Ich greife einmal Charles Anregung im EASY-Thread auf, wie die Bedienung des Riederwaldes verbessert werden kann.
Der Norden ist gut an die beiden Riederwälder U-Bahn-Haltestellen Johanna-Tesch-Platz und Schäfflestraße sowie im Osten an die auf Seckbacher Gemarkung liegende Haltestelle "Gwinnerstraße" angeschlossen, an der auch die Buslinien 41 und 44 halten - sieht man einmal von den unsäglich erscheinenden Wartezeiten an den Fußgängerampeln ab. Etwas günstiger, weil südlicher und mit weniger mühseligen Querungen liegt die von beiden Linien bediente Haltestelle "Lahmeyerstraße" in der Wächtersbacher Straße.
Beide Linien fahren im Halbstunden-Takt, die 41 allerdings nur montags - freitags bis etwa 18:30 Uhr und bieten in dieser Zeit einen gemeinsamen 15-Minuten-Takt bis zum Bahnhof Mainkur.
Wie Charles schon schrieb, liegt - grob gesagt - der gesamte Bereich südlich der Raiffeisenstraße außerhalb einer 500 m Fußweg-Entfernung zu einer der genannten Haltestellen und ist damit im Sinne des NVP als "Bedienungslücke" anzusehen. Auch vom südöstlichsten Punkt des Riederwaldes, Harkort- / Iselinstraße / Lahmeyerstraße ist die Tram-Haltestelle "Dieselstraße" 550 m entfernt. Die wichtigste Nahversorgung bietet der Discounter "Netto" im Volgersbrunnenweg im südöstlichen Bereich des Stadtteils. Wer der Aufforderung "Dann geh´ doch zu Netto" folgt, hat einen Fußweg von bis zu 1,1 km einfache Strecke (Theodor-Haubach-Weg "tief im Westen" des Riederwaldes). Von der U-Bahn Schäfflestraße sind es auch noch etwa 750 m.
Infolge der engen Straßenräume ist der Einsatz größerer Busse nicht möglich. Der derzeitige Feldversuch des EASY bietet für einige Gehbehinderte Verbesserungen, kann aber keine E-Rollis mitnehmen. Die tatsächliche Reisegeschwindigkeit liegt etwa im Fußgängertempo. Zudem ist der Versuch befristet. Die Erfahrungen können aber mithelfen, ein Konzept für eine ergänzende Quartiers-Erschließung mit Kleinbussen konventionell oder autonom zu entwickeln.
Ich sehe folgende Anforderungen:
- ergänzende direkte Verbindungen zu Zielen außerhalb der U-Bahn-Bedienung, z.B. Bornheim, Hanauer Landstraße, Seckbach;
- Anbindungen des südlichen Stadtteilgebietes an die U-Bahn;
- quartiersinterne Anbindung wichtiger Ziele wie U-Bahn, kleines Quartierszentrum im Bereich Schäffle-/Raiffeisenstraße und "Netto"; eventuell auch Kleingärten und Abenteuerspielplatz;
- möglichst wohnungsnahe Bedienung für Ältere und Behinderte.
Gedanklich könnte ich mir eine Mischung aus konventionellem Bus und EASY vorstellen:
- Kleinbus-Linie Seckbach Atzelberg - Seckbach Mitte - Leonhardsgasse - Lahmeyerstraße - Iselinstraße - Volgersbrunnenweg ("Netto" / Kleingärten / Abenteuerspielplatz) - Motzstraße - Schäfflestraße - Erlenbruch - Ratsweg - Bornheim Mitte ( - Seckbach Atzelberg)
- EASY mit kleinräumiger Bedienung innerhalb des Riederwaldes.
Eventuell könnte auch "KNUT" beide Funktion zusammen übernehmen.
Ähnliche Problemlagen finden sich auch in anderen Stadtteilen, z.B. Goldstein.