Halteposition Hauptwache

  • Hauptproblem der Standzeitüberschreitung ist der Egosimus zulaufende Türen (die

    letzte) wieder aufzuziehen wenn man auf den Bahnsteig kommt. Da an der Stelle

    der Zug oft gut voll ist braucht das ein moment mit dem Reinjonglieren sodass dann

    immer wieder mal weitere Fahrgäste eingetroffen sind die dann an der Tür probieren

    einzusteigen bzw beim Zulaufen wieder einer die Tür aufzieht.

    Kann man sich sehr schön Samstag nachmittags nach dem Einkaufen sich anschauen.

    Beschäftigt man sich damit verkürzt das gefühlt die dadurch verursachte längere Warte-

    zeit auf seinen Zug.....


    In Bezug auf den Zugabstand hat die aktuelle Halteposition bei einem Vollzug den Vorteil

    dass dieser in kürzerer Zeit dem Gleisabschnitt freigibt so dass dann eher der nachfolgende

    Zug nachrücken kann (bei freier Fahrt in die Taunusanlage ist dann auch für diesen das

    Signal am Bahnsteigende schnell frei und damit ist langsames Nähern ans Signal nicht nötig.

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  • Das Kurz und Vollzüge gen HBF hinten überfüllt sind, wird ja quasi durch die aktuelle Halteposition noch mehr provoziert.


    Hat aber ziemlich lange gedauert, bis sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat. Eigentlich hätte das schon vorher klar sein müssen.

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  • Hauptproblem der Standzeitüberschreitung ist der Egosimus

    Nee, Hauptproblem ist, dass jemand hier eine Entscheidung auf Grundlage seiner LST-Zeichnungen getroffen hat, ohne die Verhältnisse vor Ort zu betrachten. Das Hauptsymptom sind dann vielleicht türaufreißende Fahrgäste. Man kann ja gerne der Meinung sein, dass der Betrieb ohne Fahrgäste viel besser ablaufen würde, aber wenn man den Betrieb so plant, dass er mit Fahrgästen von vorneherein nicht funktionieren kann, macht man halt was falsch. Menschen sind Menschen.

  • Menschen sind Menschen....nicht ganz.....die sind nicht überall zu gleichem (Fehl)Verhalten sozialisiert.

    In Japan funktioniert Betieb mit Fahrgästen hervorragend - weil die sich da nicht so egoisitsch benehmen

    und noch in schliessende Türen reinrammeln sondern einfach auf den nächsten Zug warten wenn dieser

    abgefertigt wird. Das Nicht-zurückbleiben war zu Zeiten des 420 trotz Durchsage schon oft genug zu sehen.

    Da halt nur mit der Konsequenz von der schliessenden Tür eingeklemmt zu werden, jetzt steht der Zug

    durch die elektronischen Sicherheitseinrichtung halt länger weil die Tür wieder aufläuft und einem nächsten

    eine weitere Chance gibt den Zug ein weiteres mal aufzuhalten.

    Würde man das Fehlverhalten in den Fahrplan einkalkulieren dann müsste man den Zugabstand im Tunnel

    auf 3 bis 4 Minuten strecken.


    ....oder einfach mal per Kurzwerbevideo Tiktok, Insta und sonst so versuchen auf das aufmerksam zu

    machen: zB "Türaufhalten verursacht Verspätung" - wobei man da wahrscheinlich alle möglichen Egobau-

    stellen (zB wie Parken auf Gehweg/Fahrradweg) abdecken sollte um aufzuzeigen wo es überall in der Ge-

    sellschaft hakelt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Darkside ()

  • Menschen sind Menschen....nicht ganz.....die sind nicht überall zu gleichem (Fehl)Verhalten sozialisiert.

    das widerspricht sich nicht. Regeln zu ändern und dabei davon auszugehen, dass sich Menschen wie Maschinen an die neuen Regeln anpassen, missachtet, dass Menschen Menschen sind und eben keine Maschinen.


    Und dabei ist es auch egal, ob vorher alles gut war oder nicht – die Situation hat sich deutlich verschlimmert, was jetzt ja wohl auch anerkannt wurde.

  • Die geänderten Halteposition sorgt zwar dafür dass es in der HVZ bei einem Vollzug [und samstags nachmittags

    generell, da nur VZ] es im Bereich Zugende sehr voll wird und auch mal 10 Sekunden länger braucht bis alle die

    zum Zeitpunkt der Zugankunft auf dem Bahnsteig waren eingestiegen sind.

    Aber

    Was erst massiv Verspätung verursacht ist das Reversieren zulaufender Türen wenn die Türfreigabe weg

    ist und nicht dass sich stärker in dem Bereich geballt ist. Würde man da einfach mal die Finger von einer Tür

    weglassen wenn die Türfreigabe nicht mehr leuchtet und auf den nächsten Zug warten, dann ginge es auch

    alle 2,5 min ohne Verspätungsaufbau/-verschleppung.

    Das ist aber keine Hauptwacherichtunghauptbahnhofexklusiveigenheit - nur dort schlägt es wegen der Häufig-

    keit die es vorkommt und fehlendem Fahrzeitpuffer entsprechend stärker zu als an anderen Stellen im Netz.

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  • Wenn das so stimmt, würde das bedeuten, dass die Änderung der Halteposition keine Auswirkung gehabt hätte. Das stünde im Widerspruch zu den Erfahrungen, die in der FNP und hier berichtet wurden und auch dazu, dass die Bahn es nun wieder ändern will.

  • Trotzdem bleibt an der Haupwache das Problem, das die Zugänge zur A- Strecke beide im Bereich A liegen, ein Treppenaufgang zu B Ebene im Bereich B gesperrt ist. Folglich ist eine ständige Völkerwanderung nach vorne nötig.

    Zusätzlich noch dazu spontan verkürzte Züge und fehlende Taktverstärker.

  • Vorher fuhren zur HVZ auch schon sehr viele Langzüge und bei denen ist die Verteilung der Türen über

    den Bahnsteig eh fix. Vollzüge sind da vornehmlich die Zwischentakte bei denen es dann stärker hinten

    durch die andere Halteposition sehr voll wird (es wird halt gewartet wie als wenn ein Langzug kommen

    könnte und dann geht die Wanderung los). Samstags gibt es keine Langzüge und beobachtet man in der

    HVZ nachmittags dann sieht man bei Langzügen auch dass da dann beim mittleren Triebzug bei einer

    der letzten zulaufenden Türen in diese von einem der gerade auf den Bahnsteig kommt reingeriffen

    um noch einzusteigen und das ist das was die stärkste Auswirkung hat.

    Samstags kann man es am besten beoabchten da sich dann in einen volleren Bereich nach dem "Türenzwangs-

    öffnen" noch irgendwie reingedrückt wird und somit die Chance für einen nächsten "Ichmussnochunbedingtmit"

    erhöht.

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  • Ja, letzteres ist ein generelles Problem ( allerdings ist aber auch nicht sicher, wann und ob eine nächste Bahn kommt).

    Vorher gab es zwei Problemstellen, grob gesagt Zugänge zur A- Strecke. Das addiert sich halt jetzt zusätzlich.

    Zudem sind die der Durchgänge Bahnsteigkante <> Hindernis ( Zu/Abgänge) nicht besonders breit, gerne auch noch mal verengt durch Absperrungen usw. Nicht besonders fahrgastfreundlich.

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  • Das eigentliche Problem ist hier von Darkside vollkommen richtig beschrieben. Es ist aufgrund des ... Verhaltens einiger Fahrgäste vollkommen egal, wo der Zug an der Hauptwache hält. Wenn er weiter hinten hält, wird die Tür direkt am "hinteren Treppenabgang" wieder aufgerissen. Es bräuchte wieder Fahrgastlenker, wie vor Corona. Aber die hat man ja abgeschafft.

  • In Japan funktioniert Betieb mit Fahrgästen hervorragend - weil die sich da nicht so egoisitsch benehmen [...]

    Ja, alles eine Sache der Mentalität. Genau die kann aber auch dazu führen, dass sich dort Betriebspersonal so egoistisch benimmt, dass es zu einem Unfall kommt. Will sagen, wir können hier halt keine japanischen Maßstäbe anlegen (was nicht heißt, kein vernünftigeres Verhalten erwarten zu dürfen).


    Was erst massiv Verspätung verursacht ist das Reversieren zulaufender Türen [...]

    Warum müssen die eigentlich unbedingt reversieren? Warum nicht stoppen oder zumindest weiter rot blinken und piepen? Ist sonst geradezu ne Einladung zum Blockieren/Reindrängeln.

  • Was sehr gut funktionierte, waren die Schwenkschiebetüren der ET 420 7./8. Bauserie, als wir sie direkt aus Stuttgart bekamen: "Zurückbleiben!", Knopfdruck - Wamm-Pamm!, wer dachte, ihn ficht das "Zurückbleiben" nicht an oder er muß trotzdem in die Tür reinfassen, der lernte eben durch Schmerzen. Hab ich damals konsequent und ohne Reue durchgezogen, bereits nach kurzer Zeit beobachtete ich, daß das Publikum allgemein die Türen bei diesen Fahrzeugen mit deutlich mehr Respekt behandelte, d.h. im Zweifelsfall eben doch lieber stehen blieb, weil sich rumgesprochen hatte: das tut weh, so einen Türflügel auf die Mappe zu bekommen.


    Aber darf ja nicht mehr sein, Türen MÜSSEN ja unbedingt reversieren (in Prag etwa ist das bis heute komplett unbekannt, seltsam: dort funktioniert es...), schön langsam und vorsichtig laufen, damit auch jaaaaa niemand mehr einen Grund zur Klage hat... ich hab damals, als ich noch bei der S-Bahn war, immer gesagt, ich bin schon gespannt, wann Türflügel aus feiner weicher Watte eingebaut werden, damit es auch ja niemandem mehr weh tun kann.


    Ich sehe, es hat sich seit meinem Weggang aus Rhein-Main in dieser Hinsicht absolut nichts verändert. Interessant zu wissen.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.