Störung Frankfurt Süd

  • S7 mal außen vor, S3+S4 sind eher indirekt betroffen. Die verbleibenden S5 und S3/S4 müssen den Fahrgastverkehr aufnehmen. Das dürfte wohl zu Verzögerungen führen, deshalb hatte ich sie miteinbezogen.

    Ich habe mal nachgeschaut. Von allen S-Bahnen der S3 und S4 im Zeitraum vom 16.07. 0-24 Uhr, waren nur vier Züge bei der Abfahrt in Frankfurt (Main) Süd Richtung Langen/Darmstadt größer als 5 Minuten verspätet. Dabei waren zwei Fahrten mit Zugfolge und eine mit einer Fahrzeugstörung begründet. Die vierte Fahrt war unbegründet.

    Was ich damit sagen will: Die Kapazität in Richtung Frankfurt Süd ist weiterhin ausreichend. Es gibt ja auch immer noch die U-Bahn. Die S5 und S6-Zwischentakte werden nicht gebraucht, um zusätzliche Kapazität im Stammstreckentunnel zu bieten. Ich möchte auch die subjektive Behauptung in den Raum stellen, dass viele Fahrten der S5 und S6 nach der Hauptwache, spätestens aber nach der Konstablerwache sehr viel heiße Luft transportieren.


    Ja, für die Kunden ist es ärgerlich, dass diese Züge ausfallen. Realistisch wäre aber, dass die S5-ZT aufgrund fehlender Wende-Infrastruktur maximal bis Rödelheim und die S6-ZT mit viel Glück bis zum Frankfurter Berg kommen würden (Gleis 3 in West ist ja durch die Haupttakte belegt). Ob diese Fahrten auf den Relationen sinnvoll wären?


    Mit "Zufahrt" sind die beiden Wendegleise gemeint (die heißen glaube ich bahnintern 632 und 633), einen anderen Weg gibt es vom Bahnsteig aus nicht in die Abstellanlage. Du musst also schon bis in die Abstellanlage fahren (das wären die Gleise 852, 862, 872, 882, 892 oder das Wendegleis daneben).


    Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt oder einige haben mich nicht verstanden: Beide Züge (S5 + S6) in 632/633 längere Zeit stehen zu lassen, ist kein Problem. Wenn dann aber doch mal einer von Gleis 1 in die Abstellanlage muss, muss er eben warten, bis eines der beiden Gleise wieder frei wird. Und eine S3/S4 hinter ihm muss dann auch warten.

    Wenn aber die S5 bis in die Abstellgleise fahren würde, wäre die "Zufahrt" frei und man könnte trotzdem im 15-Min.-Takt fahren - ich behaupte mal, man könnte sogar S5 und S6 inkl. Zwischentakte fahren lassen, diesen 5-Min.-Takt kriegen Gleis 1 + 4 hin. Allerdings braucht es dann für die S5 evtl. 1 Umlauf mehr.

    Ich lese da einige Fragezeichen heraus:

    1.: Ich glaube wir sind uns einig, dass man das einzig verbleibende durchgehendes Hauptgleis nach dem Motto "Schauen wir mal, wann wieder was frei ist" nicht zustellen kann und damit auch noch weitere Züge verspäten würde. Das hätte ja ein kleines Chaos im S-Bahn-Netz zur Folge, gerade bei den kurzen Wendezeiten der S3 in Darmstadt.


    2.: Wo soll der zusätzliche S5-Umlauf denn herkommen? 423er sind auch in Frankfurt eher Mangelware.


    Auf dem Papier von den reinen Fahrzeiten her mag vieles gehen. Die betriebliche Erfahrung sagt aber: Eine instabile Engstelle sollte man nicht weiter über das Nötigste heraus belasten.

    Viele Grüße

    Krabe98

    Einmal editiert, zuletzt von Krabe98 ()

  • Hallo.


    Denkt bitte auch daran, dass abends und am Sonntag die S4 ca. 30 Minuten Aufenthalt in der Wendeanlage hat, weil sie dann nicht nach Langen fährt.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Gibt es Abend und am Sonntag dann auch noch die Zwischentakte auf der S5 und S6?

  • Hallo.


    Zwischentakter:

    S5 montags bis freitags bis ca. 21:00

    S5 samstags bis ca. 19:00

    S6 montags bis freitags bis ca. 21:00

    S6 samstags: Fehlanzeige


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Gibt es Abend und am Sonntag dann auch noch die Zwischentakte auf der S5 und S6?

    Nein, zu Zeiten wo die S4 im Wendegleis steht, fahren keine Zwischentakte mehr. Deshalb wendet die S6 dann eigentlich auch direkt am Bahnsteig in Gleis 3 wie sonst die S5 in Gleis 2. Nur, dass das jetzt natürlich nicht geht.


    2.: Wo soll der zusätzliche S5-Umlauf denn herkommen? 423er sind auch in Frankfurt eher Mangelware.


    Auf dem Papier von den reinen Fahrzeiten her mag vieles gehen. Die betriebliche Erfahrung sagt aber: Eine instabile Engstelle sollte man nicht weiter über das Nötigste heraus belasten.

    Genau daran scheitert es dann. Für den weiteren Umlauf fehlen die Fahrzeuge und wohl auch das Personal. Und 423 ausleihen geht auch nicht so einfach, weil inzwischen so gut wie jede Region ihre Fahrzeuge nach Wünschen des Verkehrsverbunds entsprechend modifiziert hat und der RMV einen Einsatz solcher nicht dem Verkehrsvertrag entsprechenden Fahrzeugen u. U. ablehnt (oder man müsste es zumindest aushandeln).


    Zu Deinem letzten Punkt gebe ich Dir Recht: im Idealfall klappt das mit dem 5-Min.-Takt. Ich denke sogar, wenn man die Wende mit 2 Lokführern macht, spart man bei der S5 sogar den zusätzlichen Umlauf - wird ja in Kelsterbach mit dem Shuttle auch so gemacht.

    Sobald dann aber irgendwo eine kleine Verzögerung eintritt, stürzt das ganze Kartenhaus zusammen und alle halten sich gegenseitig auf (womit wir wieder in Kelsterbach wären).

    Viele Grüße, vöv2000

  • Weiß jemand, was eigentlich der Grund für die Gleisstörung ist? Auf dem in Beitrag 2 verlinkten Bild kann man ein Loch im Schotter und einige entfernte Schwellen erkennen. Nach fieberhaften Bemühungen zur Behebung des Problems sieht es jedenfalls nicht aus.


    Und nach gut einer Woche darf man festhalten, dass Öffentlichkeitsarbeit bei RMV und DB schlicht nicht stattfindet.

  • Hallo.


    Man macht es sich ganz einfach und schreibt nur von einer Störung am Gleis.


    Viel schlimmer finde ich es, dass man bei der Verbindungsauskunft der S5 noch hinweist, dass die S6 ab Frankfurt West wieder nach Friedberg verkehrt, obwohl die Strecke wegen der Großbaustelle zwischen Frankfurt West und Groß Karben / Niederdorfelden gesperrt ist, und man nur per SEV dort hin kommt, bzw. dass die RB40 / RB41 über FRANKFURT SÜD und Hanau Hbf umsteigefrei nach Friedberg fährt, sofern man dort hin möchte.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • Zitat: "[...] Was ich damit sagen will: Die Kapazität in Richtung Frankfurt Süd ist weiterhin ausreichend. Es gibt ja auch immer noch die U-Bahn."


    Dann schau mal was so Lokalbahnhof, Galluswarte, F West (S6 Umsteiger stadteinwärts) herumsteht!

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zitat: "[...] Was ich damit sagen will: Die Kapazität in Richtung Frankfurt Süd ist weiterhin ausreichend. Es gibt ja auch immer noch die U-Bahn."


    Dann schau mal was so Lokalbahnhof, Galluswarte, F West (S6 Umsteiger stadteinwärts) herumsteht!

    Wenn die nordmainische S-Bahn fertig ist werden sowieso 4 Fahrten pro Stunde pro Richtung an Südbahnhof/Lokalbahnhof/Ostendstr. wegfallen.

  • Weiß jemand, was eigentlich der Grund für die Gleisstörung ist?

    Wenn man im Südbahnhof mal quer über alle Bahnsteige schaut, sieht man, dass es bei allen Bahnsteigen in den Jahren vor und hinter dem Fußgängertunnel zu Setzungen gekommen ist. Das wird auch im Gleis usw. ein Problem sein. Die gezeigten Bilder sind ja auch genau aus diesem Übergangsbereich. Ich denke, dass man jetzt erstmal erkunden wollte woran es liegt und es sich jetzt vielleicht schon als größeres Thema herausgestellt hat.

  • Die Störung ist laut RMV seit dem 10.7. 4 Uhr, also seit Samstag.

    Die Störung besteht seit Donnerstag, 08.07. - zunächst wurde nur Gleis 2 gesperrt und die S5 hatte keine Zwischentakter (Frankfurt Süd – Bad Homburg) mehr, erst als ab Samstag, 10.07. auch Gleis 3 gesperrt werden musste, wurde die S6 verkürzt bzw. wegen geplanter Bauarbeiten war sie ab Samstag, 10.07., 14:00 Uhr bis Montag Früh außer Betrieb und hatte den geänderten Laufweg ab Montag, 12.07..


    Da die S6 nun für zwei Wochen (bis 01.08.) ausfällt (Ersatz durch SEV) und danach für weitere zwei Wochen (02.-06.08. und 09.-13.08.) nur im Stundentakt fährt bzw. am WE (07./08.08. und 14./15.08.) ganz ausfällt, könnte die S5 wieder mit allen Fahrten eingesetzt werden, aber man scheint weiterhin nur den Grundtakt anzubieten...


    Zunächst wurde die Störung bis Sonntag, 18.07. angegeben, nun wird das Ende offen gelassen....

    10.02.01-10.02.21: 20 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.21: Sechster Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Danke für die Resonanz auf meinen ersten Eintrag zum Thema.

    Ich war vor Ort und konnte das „Löchlein“ sehen.


    matze - die Beobachtung, dass auch an anderen Bahnsteigen/Bahnsteigkanten Setzungen zu sehen sind, teile ich. Mir ist das schon vor längerer Zeit aufgefallen, ohne dass ich mir Gedanken dazu gemacht hatte.

  • Die Störung in Frankfurt Süd besteht immer noch, ab heute darf die S5 wieder im 15er-Takt fahren - sie endet an Gleis 1 und beginnt an Gleis 4.


    Da die S6 wegen Bauarbeiten nur zwischen Bad Vilbel und Friedberg fährt (zwischen Bad Vilbel und Frankfurt fährt SEV und regulär Bus 30), kann die S5 die Kapazitäten über die Wendeanlage nutzen, die sonst für die S6 vorgesehen sind.


    Aber dennoch vergeht kein Tag ohne neue Einschränkungen, wegen Störung an einem Bahnübergang in Oberursel, kam es zu Verspätungen auf der S5.

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  • Die Störung in Frankfurt Süd besteht immer noch, ab heute darf die S5 wieder im 15er-Takt fahren - sie endet an Gleis 1 und beginnt an Gleis 4.


    Da die S6 wegen Bauarbeiten nur zwischen Bad Vilbel und Friedberg fährt (zwischen Bad Vilbel und Frankfurt fährt SEV und regulär Bus 30), kann die S5 die Kapazitäten über die Wendeanlage nutzen, die sonst für die S6 vorgesehen sind.

    Aber als die S6 in West gewendet hat, waren dieses Kapazitäten doch auch für die S5 frei.


    Also war der Ausfall der S5 Zwischentakte nicht durch die Baustelle begründet, oder?

  • Ich vermute eher, dass das eine Art standardmäßige Notmaßnahme ist. Sicherstellen einer Grundversorgung (Grundtakt), weitere Maßnahmen (Zwischentakte) dann nach und nach, je nach Planungsstand.

    Dieses Schema wird häufig so angewendet.

  • Vor sehr vielen Jahren kam mir das komisch vor, dass der S-Bahnsteig etwa in Höhe des Aufzugs einen Höhenknick hat und hatte einen Tf über diese Absenkung informiert. Dieser hat sich das zwar angesehen, aber mir keine überdeutliche Art von Bestätigung zurückgegeben.

    Einige Zeit später bin ich davon ausgegangen, dass der Bahnsteig vielleicht irgendwann mal erhöht wurde, um den Zugang in die S-Bahn barrierefrei(er) zu machen. Dort wo die Bahnsteigkante niedriger ist, hält der Zug eh nicht. Durch den Zugang zur Schweizer Straße ist der Bahnsteig wohl eh deutlichst länger als die benötigten 210 Meter für Langzüge.


    So meine Wahrnehmung zu den seit Jahren bestehenden Knicken.

    Vollkommen Großartiges Forum