P+R-Anlagen an Frankfurter Stadtgrenze

  • … wir hatten das Thema ja schon oft hier. Das Kernnetz ist ausgebaut, aber die sinnvollen und oft nur kurzen Verlängerungen bis zum Stadtrand fehlen nahezu an allen Enden. Es ist erstaunlich wie die Wohnbebauung in Sachsenhausen Süd verdichtet wurde. Und die Tunnel sind wie bei der B-Strecke schon einmal in die richtige Richtung gebaut worden.


    Wo wäre die nächste Station in Sachsenhausen? Unter der Darmstädter? Zum Hainer Weg/Henninger Turm reicht der Bogen wahrscheinlich nicht.

  • Neues P&R-Konzept für Frankfurt vorgestellt

    Das im Vorbeitrag noch als unfertig erwähnte P&R-Konzept hat heute das Licht der Welt erblickt. Die Stadt Frankfurt und Traffiq haben das vom Ing-Büro Ramboll erarbeitete Konzept vorgestellt:


    Quelle


    P+R-Konzept Frankfurt am Main, Gesamtbericht

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Ich bin hin- und hergerissen von den Präsentationen. Wir reden über >460t Berufspendler jeden Tag und aktuell 2152 P&R Parkplätzen. Viele P&R Plätze sind derart klein, dass ich mich als "Berufspendler" nicht darauf verlassen kann, dort auch einen Platz zu bekommen.


    Als geeignete P&R Anlage sehe ich sowas wie Borsigallee, in dem sowohl Zu-/Abfahrten zu Fernstraßen und damit schnell für das Umland erreichbar sind, als auch fast direkter Zugang zu einem besser frequentierten Nahverkehrsmittel, dass bestimmte Gewerbe-/Innenstadtbereiche mit recht kurzer Fahrzeit erreichen kann. Aber sowas wie Höchst Bahnhof der nur durch (relativ) enge Straßen mit vielen Ampeln erst erreichbar ist, ist grenzwertig. Dagegen sind so Standorte wie Kaiserlei oder Riedwiese/Mertonviertel oder Gateway Gardens sicherlich auf-/ausbaufähig.


    Ebenso auch überlegenswert ob nicht außerhalb schon P&R Stationen mit neuen Umsteigeverbindungen Sinn machen könnte - bspw. im Bereich des Industriegebietes Mönchhof (oder auf dem Fraport-Teil) mit einer neuen S-Bahn Station.


    Auch "dubios" - an den S-Bahn Stationen SIndlingen und Farbwerke gibt es Parkplätze (die sicherlich auch durch ein Parkhaus ausbaubar sein könnten). Anstatt diesen für die Allgemeinheit als P&R zur Verfügung zu haben, sitzt auf dem Gelände ein privates Parkunternehmen und verkauft die Parkplätze für Urlaubsparker samt Shuttle für 80€ am Tag. Muss man sich als Stadt auch überlegen, was man will.

  • Auch "dubios" - an den S-Bahn Stationen SIndlingen und Farbwerke gibt es Parkplätze (die sicherlich auch durch ein Parkhaus ausbaubar sein könnten). Anstatt diesen für die Allgemeinheit als P&R zur Verfügung zu haben, sitzt auf dem Gelände ein privates Parkunternehmen und verkauft die Parkplätze für Urlaubsparker samt Shuttle für 80€ am Tag. Muss man sich als Stadt auch überlegen, was man will.


    Die Parkflächen, die direkt an der Station Höchst Farbwerke angrenzen, werden von DB Bahnpark bewirtschaftet. Die Parkflächen rechts davon werden von einem Privatunternehmen an Fluggäste vermietet.

    Ich meine mich zu erinnern, dass die gesamte Parkfläche früher Bahngebiet bzw. -grundstück war. Wie jedem Eigentümer eines Grundstück steht es auch der DB frei zu entscheiden, was sie mit ihren Grundstücken macht.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...

  • Grundsätzlich richtig. Aber beißen wir uns damit nicht in den Bemühungen einer Verkehrswende in den eigenen Schwanz? Und ist nicht auch am Ende "der Staat" Haupteigentümer eben dieser Bahn?

  • Grundsätzlich richtig. Aber beißen wir uns damit nicht in den Bemühungen einer Verkehrswende in den eigenen Schwanz? Und ist nicht auch am Ende "der Staat" Haupteigentümer eben dieser Bahn?

    Damit führen wir aber auch eine Grundsatzdiskussion, die wir nicht wirklich endgültig lösen können. Auf der einen Seite die Forderung, mehr P+R zu schaffen, auf der anderen Seite die (eigentlich sinnvollere) Lösung, den IV nicht erst bis kurz vors Ziel fahren zu lassen, sondern durch Stärkung des ÖPNV in der Region die Leute bereits zuhause (oder in der Nähe) abzugreifen. Zumindest Fahrpreise sind dank D-Ticket de facto keine Argumentation mehr wert, weil es für den Pendler preislich wurst ist, ob er in Wiesbaden, Karben, Gelnhausen oder doch erst in Frankfurt in die Bahn einsteigt.


    Insofern sehe ich auch die Idee oder Forderung, das Parkhaus über der geplanten Wendeanlage Europaviertel direkt mit einem Bahnsteig zu versehen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachen, weil man damit in der Tat Leute zum Umsteigen animieren könnte. Weinen, weil man damit treue Bestandskunden wieder mal vor's Schienbein tritt. Die nutzen den ÖPNV von Anfang an, belasten nicht die Straßen und dürfen sich dann zum Dank noch bei Wind und Wetter z. B. vom S-Bahnhof Ginnheim zur U-Bahn rüberschlagen, während der Autofahrer trockenen Fußes quasi vom Start zum Ziel befördert wird.

  • Grundsätzlich richtig. Aber beißen wir uns damit nicht in den Bemühungen einer Verkehrswende in den eigenen Schwanz?

    Diese P+R-Anlagen sind Schwachsinn, denn sie werden zu mehr PKW-Verkehr führen!


    Niemand, der bereits jetzt aus dem Umland nach Frankfurt fährt, wird für die letzten paar Minuten auf den eigenen PKW verzichten, weil es eine P+R-Anlage gibt. Denn er hat bereits eine Möglichkeit in Frankfurt zu parken. Aus seinen persönlichen Sicht ergibt es keinerlei Grund zu wechseln (Zeitaufwand steigt, man setzt sich der Umwelt aus, …). Dafür sind die P+R-Anlagen für diejenigen attraktiv, die den notorisch unzuverlässigen S-Bahn-/Regionalverkehr umgehen wollen, und bisher keine Parkmöglichkeit in Frankfurt hatten. Sprich P+R-Anlagen am Stadtrand Frankfurts erhöhen den PKW-Verkehr auf den Autobahnen eher weiter.

  • Diese P+R-Anlagen sind Schwachsinn, denn sie werden zu mehr PKW-Verkehr führen!


    Niemand, der bereits jetzt aus dem Umland nach Frankfurt fährt, wird für die letzten paar Minuten auf den eigenen PKW verzichten, weil es eine P+R-Anlage gibt. Denn er hat bereits eine Möglichkeit in Frankfurt zu parken.


    Hast du belastbare Zahlen für deine lauten Äußerungen?

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
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    Freundliche Grüße!

  • „P+R in der Fläche, nicht zu weit entfernt von den Wohnorten, mit einem Netz von kleineren Parkplätzen, die an einer leistungsfähigen ÖPNV-Achse liegen,..."


    Das ist ja gerade. Leistungsfähigkeit und Attraktivität bieten nun mal Stadtbahnstrecken (und S-Bahnen. Letztere aber extrem unzuverlässig).