Kurze Frage in die Runde: Wie sieht es denn da bei den verschiedenen Busbetreibern aus? Die ICB (bzw. VGF) hat keine Busfahrschule mehr, heißt sie führen ausschließlich Modulschulen durch. Aber tatsächlich keine Fahrprüfung, z.B. als eine Art Aufnahmetest? Und bei transdev und DB?
Der anhaltende Fahrpersonalmangel und die Folgen für den ÖPNV in Frankfurt
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Die DB bildet auf jeden Fall aus, also muss Sie eine haben oder Sie vergeben es an externe Dienstleister.
Ausbildungsstandorte hier in der Nähe sind laut den Stellenanzeigen Wiesbaden Mainz und Aschaffenburg bei der VU.
Die Heag bildet auch aus, wobei Sie den theoretischen Teil selbst durchführen vermutlich und der praktische Teil wird in Kooperation mit der Fahrschule M. Stössel oder der ESWE Verkehr durchgeführt. Bisher einmal konnte ich den ESWE Fahrschul LE in Darmstadt sichten.
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Das dies längst nicht geschehen ist, ist mir eh ein Rätsel.
Auch wenn es nicht nur an den Verantwortlichen lag, weiß man seit dem Bürgerentscheid und dem einseitigen Wasserstoff-Aus, dass mit Wiesbaden keine größeren ÖPNV-Projekte angegangen werden können.
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Auch wenn es nicht nur an den Verantwortlichen lag, weiß man seit dem Bürgerentscheid und dem einseitigen Wasserstoff-Aus, dass mit Wiesbaden keine größeren ÖPNV-Projekte angegangen werden können.
Hat halt nichts mit Frankfurt (Thema dieses Threads) zu tun, auch wenn dortelweiler mal wieder versucht, ein Thema wegzutrollen.
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Das ist jetzt nicht wahr, oder? Im Rebstock sitzen wirklich ICB-Bereitschaften rum, während in Bornheim ICB-Fahrten ausfallen?
Auch das kommt vor...
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Kurze Frage in die Runde: Wie sieht es denn da bei den verschiedenen Busbetreibern aus? Die ICB (bzw. VGF) hat keine Busfahrschule mehr, heißt sie führen ausschließlich Modulschulen durch. Aber tatsächlich keine Fahrprüfung, z.B. als eine Art Aufnahmetest? Und bei transdev und DB?
Also die ICB bildet selber eine dreijährige Berufskraftfahrerausbildung an. Bei DB (Frankfurt) und Transdev scheint es so, dass die viele Bewerber vom Arbeitsamt bekommen oder auf Leihfahrende aus EU-Drittstaaten zurückgreifen (z.B. aus Moldawien).
Ich vermisse in Frankfurt die Ausbildung zur "Fachkraft im Fahrdienst", welche viele kommunale Verkehrsunternehmen anbieten.
Die Gerüchteküche innerhalb der Ver.di sagt, dass würde die Beiträge zur Unfallversichrung hochtreiben für die Unternehmen. Und da gerade in Frankfurt alles "billig" sein muss...
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Auch das kommt vor...
Also täglich, wochentlich oder mehrfach im Jahr? Erzähl mal Details, bitte. Und warum sitzen Bereitschaften herum und werden nicht eingesetzt? Genau für so etwas sollten doch Bereitschaften da sein. Das ist ja absolut ein Skandal, den du da gerade aufdeckst. Echter Sprengstoff.
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Der hr schreibt in einem anderswo schon zitierten Artikel folgendes zum Personalmangel:
Schon seit September sorgt eine Krankheitswelle für viele Personalausfälle und damit verbunden auch immer wieder für ausfallende Fahrten.
Ein Sprecher der VGF hatte dazu erklärt, dass in diesem Jahr außergewöhnlich viele der 900 Mitarbeitenden krank ausgefallen seien, sich das Personal aus finanziellen Gründen aber nicht längerfristig großzügig aufstocken lasse.
Hinter dem hohen Krankenstand stehen demnach auch finanzielle Gründe, was nicht wundert. Das heißt, es gibt durchaus einen hohen Krankheitsstand, aber dieser wie dessen fehlende Lösung ist finanziellen Gründen geschuldet. Auf der einen Seite leiden die Mitarbeitern unter wechselnden Einsatzzeiten und Stress, auf der anderen Seite will bzw. kann die VGF nicht mehr einstellen.
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Es sind weniger die Baustellen als fehlendes Personal. Gür geplante Maßnahmen kann ein Ersatzkonzept erarbeitet werden, das mehr oder weniger großzügig ausfallen kann. Zwischen OF-Ost und F-Hbf kann theoretisch ein 5 min Takt angeboten werden.
Theorie sind ja nun leider fast alle Fahrpläne seit vielen Monaten. Ich finde es erschreckend, dass trotz gut planbar geringerem Personalbedarfs an diesem Wochenende (Bauarbeiten mit Teilausfällen bei S3 bis S6) dennoch so viele kurzfristige Ausfälle noch obendrauf kommen. Was läuft da schief, wenn die S-Bahn Rhein-Main das über so viele Monate nicht in den Griff kriegt? Wobei das für VGF und ICB ebenso gilt, keine Frage.
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Folgendes läuft (anscheinend) schief:
Zitat[...] sich das Personal aus finanziellen Gründen aber nicht längerfristig großzügig aufstocken lasse.
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Krankheiten und insbesondere -wellen sind ja meist auch nur Symptom anderer Probleme - schlechte Arbeitsbedingungen, Stress, Mobbing ...
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Krankheiten und insbesondere -wellen sind ja meist auch nur Symptom anderer Probleme - schlechte Arbeitsbedingungen, Stress, Mobbing ...
Kannst du dieses „meist“ belegen? Ich bin mir nicht ganz sicher, in welcher Welt ihr lebt, aber die aktuelle Krankheitswelle ist nicht auf ein Unternehmen oder eine Branche beschränkt und besteht vor allem aus Infektionskrankheiten.
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Kannst du dieses „meist“ belegen? Ich bin mir nicht ganz sicher, in welcher Welt ihr lebt, aber die aktuelle Krankheitswelle ist nicht auf ein Unternehmen oder eine Branche beschränkt und besteht vor allem aus Infektionskrankheiten.
Klar gibt es diese auch. Ich habe sowohl in Arbeitsplätzen gearbeitet, die viel Publikumsverkehr beinhalteten (sogar international), als auch in Großraumbüros. Wenn man sich infiziert hat, bleibt man in beiden Fällen daheim. Aber ich sehe hier zumindest für die Kollegen im S-/U- und Straßenbahnverkehr aufgrund ihrer abgetrennten Fahrerkabinen schon einen Vorteil gegenüber denen bspw. im Bus oder in Geschäften, Servicecenter etc..
Ob man allerdings krank krank ist oder nur krank ist und sich bei einer leichten Krankheit trotzdem zur Arbeit begibt, ist neben der Frage einer Fahrtauglichkeit aber auch eine Frage des Willens und ob es einem Spaß macht.
Mein Beleg für meine Behauptung lässt sich vielfach ergoogeln:
https://www.betriebsarztservic…-macht-mitarbeiter-krank/
Und ich kenne Mitarbeiter bei der VGF, die sich regelmäßig über schlechter werdendes Betriebsklima auskotzen.
Eine "ausreichende" Anzahl von Reserven sind zwar teuer, aber gehören ebenso dazu. Und wir reden ja das ganze Jahr darüber, dass es zu wenig Personal gibt. Es ist also nicht so, als ob hier ganz plötzlich eine ebenso wie Weihnachten unerwartbare Situation eintrifft. Im Herbst und im Frühjahr holen sich alle eine Erkältung/Grippe ... mich würde mal interessieren, wie Rechtfertiger des Notstandes es finden würden, wenn die Grundversorger für Strom, Wärme und Ver-/Entsorgung eine solche Personalpolitik betreiben würden. "Strom gibt es heute in Frankfurt nicht, weil wir zu wenig Personal haben" den Satz würde ich gerne mal lesen ... also wenn der Strom wieder an wäre.
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Klar gibt es diese auch. Ich habe sowohl in Arbeitsplätzen gearbeitet, die viel Publikumsverkehr beinhalteten (sogar international), als auch in Großraumbüros. Wenn man sich infiziert hat, bleibt man in beiden Fällen daheim. Aber ich sehe hier zumindest für die Kollegen im S-/U- und Straßenbahnverkehr aufgrund ihrer abgetrennten Fahrerkabinen schon einen Vorteil gegenüber denen bspw. im Bus oder in Geschäften, Servicecenter etc..
ah, Fahrpersonal muss deiner Meinung nach also mehr aushalten als Büroangestellte. Ok. War der Krankenstand in der Verkehrsbranche demnach in den goldenen Zeiten von Stadtwerke und Bundesbahn immer signifikant niedriger als im Rest der Wirtschaft?
Mein Beleg für meine Behauptung lässt sich vielfach ergoogeln:
https://www.betriebsarztservic…-macht-mitarbeiter-krank/
Und ich kenne Mitarbeiter bei der VGF, die sich regelmäßig über schlechter werdendes Betriebsklima auskotzen.
Findest du wirklich, diese Quelle belegt deine Begleitung? Lass nochmal gucken (meine Hervorhebung):
Krankheiten und insbesondere -wellen sind ja meist auch nur Symptom anderer Probleme - schlechte Arbeitsbedingungen, Stress, Mobbing ...
Kannst du dieses „meist“ belegen?
Ich frage nicht nach einem Beleg dafür, dass sich schlechtes Management auf die Gesundheit der Belegschaft auswirken kann. Da bin ich einig. Stattdessen bezieht sich meine Skepsis auf die Aussage, dass Krankheitswellen meist ein Symptom von Missmanagement sind. Deine Quelle behauptet das erste und sagt exakt nichts über die Häufigkeit.
Und bevor du den nächsten Strohmann aufbaust: ich sage nicht, dass das Management von VGF oder S-Bahn Rhein-Main super gut und/oder unproblematisch seien.
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Das hat ja nichts mit Strohmännern zu tun. Das ist ihr verantwortungsbereich. Ja, ich habe meist geschrieben. Aber ich kann keine Prozentangaben machen. Das ist auch nicht nötig. Klar kann es immer mal Wellen an Krankheiten geben. Aber schau mal wie lange und wie oft wir hier über Personalmangel reden. Wenn wir jetzt davon reden, dass eine Corona Epidemie über das Land rollt, dann ist das eine Sache. Aber über Wochen und Monate hinweg nur über "Personalbedingte" Ausfälle zu reden zeugt nicht von langfristiger Planung der Verantwortlichen.
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Ja, ich habe meist geschrieben. Aber ich kann keine Prozentangaben machen. Das ist auch nicht nötig.
Ok du stimmst mir also zu, dass deine Aussage nicht richtig war und dein hochtrabender Verweis auf eine Internetsuchmaschine die Aussage nicht belegen kann? Danke. Warum nicht gleich, anstatt Sand in die Augen zu streuen?
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Ich bin mir nicht ganz sicher, in welcher Welt ihr lebt, aber die aktuelle Krankheitswelle ist nicht auf ein Unternehmen oder eine Branche beschränkt und besteht vor allem aus Infektionskrankheiten.
Welche Infektionskrankheit? Da fehlt eindeutig ein Quellenverweis.
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Schwarz auf weiß kann ich's genauso wenig belegen, aber ich kenne mehrere Leute bei verschiedenen Verkehrsunternehmen, die mir überwiegend sehr sachlich schildern, dass Schichten durch Personalknappheit noch schlechter werden und manche deren Kollegen daher bisweilen offen mit Krankmeldung drohen, falls eine konkrete Schicht nicht geändert wird.
Tatsache ist (da gab's letztens eine seriöse Meldung im Radio), dass sich die atemwegsbedingten Krankmeldungen in den letzten Jahren mehren. Das fällt zusammen mit der Ermöglichung der telefonischen Krankmeldung, ob es auch kausal ist, müsste man untersuchen. Meine Wahrnehmung ist jedenfalls, dass die Pandemie die Hemmschwelle für's Daheimbleiben (aus welchen Gründen auch immer) gesenkt hat.
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Welche Infektionskrankheit? Da fehlt eindeutig ein Quellenverweis.
Laut Robert-Koch-Institut lag
ZitatIn der 42. KW 2023 sowohl die Gesamt-ARE-Inzidenz (Aktivität akuter Atemwegserkrankungen) als auch die Gesamt-ILI-Inzidenz (Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen) im oberen Bereich der vorpandemischen Jahre und auf einem für den Herbst üblichen, erhöhten Niveau.
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Danke für die Aufklärung, aber das ist ja wohl völlig unzureichend! Schließlich bezieht sich das (wohl) auf Deutschland, nicht explizit auf den Fahrdienst der VGF.
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