Station Niddapark: Umbau zum neuen Umsteigeknoten U-Bahn/S-Bahn

  • Tatsächlich wäre der Nutzen aktuell wegen der Ankunfts-/Abfahrtzeiten der U-Bahn (hatten wir ja schon diskutiert) eher gering. Fahrgäste haben ja leider mehr als genug Zeit zum Umsteigen.


    Anders dürfte es nach dem U4-Lückenschluss aussehen und bei anschließend dichterem U-Bahn-Takt. Daher böte sich doch auch gleich an, diese Ausbaustufe am Niddapark einfach in den DII-Lückenschluss als zusätzlichen Bauabschnitt aufzunehmen. Schließlich besteht der direkte Zusammenhang, da mit dem Lückenschluss definitiv die Nutzerzahlen (und Umsteigerzahlen) der Strecke gesteigert werden sollen. Ein noch bequemerer Umstieg an Niddapark entlastet dann zusätzlich den Hbf.

  • Das ist für mich fraglich. Für S6 Fahrgäste gibt es schon in Eschersheim gute Konnektivität zur A-Strecke. Zwischen Ginnheim/Niddapark und Innenstadt decken dann U- und S-Bahn zum Großteil das gleiche Einzugsgebiet ab.

  • Das ist für mich fraglich. Für S6 Fahrgäste gibt es schon in Eschersheim gute Konnektivität zur A-Strecke. Zwischen Ginnheim/Niddapark und Innenstadt decken dann U- und S-Bahn zum Großteil das gleiche Einzugsgebiet ab.

    Nein. Die Umsteigewege in Eschersheim sind erheblich länger. Außerdem wird die Verbindung zum Campus Westend (einer der Hauptzwecke des Lückenschlusses) deutlich schneller und kürzer sein via Niddapark und bietet dorthin künftig einen viel dichteren U-Bahn-Takt.

  • Bezüglich Uni und Bundesbank hast du recht, andererseits sind S6 Umsteiger auch nicht die überwiegende Mehrheit der späteren Nutzer des Lückenschlusses.


    Unabhängig davon sollten Umstiege generell bequem wie möglich und mit kurzen Wegen möglich sein. Da ist die heutige Situation ( und wohl auch in absehbarer Zukunft) kein Vorzeigebeispiel, inklusive der Aufenhaltsqualität.

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  • Bernemer ich stimme Dir zu. Wenn sich zwei Schnellbahn-Linien schon kreuzen, müssen die Wege für die Reisenden auch so kurz wie möglich sein. Bedarf für eine attraktive Umsteigebeziehung gibt es bestimmt in jeder möglichen Relationen. Hoffentlich greift dies einer auf von der Stadt oder der Bahn.

  • Kurze Wege schön und gut, aber wir reden hier von einer Ersparnis von gerade mal 20 Treppenstufen hoch und wieder runter. Wenn wir das mit den 50 zusätzlichen Metern des Vorschlags mit Rampe vergleichen ist das für den durchschnittlichen Umsteiger ein Vorteil von ziemlich exakt 0. Die Aufzugnutzer sparen natürlich eine oder zwei Aufzugfahrten.

    Die Brücken, Straßen, Gleise und Bestandsbauwerke liegen hier einfach in einer sehr ungünstigen Position zueinander. Bei einer Neukonstruktion könnte man den Zugang zwischen Straßen- und U-Bahn-Brücke einfädeln und hätte eine direkte und elegante Lösung. Aber so...


    Die Umsteigewege in Eschersheim sind erheblich länger.

    Nur wenig. Mit den neuen Zugängen hat sich das deutlich verbessert. Der gefühlte Abstand ist mehr aber der Laufweg tatsächlich nur 180 Meter statt 120 Meter von Bahnsteig zu Bahnsteig. Mit Rampe verkleinert sich der Unterschied weiter.

  • Bis 05.07.2025: Sperrung verlängert


    Bei den Hinweisen zu den Linien U1 und U9 wurde der Hinweis zur Sperrung der Station Ginnheim / Niddapark aktualisiert, bisher sollte die Station bis einschließlich Freitag, 20. Juni gesperrt sein, nun ist die Sperrung bis Samstag, 05. Juli (Betriebsbeginn) angegeben, also um zwei Wochen verlängert...

    10.02.01-10.02.26: 25 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.26: Elfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Seit 18.07.2025: Station Ginnheim / Niddapark freigegeben


    Nachdem die Stationssperrung zwischenzeitlich noch Mal bis eigentlich Samstag, 19. Juli verlängert wurde, konnte sie erfreulicherweise am Freitag, 18. Juli etwas früher, als nach der letzten Verlängerung angegeben, wieder aufgehoben werden...


    Nun halten die U-Bahnen wieder an der runderneuerten Station Ginnheim / Niddapark und auch die Ansage nennt nun die neue Umsteigemöglichkeit zur S-Bahnlinie S6.

    Abgesehen von den Sonderkonstruktionen an Musterschule und Glauburgstraße, kann man nun an allen Stationen der Linien U1 bis U9 stufenfrei ein-/ und aussteigen.


    Am Niddapark fehlen nun nur noch die angekündigten Aufzüge, die sollen im nächsten Jahr fertig werden.


    Vor wenigen Tagen wurde bereits in der FNP zur damals noch bevorstehenden Freigabe berichtet, die VGF hofft, da die umgebaute Station mit einer Videoanlage ausgestattet ist, dass der Vandalismus nun weniger stattfindet, an der benachbarten Station Römerstadt wären die Fallzahlen nach erfolgtem Umbau deutlich zurückgegangen, einen ähnlichen Effekt erwartet man nun auch am Niddapark. - Außerdem sei die Station nun als Umsteigepunkt von und zur S6 mehr nachgefragt, als die ganzen Jahre zuvor, was das Vandalismus-Verhalten auch beeinflussen kann...

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  • Es ist nur ärgerlich, dass die Anbindung des Umstiegsknotens an Ginnheim Mitte nach wie vor so schlecht Ist. Nicht barrierefrei, die Treppenaufgänge zu dem Fußweg zwischen den U-Bahngleisen und Rosa-Luxemburg-Straße verdreckt...

  • Ich vermute, das der unscheinbare Weg von der Ginnheimer Landstraße <> Am Ginnheimer Wäldchen gemeint ist. Betrifft vermutlich die S-Bahn Haltestelle, für ausschließlich U-Bahnnutzung macht das keinen Sinn.

    Wobei ich auch nicht weiß, was das kleinere Übel ist. Laufen vs. Warten + U- Bahn fahren.

  • Ich verstehe nicht, warum Stationen umgebaut werden und als "fertiggestellt" eröffnet werden, aber Aufzüge erst Monate später kommen sollen. Ich würde es verstehen, wenn das wegen irgendwelcher Lieferschwierigkeiten einmal nicht klappen würde - aber das hat ja System: Niddapark, Römerstadt, aber auch die Straßenbahn-Haltestelle Textorstraße: überall fehlen Elemente der Barrierefreiheit noch wochen- oder monatelang nach Eröffnung!

    Übrigens: der Weg von der U-Bahnstation zur S-Bahnstation Niddapark bzw. Ginnheim ist abenteuerlich, in keinster Weise barrierefrei.

  • Von der Bauabfolge her wird man wohl schneller den Bahnsteigumbau hinbekommen als den

    Aufzugneu- bzw aus- und einbau. Man kann jetzt darüber diskutieren ob man die Station solange

    geschlossen lässt bis auch der Aufzug fertig ist oder halt schon so wieder nutzt.....

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


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  • Warum soll man eine im Prinzip benutzbare Station nicht wieder in Betrieb nehmen, auch wenn die Aufzüge noch nicht fahren? Dieselbe Thematik hatten wir ja beim Ausbau der S6 in Eschersheim und Frankfurter Berg schon diskutiert. Natürlich wär es mit Aufzügen besser als ohne, aber schätzungsweise eine satte Mehrheit der Reisenden kann vom Nutzen bereits profitieren.

  • Wenn ich mich erinnere, wie lange die Planung eines solchen Umbaus dauert, dann wundert es mich schon, warum die Aufzüge nicht parallel zum Bahnsteig-Umbau gebaut und alles zusammen fertiggestellt werden kann.

  • Ich verstehe nicht, warum Stationen umgebaut werden und als "fertiggestellt" eröffnet werden, aber Aufzüge erst Monate später kommen sollen. Ich würde es verstehen, wenn das wegen irgendwelcher Lieferschwierigkeiten einmal nicht klappen würde - aber das hat ja System: Niddapark, Römerstadt, aber auch die Straßenbahn-Haltestelle Textorstraße: überall fehlen Elemente der Barrierefreiheit noch wochen- oder monatelang nach Eröffnung!

    Übrigens: der Weg von der U-Bahnstation zur S-Bahnstation Niddapark bzw. Ginnheim ist abenteuerlich, in keinster Weise barrierefrei.

    Du meinst, du würdest es bevorzugen, wenn diese Arbeiten von einem professionellen Unternehmen geplant und ausgeführt werden, dem die Bedeutung der Barrierefreiheit bewusst ist und das seine Prioritäten entsprechend setzt und danach handelt?

    Es ist seit Jahren bekannt, dass die Aufzüge an der Station Niddapark kaputt sind. Es ist seit Jahren bekannt, dass die Station Niddapark mit dem Ausbau der S6 zu einem Umsteigebahnhof aufgewertet wird. Es ist seit Jahren bekann, dass alle Stationen im ÖPNV barrierefrei gestaltet werden sollen. Gemäß PBefG ist die Zielmarke 2022, zu der das fertig umgesetzt sein soll. Jetzt kommt die VGF drei Jahre zu spät endlich in die Pötte und schafft es dann nicht mal rechtzeitig die Aufzüge mit einzubauen? Das ist schlicht und ergreifend nicht gut genug.

    Und bitte, bitte, keine Ausreden mehr à la Corona oder Ukrainekrieg. Corona ist fünf Jahre her, der Ausbruch des Ukrainekrieges ist drei Jahre her. In Deutschland sind seitdem tausende Aufzüge eingebaut worden. Nur eben nicht bei der VGF im Niddapark. Kann nicht wohnt in der Willnichtstraße...

    Mangelhafte Barrierefreiheit kann jeden betreffen, nicht nur Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Da muss man sich nur mal den Fuß verstauchen und schon kommt man nicht vom Gleis zum Ausgang.

  • Du meinst, du würdest es bevorzugen, wenn diese Arbeiten von einem professionellen Unternehmen geplant und ausgeführt werden, dem die Bedeutung der Barrierefreiheit bewusst ist und das seine Prioritäten entsprechend setzt und danach handelt?

    Deine Beiträge lesen sich für mich immer wieder wie "Buuh, die da haben alle kein Bock auf nix!"


    Vielleicht nicht gleich von sich auf andere schließen?

  • Ach seufz.


    Von den tausenden Aufzügen, die in Deutschland seit Ausbruch des Ukrainekrieges eingebaut wurden, sind sicherlich auch einige später gekommen als geplant. Und die waren weder alle bei der VGF, noch alle am Niddapark, noch alle im Umkreis Frankfurt.


    Ich finde es total sinnvoll, dass keine Aufzüge an der abzureißenden alten Station neu gebaut wurden. Wahrscheinlich wären diese schon längst dem Vandalismus zum Opfer gefallen (wenn sie passend zu den neuen Bahnsteigen gebaut worden wären und damit sicherlich noch nicht im Endzustand nutzbar) oder hätten nun wieder abgerissen werden müssen.


    Nur mal gesetzt den Fall, so ein gegen Vandalismus zu sicherndes, bewegliches, hohes Teil mit Elektrik und so wäre – vollkommen hypothetisch natürlich – aufwändiger zu bauen als Erde, Bahnsteigskanten, Pflastersteine, Sitzmöbel, Dächer. Was kann man dann tun? Jenes bewegliche Teil früher anfangen zu bauen? Warum kann man dann nicht gleichzeitig mit dem Rest anfangen? Die restlichen Arbeiten einfach so sehr strecken, dass es gleichzeitig fertig wird? Oder vielleicht einfach mit allen Bauarbeiten so früh wie möglich beginnen und eröffnen, was fertig ist und funktionieren kann. Das bedeutet dann halt, dass man die Station wieder dem Verkehr übergeben kann, ohne dass die Aufzüge fertig sind.


    Wer hat in dieser, letzten, reell ausgewählten Variante einen Nachteil gegenüber einer Variante, in der alles gleichzeitig, aber deutlich später fertig wird?


    (Die exakt gleiche Diskussion (edit: so ab hier in etwa) hatten wir auch schon bezüglich der Aufzüge in Eschersheim und Frankfurter Berg, mit der gleichen Frage, damals unbeantwortet.)

    2 Mal editiert, zuletzt von baeuchle ()

  • Warum soll man eine im Prinzip benutzbare Station nicht wieder in Betrieb nehmen, auch wenn die Aufzüge noch nicht fahren? [...] Natürlich wär es mit Aufzügen besser als ohne, aber schätzungsweise eine satte Mehrheit der Reisenden kann vom Nutzen bereits profitieren.

    Das ist natürlich richtig. Andererseits kann ich auch den Frust der mobilitätseingeschränkten Fahrgäste verstehen. In dem (sicher nicht böse gemeinten) "eine satte Mehrheit kann bereits profitieren" schwingt halt genau diese tendenzielle passive Missachtung mit, wie sie in Deutschland bei Bau- und Verkehrsprojekten seit Jahrzehnten praktiziert wird und noch immer als Grundeinstellung vorhanden ist. Barrierefreiheit wird noch immer als teures Nice-to-have verstanden, als Zusatzschmankerl, dass man mit berücksichtigen kann, wenn die Haushaltslage, die örtlichen Umstände oder die Bauauftragslage es zulassen. Aber eben nicht als ein zwingendes Muss, das zu einer funktionsfähigen Bahnstation mit der selben essentiellen Unbedingtheit dazugehört wie die Schienen.

    Um nicht falsch verstanden zu werden: ich fordere nicht, dass die für die "satte Mehrheit" bereits benutzbare Station geschlossen bleibt, bis die Aufzüge eingebaut sind. Das Mindeste wäre aber eine glaubhafte öffentliche Entschuldigung der VGF, dass sie es leider nicht hinbekommen haben, die Barrierefreiheit der Station bereits zum Zeitpunkt der Eröffnung zu gewährleisten, wie es eigentlich ihr verdammter Job ist. Denn wenn ein Verkehrsmittel oder eine Haltestelle nicht für ALLE Fahrgäste problemlos nutzbar ist, ob jung und fit oder alt und tattrig, ob gut zu Fuß oder mit Krücke/Rollator/Rollstuhl, ob mit Aktentasche, Koffer oder Zwillingskinderwagen, ob mit Adleraugen oder blind, ob des Deutschen mächtig oder nicht, dann ist das eben kein ausreichendes Angebot, für das man sich in der Öffentlichkeit feiern lassen kann.