Auswirkungen eines S-Bahn-Halts "Ludwig-Landmann-Straße" auf Wendezeiten S3/S4/S5 nördlich von Frankfurt

  • Naja....nach dem Deutschlandtaktentwurf - wenn man das Flügeln herausnimmt - ist die Wendezeit

    in Bad Soden 5 Minuten lang....aber man ist es ja gewohnt, dass Bahnsteigwünsche der Politik nach-

    gekommen wird weil auf dem Papier keine Verspätungen gibt für die man einen Fahr-/Wendezeitpuffer

    bräuchte (siehe Pünktlichkeitssteigerung der S-Linien durch Flugsicherung, Schwalbach Nord, Zeilsheim &

    Brehmtal)

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Naja....nach dem Deutschlandtaktentwurf - wenn man das Flügeln herausnimmt - ist die Wendezeit

    in Bad Soden 5 Minuten lang....aber man ist es ja gewohnt, dass Bahnsteigwünsche der Politik nach-

    gekommen wird weil auf dem Papier keine Verspätungen gibt für die man einen Fahr-/Wendezeitpuffer

    bräuchte (siehe Pünktlichkeitssteigerung der S-Linien durch Flugsicherung, Schwalbach Nord, Zeilsheim &

    Brehmtal)

    5 Minuten?? War Herr Scheuer jemals in einer S-Bahn?

  • Hätte sicher Potenzial aber dann kommt wieder die Frage nach der Fahrtzeitverlängerung auf.

    Überschlagene Wende in Bad Soden wird wohl nicht gewünscht sein.

    Ist ohnehin nicht möglich und mit der neuen Bebauung dürfte auch ein Ausbau auf drei Gleise ausgeschlossen sein - schade!

  • Oberbaumäßig ist das dritte Gleis gemäß Bebauungsplan freigehalten worden. Aber das Lichtraumprofil passt nicht ... Super Leistung.


    Am Bad Sodener Bahnhof?


    Laut gültigem B-Plan beträgt die Breite der Bahnanlagen zwischen 21,31 m und 22,41 m.

    Lichtraum-Breite der S-Bahn ist 3,25, oder? --> 9,75 m bei drei Gleisen

    Dazu drei Bahnsteigkanten mit mindestens 2 m Bahnsteig dahinter = 15,75 m.

    Da sollte also noch Luft nach oben sein. Oder wo sitzt mein Denkfehler?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von multi ()

  • Naja, die Alternative wäre in vielen Fällen wohl eher ein verspäteter Langzug...

    Aber mal allgemein, so viel wie an anderen Endbahnhöfen dürfte eine überschlagene Wende in Bad Soden doch eh nicht bringen - wegen der Eingleisigkeit der Limesbahn müsste man wenn's drauf ankommt trotzdem auf den verspäteten Zug warten, sodass man eigentlich höchstens sagen wir mal 5 Minuten (Wendezeit) Verspätung abbauen könnte.

    Einmal editiert, zuletzt von Kiki ()

  • Ein Problem ist auch die fehlende Länge. Ein 3. Gleis am Ostrand kann max. 180 m lang sein (erforderlich wären 210 m).

    Oder 2 Gleise S-Bahn, 1 Gleis RTW/Sodener Bahn.
    Könnte klappen, betrieblich aber nicht flexibel.



    Das Trassenplenum für eine 2 gleisige Strecke ohne Überhöhung beträgt für das Lichtraumprofil der S-Bahn 10,2m, bei einer dreigleisigen Strecke sind es ca 14,0m. Eine eingleise Strecke benötigt ca. 6,10m. In der Breite des Trassenplenum sind der Sicherheitsbereich und der Gefahrenbereich berücksichtigt, der Platz für den Fahrleitungsmast kommt noch dazu.


    Für die Berechnung am Bahnsteig ist allerdings der Abstand zwischen Gleisachse und Bahnsteig entscheidend, hinzu kommt der Platzbedarf zum Nachbargleis.


    Für 0,96cm hohe Bahnsteige beträgt der Abstand zwischen Bahnsteig und Gleisachse ca. 1,7m, der Gleisachsenabstand zwischen zwei Gleisen 4,75m, sofern sich ein Signal zwischen den Gleisen befindet, sonst 4,5m.


    Hinzu kommen die Mindestbreite für Außenbahnsteige von 3,5m und Mittelbahnsteige von 4,5m. Dabei sind Platzbedarfe für Wetterhäuschen etc. berücksichtigt.


    Daraus errechnet sich eine Mindesttrassenbreite bei gerader Strecke von 21,05m


    zweigleisige Strecke 8,15m

    + eingleisige Strecke 4,90m

    + Mittelbahnsteig 4,50m

    + Außenbahnsteig 3,50m


    Durch eine Überhohung der Gleistrasse kann sich dieser Mindestwert noch erhöhen. Prinzipiell sollte der Platz also geradeso ausreichen, allerdings bleibt da nicht viel Spielraum.


    Basis für die Berechnung sind die entsprechenden Regelwerke.

  • Oder 2 Gleise S-Bahn, 1 Gleis RTW/Sodener Bahn.
    Könnte klappen, betrieblich aber nicht flexibel.


    Ich halte das für eine deutlich bessere Lösung als den jetzigen Zustand:


    1. Die S-Bahn hätte im Regelfall zwei Gleise zur Verfügung. Eines mehr als jetzt. Im Notfall hätte sie ebenfalls zwei Gleise zur Verfügung. So viele wie auch jetzt im Notfall.


    2. Die RB (+ ggf. RTW) hätte im Regelfall ein Gleis zur Verfügung. So viel wie schon jetzt. Im Notfall hätte sie drei Gleise zur Verfügung (wenn sie am höheren S-Bahnsteig hielte), eines mehr als bisher.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)



  • Danke für die Richtigstellung und die konkreten Zahlen.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Ein von mir vorgeschlagener Halt an der Guerickestraße (Conti) wurde als unmöglich betrachtet.

    Ein Halt an der Ludwig Landmann stellt jetzt kein Problem dar?


    Zitat Tommy: "Die Stadt scheint zudem einen S-Bahn-Halt an der Ludwig-Landmann-Straße prüfen zu lassen."


    Vielleicht prüft die Stadt ohne Rücksprache mit dem RMV, um dann nachher von diesem gesagt zu bekommen, dass das fahrplantechnisch leider nicht geht. Oder vlt. will die Stadt dem RMV nachweisen, dass es eben doch geht?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von multi ()