Strategie rnv2030

  • Im Mai hat die RNV öffentlich einige kurze Einblicke in ihr Strategiepapier "rnv2030" gegeben - in Form eines Blogposts sowie eines Podcasts.


    Aus dem Blog zitiert:

    Zitat

    Das Strategiepapier rnv 2030 schildert erste Gedanken und verschiedene Ideen für Maßnahmen, wie in Zukunft im Vergleich zum Ausgangsjahr 2018 Fahrgastzuwächse von 30, 50 oder auch 100 Prozent realisiert werden können.

    [...]

    Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es sich bei den aktuellen Plänen nicht um unumstößliche Bauvorhaben handelt. Es geht um Ideen, wie der Streckenausbau ins Umland oder die Kapazitätssteigerung in den Innenstädten umgesetzt werden könnten – und weniger um Fragen der Finanzierung oder der Realisierung, für die politische Mehrheiten in den Gemeinderäten notwendig sind.


    In diesem Rahmen wurden drei Karten zu einem möglichen Netzausbau publiziert (für Einzel-Großansichten bitte in den Blogpost gehen):


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    Grob skizziert umfassen dabei die betrachteten "möglichen Ausbauten" rund 150 km Strecke (ggü. 180 km Bestandsnetz) zur Neuanbindung von rund 300.000 Einwohnern in der Umgebung.


    Es handelt sich fast durchgehend um bekannte Projekte, die schlicht in diesem Projekt zusammengeführt sind und teilweise auf ihr "Maximum" erweitert sind, ergänzt durch kleinere innerstädtische Ausbauten mit einer Tendenz zum Ersatz von höherfrequenten Busverbindungen. Dass die Realisierung hierbei weniger eine Rolle spielt, wird klar wenn man sich bewusst wird, dass der Großteil dieser Strecken in der Vergangenheit aufgrund entweder finanzieller oder politischer Ablehnung nicht realisiert wurden, und teilweise auch aufgrund Parallelverkehr (zu S-Bahn) im Bestandsverkehr vielleicht nur eingeschränkt Sinn machen. Dass es sich durchaus um "Schubladenplanung" handelt, wird im Podcast durchaus auch angesprochen.


    Einige dieser Strecken sind dabei in ihrer Historie auch regelrecht skurril und wenig wahrscheinlich - dazu gehört bspw. die Erweiterung nach Lampertheim, die vor rund 100 Jahren erstmals beplant (und 1927 in Großhessen zur Konzession beantragt) wurde, oder die Strecke auf den Emmertsgrund, bei der man bei einer Adhäsionsbahn für die 120m Höhenunterschied praktisch Serpentinen einplanen müßte.