GDL ruft Mitarbeiter bei der DB AG zum Streik ab 10. August 2021,19:00 Uhr, auf

  • Die S1 fährt im Stundentakt zwischen Höchst und Ober-Roden. Die S2 entfällt komplett und wird durch haltende Züge der RB 22 ersetzt. Einzig die RB 12 sollte konstant von Höchst zum Hbf fahren weil die ja nicht von der DB sind. Da die Strecke zwischen Höchst und Königstein von der HLB betrieben wird, gibt es da auch keine Einschränkungen.

    Die S2 fährt zwischen Dietzenbach und Offenbach Ost

  • Die S2 entfällt komplett und wird durch haltende Züge der RB 22 ersetzt.

    Während heute morgen alles ganz gut geklappt hatte, habe ich heute Nachmittag mal wieder erlebt, wie viel Wert man mal wieder Fahrgastinformation legt.


    Ich wollte um 16:43 Uhr mit der RB22 von Gleis 22 nach Hause fahren. Als ich um kurz vor 16:30 Uhr am Bahnsteig angekommen war, war dieser schon recht voll. Bis zur Abfahrtszeit war die angekündigte RB22 noch nicht eingefahren und auch kein Hinweise auf einen Gleiswechsel oder Ausfall auf den Anzeigen am Bahnsteig waren zu lesen und DB Navigator hinterlegt. Auch nach der planmäßigen Abfahrtszeit nicht.


    Um 16:52 Uhr springt dann Anzeige am Bahnsteig auf die nächste RB12 um und bei den Folgezügen erschien die besagte RB22 mit +10 und Gleiswechsel nach Gleis 3. Na herzlichen Glückwunsch! Einmal durch den Quertunnel in der Hoffnung, dass die RB erst eingefahren ist und wartet. Fehlanzeige! Als ich und die vielen andere Kunden/Fahrgäste am Gleis 3 angekommen waren, war die RB22 auch schon weg. Wobei das zu diesem Zeitpunkt noch nicht so klar war, konnte aber später durch einen Bekannten, der an der Strecke wohnt, bestätigt werden. Eine Twitter-Anfrage bei der DB brachte nur unnötige Floskeln wie "aufgrund des Streiks kann es jederzeit zu kurzfristigen Änderungen kommen", die einem wenig helfen und die ich der Kategorie für den Arsch zuordne. Für was man überhaupt Twitter bei DB nutzt, bleibt mir ein Rätsel. Richtige Hilfe habe ich dort seltenst erhalten.


    Also weiter warten bis 17:30 Uhr, dann soll die nächste RB22 fahren. Was sie dann auch Tat, wenn sie auch reichlich Verspätung bis Höchst aufbaute. Dafür gibt es ja immerhin die 10-Minuten-Garantie. Trotzdem unnötig über eine Stunde am Hauptbahnhof verbracht. Ein zwischenzeitlich überlegter Plan B hätte mir keine zeitlichen Vorteile mehr gebracht. Zumal ich erneut durch den Quertunnel zurück zur Nordseite gemusst hätte.


    Bei allem Verständnis für den Streik, aber wenigstens die Fahrgastinformation sowohl am Bahnsteig als auch im DB Navigator könnte wenigstens einigermaßen funktionieren. Davon abgesehen, hat der DB Streckenagent heute keinen einzigen Muks von sich gegeben, trotz des "Totalausfalls" der S2. Immerhin warnte er mich vor den Sommerferien regelmäßig vor stark ausgelasteten S-Bahnen.:/ Das Erlebnis von heute Nachmittag lässt mich darüber nachdenken, morgen mit dem Auto auf die Arbeit zu fahren.

    Gruß Tommy

  • Bei allem Verständnis für den Streik, aber wenigstens die Fahrgastinformation sowohl am Bahnsteig als auch im DB Navigator könnte wenigstens einigermaßen funktionieren.

    Da alleine etwa 4/5 aller FV Zügen am Hbf ausgefallen sind, zudem etliche RB/RE Leistungen, kann man schon erwarten das die Gleisbelegung für die (wenigen) verbleibenden Züge korrekt angezeigt und auch angesagt wird. Bin heute Nachmittag mit ICE 77 aus Hamburg zurück gekommen. Bei den Ansagen in der Bahnhofshalle hat sich einem der Magen umgedreht.


    Einfach anzusagen was noch fährt und von welchem Gleis wäre ja zu einfach...

  • Einfach anzusagen was noch fährt und von welchem Gleis wäre ja zu einfach...

    Passt halt nicht ins Schema, und in der Beziehung ist der Koloss DB halt einfach zu träge.


    (Was, bitte, nix mit „Scheiß Bundesbahn!!!“ zu tun hat, und nix mit „Scheiß Privatisierung!!!“ zu tun hat, sondern einfach mit der Größe der Organisation.)

  • Da alleine etwa 4/5 aller FV Zügen am Hbf ausgefallen sind, zudem etliche RB/RE Leistungen, kann man schon erwarten das die Gleisbelegung für die (wenigen) verbleibenden Züge korrekt angezeigt und auch angesagt wird.

    Ich habe mir das heute Morgen mal gemütlich länger angesehen, bis dann mal eine Stunde später mein Zug fuhr. Zumindest hat in dem Zeitraum die Anzeige auch immer gepasst.


    Allerdings habe ich auf der großen Tafel auch noch einen Bug entdeckt: Der Lauftext in der untersten Zeile überschreibt eine Zugfahrt. Wenn es also z. B. Züge um 8.01, 8.02 und 8.03 gibt, steht auf der Tafel links von oben runter allerlei Krempel, dann in der vorletzten Zeile 8.01, dann der Lauftext "Streik" und in der ersten Zeile oben rechts der 8.03. Der 8.02 wird verschluckt.


    Ebenfalls doof sind in der aktuellen Situation die Lauftexte hinter den Zügen. Die sind dann bei 90% dabei, aber dummerweise kann man von weitem nicht erkennen, ob das nun Ausfall, Gleisänderung oder der übliche Standardkram (Flügelung, gedrehte Wagenreihung etc) ist. Da sollte man die Ausfälle irgendwie anders markieren.


    Nebenbei übrigens mal Lob an die Sicherheitsleute. Neben mir hatte sich irgendwann eine offensichtlich wohnsitzlose Person am Zugang zum Gleis hingesetzt. Als die Sicherheit vorbeikam, haben sie gefragt, ob alles OK ist oder ein Arzt gebraucht wird und dann höflich drum gebeten, sich doch auf eine Bank zu setzen und nicht auf den Boden in den Weg.

  • Ich habe mir das heute Morgen mal

    Ebenfalls doof sind in der aktuellen Situation die Lauftexte hinter den Zügen. Die sind dann bei 90% dabei, aber dummerweise kann man von weitem nicht erkennen, ob das nun Ausfall, Gleisänderung oder der übliche Standardkram (Flügelung, gedrehte Wagenreihung etc) ist. Da sollte man die Ausfälle irgendwie anders markieren.

    In der neuen Darstellung, die zur Zeit ausgerollt wird, wird viel mehr auf Piktogramme für solche Standardsituationen gesetzt.


    Auf den großen Abfahrtstafeln werden Zugausfälle - wenn ich mich richtig entsinne - invertiert und mit einem x neben der Abfahrtszeit dargestellt.


    Ich hab' leider im Internet kein Bild davon gefunden.

  • Ebenfalls doof sind in der aktuellen Situation die Lauftexte hinter den Zügen. Die sind dann bei 90% dabei, aber dummerweise kann man von weitem nicht erkennen, ob das nun Ausfall, Gleisänderung oder der übliche Standardkram (Flügelung, gedrehte Wagenreihung etc) ist. Da sollte man die Ausfälle irgendwie anders markieren.

    Das habe ich mir auch schon teilweise überlegt. Denn gerade Umsteiger die schnell sein müssen haben nicht immer die Zeit um den Lauftext zu beobachten. Wären diese farblich hinterlegt könnte man im zügigen Vorbeigehen nach seinem Zug schauen und dann anhand des Farbcodes zügig entscheiden können, ob die Meldung für einen relevant ist. Gleichzeitig würde ich auf den Lauftext für geänderte Wagenreihungen auf den großen Anzeigen verzichten, da bei so etwas in der Regel auch eine Information direkt am Bahnsteig ausreicht.

  • Während heute morgen alles ganz gut geklappt hatte, habe ich heute Nachmittag mal wieder erlebt, wie viel Wert man mal wieder Fahrgastinformation legt.

    Die Lokführer fahren einfach, wie sie Lust haben. Die Linie RE 50 fuhr Abends - entgegen der Information des RMV - bis Frankfurt durch. Ich wollte in Hanau einen Zug nach Fulda nehmen. Am Bahnsteig wurde die Ankunft des Zuges angekündigt, nicht jedoch, wo hin er fährt. Am Ziel stand zwar Frankfurt Hbf., aber angesagt wurde weder im Zug, noch außen, nichts und ich ging davon aus, dass der Zug wendet und sich das Ziel noch ändert. Der Zug stand auch eine ganze Zeit lang in Hanau. Doch statt zu wenden fuhr er einfach weiter. Ich drückte eine Sprech-Taste, die nach Kurzem grün leuchtete. Zeimal habe ich "Hallo?" gerufen, doch es antwortete keiner und dann ging das Lämpchen aus. Kurze Zeit später gab es eine Durchsage: "Meine Damen und Herren, der nächste Halt ist Offenbach Hauptbahnhof." Andere Fahrgäste suchten vergebens nach einem Zugbegleiter. In Offenbach angelangt regten sich viele sichtlich auf und bei der Zugabfertigung hat jemand auch den Lokführer angeschriehen, dass wir nach Fulda wollten, was denn das soll - zurecht, wie ich finde.


    In Offenbach nahm ich nach einer Dreiviertelstunde den RE 55 zurück nach Hanau und ging dort wieder an den gleichen Bahnsteig, in der Hoffnung, bald den richtigen Zug zu erwischen. Dort kam ich mit anderen Fahrgästen ins Gespräch, denen genau das gleiche passierte. Nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten sollte der nächste Zug gemäß Anzeigetafel in 20 Minuten fahren (manuelle Ansagen zur Fahrgastinformation gab es nach wie vor keine). Völlig unangekündigt kam dann eine RB 51 (die eigentlich überhaupt nicht verkehren sollte) aus Richtung Frankfurt still und leise angeschlichen, die ich sofort bemerkte. Ich fackelte nicht lange, schnappte mein Fahrrad und rannte rüber. Alle anderen Fahrgäste folgten mir dann und ruck zug waren alle in dieser Bahn, die dann auch tatsächlich Richtung Wächtersbach aufgebrochen ist. Ein Glück - denn es war längst stockdunkel gewesen.

    Liebe Grüße


    André Hergert

  • Wenn "Frankfurt Hbf" dran steht, gehst du davon aus, er fährt nach Fulda und findest es dann noch okay, den Lokführer (der ja nix für eure sorry Dämlichkeit richtig zu lesen nix kann) anzuschreien?


    Sonst geht's aber gut?

  • Die Lokführer fahren einfach, wie sie Lust haben.

    Wir hatten's zwar letztens, dass Busse hier im Forum stiefmütterlich behandelt werden, aber können wir dennoch anerkennen, dass Busse und Bahnen unterschiedlich sind und nach unterschiedlichen Rahmenbedingungen funktionieren?


    Kein Lokführer, keine Lokführerin und noch nicht mal Triebfahrzeugführer*innen entscheiden selbst, wo sie hinfahren und „machen einfach“.


    Von dem ganzen anderen Mist in deinem Post abgesehen, den Kevin Schöffler schon gut genug kommentiert hat.

  • " Andere Fahrgäste suchten vergebens nach einem Zugbegleiter.


    Kaum verwunderlich, die streiken ja zum großen Teil.


    Die Informationen außerhalb des Zuges eher ..... sind, steht auf einem anderen Blatt. Ich nehme an, dass diese Bereiche (FDL, SuS, usw.) nicht streikbedingt ausgedünnt sind.

  • Zitat von Dorfbewohner

    Die Lokführer fahren einfach, wie sie Lust haben.

    Genau das kann ich mir im Schienenverkehr in Mitteleuropa schlecht vorstellen - auch, wenn es in alten US-Thrillern gelegentlich entsprechende Beispiele gibt. :D


    Hierzulande bestimmen immer noch Signale und Fahrdienstleiter den Zugbetrieb, und das wird ja hier im Forum auch ausgiebig geschildert.

    Fehlende Durchsagen und Informationen seitens der DB kann man durchaus beklagen. Allerdings denke ich immer noch, es ist besser, der Zug fährt ohne sichtbaren Zugbegleiter und mit unvollständigen Infos als gar nicht.


    Im beschriebenen Fall stand ja richtigerweise Frankfurt dran am Zug. In dem Fall würde ich bis Frankfurt Hbf weiterfahren und hoffen, dass der Zug dort alsbald wendet und wieder zurückfährt. Und nach Fulda fahren ja auch noch einige ICE.


    Und falls die Bahn App nichts Brauchbares hergibt, würde im Zweifelsfall ein Hilferuf im Forum auch weiterhelfen. Meistens dürften sich ein paar Ortskundige finden, die sich auch mit alternativen Bus- oder Privatbahnangeboten auskennen.

  • Zitat: "Ich fackelte nicht lange, schnappte mein Fahrrad und rannte rüber. Alle anderen Fahrgäste

    folgten mir dann und ruck zug waren alle in dieser Bahn, die dann auch tatsächlich Richtung

    Wächtersbach aufgebrochen ist. Ein Glück - denn es war längst stockdunkel gewesen."


    ....wozu ein Fahrrad wenn es noch nicht mal benutzt wird...?! :rolleyes:

    ....oder is das Licht kaputt?

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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  • ....wozu ein Fahrrad wenn es noch nicht mal benutzt wird...?! :rolleyes:

    ....oder is das Licht kaputt?

    Och Komm das ist dann doch ein bisschen albern, oder? Was würdest du zu Fahrradfahrenden auf dem Bahnsteig sagen? Oder willst du eine Fahrt von Hanau zur gewünschten Endstation vorschlagen?

  • Bitte nichts interpretieren. Erstens habe ich nicht gesagt, dass mein Licht defekt ist. Zweitens dauert es vielleicht weit über 2 Stunden, bis zu mir nach Hause? Aber das kann man ja als Außenstehender nicht wissen. Ich bitte daher, auf einen anständigen Umgang zu achten.


    Zu den übrigen Antworten: Natürlich weiß ich, dass wir im 21. Jahrhundert leben und die Fahrstraßen von einem Fahrdienstleiter gelegt werden. Ich wollte mal schildern, welch ein Chaos die Fahrgäste auf der Kinzigtalbahn erlebt haben. Seitens des RMV heißt es nach wie vor, dass die Züge nur zwischen Fulda und Hanau pendeln. Wenn an der Bahnhofsanzeige "von Fulda" und nicht "Frankfurt Hbf" steht, was soll man denn bitte denken? Auf der Hinfahrt nach Hanau stand auch "Frankfurt Hbf" am Zug, obwohl per Durchsage bekannt gegeben wurde, dass der Zug in Hanau endet. Da geht man in logischer Konsequenz davon aus, dass der Zug auf der Rückfahrt auch lediglich falsch geschildert hat und wieder umkehrt.

    Wenn "Frankfurt Hbf" dran steht, gehst du davon aus, er fährt nach Fulda und findest es dann noch okay, den Lokführer (der ja nix für eure sorry Dämlichkeit richtig zu lesen nix kann) anzuschreien?


    Sonst geht's aber gut?

    Aus obig genannten Gründen war aus Fahrgastsicht anzunehmen, dass der Zug in Hanau umkehrt, weil er es den ganzen Morgen über bis Nachmittags getan hat. Aber am Abend hat man sich dann umentschieden, die Linie bis Frankfurt zu führen (wofür es anhand der Fahrgastzahlen übrigens keinen Grund gab), ohne die Fahrgäste über diese Änderung in irgend einer Weise zu informieren. Die Verwirrung wurde zudem dadurch begünstigt, dass im DB-Navigator und auf der RMV-Seite steht, dass diese Züge nur bis Hanau fahren. Über eine Änderung hat es keine Information gegeben.

    Liebe Grüße


    André Hergert

  • Zitat: "Oder willst du eine Fahrt von Hanau zur gewünschten Endstation vorschlagen?"


    ...mim Fahrrad ist man bei sowas schneller heimgeradelt als wenn man auf einen Zug nach Fulda...ääähhh Frankfurt wartet (oder andersherum)

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