Rheingau-Linie: Mit bekannter Betreiberin häufiger unterwegs

  • Das aktuelle Wochenende ist mal wieder besonders super. Extrem viel Ausfälle und keinerlei valide Infos. Teilweise ist dann SEV in den Fahrplan-Daten hinterlegt, dies jedoch mit den Abfahrtszeiten des Zuges… Die Fahrzeiten sind natürlich gar nicht zu halten. Und das alles an einem super schönen Sommerwochenende, bei dem der Rheingau ohnehin platzt…


    absoluter fail.

  • Das aktuelle Wochenende ist mal wieder besonders super. Extrem viel Ausfälle und keinerlei valide Infos. Teilweise ist dann SEV in den Fahrplan-Daten hinterlegt, dies jedoch mit den Abfahrtszeiten des Zuges… Die Fahrzeiten sind natürlich gar nicht zu halten. Und das alles an einem super schönen Sommerwochenende, bei dem der Rheingau ohnehin platzt…


    absoluter fail.

    Das passiert quasi jedes mal, wenn kurzfristig SEV anberaumt wird. Es wird kein eigener SEV-Fahrplan erstellt, sondern einfach der des Zugs genutzt. Reines Glücksspiel, ob und wann da überhaupt was kommt. Selbst wenn ein SEV-Fahrplan gebastelt wird, z.B. bei planmäßigen Bauarbeiten, ist der VIAS-SEV etwas für Wagemutige. Ich habe abends schon des öfteren vergebens gewartet und mal im Hause VIAS angerufen, ob noch mit einem Bus zu rechnen sei. Antwort war jedes mal "das sind Subunternehmer, da wissen wir nicht was die machen".
    Es ist jedem davon abzuraten, wenn man die Wahl hat.

    Grund für die Ausfälle war wohl wieder Fahrzeugmangel, jedenfalls standen 5 Fahrzeuge vor der Werkstatt in Griesheim, davon fast alle abgerüstet.


    Immerhin habe ich den Eindruck, dass man sich diesen Sommer wirklich bemüht, was die Klimatisierung der Fahrzeuge anbelangt. Die Hobel mit ausgefallener Klimaanlage (v.a. ET413, ET414) werden bei höheren Temperaturen aus dem Verkehr gezogen und falls mal irgendwo eine andere schlapp macht, ist sie meist am nächsten Tag wieder instand gesetzt. Grade im Vergleich zu den Vorjahren ist das eine deutliche Verbesserung.


    Keine Verbesserung gibt es wie immer auf dem Bereich der Kundenkommunikation. Gestern Abend kamen eine Stellwerksstörung in Rüdesheim und eine Weichenstörung in Kamp-Bornhofen zusammen. Anstatt Teilausfälle und Verspätungen einzutragen, belässt man alles wie es ist und Verspätungen werden erst durch die Signalhaltfälle erfasst.
    Hatte für den 25033 gestern die Konsequenz, dass dieser in Kamp-Bornhofen begann (ohne eingetragenen Teilausfall), dann in Kaub zwischenzeitig endete, mehrere Fahrzeugumläufe neu sortiert wurden und dieser dann mit etwa einer Stunde Verspätung weiter fuhr. Die Züge der Gegenrichtung hatten das gleiche Problem. Trotz teils Verspätungen von über 120 Minuten keinerlei Information.

    Ich verstehe ja, dass es in den Leitstellen bei Großstörungen durchaus hektisch zugeht, aber die Kundenkommunikation ist seit 2010 ein durchgehendes Problem. Zu Beginn gab es schlicht weniger Störungen als heute, weswegen das meistens nicht sonderlich ins Gewicht fiel, aber da solche Ereignisse (bei allen EVUs) inzwischen beinahe täglich eintreten, ist es für die Fahrgäste umso wichtiger, angemessen informiert zu werden. Leider klappt das bei VIAS selten.

  • Heute gab es auch wieder massenweise Verspätungen Ausfälle und Halt-Ausfälle.


    Teilweise war über anderthalb Stunden keine Fahrt von Wiesbaden in Richtung Koblenz möglich.


    Die Kommunikation ist nach wie vor kaum vorhanden.


    15:33 Uhr von Wiesbaden in Richtung Koblenz ist aufgrund der Verspätung ohne Halt in Wiesbaden Hauptbahnhof durchgefahren (dann aber offensichtlich in Biebrich liegen geblieben?)


    16:03 Uhr von Wiesbaden Richtung Koblenz ist vollständig ausgefallen


    16:33 Uhr von Wiesbaden Richtung Koblenz kam mit 10 Minuten Verspätung in Wiesbaden an, Fuhr jedoch erst knapp 60 Minuten später los. Dieser Zug war hoffnungslos überfüllt und es konnten nicht alle Fahrgäste einsteigen (= eine kleine Traktion).


    Auch danach gab es diverse Verspätungen und Ausfälle. Darüber musste ich mir dann keine Gedanken mehr machen, weil ich mir ein Uber mit anderen Fahrgästen geteilt habe.


  • 15:33 Uhr von Wiesbaden in Richtung Koblenz ist aufgrund der Verspätung ohne Halt in Wiesbaden Hauptbahnhof durchgefahren (dann aber offensichtlich in Biebrich liegen geblieben?)

    Das stelle ich mir bei einem Kopfbahnhof ziemlich schwierig vor… 🤔

  • Ja, ich hätte es natürlich besser formulieren können: Der Zug ist von Mainz-Kastel ohne Halt in Wiesbaden Hauptbahnhof unmittelbar nach Biebrich (durch-) gefahren.

  • Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn (Teil-) Ausfälle tatsächlich kommuniziert würden, beim 25020 gestern (der tatsächlich in Biebrich liegengeblieben ist) war nie ein Ausfall für den Halt in Wiesbaden eingetragen.


    Der Fahrzeugmangel und die Störungen sind inzwischen wirklich beachtlich (eben fuhr erneut eine Leerfahrt Richtung Frankfurt durch, hinteres Fahrzeug abgerüstet und im Schlepp, wenn ich mich nicht verlesen habe der ET405, der bereits mehrfach in den letzten Wochen liegengeblieben ist).
    Der ET401 ist im Redesign und somit aus dem Verkehr, die ET413 und ET414 sind wegen der Temperaturen und kaputter Klimaanlagen nicht im Einsatz (beim ET414 bereits seit 2024 in allen Wagen und Führerräumen defekt!) - die restlichen Fahrzeuge sind aufgrund unzureichender Zugstärken oft überfüllt und darüber hinaus im Dauereinsatz, da ist es logisch, dass die irgendwann auch mal schlapp machen.

    Die immer noch fehlende Kuppelbarkeit der modernisierten und unmodernisierten Fahrzeuge im Fahrgastbetrieb tut ihr übriges, Umläufe müssen artrein gefahren werden und Mischtraktion ist nicht möglich. Somit können selbst vorhandene Fahrzeuge zum Teil nicht verwendet werden.


    Hinzu kommen bei den Fahrzeugen immer häufiger Trittstufenstörungen (ET305, 402, 403, 405, 407, 410) wodurch an den (nicht wenigen) Halten mit Trittstufe noch eine Tür wegfällt. Da auf den Aufklebern nur "Tür unbenutzbar" steht, diese aber ohne Trittstufe problemlos funktionieren, verstehen viele Fahrgäste das Problem nicht und kommen, wenn sich die Tür doch nicht öffnet, gerade bei vollen Zügen, nicht mehr rechtzeitig in den nächsten Wagen, um dort auszusteigen. Dazu verursacht das ganze noch Verspätungen.


    Abhilfe ist auch erstmal nicht in Sicht. Bezüglich der ex-DB 429 wusste keine meiner üblichen Quellen neues, man fragt sich dort auch, was damit jetzt geschieht. Stadler hat wohl auch immer noch keine 3428 geliefert, die eigentlich für VIAS vorgesehenen Fahrzeuge wurden an DB Regio fürs MoselLux-Netz weitergegeben, die beanstandeten Fahrzeuge sollen nach Behebung der technischen Mängel dann an VIAS übergeben werden. Mit dem Zeitplan wird es zumindest eng, ich sehe die RE19-Verstärkerfahrten zwischen Eltville und Frankfurt in akuter Gefahr, wenn nicht alle Fahrzeuge rechtzeitig da sind.

  • Die Umlaufpläne müssen auch sehr kreativ sein.


    Im konkreten Beispiel heute:

    Geplant war es, die RB 10 um 15:24 ab Frankfurt (Hbf) nach Koblenz Hbf zu nehmen, um genug Puffer für den Anschluss nach Köln zu haben. War der einzige von den Zügen davor und danach, der Echtzeit-Daten hatte. Ich war also zuversichtlich.

    Mit 15 Minuten Verspätung fuhr um 15:19 (statt 15:04) auf Gleis 22 die RB 10 aus Neuwied ein, in die sich die Leute gestürmt haben. Da der 15:24 Zug von Gleis 22 fahren sollte.

    Kurz darauf wurde dieser auf Gleis 24 geändert und die Leute raus geschmissen, da dieser stehende erst 15:53 abfährt.

    Es tauchte auf Gleis 24 kein Zug auf. Erst um 15:38 (planmäßig 15:34) kam die RB 10 aus Koblenz, die dann als verspätete RB nach Koblenz um 15:44 losfuhr, statt um 15:24.


    Also wurde spontan ein Zug, der erst für später geplant war, für eine vorherige Fahrt genommen.

    Aber auch nicht der, der schon da stand. Es musste der sein, der erst 14 Minuten nach Abfahrt ankam.

    Die meisten so: Hä?

    Der war übrigens nur ein 3-Teiler und dementsprechend gut gefüllt.


    Naja, jetzt sind wir nicht mehr weit von Koblenz, haben aber eine Störung auf der Strecke. Das wars mit dem Anschluss, wie befürchtet.

  • Es hatte vor vielen Monaten ja tatsächlich mal gebessert… In der letzten Wochen ist aber wieder eine deutliche Verschlechterung zu spüren.


    Ich bin wirklich mal gespannt, wie das Ganze ab Dezember werden soll…RB10 und RE19. Naja, die 2 Wochen jetzt wird das Unternehmen hoffentlich halbwegs gut rumkriegen :/


    Störungen und Ausfälle sind in der Tat schon unangenehm genug. Jedoch macht es die faktisch kaum oder nicht vorhandene Kommunikation dann erst so richtig schlecht!


    Update: Die Störungsgründr werden auch gefühlt nur noch gewürfelt… In den letzten Tagen gab es angeblich teilweise keine 1. Klasse xD

    Hin und wieder wird aber in der Tat auch darauf hingewiesen, dass ein Wagen fehlt… Das ist neu.

    Einmal editiert, zuletzt von Arnie ()

  • Diese "unterschlagenen Wenden" waren einige Zeit fast alltäglich, dann hat es sich für einige Monate gebessert, aber in letzter Zeit passiert das ganze doch wieder recht regelmäßig. Die Wenden von Zwischentakt auf Haupttakt und umgekehrt sind dispositiv leider schwierig zu managen, gerade wenn sowieso schon Fahrzeuge fehlen.

    Ärgerlich als Fahrgast ist daran, dass die Dispositionsentscheidungen meist bereits vorab feststehen, aber nicht kommuniziert werden und auch das Zugpersonal nicht immer im Bilde ist, so ja auch hier.


    Kommt dann noch eine größere Störung hinzu und Züge wenden vorzeitig (ggf. sogar auf einen anderen Takt statt ihre eigene Folgeleistung), geht alles drunter und drüber. Das ist bei einer von vornherein so knapp kalkulierten Umlaufplanung dann leider unausweichlich.


    So kommt es seit einigen Wochen morgens spontan zu Ausfällen der in Kaub beginnenden Züge (25050, 25051, 25053, 25055), obwohl Fahrzeuge und Personal zwar vorhanden sind, aber anders als geplant dort abgestellt sind. Die Züge können so teils nicht wie geplant gekuppelt verkehren und sind dann im Ausfall, um später wieder einzuscheren. Sehr frustrierend.

    Update: Die Störungsgründr werden auch gefühlt nur noch gewürfelt… In den letzten Tagen gab es angeblich teilweise keine 1. Klasse xD

    Hin und wieder wird aber in der Tat auch darauf hingewiesen, dass ein Wagen fehlt… Das ist neu.

    Die "fehlende" 1. Klasse rührt daher, dass sie wegen Überfüllung freigegeben ist. Wenn das bereits eingetragen ist, führt mein Weg auch direkt dorthin, da die meisten Leute auch bei entsprechenden Ansagen nicht zuhören. Immerhin hat man so dann nen Sitzplatz.


    Die fehlenden Wagen sind in der Tat eine Neuerung, wäre schön, wenn das wenigstens verlässlich hinterlegt wäre, da kann man schon mal planen, welche Züge man lieber meidet. Nur an der Definition müsste man mal etwas schärfen - wenn ein Zug mit 3 statt 8 Wagen verkehrt, heißt das für mich "mehrere Wagen fehlen" statt nur einer.

  • #Kommunikation - Man schafft es einfach nicht in dem Unternehmen.


    Danke.

    Jetzt hab dich mal nicht so;) Die VIAS arbeitet doch erst seit Jahren mit Hochdruck an einer Verbesserung...


    "Sie waren stehts bemüht" trifft es eigentlich ganz gut:rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von 462 001 ()

  • Heute erstmalig miterlebt: es kommt jetzt bei der Anfahrt nach jeder Station eine Ansage, die auf die anstehende Generalsanierung hinweist. Grundsätzlich eine gute Idee, jedoch in der Umsetzung nicht optimal gelöst.

    Erstens ist die Durchsage so leise, dass man sie selbst bei völliger Stille im Zug kaum hört. Bei dröhnender Klimaanlage oder bei den Geräuschen von Fahrmotoren / Stromrichtern in den Endwagen gänzlich unmöglich. Der Gong vor der Durchsage ist jedoch in gewohnter Lautstärke.


    Zweitens: Die Durchsage nach jedem Halt abzuspielen, geht sehr schnell auf die Nerven. Da wäre es schön, wenn man das etwas reduzieren könnte.


    Da das FIS wohl manuell bespielt wird und somit in der Flotte uneinheitlich ist: die Ansage kam bei mir im ET409 - im ET412 hingegen nicht.

  • In der Verbindungsauskunft entdeckt:

    Sehr geehrte Fahrgäste, die DB InfraGO AG (Eigentümer der Schieneninfrastruktur) hat uns darüber informiert, dass aufgrund einer Weichenstörung im Bahnhof Assmannshausen bis zum 10.07.2026 die sogenannten Assmannshausen-Pendel" vorzeitig in Rüdesheim am Rhein enden. Wir bitten Sie, Ihre Verbindung kurz vor Fahrtantritt in der Fahrplanauskunft oder in der App zu prüfen. Zudem bitten wir um Ihr Verständnis für diese Unannehmlichkeiten, auf die wir leider keinen Einfluss haben. Ihr VIAS-Leitstellenteam (Stand: 02.07.2026, 23:15 Uhr)


    Da kann die VIAS ja einmal nichts für, aber es scheint als ob sich InfraSTOP mit letzter Kraft in die "General... ähh Korridorsanierung Rechter Rhein" schleppt...


  • Prinzipiell gute Idee. Ich habe es bei meinen täglichen 2 Fahrten nie gehört bisher. Sind vermutlich zu wenige Züge manuell gespielt worden…

  • Grade sitze ich im Zug (weiß aber nicht welches Fahrzeug) und höre die Ansage - bzw. eigentlich hört man sie nicht… obwohl der Zug nahezu leer ist. Fraglich was da schon wieder falsch läuft bei der VIAS.