• Wer will, dass seine Anliegen auf wohlwollende Ohren stoßen, formuliert dennoch ohne „es kann doch nicht sein, dass…“. Nehmen wir als Beispiel hypothetische Formulierungen in einem hypothetischen Nahverkehrsforum, in denen immer wieder der hypothetische örtliche Verkehrsverbund mit Beschimpfungen überzogen wird: ohne diese Formulierungen ist es einfacher, die Kritik ernst zu nehmen.


    Nun vermischst du hier die Aussage „das ist nicht förderlich“ mit der Aussage „das ist ein Ausschlusskriterium“, und das sind aber zwei völlig unterschiedliche Dinge. Es ist einfach menschlich, dass man bei unverschämt wirkender Kritik wenig Lust hat, sich mit der der Kritik zu Grunde liegenden Problematik auseinander zu setzen, also überhaupt zu verstehen, was das Problem ist und wo es liegt, als einfach nur den Wortlaut der Kritik zu nehmen und diese dann eventuell oberflächlich missinterpretieren zu können.

    Hallo baeuchle ,

    wir kennen uns nicht persönlich. Dass Du mich forumsöffentlich nicht besonders magst, nehme ich zur Kenntnis.

    Trotzdem wäre es ganz nett, auf meine Sachaussagen einzugehen, statt dass Du Dich an Einzelformulierungen bzw. -bewertungen von mir hochziehst.

    OK?

    Und wenn nicht, dann ist es mir auch insofern egal, wenn außer versuchter Sprachpolizei kein weiterer Sachvortrag erfolgt. Klare Aussprache magst Du nicht, Inhalte nicht Dein Ding? Dein Problem. Ich habe genug Lebenserfahrung, um hinter dem zu stehen, was und wie ich formuliere.


    Grüße

    Umland-Bürger

  • Und wenn nicht, dann ist es mir auch insofern egal, wenn außer versuchter Sprachpolizei kein weiterer Sachvortrag erfolgt.

    Lies doch bitte einfach, was ich schreibe. Ich weise dich auf ein Missverständnis hin: „das ist nicht förderlich“ ist was anders als „das ist ein Ausschlusskriterium“. Das ist der „weitere Sachvortrag“, den du suchst, eben das „Eingehen auf deine Sachaussagen“.


    Danach versuche ich, zu erläutern, warum ich diese Unterscheidung für wichtig halte. Ob es das ist, was barnyk auch meint, kann ich nicht sagen, aber ich stimme seiner Aussage mit ebendieser Begründung zu. Nochmal: es geht nicht darum, zu sagen „so eine Formulierung mag ich nicht“ (ich rede von „es kann doch nicht sein, dass…“) oder „mit so einer Formulierung wird dir niemand zuhören“, sondern darum, dass man es den Angesprochenen damit nicht leicht macht, wohlwollend zu antworten.

  • Ehm OWE....Kontakt zu Medien....so manches lässt sich per Suche schnell finden:

    extra3 <at> ndr.de

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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  • Lies doch bitte einfach, was ich schreibe. Ich weise dich auf ein Missverständnis hin: „das ist nicht förderlich“ ist was anders als „das ist ein Ausschlusskriterium“. Das ist der „weitere Sachvortrag“, den du suchst, eben das „Eingehen auf deine Sachaussagen“.


    Danach versuche ich, zu erläutern, warum ich diese Unterscheidung für wichtig halte. Ob es das ist, was barnyk auch meint, kann ich nicht sagen, aber ich stimme seiner Aussage mit ebendieser Begründung zu. Nochmal: es geht nicht darum, zu sagen „so eine Formulierung mag ich nicht“ (ich rede von „es kann doch nicht sein, dass…“) oder „mit so einer Formulierung wird dir niemand zuhören“, sondern darum, dass man es den Angesprochenen damit nicht leicht macht, wohlwollend zu antworten.

    OK, habe ich verstanden.

    Frieden zwischen uns? Zumindest temporär ;-)

    Was den RMV betrifft, das hat sich noch zu zeigen, und da Bist Du ja vermutlich nicht involviert (hoffe ich für Dich).


    Grüße

    Umland-Bürger

  • Darkside: Extra3 beim NDR war mir spontan auch eingefallen. Aber ich hatte gedacht, bevor ich die Angelegenheit der Satire überlasse, zunächst einmal zusätzlichen Druck über eine normale Berichterstattung beim HR oder einer unseren ernsthafteren Zeitungen auszuüben.

  • Die haben auch sehr leicht zu recherchierende Kontaktadressen.....finden sich bei denen auf deren Webseiten ;)

    Extra3 war halt das erst was ich mal so ad hoc ausgetestet habe wie leicht man sowas finden kann.....

    Ist zumindest erfolgreicher als zu hoffen, dass hier im Forum einen Kneipensaufkumpanen in der Branche hat.

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  • Was den Ursprung des Threads angeht: Von mir wird zu Recht erwartet, dass ich die von mir in Anspruch genommene Leistung bezahle, nämlich in diesem Fall die Fahrt über eine Tarifgrenze zwischen zwei Bahnhöfen. Gleichzeitig wird genau das mir sehr erschwert. Ich muss nämlich entweder außergewöhnlich viel Zeit oder außergewöhnlich viel Geld aufwenden. Für 12,70 € dürfte mich auch ein Taxi von Hähnlein-Alsbach nach Zwingenberg bringen, und dort sogar ggf. vor die Haustür.


    Also beschwere ich mich. Vielleicht mit nicht ganz wohlgewählter Wortwahl. Aber ich hoffe, das dürfte verständlich sein, wenn zu erkennen ist, dass unser Verbund bundesweit eine unrühmliche Ausnahme darstellt. Vielleicht nicht die einzige, aber immerhin hätte ich dieses Problem etwa beim VRN oder beim VRR nicht, obwohl beide Verbünde sich auch über große Gebiete erstrecken und komplexe Strukturen aufweisen.


    barnyks Hinweis auf den Ton von vielen Kundenbeschwerden kann ich nachvollziehen, wenn ich mir etwa den Umgangston im Forum von GMX ansehe. Möglicherweise ist das aber auch ein Henne-Ei-Problem. Denn - auch innerhalb des Nahverkehrs - werden Minderheiten ernst genommen, wenn sie lautstark protestieren. Ich denke hier etwa an die Einwendungen gegen den Bau von Schienenstrecken, die oft zu jahrelangen Verzögerungen führen.

  • Nur ohne Möglichkeit, im Vorverkauf von einem anderen Ort einen Fahrtausweis zu erwerben. Tageskarten werden beim RMV grundsätzlich nur vom Ausgangsort verkauft, dort allerdings auch im Vorverkauf. Die sonst gebräuchliche Möglichkeit eines Anschluss-Fahrscheines gibt es in die Übergangs-Tarifgebiete nicht.

    Hab gerade mal die Probe aufs Exempel gemacht.

    Ich befinde mich gerade im Main-Taunus-Kreis. DB-Navigator geöffnet (die RMV-App akzeptiert die Zugangsdaten, die ich im Internet festgelegt habe, nicht), Verbindung "Darmstadt Hbf nach Darmstadt Luisenplatz" eingegeben, Abfahrt in 1 Stunde. Nicht, daß ich vor hätte, dann dort zu sein, aber egal.

    Unter den angebotenen RMV-Fahrkarten ist eine Tageskarte. Okay, über den Sinn, um 19:40 noch eine Tageskarte kaufen zu wollen, mag man diskutieren können. Ein Kauf für den Folgetag ging hingegen nicht.

    Also, es mag sein, daß im Falle von Übergangstarifen das nicht funktioniert. Aber ansonsten ist die Aussage, daß ein Verkauf grundsätzlich nur vom Ausgangsort erfolgt, falsch. Die Touchscreen-Automaten der VGF konnten so etwas auch mal, bis man das, vermutlich der "Vereinfachung der Bedienung" halber, entfernt hat.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • DB-Navigator geöffnet (die RMV-App akzeptiert die Zugangsdaten, die ich im Internet festgelegt habe, nicht), Verbindung "Darmstadt Hbf nach Darmstadt Luisenplatz" eingegeben, Abfahrt in 1 Stunde. Nicht, daß ich vor hätte, dann dort zu sein, aber egal.

    Unter den angebotenen RMV-Fahrkarten ist eine Tageskarte. Okay, über den Sinn, um 19:40 noch eine Tageskarte kaufen zu wollen, mag man diskutieren können. Ein Kauf für den Folgetag ging hingegen nicht.

    Kleiner Tipp ... die HEAG-App nutzen ...

    Dann klappt es mit dem Vorverkauf von Tageskarten genauso wie mit Airliner inklusive Zuschlag ...


    Übergang kann die auch ... Mama brauchte am Wochenende 4510 nach 4001 Tageskarte

    Einmal editiert, zuletzt von Mirco_B () aus folgendem Grund: was vergessen

  • Mit dem DB-Navigator auf dem PC funktioniert es nicht. Da wird nur auf die App verwiesen. Die geht dann auf dem Handy tatsächlich auch für Einzelkarten, z.B. von DA Hbf zum Luisenplatz, aber nur für jetzt bzw. innerhalb einer Stunde. Bei einer längeren Fahrtstrecke, z.B. zur NVV-Grenze, müsste ich mich dann tatsächlich auf mein Glück verlassen, dass das Handy im Zug funktioniert.


    Das sind dann zwar ein paar "Krücken" mehr, aber immer noch "Krücken". Warum brauche ich unbedingt ein Handy, das ich gar nicht unbedingt für zusätzliche Geld-Transaktionen einsetzen möchte. Und bei dem auch öfters das freie WLAN nicht funktioniert. Wie gesagt, bei den meisten Verbünden kann ich mir bequem zu Hause meine Tageskarten in Ruhe vom heimatlichen PC ohne wenn und Aber aussuchen und ausdrucken. Und von einigen Verbünden, der nächste ist der VRN, auch Einzelkarten. Vom heimatlichen PC in Frankfurt z.B. für den 27. März von Heidelberg nach Bad Dürkheim. Oder auch von Zwingenberg nach Heppenheim. :P


    Warum kann der RMV nicht einfach das machen, was die meisten anderen Verbünde in unserem Land auch machen ?

  • Heute kam eine Antwort vom RMV:

    "...

    vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich Ihrer Fahrt von Frankfurt nach Heppenheim.

    Grundsätzlich bezieht sich der RMV-Tarif auf das Verbundgebiet. Für Fahrten darüber hinaus, werden im Schienenverkehr durchgehende Fahrkarten zum deutschlandweiten Nahverkehrstarif angeboten. Um durchgängige Fahrten mit Bus und Bahn mit einer Fahrkarte zu erlauben, haben wir zusammen mit den jeweiligen Nachbarverbünden Übergangstarifgebiete eingerichtet. Zu diesem Tarif erhalten Sie bspw. am Fahrkartenautomaten Einzelfahrkarten von Frankfurt nach Heppenheim.

    Ihren Wunsch als Inhaber einer RMV-weiten Fahrtberechtigung nach einem Verkauf von Fahrkarten über das RMV-Gebiet hinaus per RMV-HandyTicket können wir nachvollziehen. Uns ist es wichtig, die Nutzung unserer Busse und Bahnen so angenehm und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Deshalb arbeiten wir derzeit daran, weitere Tarife digital als RMV-HandyTicket anzubieten. Für den Übergangstarif Richtung VAB/Bayern ist uns das bereits gelungen. Mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund stehen wir in engem Austausch zur Umsetzung. Die Digitalisierung eines Übergangstarifs braucht jedoch Zeit, da die Datenaufbereitung und -verwaltung sehr hohen Aufwand bedeutet.

    Zusammen mit dem Nachbarverbund VRN, in dessen Verbundgebiet Heppenheim liegt, streben wir perspektivisch an, auch den Übergangstarif zwischen RMV und VRN per HandyTicket anzubieten. Aktuell empfehlen wir für Tagesausflüge den Kauf einer Tageskarte (Hähnlein-Alsbach nach Heppenheim für 6,65 Euro) im Vorverkauf beispielsweise an der RMV-MobilitätsInfo im Frankfurter Hauptbahnhof, die Montag bis Freitag von 7 bis 21 Uhr und am Wochenende ab 9 Uhr geöffnet ist."


    Meine Anmerkung dazu: Sehr unbefriedigende Antwort. Der RMV strebt für einen - unter mereren - Vertriebsweg das an, was einige andere große Verkehrsverbünde längst geschafft haben - allen voran der erwähnte VRN.


    Auch die Beschränkung auf den Vertriebsweg Handy finde ich absolut unbefriedigend. Nicht jeder hat ein internet-fähiges Handy, und auch wer eines hat, tut sich mitunter mit der Nutzung schwer. Das betrifft besonders viele ältere Fahrgäste, aber nicht nur. Gut, der Hinweis auf die RMV-Mobilitätsinfo weist eine weitere Möglichkeit - die hier im Forum auch schon genannt wurde. :)Ihr habt ja immerhin noch weitere Verkaufsstellen genannt, aber dabei auch auf die Gefahr von Verständnisproblemen hingewiesen. :P


    In dieser Frage verdient der RMV also berechtigt Kritik. Der Kauf einer Fahrkarte sollte so einfach wie möglich sein.

  • Die Lösung wäre eigentlich ziemlich einfach, wenn man das reguläre RMV-Gebiet einfach um einen Ort bis Zwingenberg erweitern würde. Dann könnte man für die Fahrt Richtung Süden einfach ein VRN Handyticket ab Zwingenberg lösen und das RMV Jobticket bis Zwingenberg nutzen. Aber offensichtlich möchte man das dem ÖPNV-Benutzer nicht zu einfach machen.

    Es ist schon traurig, wenn man bedenkt, dass sowohl in Hessen auch als in Baden-Württemberg seit Jahren Grüne im Verkehrsministerium sitzen. Aber solche einfache Verbesserungen im Tarif zwischen den Bundesländern nicht zustande bringen.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris26 ()

  • Wobei ich ergänzen möchte, dass sowohl der VRN wie Baden-Württemberg absolut unschuldig an der Situation sind. Für Fahrten im VRN kann ich mir relativ beliebig im Voraus im Internet Einzelkarten, Tageskarten, Gruppentageskarten kaufen, und sogar meine BahnCard wird berücksichtigt.:)


    Zwingenberg wie Heppenheim und auch Bickenbach liegen allesamt in Hessen. Und die von mir geschilderten Probleme bestehen ja auch genau so bei Fahrt in nördlicher Richtung in den NVV, der ja eine ziemlich hessische Angelegenheit ist - und auch ähnlich wie der VRN Tageskarten für beliebige Bereiche seines Gebietes im Vorverkauf anbietet, nur eben nicht für den "grenz-überschreitenden Verkehr". Es ist die bescheuerte (die Bezeichnung passt zufällig gut zum Namen eines ehemaligen Bundes-Auto-Ministers :P) Konstruktion mit den Übergangstarifgebieten des RMV. In vielen anderen Verbünden, z.B. VRR und VRS gibt es gemeinsame Tariflösungen oder wenigstens den DPT - der normalerweise immer geht!