Frankfurter Impf-Express

  • Der Aufwand an Material und Personal für im Durchnschnitt etwa 70 Impfungen pro Bahn und Einsatztag ist schon immens.

    Aber dafür ist das Angebot gut sichtbar.


    Ich habe allerdings gehört, das der Betrieb des stationären MesseImpfzentrums noch aufwändiger pro Impfung war in diesem Spätsommer.

    Grüße ins Forum :saint:

  • WEnn wir uns im Augenblick die Entwicklung der Pandemie ansehen - und die seriösen Aussagen über den durch Impfungen wie Booster-Impfungen erzielten Schutz, sehe ich den Aufwand gerechtfertigt. Die Hausärzte dürften teilweise überfordert sein. Und 1 Stunde Wartezeit im Viren-Hub (jedweder Art) eines ärztlichen Wartezimmers möchte ich möglichst vermeiden. Da find ich 1 Stunde Fahrt in einer historischen Straßenbahn schon wesentlich netter. :)


    Und vermutlich dürfte dieses so einigen gehen. Und die Präsenz der Bahn dürfte auch motivierend wirken. Einfach den Fahrplan erkunden und im Normalfall ein paar Minuten warten - fertig. Nicht stundenlange Warteschleifen bei der telefonischen Anmeldung beim Arzt, und dann auch noch mal beim Termin im Wartezimmer. ;( Im Impfzentrum musste ich zwar auch warten - aber da empfand ich die gesamte Atmosphäre in der luftigen Halle als wesentlich angenehmer und entspannter.


    Israel scheint das ja etwas einfacher organisieren zu können, auch Bidens USA. Da kann man sich mitunter auch in Einkaufszentren, Apotheken und Kneipen impfen lassen und bekommt zum Dank noch gelegentlich ein Glas Bier. :P

  • Ich habe allerdings gehört, das der Betrieb des stationären MesseImpfzentrums noch aufwändiger pro Impfung war in diesem Spätsommer.


    Die hessenschau hat mal berichtet, dass in den Impfzentren eine Impfung rd. 150 € gekostet hat. Der Impfstoff selbst kostet rd. 16 €/Dosis. Ein niedergelassener Arzt bekommt pro Impfung 20 € vergütet; die Impfärzte in den Impfzentren bekamen pro Tag 1.500 €, egal wie viele Impfungen sie machen konnten. Wären es 9-10/Stunde gewesen, wäre das ein Honorar pro Impfung ähnlich dem der niedergelassenen Ärzte (bei 8 Stunden Öffnungszeit). D.h. die gesamte Logistik der Impfzentren (Raumkosten, Impfstoff-Kühlung, Aufsichts- und medizinisches Personal schlug mit rd. 114 €/Dosis zu Buche. Ich kann mir schon vorstellen, dass der Impfexpress im Ergebnis kostengünstiger betrieben werden kann als ein stationäres Impfzentrum.

  • Israel scheint das ja etwas einfacher organisieren zu können, auch Bidens USA. Da kann man sich mitunter auch in Einkaufszentren, Apotheken und Kneipen impfen lassen und bekommt zum Dank noch gelegentlich ein Glas Bier. :P

    In der B-Hauptwache ist auch ein "mobiles" Impfteam "stationiert" ( sozusagen ein zweites Impfzentrum ). In oder an Einkaufszentren gab/ gibt es auch Impfmöglichkeiten.

    Also, an Möglichkeiten mangelt es in der Regel nicht.

  • Der Aufwand an Material und Personal für im Durchnschnitt etwa 70 Impfungen pro Bahn und Einsatztag ist schon immens.

    Die Tagesleistung und der Personalaufwand der Gesamtaktion entspricht grob der eines normalen mobilen Impfteams (ca 120 Impfungen/Tag, beispielhaft: Personal 1 Arzt plus bis zu 12 weitere Fachkräfte, typischerweise 3 Fahrzeuge zum Personal- und Materialtransport).


    Hausärzte kommen typischerweise auf 20 Impfungen pro Woche "nebenher", so viel weniger Aufwand ist das also nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von kato ()

  • Die Hausärzte dürften teilweise überfordert sein.

    Wenn man denn überhaupt einen hat. Wenn bei mir irgendwann der Booster ansteht (noch gehöre ich nicht zur Gruppe, der es dringend empfohlen wird), werde ich schauen müssen, wo ich den her bekomme. Hier im Kreis hat das Impfzentrum dichtgemacht, ein "Minizentrum" wie in Frankfurt gibt es hier nicht. Nach Frankfurt fahren kostet hin und zurück direkt über 10€- Einen Hausarzt habe ich nicht, und hier nimmt Dich auch keine Praxis nur für eine Impfung. Der Aufwand ist wohl im Vergleich zur Vergütung viel zu hoch. Davon abgesehen empfand ich das Impfzentrum als wesentlich angenehmer als einen Arztbesuch. Hin, Dokumente checken, "haben Sie noch Fragen?" Die einzige, die ich gehabt hätte, nämlich ob und wie stark meine Nebenwirkungen sein werden, kann im Voraus eh niemand beantworten, Spritze, 15 Minuten warten, fertig. Kein langes Warten, keine Versuche des Arztes, mehr Geld durch zusätzliche Untersuchungen und Behandlungen rauszuschlagen "Oooh, Sie haben sich ja noch nie komplett durchchecken lassen. Da brauchen wir gleich mal ein großes Blutbild, Leberwerte, Belastungs-EKG und eine Darmspiegelung"... äääh NEIN.

    Vielleicht wäre es wirtschaftlich sinnvoller, Impfzentren für Impfungen aller Art einzurichten, also alles, was die Stiko so empfiehlt + das, was man eventuell für eine Reise, wenn das mal wieder normal möglich ist, braucht. Termin machen, hin, pieks, fertig. Ist vielleicht dank "Economy of scale" preiswerter zu machen als bisher. Wer gesund ist und keine große Beratung braucht, ist damit gut aufgehoben. (Meine einzigen körperlichen Leiden stellen keine Beeinträchtigung bei einer Impfung dar) - wer gesundheitlich vorbelastet ist, hat eh einen Hausarzt und kann dorthin gehen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Hallo.


    Der Pt-Wagen 720 war heute nachmittag mit Impf-Express-Aufmachung (außen) als HVZ-Verstärker der Linie 17 (1713) im Einsatz.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • Ich habe heute gegen 11:30 Uhr den P 720 als Fahrschule an der Messe-Schleife gesichtet:

    Und später einen der beiden - nach Helmuts Hinweis war es dann wohl der 736 - gegen 16:37 im Betriebshof Gutleut mit Beschilderung der Linie 15:


    Nur mit Handy aufgenommen - meine Kamera habe ich halt nicht immer mit.

  • Und 1 Stunde Wartezeit im Viren-Hub (jedweder Art) eines ärztlichen Wartezimmers möchte ich möglichst vermeiden.

    Daher habe ich den Besuch beim Hausarzt seit Corona gemieden.


    Das Impfzentrum empfand ich nicht so angenehm vom Ablauf. Es waren zu viel Stationen, die sich bei einem Erstbesuch nicht richtig erschließen.


    In der Tram ist es angenehm kompakter und somit auch etwas persönlicher und näher im Sinne der Kümmerung um den Patienten. Hilfsbereit waren die Mitarbeiter im Impfzentrum, aber auf machen Abschnitten fühlte ich mich etwas ratlos.


    Ich freue mich schon auf die Möglichkeit Anfang Dezember in der Tram für den nächsten Piks.


    Es liest sich so, als ob es neue Routen geben könnte. Aus Fan-Sicht würden mir Linien IE3 und IE4 Spaß machen, die müssten aber komplett neu geplant werden. Allerdings würden neue Linien auch mehr Erstimpfer anziehen, denn der Osten und Südwesten wurde ja bisher ausgelassen.


    Kleiner Scherz:

    Mit Rückumbau zu Ptb wären auch Fahrten auf der Stadtbahn möglich ^^


    Bisher hatte ich noch gar nicht gefragt, wie die VGF im positiven Sinne geschafft hat, die beiden Wagen aus dem Linienverkehr zu nehmen?


    Ob es jetzt so glücklich ist, die beiden Wagen mit der Botschaft "Steig ein, lass Dich impfen" auf Normallinie einzusetzen - ich weiß nicht.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Ich hab mir im Impfzentrum im sommer keine Gedanken gemacht ob ich da jetzt durch zu viele

    oder zu wenige Stationen durch bin....Hauptsache Impfung.

    Selbst wenn ich damals gehört hätte, dass man im Herbst/Winter in einer Tram sich impfen lassen

    kann wäre ich trotzdem im Sommer gegangen.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Das Impfzentrum empfand ich nicht so angenehm vom Ablauf. Es waren zu viel Stationen, die sich bei einem Erstbesuch nicht richtig erschließen.

    Kommt natürlich auch auf das Impfzentrum an. Bei uns war es sehr übersichtlich. Vorm Eingang Dokumentencheck und ggf. nachträgliches Ausfüllen von dem, was man vergessen hat, sowie Temperaturcheck. Drinnen kurz warten, Arztgespräch, weiter zum nächsten Wartebereich, in die Impfkabine, pieks, und ab in den Aufenthaltsbereich für die 15-Minuten-Überwachung. Papiere mitnehmen und ab nach Hause. Das Impfzentrum hier hat auch (ja, das ist kein objektiver Maßstab, aber sollte nicht unerwähnt bleiben) sehr gute Bewertungen bei Google Maps bekommen. (Abgesehen von ein paar Spinnern, die einen Stern gegeben haben, weil sie gegen die Impfung sind, und überhaupt nicht im Impfzentrum waren. Sie mögen ja ihre Meinung zu dem Thema haben, das sei ihnen unbenommen, egal wie man es persönlich sieht. Aber deshalb eine Einrichtung, in der sie nicht gewesen sind, "downvoten" ist einfach nur dämlich.)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Kommt natürlich auch auf das Impfzentrum an. Bei uns war es sehr übersichtlich.

    In der Tat. In Darmstadt war das Impfzentrum jetzt auch nicht unübersichtlich oder chaotisch. Aber es war irgendwie überorganisiert. Ich weiß nicht, warum man an gefühlt zehn (real drei oder vier) Stationen seinen Perso vorzeigen mußte und warum nacheinander fünf Leute kontrolliert haben, ob man auch alle Fragen des Bogens ausgefüllt hat.


    Normalerweise hätte ich erwartet, Empfang, Datenkontrolle, Gesundheitskontrolle, Wartebereich, Impfen, Wartebereich, fertig. Aber so durfte man erst mal draußen am ersten Empfang seine Einladung vorweisen (die mit Perso abgleichen) und schauen, ob alle Unterlagen da sind, dann reinschicken, Temperaturkontrolle. Dann freundliche (das gilt aber für alle) Mitarbeiter (m/w/d), die einen an den nächsten Stehtisch bitten und gucken, ob alle Bögen ausgefüllt sind, dann schicken sie einen an den nächsten Empfang, wo dann wieder der Perso geprüft und geschaut wurde, ob alle Bögen ausgefüllt sind.


    Dann in den Wartebereich, wo ein freundlicher Mitarbeiter nur dazu da war, einem einen Sitzplatz zuzuweisen (danke, aber ich kann noch selbst sehen, wo ein freier Stuhl ist). Ein weiter freundlicher Mitarbeiter, der dazu da war "Moderna links, Biontech rechts, AZ geradeaus" zu flüstern, aber selbstverständlich zur Sicherheit nochmal die Bögen durchschaut, ob alle Fragen sauber angekreuzt sind. Dann vor dem eigentlich Impfbereich nochmal ein freundlicher Mitarbeiter, der nachsieht, ob man den richtigen Farbaufkleber für den richtigen Impfstoff hat und natürlich alle Bögen durchsieht, ob die Fragen alle angkreuzt sind. Dann zum Empfang im Impfraum, wo ein freundlicher Arzt selbstverständlich, na was wohl, kontrolliert. Und wenn man anschließend endlich in der Impfkabine sitzt und die Ärztin nochmal die Daten gecheckt hat und einen fragt, ob man wirklich geimpft werden will, dann kommt man schon kurzfristig in Versuchung, den dummen Spruch "Ja natürlich, oder meinen Sie, ich habe die Antwort 'Ja, ich möchte geimpft werden' auf dem Fragebogen auf all den Stationen vornedran nur zum Spaß beantwortet." loszulassen. Nein, macht man nicht, die Leute im Impfzentrum taten schließlich ihr bestes und das teilweise abends und auch am Wochenende. Ich wollte eigentlich beim Zweittermin einfach noch als kleines Danke 'n Packen Kaffee mitbringen, hab's dann aber leider vergessen. Aber insgesamt hatten einige Arbeitsschritte schon etwas vom Passierschein A38.

  • Normalerweise hätte ich erwartet, Empfang, Datenkontrolle, Gesundheitskontrolle, Wartebereich, Impfen, Wartebereich, fertig.

    Im Impfzentrum in Heidelberg lief das durchaus so.


    Empfang durch Bundeswehr, Kontrolle Perso (das einzige mal), Zuweisung Biontech. Dann Station 1, Datenaufnahme durch DLRG-Personal. Station 2, Aufklärungsgespräch und Abklärung Vorerkrankungen. Station 3, Impfung. Station 4, Wartebereich (ohne Sitzzuweisung). Station 5, Checkout mit Empfang digitales Impfzertifikat.


    Selbst auszufüllenden Fragebogen gabs nicht, das einzige was ich vor Ort ausgefüllt hab war ein Kreuzchen bei Ja und zwei Unterschriften. Der Rest kam an Station 1 ausgefüllt ausm Drucker, wurde bei Station 2 durch den Arzt angekreuzt, bei Station 3 mit Aufkleber (Chargennummer) versehen, bei Station 4 einmal draufgeschaut (bei bestimmten Kombinationen hat man nämlich 30 Minuten Nachbeobachtung, nicht 15) und der Großteil wurde dann bei Station 5 eingesammelt.


    Gut, am Empfang musste man sich Rat beim Vorgesetzten holen welchen Impfstoff man in dem Fall zuteilen soll, bei Station 1 war die junge Dame vom DLRG von zwei "hilfreichen" jungen Herren belagert, bei Station 2 wäre es vermutlich einfacher gewesen mit dem Arzt auf Englisch zu reden, bei Station 3 wird man schräg angeschaut weil man die Nadel rechts und nicht links will, bei Station 4 hat kein Mensch auf die Uhr geschaut und bei Station 5 ist erstmal der Computer abgestürzt.


    Danach an der Haltestelle 35 Minuten auf den nächsten kostenlosen Bus zurück zum Bahnhof warten... mit demselben netten rumänischen Fahrer, dem schon auf der Hinfahrt die Kollegin erst mal auf italienisch versucht hat zu erklären was diese elektronische Grüne-Welle-Anzeige an der Ausfallstraße bedeutet. Und wo er abbiegen muss, um da überhaupt erst mal hinzukommen...

    2 Mal editiert, zuletzt von kato ()

  • Zitat von Helmut

    Der Pt-Wagen 720 war heute nachmittag mit Impf-Express-Aufmachung (außen) als HVZ-Verstärker der Linie 17 (1713) im Einsatz.

    Heute Nachmittag habe ich ihn am Hbf auch auf der Linie 17 auf dem Weg nach Neu-Isenburg gesichtet und aufgenommen um 15:18 Uhr:


  • Es ist doch gut, wenn sie dranbleibt und dafür auch für das Impfen an sich Werbung gemacht wird. Wenn die Wagen auf der Linie 17 eingesetzt werden, fahren sie ja auch direkt am Impfzentrum in der Kleinen Messehalle vorbei, das nach wie vor in Betrieb bleibt.

  • Nach den neuesten Meldungen in den Medien - konkret beziehe ich mich auf die HR-Radiosender - dürfte sich der Impf-Express bei der nächsten Runde eines erheblich gesteigerten Zuspruchs erfreuen. Vor allem für die Booster-Impfungen bestehen mitunter wochen- und monatelange Wartezeiten. Erinnert an das Chaos zu Anfang des Jahres, obwohl dieses Mal genug Impfstoff da sein soll. Wenigstens braucht jetzt nichts mehr weggeworfen zu werden.


    In den noch bestehenden Impfzentren in Frankfurt und Offenbach btaucht man keineTermine, es werden aber Wartezeiten von 1 - 2 Stunden berichtet.

    So schnell ändert sich die Lage. Da kann die VGF wohl alle ihre "Schätzchen" und wohl auch den einen oder anderen R-Wagen zu Impf-Expressen herrichten und sogar den regulären Fahrpreis erheben - soweit notwendig. :) Realistischerweise bedeutet das vielleicht für uns, dass die beiden P-Wagen auch in der neuen Fahrplan-Periode öfter als Impf-Express unterwegs sein dürften und es vielleicht noch Gesellschaft gibt. Wie wäre es mit N- und O-Wagen ? :)

  • Hallo.


    Wie auf den Info-Tafeln an den Haltestellen zu entnehmen ist, fährt der IE2 ab kommender Woche von Ginnheim über Messe, Hauptbahnhof, Altstadt, Konstablerwache, Bornheim Mitte, Zoo und Allerheiligentor zum mittleren Gleis am Lokalbahnhof. Von dort geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück nach Ginnheim.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.