Auslieferung/Inbetriebnahme T-Wagen

  • Es ist völlig wurscht, ob du Standardware mit oder ohne Sonderwünschen orderst. Der Verkäufer hat für einzustehen, dass die Kaufsache die vereinbarte Beschaffenheit hat. Überlegungen wie etwa „Selbst -dran-schuld-wenn- ich-Dir-so-kompliziertes-Zeug-liefern-soll“ sind dem Kaufrecht fremd.

    Wenn Hersteller sich komplizierte Produkte nicht zutrauen, sollen sie keine anbieten.

  • Es ist völlig wurscht, ob du Standardware mit oder ohne Sonderwünschen orderst. Der Verkäufer hat für einzustehen, dass die Kaufsache die vereinbarte Beschaffenheit hat. Überlegungen wie etwa „Selbst -dran-schuld-wenn- ich-Dir-so-kompliziertes-Zeug-liefern-soll“ sind dem Kaufrecht fremd.

    Wenn Hersteller sich komplizierte Produkte nicht zutrauen, sollen sie keine anbieten.

    Einzustehen ja. Die Frage ist nur die Wahrscheinlichkeit, von diesem Rechtsanspruch Gebrauch machen zu müssen.

    Glaubst Du einem Wörterbuch, in dem man Müll nicht trennen kann, wohl aber gu-te Freun-de?

  • Gestern Abend habe ich aus einem Restaurant den T-Wagen am Osthafenplatz vorbeifahren sehen. Wenn ich mich nicht täusche, war der als Linie 11 ausgeschildert, aber ohne Fahrgäste.

    Meine Fragen:

    1. Ist das normal, ich würde "Sonderfahrt" erwarten.

    2. Wie lange gurkt der noch durch die Straßen, bis klar ist, wie es weitergeht?

    Danke und Gruß

    Alexander

  • Zu 2): so lange, bis klar ist, wie es weitergeht. Es dauert so lange, wie es dauert.

    Na ja, es sollte mal eine Entscheidung getroffen werden, ob die (anscheinend immer noch) vorhandenen Mängel nun durch die überarbeitete Version des Fahrzeugs beseitigt wurden bzw. beseitigt werden können, sodass das Fahrzeug wieder zulassungsfähig ist für den Fahrgastbetrieb. Hinzu kommt ja, dass bald ein halbes Jahr (4.8.25 ....) geprüft und getestet wird. Auch fehlt noch zweites Fahrzeug für die Prüfungen und Tests der Traktionsfähigkeit. Zumindest will man wohl mittelfristig alle R-Wagen im Betrieb halten.

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  • Na ja, es sollte mal eine Entscheidung getroffen werden, ob die (anscheinend immer noch) vorhandenen Mängel nun durch die überarbeitete Version des Fahrzeugs beseitigt wurden bzw. beseitigt werden können, sodass das Fahrzeug wieder zulassungsfähig ist für den Fahrgastbetrieb. Hinzu kommt ja, dass bald ein halbes Jahr (4.8.25 ....) geprüft und getestet wird.

    Da trifft es sich ja gut, das dieser Winter sich mal wie ein Winter verhält.

    Bei über 30° Außentemperatur kann die Kühlleistung getestet werden, aber nicht die Heizung.

    Ich meine, eine erneute Außerbetriebnahme der Flotte, weil etwas nicht getestet wurde, wäre wohl so etwas von oberpeinlich, oder?

  • Bei über 30° Außentemperatur kann die Kühlleistung getestet werden, aber nicht die Heizung.

    Wirklich? Es gibt (z.B. in Wien-Arsenal) Klimakammern, da kann man völlig unabhängig von der Außenwelt so ziemlich jede Kombination aus Temperatur, Luftfeuchte und Zirkulation erzeugen und somit jede beliebige Wettersituation testen. Also deswegen bis in den im - Vergleich zu anderen Orten - milden Frankfurter Winter zu warten erscheint doch ein wenig naiv...

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  • Natürlich könnte der Hersteller das tun, kostet aber Geld. (Man schaue sich die damalige Erläuterung zum Zuschlag an. Da war bestimmt nicht so etwas eingepreist)

    Labortests sind zwar gut und schön, aber die Realität sieht oft ganz anders aus.

  • Es gibt (z.B. in Wien-Arsenal) Klimakammern [...]

    Man zeige mir eine Klimakammer, in der ein Straßenbahnzug gescheit anfahren, einige Meter rollen und auch wieder bremsen kann einschließlich Eis an der Oberleitung und Schneematsch auf den Schienen.

  • Spannungsschwankungen kannst Du mit passender Leistungselektronik auf der Versorgungsseite simulieren und im Sekundentakt (hier alternativ beliebigen Wert einsetzen) zu- und abschalten. Anfahr- und Bremsversuche kannst Du mit geschmierten Gleisen nahezu überall testen.

    Trotzdem sind Test im Klimakanal nicht mit der Welt draußen vergleichbar...


    Ohne Tests in der "freien Wildbahn" wird das nix mit dem T(ee).

  • Man zeige mir eine Klimakammer, in der ein Straßenbahnzug gescheit anfahren, einige Meter rollen und auch wieder bremsen kann einschließlich Eis an der Oberleitung und Schneematsch auf den Schienen.

    Darum ging es doch nicht... Es ging um den Test für die Heizung des T-Wagens... dazu braucht man keinen Schneematsch auf den Schienen. Und zum Nacheis braucht der Funktionsfähigkeit braucht es o oder so standardisierte Bedingungen. Und für Fahrversuche gibt es durchaus auch Prüfzentren... Und davon mal abgesehen, der erste T-Wagen ist seit März 2022 in Frankfurt getestet worden - die Mängel wurden dokumentiert und der Hersteller muss doch "nur" nachweisen, dass diese beseitigt worden sind - und von Problemen bei tiefen Temperaturen habe ich zumindest nichts gehört... Allerdings hatte Adtranz ab 1998 durchaus sehr große Probleme mit den nach Helsinki gelieferten Variobahnen im dortigen Winter, also prüfen muss man die Wintertauglichkeit in Frankfurt schon...

  • Ohne Tests in der "freien Wildbahn" wird das nix mit dem T(ee).

    Ja sicher, dass bestreitet keiner - aber es handelt sich um ein zugelassenes Fahrzeug, dass aufgrund von zumeist Produktionsproblemen bzw. Qualitätsproblemen - insbesondere Massabweichungen bei den Fahrzeugkästen - geplagt war, bevor man die Abnahme weiterer Fahrzeuge verweigerte und alle Fahrzeuge zum Hersteller überstellte, um die Probleme zu beseitigen. Daher ist es umso erschreckender, dass nun nach rund einem halben Jahr regelmäßiger Probefahrten anscheinend noch keine Abnahme erfolgte und weitere Maßnahmen erforderlich sind. Ich denke wir sind uns einig, dass diese für alle Beteiligten - insbesondere der Fahrgäste - ein unbefriedigender Zustand ist, zumal in den letzten Wochen de facto keine Kommunikation über den Stand der Dinge von offizieller Seite erfolgte. Schließlich kommt das Geld für die Fahrzeuge vom Fahrgast und Steuerzahler - daher wäre etwas mehr Transparenz sinnvoll. Trotzdem hoffe ich, dass sie möglichst bald mit Fahrgästen durch Frankfurt fahren - eine Ersatzbeschaffung würde die Netzentwicklung in Frankfurt um Jahre zurückwerfen, zumal europaweit kaum Kapazitäten bei den bekannten Herstellern vorhanden sind.

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