Hoffnung auf Renaissance der Eisenbahn in den USA

  • Passend dazu ist gerade ein Artikel in der Washington Post - auf Englisch und mit Abo - zu lesen, dass Mietautos an beliebten Urlaubszielen gerade absolute Mangelware sind. Die Mietpreise sollen danach mit Preisen bis zu 1600 $ für 10 Tage ein Mehrfaches der entsprechenden Flugpreise erreichen. Eisenbahn, ein guter öffentlicher Nahverkehr und auch gute Bedingungen zum Radfahren könnten da durchaus für Entspannung sorgen :P- und für bessere Luft dazu.:)

  • Nicht nur dort. Eine Freundin von mir in den USA hatte letztens Mietwagenbedarf (absolut kein Urlaubsziel, aber Ballungsraum mit ~1,4 Millionen Einwohnern) nachdem ihr Auto unfallbedingt zwei Wochen aussetzen mußte. Was da an Preisen aufgerufen wurde, ist nicht mehr feierlich. ÖPNV? Keine Chance. Ein rudimentäres Busnetz und minimaler Schienenverkehr "Downtown" waren da nicht gerade hilfreich. Und bei 45 Minuten Fahrzeit einfache Strecke mit dem Auto (kaum Stau, überwiegend autobahnähnliche Strecke) ist das Fahrrad auch keine Alternative.

    Ein großer Teil des Landes hat da noch einen verdammt weiten Weg vor sich. Zu begrüßen wäre es.

    Im Gegensatz zu Deutschland würden die Distanzen dort auch ordentlichen Hochgeschwindigkeitsverkehr hergeben, ohne unterwegs alle Nase lang Städte bedienen zu müssen. Oder im Nachtsprung durchs ganze Land.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Hintergrund - letztes Jahr als der Flugverkehr zusammenbrach durch Corona ging auch die Nachfrage

    nach Mietwagen zurück. Entsprechend haben die Mietwagenfirmen ihre Flotten reduziert um an Cash

    zu kommen....jetzt steigt die Nachfrage, aber einerseits fehlt Cash um neue Autos zukaufen, andereseits

    gibt es aber auch Lieferprobleme, da die Produktion nicht so hoch ist....


    New York - San Francisco sind 2900 Meilen -> 4640 km

    Bei 300 km/h sind das 16 Stunden Fahrzeit...für Nachtsprung etwas viel....

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  • Das stimmt - aber Nachtsprung + 6-8 Stunden Fahrzeit ist im Vergleich zu heutigen ~6 Stunden Flug doch gar nicht so übel. Hier geht es ja nicht um die Destinationen wie in Europa, wo man eigentlich fast überall in unter 2 Stunden mit dem Flugzeug ist. Wenn man wirklich einen Schnitt von 300km/h schafft, weil man auf 350km/h plant, wäre das tatsächlich sogar konkurrenzfähig.


    (Wobei man im Hinblick auf den Klimawandel eher darauf aus seien sollte überhaupt die Mobilität der heutigen Situation/in dieser Breite noch zu ermöglichen. Da ist vielleicht selbst ein zwei-Tage-Nachtzug-Trip schon gar nicht mehr so schlecht....)

  • Die Frage ist dann aber zu stellen, wer dann die ganze Strecke als Ottonormalpassagier nutzt. Der erste Schritt ist dann eher auf "regionaler " Ebene in Siedlungsschwerkunkten zu sehen, diese dann zu erweitern und zu vernetzen. Neben den North-East Korridor gibt es ja einige, wenige Strecken. Aber ein größeres Netz fehlt im Grunde.

  • An der Ostküste wäre eine SFS sicher lohnend:


    Boston, New York, Philadelphia, Baltimore & Washington haben passend Schienen-ÖPNV, für

    die Feinverteilung, sodass man dort nicht unbedingt auf Mietauto oder Taxi angewiesen ist.

    (wobei ich Taxi als höchsten Anteil dann vermuten würde)

    Da kann ich mir langfristig sogar japanische Verhältnisse vorstellen - 10 Min Takt tagsüber


    Genauer kann man das aber erst sehen wenn SARS-CoV-2 unter Kontrolle ist. Der Anteil an

    Geschäftsreisen in den USA wird sicherlich zu Gunsten von Videokonferrenzen zurückgehen.

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  • New York - San Francisco sind 2900 Meilen -> 4640 km

    Bei 300 km/h sind das 16 Stunden Fahrzeit...für Nachtsprung etwas viel....

    Das ist natürlich ein Extrembeispiel. Allerdings, wie Condor auch schon anmerkte, dürfte das nur einen Bruchteil der Verkehrsnachfrage ausmachen. Es ließe sich in den USA schon viel Flugverkehr einsparen, wenn das, was ab den großen Luftverkehrs-Hubs in 1-2 Flugstunden mit Regionaljets bedient wird, auf "Flughöhe 0" verlagert werden kann.

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  • Die aktuelle Strecke ist doch auch schon einer SFS recht nahe. Potential für weitere Ergänzungen ist sicherlich recht hoch.

  • Der Acela fährt nur mit 240 km/h und richtige schnelle Trassen halten sich in Grenzen.

    Bosten - Washington...~6:30 h...bei gerade mal 735 km

    Etwas mager....das wär problemlos (mit den Zwischenhalten) in 3 h möglich....

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  • Nicht nur dort. Eine Freundin von mir in den USA hatte letztens Mietwagenbedarf (absolut kein Urlaubsziel, aber Ballungsraum mit ~1,4 Millionen Einwohnern) nachdem ihr Auto unfallbedingt zwei Wochen aussetzen mußte. Was da an Preisen aufgerufen wurde, ist nicht mehr feierlich. ÖPNV? Keine Chance. Ein rudimentäres Busnetz und minimaler Schienenverkehr "Downtown" waren da nicht gerade hilfreich.

    Wenn man einen deutschen Ballungsraum mit ca. 1,4 Millionen Einwohnern wie die Stadt München vergleicht, dann ist die Stadt München nicht nur wegen des Olympia-Bonus sehr gut mit dem ÖPNV aufgestellt. In München ist man auch ohne Auto mobil. Es kommt natürlich darauf an, wie groß man die Einzugsbereiche der Stationen ansetzt. Grüße an das Forum Lgog

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