Planungen Oberstadt/Weisenau/Hechtsheim-Ost

  • Ich mache mal ein separates Thema für das dritte Straßenbahnprojekt auf, vielleicht kann man ältere Beiträge zum Projekt hierher verschieben.


    Die Bürgerbeteiligung beginnt am kommenden Donnerstag (online) und umfasst als Planungskorridor deutlich mehr als das Heiligkreuzviertel mit einer recht kurzen Stichstrecke. Der Planungskorridor beinhaltet grob den Bereich zwischen Linsenberg/Uniklinik - Geschwister-Scholl-Straße - Göttelmannstraße - Frankenhöhe. Angebunden werden könnten neben vielen Wohnvierteln der größte Arbeitgeber der Stadt (Uniklinik), der Biontech-Campus, das Marienhaus-Klinikum, diverse Schulen und der Volkspark

  • Kurz zusammengefasst was ich aus der gestrigen Auftaktveranstaltung mitgenommen habe:


    1. Führung über die Bestandsstrecke Schillerstraße-Gaustraße wird nahezu ausgeschlossen, da Kreuzungen an der Kapazitätsgrenze (bspw. Fichteplatz)
    2. Einfache Stichstecke von der Geschwister-Scholl-Straße zum HK-Viertel zeigt keine große Erschließungswirkung und wird daher ebenfalls nicht angestrebt

    Ansonsten wenig konkretes, da die Planungen noch in einem sehr frühen Stadium sind.


    Schade, dass sich schon wieder Gegner formieren und völlig unkonstruktiv sind. Selbst die Bürgerbeteiligung an sich wird in Frage gestellt.


    Ich hätte mir noch gewünscht, dass die Vorteile des Systems Straßenbahn deutlicher hervorgehoben werden, scheinbar kam das noch nicht bei jedem an. Und vielleicht hätte man die Wogen damit etwas glätten können, dass keine Variobahnen mehr beschafft werden. 😉

  • Schade, dass sich schon wieder Gegner formieren und völlig unkonstruktiv sind. Selbst die Bürgerbeteiligung an sich wird in Frage gestellt.

    Ja natürlich. Bürgerbeteiligungen sind nur so lange toll, wie die eigene Meinung unterstützt wird. Sobald es aber um Fakten geht, wird man dann entweder angeblich nicht ernst genommen oder Argumente nicht aufgegriffen oder es ist ja nur eine Alibiveranstaltung etc.

  • Ja natürlich. Bürgerbeteiligungen sind nur so lange toll, wie die eigene Meinung unterstützt wird. Sobald es aber um Fakten geht, wird man dann entweder angeblich nicht ernst genommen oder Argumente nicht aufgegriffen oder es ist ja nur eine Alibiveranstaltung etc.

    So ist es. Es wurde mehrmals dazu aufgerufen, die Debatte nicht am Stammtisch zu führen, sondern sich aktiv einzubringen. Und ich hatte auch das Gefühl, dass man die Sorgen der Bürger ernst nimmt.


    BTW: vor einigen Jahren gab es einzelne Personen, die sich über den von Bussen verursachten Lärm in der Oberstadt echauffiert haben. Ich kann mich leider an keine Namen mehr erinnern, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die gleichen Personen jetzt auch gegen die Tram mobil machen.


    Ich bin gespannt welche Streckenführungen/-alternativen man jetzt erarbeiten wird.

  • Es ist schön, wenn gemeckert wird wenn gerade mal gesagt wird, dass man eine

    Tramstrecke bauen möchte und eine grosse Fläche zeigt wo man irgendwo mal

    die Trasse verlaufen soll.

    Zeigt nur, dass es mittlerweile durch Arbeitszeitverkürzungen und nicht-anpassen

    des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartungen so viel Freizeit gibt, dass es

    trotz der vielen Freizeitangebote (TV, Spielkonsole, Sportverein,....) übermässige

    Langeweile um sich greift. xD xD xD

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Die AZ hat die bisherigen Erkenntnisse der Bürgerbeteiligungen zusammengefasst.


    https://www.allgemeine-zeitung…-mainz/-2532370?group=vrm


    Es gibt viele positive, aber auch einige kritische Stimmen. Teilweise sind diese auch nicht unberechtigt, da man - wenn man nicht gerade Stadtplaner ist - sich in einigen ein Straßenzügen keine Strassenbahntrasse vorstellen kann. Ich überlasse es aber im Gegensatz zu irgendwelchen Nimbys lieber den Profis, dies festzustellen.


    Unter den Teilnehmern wird gerade folgende Trassenführung favorisiert:

    Zitat

    Tramstrecke vom Hauptbahnhof-West aus über die Straße Am Linsenberg und die Langenbeckstraße entlang der Uniklinik, geradeaus weiter über die Philippsschanze (Gutenberggymnasium), An der Goldgrube (Marienhaus Klinikum und Biontech), um dann nach rechts in die Hechtsheimer Straße abzubiegen und so das Heiligkreuz-Viertel mit vier Schulstandorten zu erreichen.

    Auch wird darauf eingegangen, dass der Busverkehr durch die Oberstadt schon am Maximum agiert:

    Zitat


    „Der derzeitige Lärm durch die Dieselbusse schränkt die Lebensqualität schon ziemlich ein, da wir auch noch den Lärm durch den motorisierten Individualverkehr ertragen müssen. Das Angebot Richtung Uniklinik (und weiter) wurde in den letzten Jahren immer mehr erweitert und so stieg auch der Lärm (die Steigung ist nicht gering). Eine Straßenbahn mit hoher Beförderungskapazität könnte hier für Verbesserung sorgen und das explizit auch für uns Anwohner.”

    Nach Sichtung der Beiträge durch die Bürger soll es mit Themenwerkstätten, Infoveranstaltungen und einem Interessenbeirat weiter gehen.

  • Wie die AZ berichtet wird die nächste öffentliche Veranstaltung in das nächste Jahr verschoben.


    Hintergrund ist, dass man zuvor ein Verkehrsgutachten benötigt, dass die Auswirkungen einer Trasse über Linsenberg - Uniklinik - Philippsschanze untersucht. Die Untersuchung betrifft auch den Innenstadtring, (hier speziell die Rheinallee), da beide Projekte in Wechselwirkung zueinander stehen.


    Die Ergebnisse sollen im Q2 vorliegen und zuerst dem Interessenbeirat und den städtischen Gremien vorgelegt werden.

  • In der letzten Sitzung des Ortsbeirates Oberstadt haben einige Mitglieder (vornehmlich die der CDU), Ängste geäußert dass die Tramtrasse den Baumbestand entlang des Linsenbergs gefährden und für eine zusätzliche Verkehrsproblematik sorgen könnte. Man sollte alternativ darüber nachdenken die Linie "Hbf- Uniklinik zu sanieren und zu vergrößern" (was auch immer das heißen soll).


    Stimmen aus der FDP entgegneten, dass die Tramanbindung der Uniklinik seit 30 jahren als enorm wichtig eingestuft wurde und die stark frequentierte Gaustraße entlaste.


    Link zum AZ-Artikel: https://www.allgemeine-zeitung…ainzer-linsenberg-3099934

  • Jetzt geht es ganz schnell: Die Straßenbahn auf die Frankenhöhe kommt laut MVG-Projektleiter definitiv, um ganze Buslinien ersetzen zu können. Ob über die Bodenheimer Straße und den Hewwel oder außenrum und über Am Kühborn, wird sich kurzfristig entscheiden. Der Interessenbeirat legt seine Empfehlung demnächst vor, der Stadtrat soll noch vor dem Sommer entscheiden, damit es dann in die Planfeststellung gehen kann, steht morgen in der AZ.


    Mega! Dann spricht ja doch viel für zwei neue Äste mit Gabelung am Stiftswingert.

  • Die Vorzugsvariante steht fest:

    Die Straßenbahntrasse soll am Hauptbahnhof West ausfädeln und bis zur Hechtsheimer Straße dem stadtauswärtigen Verlauf der heutigen Buslinie 62 folgen. Der bestehende Ast nach Hechtsheim wird dabei An der Philippsschanze gekreuzt (und hoffentlich mit Abbiegemöglichkeit in jede Richtung verknüpft).


    Ab der Hechtsheimer Straße geht es

    • geradeaus über Am Stiftswingert - Göttelmannstraße in den Heiligkreuzweg bis zur Max-Hufschmidt-Straße, wo über eine Blockumfahrung in Weber- und Heinrich-von-Brentano-Straße gewendet werden soll, und
    • rechts bis zum Weisenauer Weg und über die Frankenhöhe (Bodenheimer Straße - Am Hewwel - Am Kühborn) bis zu einer Wendeschleife an der Straße Zur Laubenheimer Höhe.

    Den Abschlussbericht vom 12. Mai hat die MVG bereits hier veröffentlicht, die AZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe.


    Die Trasse war in meinen Augen für alle drei Teilabschnitte die naheliegendste und bietet für viele Bereiche Möglichkeiten zur Aufwertung. Allein die Umgestaltung des Linsenbergs und die Anbindung der Unimedizin mit einer Haltestelle direkt auf dem Vorplatz ist es wert.


    Nicht ganz verstehe ich, warum man die Äste nicht nochmal verbindet und die Trasse von der Max-Hufschmidt-Straße bis zur Hechtsheimer Straße vorzieht. Das kann ja im weiteren Planungsprozess noch weitergedacht werden.