Baustellen und Personalknappheit bringen die S-Bahn an ihre Grenzen

  • Die entsprechende Aussage des RMV haben ich und offenkundig auch andere als bekannt vorausgesetzt:

    Ein Kurzzug lässt sich halt in keinem Fall als "zusätzliche Wagen" definieren. Und ein Vollzug tagsüber ist es auch nicht, denn der ist Standard. Aber ja: Da steht nicht eindeutig, dass jede Fahrt zusätzliche Wagen hätte. Verkehren allerdings nur vereinzelte Fahrten verlängert, wäre die Aussage des RMV zumindest unaufrichtig, da sie eben nicht einschränkt.

    Die Frage ist halt, welche Leistungen konkret bestellt wurden. Heißt nicht, dass es nicht doch zu abweichender Zugstärke gekommen ist.

  • Es war am ersten Hessentag, also am Freitag, den 13. (Nein, das berühmte Datum hat damit nichts zu tun!;)).

    VG Thomas

    Okay, das macht Sinn und dann klärt sich auch, warum Langzüge unterwegs waren. An Freitagen (also im Berufsverkehr) fährt die S6 nämlich sowieso immer als Langzug (also Dreifachtraktion). :)

  • Heute eine interessante Umleitung mit der S1 gefahren. Von F-Süd Gleis 5 ging es direkt nach F-West, wo wir am Gleis 4 wendeten. Auf Gleis 5 fuhr kurz nach uns eine S1 nach Rödermark ein, die dort ebenfalls wendete. Für uns ging es dann nach einigen Minuten weiter nach F-Griesheim.

  • Heute eine interessante Umleitung mit der S1 gefahren. Von F-Süd Gleis 5 ging es direkt nach F-West, wo wir am Gleis 4 wendeten. Auf Gleis 5 fuhr kurz nach uns eine S1 nach Rödermark ein, die dort ebenfalls wendete. Für uns ging es dann nach einigen Minuten weiter nach F-Griesheim.

    Hallo.


    Diese Strecke ist interessant, aber absolut nicht behindertenfreundlich. Die Tf sollten durch manuelle Ansagen über den behindertenfreundlichen Umstieg in Frankfurt Süd informieren.

    torabanto : Wie klar wurden die Fahrgäste über die Umleitung informiert? Wurde auf das behindertenfreundliche Umsteigen am Südbahnhof hingewiesen?


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Anhand der Uhrzeit des Beitrags vermute ich mal, dass es sich um den 35166, 35170, 35174 oder 35178 handelt, das waren die 4 Züge, die gestern Abend umgeleitet wurden. Keiner dieser Züge hat Frankfurt West als Halt eingetragen (weder planmäßig noch als Zusatzhalt), daher dürfte auch kein Ein- und Ausstieg stattgefunden haben (offiziell zumindest). Somit sind etwaige Einschränkungen bzgl. Barrierefreiheit irrelevant.

  • Ich bin in Süd zugestiegen, daher weiß ich nicht, was vorher durchgesagt wurde.

    Nach Zustieg wurde dann sinngemäß vom TF durchgesagt, dass sich unsere Fahrt geändert habe, und wir nun nach West fahren und von dort nach Höchst.

    Vor F-West kam dann die Durchsage, dass wir dort wenden werden, es daher ein paar Minuten dauern wird, und wir dann Griesheim -> Nied -> Höchst fahren.


    Auf den Displays im Zug wurde angezeigt, wir würden über Frankfurt Hbf (oben) -> Griesheim -> Nied -> Höchst fahren.

    Der DB Navigator blieb bei F-Süd -> Griesheim ohne Zwischenhalt.


    In F-West stiegen aus der Gegenrichtungs-S1 einige aus und dann zunächst bei uns ein, die eigentlich zum Hbf wollten. Leider erfolgte vor Abfahrt keine weitere Durchsage bzgl. unseres Fahrtverlaufs, ich glaube aber, die meisten hatten noch rechtzeitig gemerkt, dass wir nicht zum Hbf fahren und sind wieder raus.

    3 Mal editiert, zuletzt von torabanto ()

  • Bevor ich einen neuen Fred aufmache, schreibe ich das mal hier rein:

    Heute Abend waren ja Museumsuferfest und gleichzeitig eine große Demonstration in der Frankfurter Innenstadt. Als wir gegen 20.30 Uhr aus dem Kino kamen, war reger - und ziemlich unkontrollierter und teilweise auch etwas aggressiver - Abreiseverkehr von der Demo. Fahrgastlenker oder Sicherheitspersonal in der Hauptwache bei der S-Bahn waren leider nicht vorhanden. Die Folge waren massive Verzögerungen bei der Abfahrt - und das in beide Richtungen. Die TF`s konnten einem mal wieder leid tun, Abfahrten waren erst nach einer Vielzahl von Durchsagen möglich. Kein Wunder, wenn niemand mehr den Beruf ergreifen will.

  • Die Folge waren massive Verzögerungen bei der Abfahrt - und das in beide Richtungen. Die TF`s konnten einem mal wieder leid tun, Abfahrten waren erst nach einer Vielzahl von Durchsagen möglich. Kein Wunder, wenn niemand mehr den Beruf ergreifen will.

    Zwangsschließen der Türen würde helfen, aber das ist ja nicht mehr gewollt...


    Und das den Beruf immer weniger machen wollen hat noch einige andere Gründe.

  • Zwangsschließen der Türen würde helfen, aber das ist ja nicht mehr gewollt...

    Zwangsschließen ist weiterhin "gewollt", darf aber nach wie vor nicht angewandt werden, wenn noch Leute im Türbereich sind oder (z.B. aufgrund Menschenmassen am Bahnsteig, kurvigem Bahnsteig, sonstigen Gegenständen/Bauteilen im Weg usw.) nicht alle Türen klar eingesehen werden können. "Blindes" Zwangsschließen geht auf keinen Fall und jeder Tf, der was von seiner beruflichen Zukunft hält, würde das nie wagen.


    Abgesehen davon ist da weiterhin der Einklemmschutz aktiv. Wenn also Leute in den Türen sind, würde das ohnehin nichts bringen, außer, besagte Leute ggf. zu verletzen und sich selbst die Türen zu schrotten, und kurz später geht dank der fehlgeschlagenen Schließversuche dann sowieso automatisch die Lichtschranke wieder an.

  • Frankfurt Süd ist in der Tagschicht am Sonntag auch wieder unterbesetzt, es gibt keinen S-Bahn-FDL

    Also wieder normales Programm mit der Verlängerung der S6 nach Langen, S3/4 Ausfall etc

    Hier muss man mal positiv erwähnen, dass für die SEV-Busse von S3 und S4 ein konkreter Fahrplan in den Auskunftsmedien hinterlegt ist. Oftmals heißt es ja nur, dass ein Ersatzverkehr mit x Bussen der Fa y. eingerichtet ist.


    Warum kann man in so einem Fall nicht die S3/S4 im Hbf enden lassen?

    Ist Frankfurt Hbf. heute nicht auch unterbesetzt? RB40/41 beginnen und enden jedenfalls in Frankfurt-West.

  • Hier muss man mal positiv erwähnen, dass für die SEV-Busse von S3 und S4 ein konkreter Fahrplan in den Auskunftsmedien hinterlegt ist. Oftmals heißt es ja nur, dass ein Ersatzverkehr mit x Bussen der Fa y. eingerichtet

    Die fahren aber oftmals nicht nach ihren eigentlichen Zeiten.

  • Warum kann man in so einem Fall nicht die S3/S4 im Hbf enden lassen?

    Die S5 endet dort bereits, 3 Linien in Hbf Tief enden/wenden zu lassen ist nicht wirklich machbar.

    - S5 belegt ein Gleis von :26-:34 sowie :56-:04

    - S3 würde ein Gleis von :06-:09 sowie :36-:39 belegen, 3 Minuten Wende ist aber mit einem Tf nicht realistisch, also ständig mit Folgeverspätung, die nicht effektiv rausgefahren werden kann, dank der 7-Minuten-Wende in Bad Soden. Selbst pünktliche Ankunft wird schwierig, wenn die S5 auch nur mit +1 abfährt. Realistisch also eher bis :12/:42 belegt.

    - S4 von :21-:24 sowie :51-:54, gleiches Problem mit der Wendezeit, somit wäre sie der S5 ständig im Weg. Verspätet die S4 die S5, so verspätet die S5 die S3, und diese kann die Verspätung einfach nicht wieder gutmachen.


    Hbf (oben) ist aktuell auch keine Alternative wegen den Bauarbeiten, die Gleise 14 bis 17 sind wochenends gesperrt, die Züge der Main-Weser-Bahn enden ja deswegen bereits in Friedberg, Bad Vilbel und Frankfurt West. Aber auch sonst wären 4 zusätzliche Züge pro Stunde an den ohnehin limitierten Gallusgleisen nur schwer machbar, und das Problem mit der Verspätung wird nur noch schlimmer, denn für die Einfahrt in den Hbf kann man dank der Geschwindigkeitsbegrenzung schonmal 1-2 Minuten draufrechnen. Dazu kämen dann ggf. Konflikte mit anderen Zügen.


    Was ich mir eher vorstellen könnte wäre ein Pendelverkehr ab Rödelheim, da Gleis 3 ja dann sonst unbenutzt ist. So könnte die S3 Rödelheim - Bad Soden pendeln, und entweder S4 oder SEV Niederhöchstadt - Kronberg.

    Einmal editiert, zuletzt von Spiessgang () aus folgendem Grund: Ergänzung zu den Bauarbeiten

  • Bevor ich einen neuen Fred aufmache, schreibe ich das mal hier rein:

    Heute Abend waren ja Museumsuferfest und gleichzeitig eine große Demonstration in der Frankfurter Innenstadt. Als wir gegen 20.30 Uhr aus dem Kino kamen, war reger - und ziemlich unkontrollierter und teilweise auch etwas aggressiver - Abreiseverkehr von der Demo. Fahrgastlenker oder Sicherheitspersonal in der Hauptwache bei der S-Bahn waren leider nicht vorhanden. Die Folge waren massive Verzögerungen bei der Abfahrt - und das in beide Richtungen. Die TF`s konnten einem mal wieder leid tun, Abfahrten waren erst nach einer Vielzahl von Durchsagen möglich. Kein Wunder, wenn niemand mehr den Beruf ergreifen will.

    Ich habe auch zwischenzeitlich in der DB-Navigator App gesehen, dass angeblich Leute auf den Gleisen wären. Wurde aber auch schon nach 10min entfernt.


  • S5 Ankunft um ´26 auf Gleis 102, Umleitung S1, S2, S8, S9 via Gleis 101.
    S5 Abfahrt um ´34 auf Gleis 102.
    S3 Ankunft um ´36 auf Gleis 102.
    S3 Abfahrt um ´39 auf Gleis 103.
    S4 Ankunft um ´51 auf Gleis 103.

    S4 Abfahrt um ´54 auf Gleis 102.
    S5 Ankunft um ´56 auf Gleis 102.


    Ist schon machbar aber da muss man sich die Frage stellen: Gibt es genug Personal im Stellwerk? - Vorallem an einem Samstag Abend -, Wie sieht es mit Konflikten der Linien S1, S2, S8, S9 aus? - Kreuzung -. Ich bin mir auch nicht mehr ganz sicher wie das bei der Tunnelsperrung bis zur Hauptwache gemacht wurde.

  • S5 Ankunft um ´26 auf Gleis 102, Umleitung S1, S2, S8, S9 via Gleis 101.
    S5 Abfahrt um ´34 auf Gleis 102.
    S3 Ankunft um ´36 auf Gleis 102.
    S3 Abfahrt um ´39 auf Gleis 103.
    S4 Ankunft um ´51 auf Gleis 103.

    S4 Abfahrt um ´54 auf Gleis 102.
    S5 Ankunft um ´56 auf Gleis 102.

    Theoretisch so machbar, unter Idealbedingungen. Fahrzeugeinsätze würden allerdings hinten und vorne nicht stimmen (S3 und S4 fahren ja nicht mit der gleichen Baureihe), Schichten müssten massiv umgeplant werden (so kurzfristig in dem Ausmaß nicht wirklich möglich, müsste einige Tage bis Wochen vorher bekannt sein) und natürlich wären 2 der 4 Gleise im Hbf dauerhaft dicht, außer der 10min-Lücke auf 103, sowie das ständige Kreuzen der Linien von/nach Kleyerstraße. Würde auch die Kapazität im Tunnel stark beeinträchtigen, da kein "Einfädeln" mehr möglich ist, sondern jeder Zug warten muss, bis der vor ihm mit Personalwechsel fertig ist. Besonders alle Viertelstunde mit der S6, die ja weiterhin "normal" fährt, und eben bei jeglicher Verspätung.


    Ergibt alles einen Haufen kleinerer Sachen, die sich ziemlich schlecht auf den Betrieb auswirken könnten. Auch an wenigstens ein Ausweichgleis für Fahrzugtausch z.B. muss man denken, man kann wohl kaum ein auszutauschendes (defektes) Fahrzeug 20 Minuten auf der Rampe stehen lassen, bis dann mal Gleis 103 kurz frei ist.


    Letztendlich denke ich aber, dass es einfach zu kurzfristig ist, um ein robustes Ersatzkonzept zu planen. Da gibt's dann eben S5 + Ersatzbusse und fertig.

  • Theoretisch so machbar, unter Idealbedingungen. Fahrzeugeinsätze würden allerdings hinten und vorne nicht stimmen (S3 und S4 fahren ja nicht mit der gleichen Baureihe), Schichten müssten massiv umgeplant werden (so kurzfristig in dem Ausmaß nicht wirklich möglich, müsste einige Tage bis Wochen vorher bekannt sein) und natürlich wären 2 der 4 Gleise im Hbf dauerhaft dicht, außer der 10min-Lücke auf 103, sowie das ständige Kreuzen der Linien von/nach Kleyerstraße. Würde auch die Kapazität im Tunnel stark beeinträchtigen, da kein "Einfädeln" mehr möglich ist, sondern jeder Zug warten muss, bis der vor ihm mit Personalwechsel fertig ist. Besonders alle Viertelstunde mit der S6, die ja weiterhin "normal" fährt, und eben bei jeglicher Verspätung.

    Naja, „massiv umgeplant“ jetzt nicht.

    Auf der S3 und S4 wären dann statt drei Umläufen nur zwei Umläufe unterwegs. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen.

    Für einen planmäßigen Einsatz würde man drei Tf’s für die S3 und drei Tf‘s für die S4 benötigen. Das würde ebenfalls so sein, wenn S3 und S4 am Hauptbahnhof wenden würden.

    Am Hauptbahnhof würde dann die S-Bahn einfahren und der Tf fährt nicht weiter und hätte danach Pause oder eine andere Schicht auf einer anderen Linie. Am Hauptbahnhof wartet dann schon ein neuer Tf, der dann zusammen mit dem angekommen Tf wendet. Mit zwei Tf’s wäre das in 4 Minuten schon möglich. Allerdings würde man im Falle einer Verspätung diese natürlich auch auf die nächste Fahrt übertragen. Aber das war ja auch sechs Wochen auf der S9 in den Sommerferien der Fall.

    Im Falle einer höheren Verspätung könnte man S3 oder S4 dann auch aus Richtung Bad Soden/Kronberg in Rödelheim wenden und die Fahrgäste könnten mit der S5 weiterfahren oder mit der S5 nach Rödelheim gelangen, um dort zur S3 oder S4 umzusteigen.

    Möglich wäre das also und es würde sogar nicht einmal mehr Tf’s erfordern.

    Einmal editiert, zuletzt von Tim ()