Auslieferung/Inbetriebnahme T-Wagen

  • Woher willst du wissen, ob die Wagen „Schrott“ sind? Bist du ein Insider mit entsprechenden Informationen? Hast du dich intensiv mit den Fahrzeugen befasst? Bist du die Wagen vor ihrer Außerbetriebnahme selber gefahren, dass du eine solche Aussage belegen kannst?


    Ich vermute eher die üblichen Sch….hausparolen, die auf irgendwelchen Halbwahrheiten beruhen. (Ich hab da von einem gehört, der einen kennt, der einen kennt…)


    Ja, die Fahrzeuge haben Mängel, aber die hatten die R- und S-Wagen bei ihrer Inbetriebnahme auch. Deshalb hat man die T-Wagen zur Überarbeitung zum Hersteller zurückgeschickt. Diese Überarbeitung wurde jetzt an einem ersten (Probe-)Fahrzeug ausgeführt und jetzt ist es zum ausgiebigen Testen wieder zurück.


    Von „Schrott“ sind die Wagen jedenfalls weit entfernt.

  • Ich habe in der Tat einen Bekannten in leitender Funktion, der von den ersten Einsätzen und den Mängeln erzählt hat. Da dies aber nichts ist, was ich mit eigenen Augen gesehen habe und was - Wahrheit vorausgesetzt - Potential für Rechtsstreit haben kann, werde ich mich hüten, hier auch nur einen Punkt zu erzählen. Und wie ich vermutlich auch andere, die direkt oder indirekt Punkte kennen.


    Soweit zu gehen, dass die Wagen "Schrott" seien, würde ich nicht. Es gibt eine lange Liste an Punkten, die mir nicht gefällt. Es gibt auch Punkte, die mir gut gefallen. Ich persönlich finde die T-Bahnen in Summe über alle negativen wie positiven Aspekte nicht schön und nur semi-funktionell. Natürlich haben alle neuen Fahrzeug(-Serien) Kinderkrankheiten. Die Frage ist eher, warum man es in Frankfurt des öfteren schafft, Ausschreibungen zu erstellen insbesondere bei Straßenbahnen, die individualisiert sind und keine größeren Ausschreibungsvolumina mit anderen Unternehmen bündelt oder auf gerade aktuelle Entwicklungen zurückgreifen kann.


    Keine Sorge - diese Diskussion habe ich mit meinem Bekannten auch geführt. Auch hier möchte ich keine Internas an die Öffentlichkeit bringen, aber meine Erkenntnis ist - viele Probleme sind schon hausgemacht.

  • Die Frage ist eher, warum man es in Frankfurt des öfteren schafft, Ausschreibungen zu erstellen insbesondere bei Straßenbahnen, die individualisiert sind und keine größeren Ausschreibungsvolumina mit anderen Unternehmen bündelt …

    „Des Öfteren“, „insbesondere bei Straßenbahnen“, das erweckt den Anschein, als würden Straßenbahn in Frankfurt öfter beschafft. Das ist aber tatsächlich gar nicht der Fall.

    Mir fällt der R-Wagen ein, der tatsächlich ein Unikat war, der S-Wagen, der gegenüber anderen Städten keine Besonderheiten aufweist, der U5 Wagen, der ein Plattform-Produkt ist (was soll daran speziell Frankfurterisch sein?). Bleiben der T-Wagen und die U5KR – Mittelstücke.
    Nenn doch mal einen Verkehrsbetrieb, der seine Straßenbahn von der Stange kauft, ohne spezifische Anpassungen an die Erfordernisse des jeweiligen Netzes.

  • Bleiben .... die U5KR – Mittelstücke.

    Sind aber auch nur eine Variante der vorhanden Fahrzeuge.


    Sind die T wirklich si einzigartig oder nur zufällig die ersten Fahrzeuge einer Plattform. Zumindest optisch sind sie ihren kanadischen LRT Brüdern ähnlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Die Frage ist eher, warum man es in Frankfurt des öfteren schafft, Ausschreibungen zu erstellen insbesondere bei Straßenbahnen, die individualisiert sind und keine größeren Ausschreibungsvolumina mit anderen Unternehmen bündelt oder auf gerade aktuelle Entwicklungen zurückgreifen kann.

    Ich habe vernommen, dass der Wagenkasten dieser Baureihe eigentlich aus Aluminium ist. Die VGF aber Stahl gewünscht hat, da sich dieser leichter bearbeiten / Schweißen lässt.
    Stahl ist nun einmal schwerer, daher wohl auch der höhere Verschleiß der Bremsen, was ja auch als Mangel bewertet wurde.

    So kommen halt die "Sonderlocken" zustande.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Zitat

    „Des Öfteren“, „insbesondere bei Straßenbahnen“, das erweckt den Anschein, als würden Straßenbahn in Frankfurt öfter beschafft. Das ist aber tatsächlich gar nicht der Fall.

    Mir fällt der R-Wagen ein, der tatsächlich ein Unikat war, der S-Wagen, der gegenüber anderen Städten keine Besonderheiten aufweist, der U5 Wagen, der ein Plattform-Produkt ist (was soll daran speziell Frankfurterisch sein?). Bleiben der T-Wagen und die U5KR – Mittelstücke.

    Nenn doch mal einen Verkehrsbetrieb, der seine Straßenbahn von der Stange kauft, ohne spezifische Anpassungen an die Erfordernisse des jeweiligen Netzes

    Naja - da das nicht täglich beschafft wird - muss man mal die letzten 50 Jahre betrachten:
    P-Wagen - wenn ich nicht irre - nur in Frankfurt (aber Weiterentwicklung von vorherigen Typen)

    R-Wagen - nur in Frankfurt

    S-Wagen - Plattform

    T-Wagen - nur in Frankfurt


    U3-Wagen - nur in Frankfurt

    U4-Wagen - nur in Frankfurt

    U5-Wagen - Plattform


    Ich kann mich an erhebliche Schwierigkeiten bei allen Tram (die S aber noch gefühlt am wenigsten) erinnern und auch bei den U4-Wagen.


    Auf die letzte Frage bezogen: nahezu alle - vor 50 Jahren und davor. Es gab ein paar wenige Anbieter, wie eine DUEWAG, die Einheitsbahnen auf die Schienen gestellt haben. Da hat nicht jeder Verkehrsbetrieb mitreden müssen, ob die Frontpartie so oder anders aussehen muss. Jede Individualisierung kostet am Ende nur Geld und birgt das Risiko eines neuen Fehlers. Und die Netze unterscheiden sich (auch dank der früheren Einheitswagen) auch nicht besonders stark. Natürlich gibt es immer wieder auch Anforderungen, die geographisch und städtebaulich abweichen. Aber wir haben in Frankfurt weder besonders starke Steigungen/Gefälle noch besonders enge Kurvenradien im Vergleich zu anderen Netzen.


    Ich versuche immer ein wenig auch in andere Städte zu lauschen, wie Wien oder Basel. Und ich frage mich dann, warum wir so besonders sein müssen, als dass es bei uns immer so heftige Probleme gibt. Zudem - wie ja schon gezeigt wurde auf den Bildern von den T-Bahnen - dann aber noch so wenig Rücksicht auf die Fahrgäste genommen wurde, dass Sitzplätze entstehen, die kaum nutzbar sind.

  • Naja - da das nicht täglich beschafft wird - muss man mal die letzten 50 Jahre betrachten:

    .

    .

    .

    T-Wagen - nur in Frankfurt.

    Wie kommst Du darauf? Citadis von Alstom sind "Stangenware mit mehr oder weniger "kleinen" Abweichungen je, nach Wunsch des Kunden..

    Diese Wünsche sollten so berücksichtigt sein, dass bei der Abnahme durch den Kunden nicht massive Mängel auftreten, die einen Rückruf zum Hersteller zur Folge haben.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Dem gleichen Artikel nach:


    Zitat

    Ebenfalls der fünften Generation zugeordnet werden Drehgestellwagen für die Straßenbahn Frankfurt am Main und die Stadtbahn Köln,[24] welche jedoch konstruktiv sehr grundsätzlich von den anderen Citadis X05 abweichen. In Zusammenhang mit den Frankfurter Fahrzeugen wurde für diese auch die Bezeichnung Citadis SX05 genannt.

    Das eine ist Marketing, das andere ist die technische Plattform. Da scheinen wir ja eine wirkliche Sonderrolle einzunehmen.

  • Ich versuche immer ein wenig auch in andere Städte zu lauschen, wie Wien oder Basel.

    Beides doch eigentlich nicht so wirklich gute Beispiele.

    Basel hat sich Plattform (TINA) gekauft - und hat damit wie die anderen Städte, die die Platform auch gekauft haben, Probleme.

    Wien wiederum hat sich mit den Ultra Low Floor-Fahrzeugen mit besonders niedriger Einstieghöhe eine sehr individuelle Sonderlösung geholt.

  • K-Wagen hat Recht. Der T-Wagen gehört zur Citadis-Produktfamilie. Die Citadis-Fz sind zu Hunderten weltweit im Einsatz und wenn ich dem entsprechenden Wikipedia-Artikel folge, ist das Modell Classic in Duisburg, Dresden, Magdeburg, Melbourne und Göteborg unterwegs.

    puh, der Artikel wirft einiges durcheinander bzw. ist unpräzise. Die hier als Classic bezeichneten Fahrzeuge gehören nicht zur Citadis Familie sondern entstammen noch der Flexity Familie, zu der auch der S-Wagen gehört. Die genannten Aufträge kommen auch noch aus der Übergangszeit.


    Der Standard Citadis ist ein Multigelenkwagen, der nichts mit dem aktuellen T Wagen gemein hat. Zwar gab es schon Varianten des Citadis in der Frankfurter Version, allerdings waren es Nischen Produkte und die weichen schon stark vom T Wagen ab.

  • Beides doch eigentlich nicht so wirklich gute Beispiele.

    Basel hat sich Plattform (TINA) gekauft - und hat damit wie die anderen Städte, die die Platform auch gekauft haben, Probleme.

    Wien wiederum hat sich mit den Ultra Low Floor-Fahrzeugen mit besonders niedriger Einstieghöhe eine sehr individuelle Sonderlösung geholt.

    wobei man bei Wien schon sagen muss, dass die Anzahl an Fahrzeugen beim ULF schon fast eine Plattform darstellen.

    Im Prinzip haben alle Fahrzeuge ihre Schwächen und Stärken. klar mag es im Nachhinein ein Fehler gewesen sein, den T Wagen zu bestellen. Allerdings entspricht der T Wagen eben den Anforderungen der VGF (Drehgestelle, 100% Niederflur, gummigefasste Scheiben etc.). Das es zu den Mängel gekommen ist, das hätte bei jedem Hersteller passieren können. Nun muss sich zeigen, ob die Mängel behoben werden können.


    Im Nachhinein wäre vielleicht ein Flexity 2 die bessere Alternative gewesen, wurde von Alstom aber nicht angeboten oder auch der Tramlink von Stadler oder ForCity von Skoda. Aber auch da hätten wir heute vor den selben Problemen stehen können.

  • U3-Wagen wurden auch in abgewandelter Form für die Salzburger Lokalbahn hergestellt. Dort inzwischen zum 8-Achser durch einfügen eines Mittelteils umgebaut. Die Frankfurter U3 laufen jetzt in Monterrey (Mexiko) nach Umbau bei Talbot Aachen...

  • leider, hoffentlich geht der Schrott zurück

    Hallo zusammen,

    neben den bekannten Mängeln, habe ich zum Thema Schrott diese Meinung:

    In vielen Städten sind neue Fahrzeuge gekommen, aber bei keinem dieser Fahrzeuge sitzt man so beengt wie beim T Wagen,wenn man zu zweit sitzt. das wichtigste sind doch die Fahrgäste und egal mit wem ich mich unterhalten habe im T Wagen, alle! waren der Meinung

    das die Sitze zu schmal sind und damit unbequem. Außerdem war die Klimaanlage viel zu stark eingestellt und das jedesmal, das muß man doch einstellen können. Fazit es kommt/kam keine Freude auf wenn in einen T Wagen einsteigen muß. Wenn man nun den Kaufpreis mit einbezieht, kann ich den Erwerb der T Wagen überhaupt nicht verstehen.

  • Zwischen der Meinung, die Beschaffung angesichts des Preises überhaupt nicht verstehen zu können, und der Aussage, die Fahrzeuge seien Schrott, weil dir die Sitze zu schmal sind und die Klimaanlage angeblich nicht richtig funktioniert habe, liegt kein rationales Argument, warum die Fahrzeuge Schrott seien. Die Steuerung der Klimaanlage könnte ein Mangel sein, den der Hersteller abzustellen hat, man wird sehen, ob das erfolgt ist.

    Was die Sitze angeht, ist mein individueller Eindruck ein anderer gewesen.

  • Zwar wurdest du jetzt schon mehrfach Korrigiert, was mir aber gefehlt hat ist das die KVB in Köln exakt das gleiche Modell 64x bestellt haben wobei 62 von denen in einer 60m Variante und die restlichen in einer 30m Variante sind.

  • Zwischen der Meinung, die Beschaffung angesichts des Preises überhaupt nicht verstehen zu können, und der Aussage, die Fahrzeuge seien Schrott, weil dir die Sitze zu schmal sind und die Klimaanlage angeblich nicht richtig funktioniert habe, liegt kein rationales Argument, warum die Fahrzeuge Schrott seien. Die Steuerung der Klimaanlage könnte ein Mangel sein, den der Hersteller abzustellen hat, man wird sehen, ob das erfolgt ist.

    Was die Sitze angeht, ist mein individueller Eindruck ein anderer gewesen.




    Ich muss schon sagen, dass aus Passagiersicht die Bahnen immer enger wurden. Saß man in P und R-Wagen noch in 2:1 Anordnung, ist es im S- und T-Wagen eine 2:2 Anordnung bei ca. 10cm mehr Außenmaß. Leider verjüngen sich die neueren Bahnen unten stärker als die älteren, was den „Fußraum“ weiter einschränkt. Bequem nebeneinander zu sitzen ist in der Serie T nicht möglich. Aufgrund der Drehgestelle ist auch das Gegenübersitzen „unerfreulich“.


    Die Deckenmonitore sind wegen der begrenzen Innenraumhöhe sehr klein und begrenzt gut sichtbar.


    Als Fahrgast fahre ich lieber „Älter“ als „Jünger“.


    Und Vergleich zu Frankfurt sind die neueren Baureihen in Berlin aus Fahrgastsicht angenehmer.