Deutschlandticket [war: Nachfolge für das 9 €-Ticket]
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Wie die Welt berichtet, wird die CDU der weiteren Finanzierung des Deutschlandtickets bis Ende 2025 nun doch zustimmen.
Wenn bis zum 05.12.2024 keine Einigung darüber da ist, müssten durch die Verkehrsbetriebe alle Verträge des Deutschlandtickets gekündigt werden. Das Datum kommt deswegen zustande, da eine Kündigung für den Folgemonat, also Januar 2025, bis zum 10. des vorherigen Monats, also 10.12.2024, auszusprechen ist.
Es ist noch nichts gesichert. Sollte man also tatsächlich erst in der Woche vor Weihnachten die Angelegenheit ausbuchstabieren, müssten die Verträge gekündigt werden und jeder müsste dann ein neues Abo abschließen, ansonsten geht das ganze Ding komplett auf eigenes Risiko. In Hamburg ist man aktuell dabei, entsprechende Kündigungen vorzubereiten.
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Wenn bis zum 05.12.2024 keine Einigung darüber da ist, müssten durch die Verkehrsbetriebe alle Verträge des Deutschlandtickets gekündigt werden. Das Datum kommt deswegen zustande, da eine Kündigung für den Folgemonat, also Januar 2025, bis zum 10. des vorherigen Monats, also 10.12.2024, auszusprechen ist.
Es ist noch nichts gesichert. Sollte man also tatsächlich erst in der Woche vor Weihnachten die Angelegenheit ausbuchstabieren, müssten die Verträge gekündigt werden und jeder müsste dann ein neues Abo abschließen, ansonsten geht das ganze Ding komplett auf eigenes Risiko. In Hamburg ist man aktuell dabei, entsprechende Kündigungen vorzubereiten.
Äh. Fakenews? Das D-Ticket ist weitgehend durchfinanziert für 2025 mit 3 Mrd. Euro, das Geld liegt auch schon bei den Ländern, erwähnt sogar die CDU selbst, etwa in diesem Bericht. Damit haben die VUs auch im Januar weiterhin Geld fürs D-Ticket und es muss nix gekündigt werden. Es geht aktuell ums Übertragen von einem letzten Ausgaberest von 350 Mio. Euro, siehe ebenfalls im Artikel.
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Fakenews?
vielleicht sollten wir (ich schließe mich explizit ein) eine höhere interne Hürde anlegen und dieses Wort nur dann nutzen, wenn eine Täuschungsabsicht plausibel ist. Im vorliegenden Fall habe ich auch nach deinem Hinweis echte Probleme, das aus dem Artikel raus zu lesen und zu verstehen, was genau gilt, welche Beschlüsse in Frage stehen und wie sich die Rechts- und Finanzierungsfragen dadurch jeweils wie verändern.
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Äh. Fakenews?
[...]habe ich auch nach deinem Hinweis echte Probleme, das aus dem Artikel raus zu lesen und zu verstehen, was genau gilt, welche Beschlüsse in Frage stehen und wie sich die Rechts- und Finanzierungsfragen dadurch jeweils wie verändern.
Ich habe weder in den hier zur Verfügung gestellten Artikeln, noch in denen, die ich selbst recherchiert habe, gelesen, dass es beschlossene Sache ist.
Es steht überall, dass noch zugestimmt werden muss, dies soll angeblich (dass es dann zu 100% Sicherheit so kommt, lese ich ebenfalls nirgends) passieren, nachdem der Kanzler die Vertrauensfrage gestellt hat, in der Woche vor Weihnachten.
Damit bleibt es bei meiner Aussage, die mit Sicherheit keine Fakenews, sondern so korrekt ist. Zum aktuellen Stand ist die Finanzierung eben (bis kurz vor dem Fest) nicht gesichert, dies kommt (vielleicht, vielleicht auch nicht, wir wissen alle wie es ist) später und daher müsste, wenn man nicht im Zweifel auf den Kosten sitzen bleiben will, so verfahren werden, wie ich es beschrieb.
Wenn jemand das Gegenteil beweisen kann, nehme ich meine Aussage selbstverständlich zurück. Bis dahin bleibt die so.
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Spontane Zustimmung der Union.....was für eine Überraschung nachdem eine baldige Wahl droht.....
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So ist das.
Was ich hier kürzlich bezüglich Paulchen Schorsch Wandrey schrieb, was ich ihm glaube und hinsichtlich meiner Uhr, gilt analog für diese ganzen Wendehälse.
Selbstverständlich ist eine Fortsetzung des Deutschlandtickets wünschenswert. Ich zumindest verlasse mich aber nicht drauf, dass die vor Weihnachten ihr Geschwätz von heute noch interessiert.
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Ich habe weder in den hier zur Verfügung gestellten Artikeln, noch in denen, die ich selbst recherchiert habe, gelesen, dass es beschlossene Sache ist.
Es lässt sich an vielen Stellen lesen, dass die 3 Mrd. für 2025 vorhanden sind (genauer: 1,5 Mrd. vom Bund, die Länder müssen 1,5 Mrd. selbst aufbringen) und nur noch weitere 350 Millionen übertragen werden müssen. Bei dem noch ausstehenden Beschluss geht es um Letztere. Ein Beispiel hatte ich aufgeführt. Der MDR bringt es hier inzwischen noch genauer auf den Punkt, auch das RND hier oder der Tagesspiegel hier. Um diese 350 Millionen wurde schon im Frühjahr gerungen, siehe hier, es gab dann die Einigung der Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bund dazu. Die noch nötige Beschlussfassung im Bundestag steht seither noch aus. Um die geht es aktuell.
Nun wurden diese Behauptungen aufgestellt:
Wenn bis zum 05.12.2024 keine Einigung darüber da ist, müssten durch die Verkehrsbetriebe alle Verträge des Deutschlandtickets gekündigt werden. Das Datum kommt deswegen zustande, da eine Kündigung für den Folgemonat, also Januar 2025, bis zum 10. des vorherigen Monats, also 10.12.2024, auszusprechen ist.
Es ist noch nichts gesichert. Sollte man also tatsächlich erst in der Woche vor Weihnachten die Angelegenheit ausbuchstabieren, müssten die Verträge gekündigt werden und jeder müsste dann ein neues Abo abschließen, ansonsten geht das ganze Ding komplett auf eigenes Risiko. In Hamburg ist man aktuell dabei, entsprechende Kündigungen vorzubereiten.
Für nichts davon bin ich bisher auf Belege gestoßen. Allzu gerne nehme ich meinen Vorwurf der "Fakenews" zurück, wenn Du aufzeigst, wo das so steht oder woraus man es ableiten kann. Selbst falsche oder irreführende Äußerungen von Politikern würde ich anerkennen.
vielleicht sollten wir (ich schließe mich explizit ein) eine höhere interne Hürde anlegen und dieses Wort nur dann nutzen, wenn eine Täuschungsabsicht plausibel ist. Im vorliegenden Fall habe ich auch nach deinem Hinweis echte Probleme, das aus dem Artikel raus zu lesen und zu verstehen, was genau gilt, welche Beschlüsse in Frage stehen und wie sich die Rechts- und Finanzierungsfragen dadurch jeweils wie verändern.
Ich gebe Dir Recht: Ich unterstelle (noch) keine Täuschungsabsicht, womöglich war es nur Oberflächlichkeit. Aber hier wurden Behauptungen ohne Beleg aufgestellt, die zumindest ich anhand meiner bisherigen Quellenlage nicht als korrekt verifizieren kann, und Quellen wurde nicht genannt, auch bei einem neuerlichen Beitrag dazu. Daher meine Zweifel (siehe das Fragezeichen), ob diese Behauptung nicht falsch, unzutreffend, unkorrekt, ungenau, fehlerhaft oder manipulierend sein könnte. Das habe ich als mögliche "Fakenews" (mit Fragezeichen) kurz auf den Punkt gebracht.
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Ich habe die Zahlen zur Kenntnis genommen und deinen Beitrag gelesen.
Du sagst es selbst:
Bei dem noch ausstehenden Beschluss [...]
Die noch nötige Beschlussfassung im Bundestag steht seither noch aus.
In allen deinen Quellen sitzt eine Krähe neben der anderen und in mehr oder weniger abgewandelter Form krähen die Krähen gleichlautend, dass sie etwas "tun wollen", nicht dass "dies schon passiert ist". Bis dieses Schriftstück nicht da ist, ist das Deutschlandticket eben grade nicht gesichert.
Weiterhin forderst du von mir Quellen und Belege. Das ist natürlich legitim. Dass ich nicht Dritte, vorallem Mitarbeiter ( -> Hamburg) namentlich nennen kann, wirst du verstehen. Davon bin ich fest überzeugt. Was den Rest angeht, ergibt sich Beleg und Quelle aus den Vertragskonditionen des Deutschlandtickets (es sei denn man hat über es Mopla) und der Rest aus sich selbst heraus. Das weißt du auch, da bin ich ganz gewiss.
Selbstverständlich darfst du meinen Beitrag als Behauptung verbuchen, das steht dir frei. Genauso sind aber alle Quellen, die du geliefert hast, Behauptungen. Bei Schlagzeilen wie "Deutschlandticket gesichert" erstarken Mutmaßungen in nicht fassbare Erkenntnisse, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen. Warum das so ist, hast du auch bereits selbst erkannt und verstanden (siehe dein eigenes Zitat, von mir hier grade bemüht), daher entzieht sich meinem Verständnis, über was wir uns unterhalten, zumal ich klar mit meiner verwendeten Diktion aussagte, was zu tun wäre, zum besseren Verständnis zitiere ich mich selbst
[...]müssten durch die Verkehrsbetriebe alle Verträge des Deutschlandtickets gekündigt werden. [...]müssten die Verträge gekündigt werden [...]
und nicht, was getan wird. "Müsste" bedeutet nicht "wird getan".
Von daher ist also nichts "falsch, unzutreffend, unkorrekt, ungenau, fehlerhaft oder manipulierend".
Vielmehr bleibt es nach wie vor bei meiner Aussage, denn nichts außer Mutmaßungen von Zeitungen und Krähen hab ich gelesen und zwar so lange, bis die ganzen Krähen, ich formuliere es mal direkt und drastisch, das entspricht eher meinem Naturell, aufhören zu kacken und stattdessen singen. Also das Finanzierung durch etwas Schriftliches als gesichert anzusehen ist.
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Weiterhin forderst du von mir Quellen und Belege. Das ist natürlich legitim. Dass ich nicht Dritte, vorallem Mitarbeiter ( -> Hamburg) namentlich nennen kann, wirst du verstehen.
Dankeschön für den Hinweis auf Deine Quelle, damit kann ich die Qualität der Information einordnen.
Bis dieses Schriftstück nicht da ist, ist das Deutschlandticket eben grade nicht gesichert.
Dann lesen wir diese Artikel offenbar unterschiedlich. Das kann ich nur zur Kenntnis nehmen.
Ich habe bisher keine Quelle gefunden, die bestätigt, dass die 3 Mrd. Finanzierung, die für 2025 schon vorhanden sind, nicht ausreichen, um das Deutschlandticket wenigstens auch im Januar weiterhin anzubieten, und dafür erst die vollständige Durchfinanzierung von 3,35 Mrd. vor dem 5.12.2024 zwingend notwendig ist (denn nur diese 350 Millionen stehen ja derzeit noch aus). Das wäre schon sehr deutsch und auch eine Abkehr vom bisherigen Vorgehen der Verbünde und VUs. Denn mit
Also das Finanzierung durch etwas Schriftliches als gesichert anzusehen ist.
sprichst Du ein Grundproblem des D-Tickets an. So etwas fehlt seit Anbeginn, ebenso wie die gesamte dauerhafte Finanzierung. Wenn Du Dich mit Vertriebsleuten bei den Verbünden oder VUs unterhältst (frag doch mal Deinen Hamburger), sind die stocksauer auf den Bund deswegen. Und die Verbünde und VUs haben ja nun schon mehrfach den Verkauf faktisch auf eigene Kappe gestartet bzw. laufen gelassen in der puren Hoffnung, dass die versprochene Finanzierung auch kommt. Bisher hat die Politik dann ja auch immer nachgeliefert. Das ist aber auch kein so großes Wunder. Denn würden die Verbünde und VUs auf einem Minus sitzen bleiben, wer gleicht es denn am Ende aus? Genau: die Länder. Denn die dortigen Politiker werden wegen so etwas kaum Millionen von Menschen mit drastisch höheren Fahrpreisen belasten und damit ihre Wiederwahl gefährden. Was auch genau der Grund sein dürfte, warum sich die CDU nun besinnt und die 13 Millionen Wählerstimmen der Deutschlandticketinhaber nicht gegen sich haben möchte.
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Wie die Welt berichtet, wird die CDU der weiteren Finanzierung des Deutschlandtickets bis Ende 2025 nun doch zustimmen.
Das ganze Deutschlandticket war und ist ein Fehler. Ob jetzt die frühere 9 Euro Variante, die jetzige 49 Euro Variante oder die ab Januar zu erwartende 58 Euro Variante. Durch dieses Ticket werden Verkehrsleistungen verramscht, die aber dann durch immense Zuschüsse an die Erbringer dieser Verkehrsleistungen ausgeglichen werden müssen. Diese Gelder fehlen dann bei der Unterhaltung der Strecken und der Fahrzeuge sowie auch für wünschenswerte Erweiterungen. Um meine Bedenken deutlich zu machen: Im Jahresfahrplan 2016 z.B. kostete die Monatskarte von Frankfurt nach Wiesbaden (Preisstufe 7) 265,50 Euro. Infolge der Einführung des Deutschlandtickets ist für die Relation Frankfurt-Wiesbaden aktuell nur noch 49 Euro zu bezahlen. Das ist für die Betreiber dieses Angebots auf dem genannten Streckenabschnitt ein Einnahmeverlust von 216,50 Euro pro Monat und Fahrgast. Die Ausgleichszahlungen der Politik decken diesen Einnahmeverluste bei weitem nicht ab.
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Das ganze Deutschlandticket war und ist ein Fehler.
Nein, war es nicht. Endlich muss man nicht mehr nachdenken, ob und wo ein Ticket gilt, ob man nun zwei oder drei Streifen entwerten muss oder die Tageskarte erst viermal durch den Finger gerieben werden soll, weil sie sonst nicht im Transit zwischen Posemuckel und Kleinkummerfeld gilt. Was für den Autofahrer selbstverständlich ist, soll auch für den ÖV gelten. Und es ist äußerst seltsam, dass es immer wieder nahverkehrsaffine Leute gibt, die gegen solche Verbesserungen querschießen. Die ganze Diskussion der Finanzierung ist schon hundertmal durchgekaut worden oder auch das Thema "ständiger" Überfüllungen (wo dann gerne außer acht gelassen wird, dass die Fahrgastzahlen ohne Corona schon längst dieses Niveau erreicht hätten).
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Das ganze Deutschlandticket war und ist ein Fehler. [...] Die Ausgleichszahlungen der Politik decken diesen Einnahmeverluste bei weitem nicht ab.
Nein, es war kein Fehler. Es war nur viel weitsichtiger, als viele der Entscheider selbst bemerkt haben oder bisher wahrhaben wollen. Es war ein riesiger Schritt von der Nutzer- zur Steuerfinanzierung und damit endlich ein Schritt voran zum Abbau der ungerecht extrem stärkeren und umweltschädlichen Förderung des IV. Die Politik muss nun "nur" noch verstehen, dass sie noch viel mehr ausgeben muss, um den Infrastruktur- und Angebotsausbau endlich ebenso massiv zu fördern wie die Fahrpreissenkung. Dann kann der ÖV auch seine volle und notwendige Leistung beim Klimaschutz einbringen.
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Diese Gelder fehlen dann bei der Unterhaltung der Strecken und der Fahrzeuge sowie auch für wünschenswerte Erweiterungen.
Die Gelder für Unterhaltung der Strecken und Fahrzeuge waren vorher schon nicht in genügendem Umfang da, ebensowenig für wünschenswerte Erweiterungen. Wenn jetzt irgendwo Investitionen mit Verweis auf die Ausgaben durch das Deutschland-Ticket gekürzt werden, ist diese Ausrede noch billiger als das 9-Euro-Ticket war.
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Da sind die Gelder für Bahnstrecken hin: Video "Lob für den BMW...ähhh...CSU Minister"
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Das ganze Deutschlandticket war und ist ein Fehler.
Auch ich denke nicht, dass es ein Fehler war. Eine Monatskarte nach altem Preis hätte ich nicht auf Verdacht in der Tasche. Beim aktuellen Preis zahle ich zwar als Gelegenheits-Fahrer in den meisten Monaten zu viel, aber der Komfort-Vorteil ist es mir wert.
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Durch dieses Ticket werden Verkehrsleistungen verramscht
Man sieht doch direkt worum es hier wieder geht: "Neeeeee, ich will aber nicht dass alle Menschen* Mobilität erschwinglich in Anspruch nehmen können!!!!"
(* bevorzuge solche, die weniger Einkommen haben, also weniger leisten)
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Dann lesen wir diese Artikel offenbar unterschiedlich.
Ich glaube eher, dass wir ein bißchen aneinander vorbei sprechen. Mit dem Rest deines Beitrags gehe ich zum größten Teil mit.
Das ganze Deutschlandticket war und ist ein Fehler. Ob jetzt die frühere 9 Euro Variante, die jetzige 49 Euro Variante oder die ab Januar zu erwartende 58 Euro Variante.
Ja aber selbstverständlich ist es ein Fehler, dass sich mit der Einführung des Deutschlandtickets auch finanziell nicht so breit aufgestellte Menschen bezahlbaren ÖPNV leisten können. Wo kommen wir denn da hin. Hier sind u.a. Bürgergeldempfänger, Bezieher der Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter, Alleinerziehende und Menschen die im Niedriglohnsektor arbeiten zu nennen. Ansonsten haben die anderen die Argumente pro Deutschlandticket schon zutreffend benannt.
Das Deutschlandticket war jedoch mit 49€ bereits zu teuer und ist es mit 58€ erst recht.
Die hier angesprochene Finanzierung ist natürlich ein Problem. Das könnte man aber lösen, unser Land hat ausreichend Geld. Man muss nur aufhören, dieses Geld in alle Herren Länder zu verschenken und die halbe Welt zu alimentieren. Würde dies passieren, müsste man sich rechnerisch über die Finanzierung (und viele andere Dinge mehr) gar keine Gedanken machen. Es ist alles hausgemacht.
Die Politik muss nun "nur" noch verstehen, dass sie noch viel mehr ausgeben muss, um den Infrastruktur- und Angebotsausbau endlich ebenso massiv zu fördern wie die Fahrpreissenkung. Dann kann der ÖV auch seine volle und notwendige Leistung beim Klimaschutz einbringen.
Du hast aber eine Kleinigkeit vergessen: Der Mensch. Es gibt diverse Menschen, die den ÖPNV aus vielfältigen Gründen nicht nutzen werden, weil sie es eben nicht wollen. Da kannst du das beste Angebot vor die Nase packen: Für den Kunden kostenloser ÖPNV, Umsteigefreie Verbindung, Haltestelle vor dem Wohnhaus und vor dem Ziel, im Fahrzeug Kaffee und Plätzchen.
Wir nehmen mal Lena Maier und Peter Müller. Lena möchte nicht mit unangenehmen, fremden Menschen ein Fahrzeug des ÖPNV teilen. Sie will sich ferner nicht nach Fahrplänen richten, sondern mit ihrem Auto dann losfahren, wann es ihr beliebt, stets Musik über die Anlage hören. Wenn das Wetter trocken und warm ist, fährt sie auch gerne Fahrrad.
Peter ist das alles egal, er fährt einen Sportwagen. Der ist sein Hobby.
Lena und Peter werden somit den ÖPNV niemals nutzen. Sie wollen es nicht und das ist auch ihr gutes Recht.
Der Großteil der Menschen, vor allem Pendler, die das Deutschlandticket nutzen, haben den ÖPNV schon immer genutzt und nutzen ihn nun (stark) verbilligt. Hinzu kommen Menschen, die vorher schwarz gefahren sind und sich nun das Ticket leisten können. Da fallen alleine mir auf Anhieb fünf Personen ein. Ferner sind die früheren Gelegenheitsfahrgäste, die sich anlässlich Freizeitvergnügungen in den ÖPNV bewegt haben nun etwas häufiger in den Fahrzeugen anzutreffen, die waren aber auch schon immer drin.
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Es gibt diverse Menschen, die den ÖPNV aus vielfältigen Gründen nicht nutzen werden, weil sie es eben nicht wollen. Da kannst du das beste Angebot vor die Nase packen [...]
Aha. Und was soll uns diese vielen Worte sagen? Willst du jetzt weniger Ausbau, weil solche Menschen eh nicht zum Umsteigen zu bewegen sind?
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Herrje, muss denn jetzt das hier kommen:
Die hier angesprochene Finanzierung ist natürlich ein Problem. Das könnte man aber lösen, unser Land hat ausreichend Geld. Man muss nur aufhören, dieses Geld in alle Herren Länder zu verschenken und die halbe Welt zu alimentieren. Würde dies passieren, müsste man sich rechnerisch über die Finanzierung (und viele andere Dinge mehr) gar keine Gedanken machen. Es ist alles hausgemacht.
Deutschland investiert unter 50 Mrd Euro in Entwicklungshilfe, von der die heimische Wirtschaft auch profitiert. Täte man das nicht, könnte man zwar durchaus den ÖPNV billiger machen, aber es reicht nicht sehr viel weiter darüber hinaus.
Es gibt viel einfachere tiefhängende Früchte in den öffentlichen Haushalten, die auch noch direkt im Verkehrssektor bleiben, wie Dieselprivileg und Dienstwagenbesteuerung. Da muss man gar nicht in die nationale Mottenkiste greifen.