Ständiger Ärger auf der Linie RB12 (noch HLB) Königstein-FFM

  • Liebe Mitlesende,

    als Pendler zwischen Frankfurt-West und Kelkheim (mit der RB 12, in letzter Zeit eher mit S3 und Fahrrad) bin ich zunehmend genervt von den desolaten Zuständen auf der Linie RB 12, die noch ein paar Tage von der HLB betrieben wird, danach von einer DB-Tochter: Die Züge werden immer kürzer, vor allem morgens auf der Fahrt von Frankfurt-Höchst nach Kelkheim und weiter nach Königstein drängeln sich die Leute, was zu häufigen Verspätungen führt, von der Gegenrichtung mal ganz zu schweigen! Auch häufige Zugausfälle sind zu beklagen, die Fahrgäste bleiben ratlos zurück, zumal oft auch keine Info kommt: über die RMV-App und den DB-Navigator scheinen sie nicht weitergegeben zu werden. Frage: Gibt es Grund zur Hoffnung, dass der neue Betreiber es besser macht? Ich frage insbesondere die hier mitlesenden Bahn-Angestellten!

  • Das Problem ist ja nicht nur der Museumsfuhrpark der HLB an denen sogar noch zu hauf auf den 3 G Status hingewiesen wird.


    Betrieblich ist der Bahnhof Höchst eine Katastrophe. Und den Homburger Damm merkt man auch nicht wirklich.


    Und seitdem die Blechelse nahezu automatisch abläuft, wird häufig nicht mal ein Gleiswechsel rechtzeitig angezeigt.


    Von daher wäre ich mir nicht sicher ob es besser wird. Dafür sind es zu viele rostige Zahnräder...

  • Zuerst must Du unterscheiden, was in die Verantwortung der HLB fällt, was von außen z.B. durch Stellwerkprobleme, Weichen- und Signalfehler usw. hereinprasselt. Bei letzteren Gründen wird sich wohl nicht viel ändern, das geht den Nutzern von S- und Regiozügen genauso: Unvollständige, wenig bis gar keine Informationen.

    Zum ersten Punkt musst du dich überraschen lassen, wie sorgfältig das Ersatzkonzept geplant wurde.

  • Dass es mit DB Billig bzw Start besser wird, möchte ich doch sehr bezweifeln. Im Heidenetz haben die gerade erst einen ordentlichen Rüffel für Dauerchaos kassiert. Da kommen die VTs auch vom Besteller.

    Was die HLB betrifft - die Taunus-Lint sollen ab So auf der Ländchesbahn fahren, also dürften die teilweise auch schon weg sein zumal die noch aufgehübsct werden sollen. Die 3-Länderbahn-Lints sind wieder im eigentlichen Einsatzgebiet. Dort ist vor ein paar Tagen gerade ein Lint (ich meine, es war VT 268) abgefackelt und nur noch ein Fall für die Schrottpresse. Bin gestern durch den Westerwald gefahren, dort fährt man auch mit dem allerletzten Aufgebot. HLB-629er, GTW und v. a. Lint27, die aber im Schülervekehr völlig unterdimensioniert sind. Kann mir nicht vorstellen, dass man hier 2/3 der Leistungen (auch Durchläufer Limburg-Siegen) nur mit den Spielzeugkisten bestellt hat....immerhin gibts parallel zur RB12 noch einigermaßen Möglichkeiten mit Bus & S-Bahn auszuweichen.

  • Zu allem dazu kommt ja noch, dass laut einem Artikel viel Personal der HLB zu Start wechselt. Und die haben ja auch noch Überstunden, Resturlaub... Personalmangel kann auch zu logistischen Problemen führen (Fahrzeug als Ersatz oder Verstärkung kann nicht bereitgestellt werden usw.).


    Es sind ja nur noch wenige Tage, der Start (kein Wortwitz) wird sicher auch holprig, aber lassen wir uns überraschen wie es dann wird.

  • Ich muss zugeben, dass ich heute früh sehr angenehm überrascht war, als ich mit der RB 12 von FFM Hbf nach Kelkheim fuhr: EIn dreiteiliger Zug stand bereit, so viele Waggons hatte die HLB nie, wenn ich mich recht entsinne. Es waren komplett neue weiß-blaue Dieseltriebfahrzeuge. Er fuhr pünktlich um 6.47 Uhr ab und erreichte Kelkheim ebenso pünktlich um 7.12 Uhr. Der Gegenzug hatte aber ca. 5 Min. Verspätung, leider ohne Info für die wartenden Fahrgäste. Also insgesamt deutlich besser als noch bis letzte Woche bei der HLB, wo sich zuletzt die Verspätungen massiv häuften - weiter so!

  • Die knappe Fahrzeugvorhaltung ist schon immer ein Kritikpunkt, nicht nur bei der RB12/HLB. Da ist die Ursache beim RMV zu suchen. Wird bei der iLINT Flotte auch nicht besser werden. Wenn alle Fahrzeuge ausgeliefert und auf den vier Linien unterwegs sind, dürfte das Platzangebot wieder schrumpfen.

  • Ich muss zugeben, dass ich heute früh sehr angenehm überrascht war, als ich mit der RB 12 von FFM Hbf nach Kelkheim fuhr: EIn dreiteiliger Zug stand bereit, so viele Waggons hatte die HLB nie, wenn ich mich recht entsinne. Es waren komplett neue weiß-blaue Dieseltriebfahrzeuge. Er fuhr pünktlich um 6.47 Uhr ab und erreichte Kelkheim ebenso pünktlich um 7.12 Uhr. Der Gegenzug hatte aber ca. 5 Min. Verspätung, leider ohne Info für die wartenden Fahrgäste. Also insgesamt deutlich besser als noch bis letzte Woche bei der HLB, wo sich zuletzt die Verspätungen massiv häuften - weiter so!

    Eine kleine Ergänzung: Die aktuell auf der RB 12 eingesetzten LINT sind nicht komplett neu, sondern gebrauchte Ersatzfahrzeuge, die vorher bei der Bayerischen Regiobahn im Einsatz waren.

    Viele Grüße

    Krabe98

  • Die knappe Fahrzeugvorhaltung ist schon immer ein Kritikpunkt, nicht nur bei der RB12/HLB. Da ist die Ursache beim RMV zu suchen. Wird bei der iLINT Flotte auch nicht besser werden. Wenn alle Fahrzeuge ausgeliefert und auf den vier Linien unterwegs sind, dürfte das Platzangebot wieder schrumpfen.

    Naja, es sind Kapazitätserhöhungen angekündigt, da ja auch die E12 wegfällt. Und wenn man jetzt genug Start-Material hat, müsste man nicht die HLB noch fahren lassen. Also wird das schon so bleiben wie es jetzt ist, solange alles rollt, was rollen soll...

  • Natürlich, ein LINT54 bietet mehr Kapazität als ein LINT41 oder VTA/VT2E, deshalb auch jetzt mindestens Doppeltraktion auf der RB12. Aber mehr als Doppeltraktion aus iLINT wird es wohl nicht geben, und am WE dürfte es bei Solowagen bleiben. Also mehr Trippelschritte.

  • EIn dreiteiliger Zug stand bereit, so viele Waggons hatte die HLB nie, wenn ich mich recht entsinne.

    Ich denke, Richtung Königstein braucht man um diese Uhrzeit nicht so viele Wagen, eher dann von Königstein nach Frankfurt. Hatte die HLB vorher bei der anschließenden Fahrt nach Frankfurt den Zug in Königstein verlängert?



    Da ist die Ursache beim RMV zu suchen

    Nein, ich sehe die Schuld bei den Verkehrsunternehmen, denn die sind meiner Meinung verantwortlich, ein Angebot zu kalkulieren, das so ausreichend dimensioniert ist, dass sie die geforderte Fahrplanleistung und Kapazitäten erbringen. Es wird kein Unternehmen "gezwungen" den Vertrag unbedingt (ggf. unterkalkuliert) zu bekommen. Das verantworten nur die Verkehrsunternehmen. Da gehört eine ausreichende Reserve dazu. Und bei Neufahrzeugen sollten entweder gleich mehr bestellt werden oder mit vorübergehenden Fahrzeugen (z.B. Mietfahrzeugen) mitkalkuliert werden. Läuft das neue Fahrzeug gut, können die überzähligen auch wieder verkauft werden. Das etwas alberne Lummerland-Spiel endet immer mit der Aussage, dass das Angebot des Verkehrsunternehmens nicht ausreichend war, um den Vertrag zu erfüllen.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Natürlich, ein LINT54 bietet mehr Kapazität als ein LINT41 oder VTA/VT2E, deshalb auch jetzt mindestens Doppeltraktion auf der RB12. Aber mehr als Doppeltraktion aus iLINT wird es wohl nicht geben, und am WE dürfte es bei Solowagen bleiben. Also mehr Trippelschritte.

    Ist halt nur irrelevant wenn kein Zug und/oder eine Info kommt.


    Vom Ergebnis des Homburger Damms hatte ich mir erhofft. Unterm Strich hat man mitunter den Eindruck, dass es Fahrtbeziehungen gibt, die das Ganze noch verschlechtert hat.


    Von den betrieblichen Spielereien in Höchst ganz abgesehen...

    Einmal editiert, zuletzt von ET 403 ()

  • Nein, ich sehe die Schuld bei den Verkehrsunternehmen, denn die sind meiner Meinung verantwortlich, ein Angebot zu kalkulieren, das so ausreichend dimensioniert ist, dass sie die geforderte Fahrplanleistung und Kapazitäten erbringen. Es wird kein Unternehmen "gezwungen" den Vertrag unbedingt (ggf. unterkalkuliert) zu bekommen. Das verantworten nur die Verkehrsunternehmen. Da gehört eine ausreichende Reserve dazu. Und bei Neufahrzeugen sollten entweder gleich mehr bestellt werden oder mit vorübergehenden Fahrzeugen (z.B. Mietfahrzeugen) mitkalkuliert werden. Läuft das neue Fahrzeug gut, können die überzähligen auch wieder verkauft werden.

    Nett. Die Ausschreibung gewinnt aber das am niedrigsten kalkulierte (aka wirtschaftlichste) Angebot, nicht das üppigste - so lange es die vom Besteller festgelegten Voraussetzungen erfüllt, ansonsten ist es von vornherein raus.

    Einmal editiert, zuletzt von MdE ()

  • Wenn alle nicht zu üppig, sondern genau richtig dimensioniert kalkulieren, gewinnt der preiswerteste, der eben dann der wirtschaftlichste ist und zumindest vom Geld her alles ordentlich abliefern kann.


    PS

    Ich behaupte nicht, dass dies einfach ist und es gehört auch etwas Mut dazu, das so durchzuziehen und sich nicht den Rahmen zu setzen: "Ich will den Auftrag unbedingt haben". Das Schweizer System (mit dem Zuschlag an den zweithöchsten) wäre dann etwas mehr in die üppige Richtung.

    Vollkommen Großartiges Forum

    Einmal editiert, zuletzt von SoundofN1 ()

  • Nett. Die Ausschreibung gewinnt aber das am niedrigsten kalkulierte (aka wirtschaftlichste) Angebot, nicht das üppigste - so lange es die vom Besteller festgelegten Voraussetzungen erfüllt, ansonsten ist es von vornherein raus.

    Das ist halt der Fehler der meisten Ausschreibungsverfahren. Das billigste Angebot ist nicht immer das wirtschaftlichste, insbesondere wenn der Anbieter so niedrig kalkuliert, dass er während der Ausführung Pleite geht.

    Ausschreibungsbedingungen, bei denen das zweitgünstigste Angebot, sofern mehr als zwei Anbieter vorhanden sind, gewinnt, motivieren zu niedrigen, aber sicheren Angebotspreisen.