barrierefreier Ausbau aller Straßenbahn-Haltestellen

  • Ich lese immer wieder, es gebe die Alternative Minimalausbau schnell vs. Komplettausbau irgendwann. Was ein Unsinn!

    Selbstverständlich geht es um vollständigen Ausbau im Maximaltempo.

    Aber deine Meinung, so wie ich sie aus deinen Postings interpretiere, "Alles sofort oder Nichts, Zwischenstufen sind nicht akzeptabel.", ist die bessere Alternative?

    Meiner Meinung nach ist ein stufenloser Einstieg für Alle schon ein riesen Schritt nach vorne, da dürfte eventuelle Einschränkungen bei einem Zuweg oder einer Querstraße für ein paar Monate verkraftbar sein. Es geht ja nicht um eine Verschlechterung des derzeitigen Zustandes, sondern um eine vorübergehende Nichtverbesserung.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Mit solchem "Realitätssinn" werden auch Ausländerbehörden ruiniert, es gibt keine Ordnungskräfte für Strafzettel u.a. - ok, zurück zu gesetzlosen Zeiten?

    Den Vergleich verstehe ich nicht.


    Und wieso soll barrierefreier Umbau (den will der Dezernent ja umsetzen, sogar schneller als bisher) jetzt sogar "gesetzlos" sein? =O

  • Weil der Westbahnhof ein Gebäude und eine Verkehrsanlage der Bahn ist. Bushaltestellen gehören nicht zum Bauvorhaben der Bahn. Die DFI am Bushalt sind Sache von Traffiq. Ist doch eigentlich ganz einfach.

    Achso. Ich habe nicht richtig gelesen ubd dachte, es geht um grundsätzliche Vorgaben zum barrierefreien Ausbau. Danke.

  • Beim derzeitigen Tempo wird es noch min 10 Jahre dauern, bis die gesetzliche Vorgabe erfüllt sein wird, nämlich dass alle Haltestellen barrierefrei sein werden. Es ist schon ein schlechter Deal, wenn nun ein bisschen schneller geplant und gebaut werden soll, und das um den Preis, immer nur Minimal-Lösungen zu bauen.

  • Beim derzeitigen Tempo wird es noch min 10 Jahre dauern, bis die gesetzliche Vorgabe erfüllt sein wird, nämlich dass alle Haltestellen barrierefrei sein werden. Es ist schon ein schlechter Deal, wenn nun ein bisschen schneller geplant und gebaut werden soll, und das um den Preis, immer nur Minimal-Lösungen zu bauen.

    ok du kritisierst, dass es nicht schnell genug geht und kritisierst auch, dass es für den Preis der Imperfektion schneller gehen soll.


    Klar wäre es schön, wenn morgen alle Haltestellen komplett barrierefrei wären. Klar ist es nicht gut, dass sie es heute noch nicht sind. Aber soweit ich die Pläne verstehe, stellt die Minimallösung dennoch Barrierefreiheit her, nur möglicherweise mit Umwegen verbunden. Widerspricht es dem Gesetz, wenn z.B. eine Rampe länger ist als eine Treppe daneben?

  • Zwar wurde die Münchener Straße letztens erst für 2 Monate gesperrt aber Hochbord für Straßenbahnen ist eben ein deutlich komplexeres Unterfangen (Strom- und Wasserver- und entsorgung der Krautdächer, Radwegskonzept, Wegerechte, etc) also müssen auf diesen Abschnitt alle geh-eingeschränkten Fahrgäste weiter in die Röhre gucken. Umso erfreulicher ist, dass (ausgerechnet) die CDU mit einer Idee für ein Umbaukonzept für die Münchner Straße um die Ecke kommt, dass in Berlin für Schlagzeilen gesorgt hätte - Parkplätze weg für breite Gehwege (mit Bäumen), Außengastronomie und Lieferzonen.


    Wenn der beklagte Such- und Lieferverkehr eben nicht aus dem Vordertaunus oder dem Westend kommt, kennt auch die CDU in Frankfurt keinen Spaß.

  • In ähnlicher Weise berichtet auch die FNP. Der Verkehrsdezernat ist auf gleicher Line und hofft, daß mit dem vorgesehenen Ausbau der Hst. Hauptbahnhof zu kombinieren.


    Aber merke: Stadtpolitik und Stadtteilpolitik sind verschiedene Schuhe.

    Gegenfeuer wird es wahrscheinlich vom OBR, Anliegern/ Anwohnern usw. sehr wohl geben. Die sind ja schon gegen die begleitenden Verkehrsmaßnahmen und Einschränkungen im Zuge des Umbaus der Haltestellen Platz der Republik <> Hauptbahnhof.

  • "Stresemannallee/Gartenstraße" wird "Friedensbrücke"

    Aus der aktuellen Bau- und Finanzierungsvorlage für die barrierefreie Herrichtung der letzten Bahnsteigkante (SL 16 Ri Offenbach) entnehmen wir, dass anscheinend die Umbenennung der Haltestelle in "Friedensbrücke" vorgesehen ist. Davon lese ich erstmals, oder war das schon bekannt?


    Quelle: M_178_2025 vom 14.11.2025


    Lageplan

  • "Stresemannallee/Gartenstraße" wird "Friedensbrücke"

    Aus der aktuellen Bau- und Finanzierungsvorlage für die barrierefreie Herrichtung der letzten Bahnsteigkante (SL 16 Ri Offenbach) entnehmen wir, dass anscheinend die Umbenennung der Haltestelle in "Friedensbrücke" vorgesehen ist. Davon lese ich erstmals, oder war das schon bekannt?


    Quelle: M_178_2025 vom 14.11.2025


    Lageplan

    Interessanter Fund! Nein, das war auch mir nicht bekannt. Aber ich finde es sinnvoll. Erstens vermeidet es die Verwechslung mit der Haltestelle Stresemannallee, zweitens sind kurze Haltestellennamen ohnehin besser für die schnelle Orientierung. (Da gäbe es noch ein paar weitere lange Haltestellennamen, die man klug verkürzen könnte, aber das gehört nicht in diesen Thread.)

  • Die Umbenennung ist schon seit September in HAFAS hinterlegt. Habe mich damals gewundert, dass es keinerlei Pressemeldung gab. Im selben "Schwung" damals war auch eine Umbenennung der Haltestelle Rohrbachstr/Friedberger Ldstr in Michael-Beltz-Platz hinterlegt...

  • Die erstgenannte Umbenennung ("Stresemannallee/ Gartenstraße" in "Friedensbrücke") ist eine sinnvolle Maßnahme. So wird es nicht mehr drei Haltestellen mit "Stresemannallee" im Namen geben, was den Fahrgästen die Orientierung erleichtern dürfte.


    Bei der zweiten Umbenennung ("Rohrbachstraße/ Friedberger Landstraße" in "Matthias-Beltz-Platz") bezweifle ich das. Dieser Platz ist nicht sonderlich bekannt und dürfte nur wenig zur Orientierung der Fahrgäste beitragen. Das gilt gerade auch für ortsunkundige Fahrgäste, denen der alte Haltestellenname sicher mehr zur Orientierung hilft.

  • Hallo.


    Nach dieser Logik müsste z. B. "Brücken-/Textorstraße" in "Martha-Wertheimer-Platz" umbenannt werden.


    Die Logik erschließt sich mir nur, weil Matthias Beltz als überregionaler Kabarettist bekannter war.


    Bei Neubausiedlungen ist eine Umbenennung sinnvoll, z. B. im Bereich der Rödelheimer Landstraße zwischen Industriehof und Sternbrücke, die im letzten Jahr erfolgte.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Da würde ich lieber den Namen "Am Alten Depot" wählen :saint: