Die Pläne des neuen Verkehrsdezernenten Siefert

  • Zitat

    Laut Artikel versteht es ja auch in der Politik niemand. So etwas passiert halt, wenn sich zu viele Wähler blenden lassen. Dabei hatte Feldmann doch bereits deutlich genug klar gemacht, dass ein SPD-Politiker aktuell nicht unbedingt die beste Wahl sein könnte. Was sich nun leider arg schnell bestätigt. ;(

    Das ist aber Stammtisch-Parolen eines Politik-Verdrossenen. Sorry, aber ich kenne beide Kandidaten persönlich (von privat will ich nicht reden, aber besser als "nur mal gesehen"). Ich halte beide Kandidaten für gleich geeignet oder ungeeignet - jenachdem wie man es sehen will. Ob man also den einen oder anderen wählt, hat am Ende nichts mit Feldmann zu tun, der Partei, sondern mit den Kandidaten selber - sind diese jung, dynamisch und brennen für das Amt? Definition von jung lasse ich mal offen.


    Aber hier geht es um den Verkehrsdezernent.

  • wieso? Ich lese da nur SPD-Verdruss raus.

    Enttäuschung, definitiv. Schon mit Klaus Oesterling hatte ich auf eine stärker den ÖPNV voranbringende Politik gehofft, nachdem Feldmann sich ja auf (teils der Sache ganz undiendliche) Symbolpolitik reduzierte. Doch es kam nichts richtig voran. Bei Siefert habe ich nun tatsächlich neue Hoffnung entwickelt auf pragmatisches, zügiges Vorankommen beim ÖPNV-Ausbau, und das Interview nährte diese. Nun grätscht der nächste SPD-Politiker wieder dazwischen, und wieder aus egoistischen Gründen. Es ist echt zum Heulen.

  • Die FR berichtet, dass der OB Mike Josef Jürgen Siefert mit dem Gesundheits Dezernat betrauen möchte.

    Aus dem Artikel geht nun nicht hervor, ob er Verkehrsdezernat und Gesundheit betreuen soll, oder ob wir uns auf eine neue Besetzung des Verkehrsdezernats gefasst machen müssen.

    Josef hat scheinbar eingesehen, dass das ein Griff ins Klo war; wenigstens ist diese Interpretation nach der neuesten PM der Stadt durchaus naheliegend:

    Bei guten und intensiven Gesprächen am Dienstag, 18. Juli, hat die Stadtregierung offene Fragen geklärt. […] [Es] wurden auch einige Zuständigkeiten neu geklärt. Das Gesundheitsamt sowie das Drogenreferat gehen an Dezernentin Elke Voitl.

  • Wobei man da nicht die alleinige Schuld bei Josef sehen sollte. Wenn man sich nicht an Absprachen in Bezug auf die Aufsichtsratsmandate hält, dann muss mit einer Reaktion rechnen. Etwas ungeschickt ist die Art der Reaktion, aber manchmal hilft das auch dabei, um die zukünftige Zusammenarbeit zu definieren.


    In der FR war dazu ein interessanter Artikel zu lesen. Artikel


    Österling hat übrigens einiges bewegt, sei es einen vernünftigen Nahverkehrsplan mit einem Straßenbahnkonzept erstellen zu lassen, der erste noch unter Majer erstellte Entwurf ist krachend bei der Anhörung gescheitert. 40m T Wagen zu beschaffen oder den U5-25KR. Die Einsparungen im Straßenbahnnetz rückgängig zu machen, gehört auch zu seinen Verdiensten. Die SBEV für Neubauten zu nutzen, ist auch nicht zu unterschätzen und damit wieder Kompetenzen für Tunnelbauten aufzubauen, wird bei der U4 hilfreich sein. Das ist leider alles etwas untergegangen. Was er nicht geschafft hat, sind tatsächlich Neubauprojekte voran zu bringen.


    Was mir an Siefert gefällt, er hat ein ähnliches Interesse wie Österling am Nahverkehr, wurde er doch bei der ein oder anderen Veranstaltung zum Nahverkehr schon gesehen. Vielleicht schafft er es ja, die Planungskapazitäten bei der VGF zu erhöhen.

  • Wobei man da nicht die alleinige Schuld bei Josef sehen sollte. Wenn man sich nicht an Absprachen in Bezug auf die Aufsichtsratsmandate hält, dann muss mit einer Reaktion rechnen.

    WTF? Weil sich (laut dem FR-Artikel) die FDP nicht an Absprachen hält, stößt man die Grünen vor den Kopf? Und die eigene Partei gleich mit? Was für eine unsinnige Apologetik ist das denn?


    Und was genau wirft der Artikel den Grünen vor? Sie verhalten sich als stärkster Teil der Koalition so, als wären sie der stärkste Teil in der Koalition?! The nerve! Nein, die Grünen haben auch die Frechheit, die Postenverteilung in der Koalition weiterhin so zu planen, wie es mit den anderen Koalitionären und den anderen damaligen Dezernent*innen 2021 vereinbart war. Grundgütiger, was ein Skandal. Einer der damaligen Dezernenten heißt übrigens Mike Josef und ist heute *checks notes* Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main. Und scheinbar eine beleidigte Leberwurst.