Pannen der Prototypen zu beseitigen und dann kaufe ich hinterher noch mal das ganze Auto, wenn es an den Markt geht. Würde ja keiner machen, außer bei Opel die damit in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind und bei VW, die sich dagegen alles erlauben können und jeder macht trotzdem mit.


    Steinigt nicht den Überbringer der schlechten Nachricht!

  • Schön, dass ihr es jetzt persönlich nehmt und auf mich einschiesst ...

    Aha. Warum musst Du sofort eine kriegerische Metapher verwenden, wenn Du Widerspruch von zwei Forenmitgliedern erhältst? Ich würde mich freuen, wenn Du in der Diskussion bei einem zivilem und fairen Umgang bliebest und Danke Dir dafür.

    Natürlich geht es nicht um den Fahrgast, sondern es geht darum, dass hier Startups die Erlangung einer möglichen Serienreife als Projekt und mit Fördergelder unterstützt finanziert bekommen. Wenn dann mal eine Serienreife existiert wird die Technologie natürlich gewinnbringend an den Fahrgast gebracht.

    Ah, jetzt verstehe ich: Dir geht es gar nicht um die Sache, sondern Du möchtest die Diskussion um den Testbetrieb als solchen erneut führen, die wir in diesem Thread im Februar schon einmal führten. Dabei wünsche ich Dir viel Freude, aber ich bin da raus. Zu langweilig.

  • Meiner Meinung war es ein Versuch, die neue Technik auszuprobieren. Vielleicht hätte es optimalere Komponenten geben können, dass die Kosten pro Fahrgast momentan etwas geringer ausgefallen wären.


    Perspektivisch fährt das Fahrzeug von allein und hat kein Personal mehr an Bord. Aus Angst vor Kosten für einen Versuch lieber das konventionelle System weiter zu betreiben, ist nicht wirklich sinnvoll.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Es ist doch eher die variable Auslegung, rein vom Grundsatz her: Entweder sind Kosten zweitrangig wie bei Fahrzeugbereithaltung für SEV oder das k.o. Kriterium wie aktuell hier aufgeführt. Aber nicht nach persönlicher Betroffenheit wechselnd.

    Wie die Finanzmittel am sinnvollsten eingesetzt werden, ist davon getrennt zu betrachten.