9-Euro Ticket

  • Die Papierfahrscheine aus den Automaten müssen Unterschrieben werden und sind nur mit Personalausweis gültig.

    Die Abo's sind etwas komplizierter: Innerhalb des regulären Gültigkeitsgebietes bleiben die individuellen Vorteile (Mitnahmeregelung, Übertragbarkeit) erhalten, außerhalb gelten die 9-Euro-Ticket Regelungen (keine Mitnahmeregelung und Personenbindung). Die Daten müssen die Kontrolleure halt von den Chipkarten auslesen (können)

  • Die Daten müssen die Kontrolleure halt von den Chipkarten auslesen (können)

    Zugegeben, meine letzte RMV-Jahreskarte ist gute drei Jahre her, aber bei mir wäre auch auf dem Chip keine Personenzuordnung auszulesen gewesen. Den Rohling hatte ich mir an irgendeinem Ticket-Kiosk gekauft, die Jahreskarte PS4 konnte man mir dort mangels Kreditkartenakzeptanz nicht verkaufen (bzw. ich hatte eben keine Bezahlmöglichkeit). Das hat der freundliche VGF-Automat um die Ecke dann gerne erledigt. Da der Automat keine personenbezogenen Daten abgesehen vom Bezahlvorgang, der seinerseits aber nicht auf der Karte kandet, erfaßt, kann nach meinem Ermessen auf dem Chip nur die Gültigkeit (zeitlich und räumlich) gespeichert gewesen sein. Aber nicht mein Name.

    Klar, bei Abo-Tickets sieht das anders aus, aber bei diesen Fahrkarten ist eine persönliche Zuordnung technisch wohl nicht möglich.


    Für mich wird es jedenfalls nach deerzeitigem Stand kein 9€-Ticket geben. Für den Weg zur Arbeit bringt es mir nichts, wenn dann, wenn ich los muß, bei mir noch kein Bus fährt. Meine FV-Fahrten werde ich garantiert nicht ersatzweise im NV in der 2. Klasse machen (so geizig bin ich dann auch nicht), undd für Spaßfahrten ist under den derzeitigen Bedingungen definitiv der Spaß fehlend. (Davon abgesehen hätte ich dafür auch gar keine Zeit).

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Das 9€-Ticket lohnt sich ja zum Teil schon bei einer Fahrt von Darmstadt nach Frankfurt.

    Da kostet die Einzelfahrt ja alleine schon 8€ und ein paar Zerquetschte.

    Ich denke es wird dann auch viele Fahrgäste geben, die für solche einen einfachen Tag sich das 9€-Ticket kaufen.

  • Problem: RMV (vielleicht auch andere?) hat übertragbare Jahreskarten (Da steht kein Name drauf).

    Was nun?

    Der RMV sagt: Nix nun.

    Ein Name kann dem eTicket nicht hinzugefügt werden. Dies wird bei der Kontrolle, sofern das eTicket überhaupt ausgelesen werden kann, kein Problem werden. Sicherheitshalber sollte ein persönlicher Lichtbildausweis mitgeführt werden.

    Die Kontrollen werden außerhalb der eigenen Verbünde kulant gehandhabt.

    Was der mitgeführte Ausweis dann noch bezwecken soll, muss man glaube ich nicht verstehen.

  • Wenn ich mir beispielsweise eine Fahrkarte im C-Tarif für eine Entfernung 100 km kaufe, so zahle ich ca. 24 Euro. Das ist trotz gestiegener Spritkosten immer noch deutlich teurer als mit dem Auto. Zumindest wenn ich eh ein Auto zur Verfügung habe und daher nur das reine Benzingeld rechne. Das mag vielleicht eine Milchmädchenrechnung sein, aber so rechnen die meister Leute eben.

    h

    Gut geschrieben. Leute wie ich, die alleine hobbybedingt nicht auf ein Auto verzichten können, aber problemlos den Arbeitsweg per ÖPNV bestreiten könnten, legen unterm Strich Geld drauf, wenn sie das Auto stehen lassen. Länger und unkomfortabler ist es auch noch. Ich will keine Ramschpreise, aber es sollte zumindest ein finanzieller Anreiz da sein den ÖPNV zu nutzen.

  • Ich frage mich bei der Diskussion hier ab und an, wie das zusammen passt, dass einerseits prophezeit wird, dass ja sowieso niemand wegen des 9€ Tickets auf den ÖPNV umsteigt, andererseits aber gesagt wird, die Züge werden alle völlig überfüllt sein. Eins von beidem wird sich als falsch / übertrieben herausstellen und egal was von beidem es ist, es ist eine gute Sache.

    Es gibt die Erfahrungen mit den frühen Versionen des Schöne-Wochenende-Tickets. In den Zügen waren viele Leute. Leute, die auch sonst durchaus Öffis benutzen, die nun aber verrückte Dinge gemacht haben, die sonst zu teuer gewesen wären. "Christo packt den Reichstag ein. Lass uns nach Berlin fahren!". "Marc spielt heute Abend in Lübeck in einer kleinen Kneipe ein Konzert, der freut sich bestimmt, wenn wir ihm da ein bisschen applaudieren!". "Hej, lasst uns ein Forumstreffen machen. Wir treffen uns in Altenbeken. Von da geht es dann nach Dessau. Eine halbe Stunde später gibt es einen Zug zurück nach Altenbeken, von wo aus jeder dann wieder nach Hause fährt". "Schnee! Los, wir fahren in den Harz, Schlitten fahren!" Hach, schöne Erinnerungen. Ja, da waren auch Leute dabei, die sonst eher Auto fahren. Aber die sind jetzt nicht "zu den Öffis gewechselt", sondern haben bei einer Gaudi mitgemacht.


    Ich nehme nicht an, dass die Pendlerstrecken wegen der Öffi-Wechsler überlastet sein werden. Corona-bedingt sind ja die Fahrgastzahlen wohl immer noch unterdurchschnittlich. Ich erwarte, dass z.B. Sportvereine es sich doch noch mal genauer überlegen werden, ob sie mit dem Auto zum Landeskinderturnfest im Juni fahren werden, oder doch den Zug nehmen. Das 9€-Ticket wird vielen Menschen Dinge ermöglichen, die sie sich sonst einfach nicht hätten leisten können. Ich war damals Student, und eine Fahrt nach Berlin hätte ich mir nicht einfach so leisten können. Die Fahrt hätte ohne SWT nicht stattgefunden. Und das wird das 9€-Ticket einfach für viele sein: Eine Möglichkeit, Dinge zu tun.

  • Nehmen wir mal das Beispiel gestern hier aus dem Regionalfernsehen: Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern aus Bergisch-Gladbach. Will nach Köln in den Zoo. Kostet heute, für alle drei hin und zurück 12,70€ (2 Fahrten auf Mobil-Pass-Streifenkarte und 4 x Kinderfahrschein). Hat sie einmal das 9€-Ticket für sich und ihre Kinder gekauft, kann sie ohne Zusatzkosten in den Zoo fahren.


    Blöd an der Argumentation: Die Eintrittskarten für den Kölner Zoo enthalten bereits ein Nahverkehrsticket für Hin- und Rückfahrt.

  • Nehmen wir mal das Beispiel gestern hier aus dem Regionalfernsehen: Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern aus Bergisch-Gladbach. Will nach Köln in den Zoo. Kostet heute, für alle drei hin und zurück 12,70€ (2 Fahrten auf Mobil-Pass-Streifenkarte und 4 x Kinderfahrschein). Hat sie einmal das 9€-Ticket für sich und ihre Kinder gekauft, kann sie ohne Zusatzkosten in den Zoo fahren.


    Blöd an der Argumentation: Die Eintrittskarten für den Kölner Zoo enthalten bereits ein Nahverkehrsticket für Hin- und Rückfahrt.

    Vielleicht hat sie Jahreskarten für den Zoo. Da ist da ÖPNV-Ticket dann wohl nicht dabei.

  • ^Sie erklärte, dass sie sich den Besuch in Köln regulär nicht leisten kann - also nein, keine Zoo Jahreskarte.

    Aber vielleicht auch keinen Drucker, denn man muss sich das VRS-Ticket ausdrucken,

  • Wichtig für das 9 EUR-Ticket: Preise vergleichen!

    Die Liste kann ja nur von jemandem aus Darmstadt geteilt werden, alle anderen hassen sie, weil man bis Frankfurt (oder gar Kassel wie bei mir) einfach zu weit scrollen muss. Oder Wiesbaden! Qualitätspresse war mal.


    Nein, ich habe noch nie was von der Tastenkombination Strg+F gehört und wieso fragt ihr euch jetzt, ob ich gesehen habe, dass das ein Artikel vom Postillon ist?

  • Die einzige Abweichung, die ich in der langen Liste entdeckt habe, ist Hamburg: Dort kostet das Ticket nicht 9 €, sondern 900 Cent. :)


    Ansonsten fehlen nach meiner Ansicht Grenzstädte wie Basel (CH) oder Salzburg (AT), die tariftechnisch teilweise auch noch zu Deutschland gehören. In Basel merkt man es auch beim Badischen Bahnhof, der als eine der wenigen Ausnahmen in der Schweiz keinen kompletten barrierefreien Zugang hat, sondern nur für die Schweizer Bahnsteige (S-Bahn Basel). Natürlich kann man nicht mit dem 9-Euro-Ticket in ganz Basel oder Salzburg herumfahren, aber zumindest bis zu den Haltestellen mit den entsprechenden Linien, bei denen ein deutscher ÖV-Tarif gilt. Ähnliches gilt ja auch für Schaffhausen.

  • Ich möchte einen weiteren Aspekt nennen, den ich in der bisherigen Diskussion noch nicht gesehen habe:

    Das 9€-Ticket ermöglicht Menschen Fahrten mit dem ÖPNV und damit Teilhabe, die sich ein ÖPNV-Ticket sonst nicht leisten können. Selbst Menschen mit Frankfurt-Pass zahlen im günstigsten Fall als Schüler:in oder Rentner:in mindestens knapp 21 € für eine Monatskarte; alle anderen Pass-Inhaber:innen müssen um die 50 € für eine Monatskarte zahlen.

    Das hilft aber auch nur begrenzt, also zeitlich begrenzt.


    Wäre eigentlich ne nice Sache, wenn Hartz IV-Empfänger prinzipiell ÖPNV ohne Zusatzkosten nutzen könnten.

  • Gestern wurde das letzte 9-Euro-Ticket am Bahn-Automaten verkauft. Es gab nur 999.999 Exemplare.


    Wusste bis eben gar nicht, dass die Anzahl der Tickets begrenzt ist. Ob jetzt pro Monat 999.999 Tickets ausgegeben werden oder beim Kauf eines der 999.999 Tickets der Monat gewählt werden muss, weiß ich nicht.


    Ebenso wenig weiß ich, ob die Anzahl auf die Bahn alleine begrenzt ist oder insgesamt über alle ÖV-Anbieter. Wäre mal interessant zu wissen, nach welchem Konzept die Anzahl der Tickets pro ÖV-Anbieter festgelegt wird.

    Vollkommen Großartiges Forum