DB Netz muss Schadenersatz für Unpünktlichkeit leisten

  • Oder man kommt wieder auf die Idee, dass öffentlicher Personen Nah- und Fernverkehr doch eine hoheitliche Aufgabe ist ...


    ÖPNV ist kraft Gesetzes Aufgabe der Daseinsvorsorge, also eine öffentliche Aufgabe, und wird von den Gebietskörperschaften verantwortet. Hoheitlich muss sie nicht sein, weil die Erbringung von Transportleistungen keines staatlichen Eingriffs in die Rechte der Fahrgäste bedarf.

  • ...also fährt bald der verspätete Fernverkehr dem pünktlichen Nahverkehr und Güterverkehr

    hinterher und rutscht einen Takt nach hinten.....

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Wäre dann wie in den Niederlanden: der pünktliche Nahverkehrszug bleibt pünktlich und wird nicht, wie hierzulande, gnadenlos kaputtgemacht, damit ein ohnehin hoffnungslos verspäteter Fernverkehrszug sich vorbeidrängeln kann.


    Heute erst selber wieder gehabt: mit der S8 super-pünktlich in Wiesbaden raus, genauso super-pünktlich bis Bahnsteig Mainz Hbf. Aus war der Ofen: verspäteter ICE, dann hinter dem folglich ebenfalls verspäteter Saarbrücker RE, dann durfte ich endlich weiter... Einfahrt Bischofsheim zu, da musste unbedingt erst ein Gz ausfahren... und am Opelwerk wieder gestanden, derweil kam der nächste RE und musste vorbei. Ergebnis: pünktliche S8 direkt komplett kaputtgemacht, "wunderbar".


    Das Problem mit solchen Überholungen ist eben, dass dabei der überholte Zug rigoros dermaßen Verspätung draufgewurzelt bekommt, dass sich seine Fahrzeiten dann komplett erledigt haben... und dem Überholer bringt es meistens nicht mal wirklich viel. Da gefällt mir der Ansatz, dass, wer pünktlich ist, das auch bleibt und der Verspätete dann eben hinterher fährt, wesentlich besser, auch wenn der dann immer mehr ansammelt und eben irgendwann einen Takt später fährt.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Zitat

    Das Problem mit solchen Überholungen ist eben, dass dabei der überholte Zug rigoros dermaßen Verspätung draufgewurzelt bekommt, dass sich seine Fahrzeiten dann komplett erledigt haben... und dem Überholer bringt es meistens nicht mal wirklich viel. Da gefällt mir der Ansatz, dass, wer pünktlich ist, das auch bleibt und der Verspätete dann eben hinterher fährt, wesentlich besser, auch wenn der dann immer mehr ansammelt und eben irgendwann einen Takt später fährt.

    Interessant - ich habe ein Gegenbeispiel. ICE Frankfurt nach Berlin. Eigentlich sollte er schon von Karlsruhe/Mannheim? (keine Ahnung, wieder vergessen) kommen. Wegen eines Defektes wurde ein (mit nur einem funktionierenden Triebkopf) Ersatzzug in Frankfurt bereit gestellt. Da ging es auch pünktlich los und aufgrund der geringeren Antriebsleistung haben sich leicht Minuten addiert. Irgendwo im thüringischen und auch rund um den Bahnhof Leipzig musste der ICE sich streckenbedingt hinter dem Nahverkehr einreihen. Fazit: immer mehr Verspätung. Bedingt dadurch, dass er an jeder Milchkanne hinter dem Regionalverkehr halten musste - geht ja nicht mal um die Vmax hierbei, geht um die ganzen Unterwegshalte. In Berlin hatte er dann 1,5 Stunden, weil er auch noch nicht durch den Tunnel durfte mit nur einem Triebkopf und einen Umweg nehmen musste.


    Ich denke alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile