Elektrifizierung der Strecke Friedberg - Friedrichsdorf

  • Die Generalsanierung der Main-Weser Bahn auf 2034 verschoben - damit sollte bei den Vorgabenträgern zur Elektrifizierung ein wenig Druck vom Kessel sein. Bleibt zu hoffen ob mit den 5 zusätzlichen Jahren, die man nun zur Umsetzung hat, eventuell ein ambitionierteres Betriebskonzept sich angeschaut wird (z.B. die Verlängerung des Zwischentakts der S5 von Bad Homburg oder der RTW).

    Aber die Generalsanierung betrifft alles nördlich von Friedberg – was hat da der Ausbau südlich von Friedberg mit zu tun?

  • Die DB Infrago hat Ende Oktober die Planungsleistungen für die Elektrifizierung ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 24.11.


    Interessant finde ich folgende Anmerkung:


    „Es werden neue Kapazitäten als Umleiterstrecke für die Generalsanierung des Knotens Frankfurt geschaffen, im speziellen für die RE-Linie Frankfurt - Kassel. Hier kann während der Bauphase der S6 2. BS künftig ab Friedberg über Friedrichsdorf anstatt Hanau umgeleitet werden. Die Umleitungsmöglichkeit muss ab dem Jahr 2027 gewährleistet sein.

    https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/705216-2025

  • "Ab 2027" klingt fast so.....ist Vergeben und die Einspruchfrist durch erwarten wir dass am nächsten Tag

    die Bauarbeiten sofort losgehen......

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Die Stadt Rosbach v. d. H. hat eine Pressemeldung herausgegeben:

    In einer gemeinsamen Initiative setzen sich die Städte Friedberg, Friedrichsdorf und Rosbach v. d. Höhe für ein zentrales Verkehrsprojekt mit regionaler Bedeutung ein: die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Friedrichsdorf und Friedberg sowie ihre Integration in das S-Bahn-Netz der Linie S5. Um diesem langjährigen Anliegen auf Bundesebene mehr Gewicht zu verleihen, werben die drei Bürgermeister gezielt um politische Unterstützung. [...]

    Man traf sich mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Pauls im Rosbacher Rathaus. Kernpunkt ist wieder eine Flügelung in Friedrichsdorf.


    Hierbei sei von mir persönlich angemerkt, dass in Friedrichsdorf nur von Gleis 4/5 nach Friedberg ausgefahren werden kann, allerdings wurde die aktuelle barrierefreie Modernisierung anders ausgerichtet: Gleis 4/5 behielten 76 cm Bahnsteighöhe, und Gleis 1/2 wurde auf 96 cm erhöht mit LST-Ausrichtung für Schächung/Stärkung. Heißt, man müsste für eine Flügelung entweder die Bahnsteighöhen wieder ändern oder eine äußerst schwierige Weichenverbindung (wegen Radien und Höhenunterschied) ergänzen, hier im Bild gut sichtbar:

    330px-Friedrichsdorf_TS_Bhf_R-Nord_2.jpg

  • Bin ich irgendwie auf dem falschen Gleis unterwegs oder warum ist es keine Option, die Züge, die bisher in Bad Homburg enden einfach nach Friedberg zu führen, während man die nach Usingen aus denen bildet, die jetzt in Friedrichsdorf enden (oder umgekehrt)?


    Klar, in der Nebenverkehrszeit klappt das dann wieder nicht und man müsste sich über Flügeln (oder Umstieg in Friedrichsdorf) unterhalten, Mo-Fr tagsüber wäre das aber ja - bis auf die Fahrzeuge - auch ohne Flügeln super möglich?

  • Ich glaube ein Vollzug ist für die Strecke überdimensioniert.


    Bei der anderen Option wird ja aus einem Langzug ein Vollzug der nach Usingen fährt und ein Kurzzug der nach Friedberg fährt. Wie lang sind denn die Bahnsteige auf der Strecke Friedrichsdorf–Friedberg?

  • Menschen aus dem Hintertaunus sind sprachlos…

    Nunja, ohne die Solmsbachtalbahn hat die Taunusbahn kein Potential als Umleitungsstrecke.


    Wie lang sind denn die Bahnsteige auf der Strecke Friedrichsdorf–Friedberg?

    Die Frage ist vor allem: Wie hoch?

    Rodheim Gleis 2, Friedberg Gleis 1a und Friedrichsdorf Gleise 2+3 je 76 cm.

    Rodheim Gleis 1, Burgholzhausen, Rosbach, Friedberg Süd je 55 cm.

    BR 423/430 je 96 cm.

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  • Nunja, ohne die Solmsbachtalbahn hat die Taunusbahn kein Potential als Umleitungsstrecke

    Das ist mir schon klar, und ich weiß natürlich auch, dass die Elektrifizierung nach Friedberg unter ganz anderen Umständen geplant und ausgebaut wird. Dennoch tut es natürlich weh zu sehen, dass es anderswo (aus verschiedenen Gründen) schneller geht. Das wollte ich damit ausdrücken ^^

  • Was ja spannend zu wissen wäre ist, wann die Sperrpause sein wird... Wenn es heißt, dass es bis 2028 elektrifiziert sein muss bedeutet das, dass es innerhalb von den nächsten 1,5 Jahren geschieht. Aber wann....

    Und wie lange dauert, wenn es nach Plan läuft, so eine Elektrifizierung ? (zumindest der Bau)...

    Naja, wahrscheinlich hilft nur abwarten...

    Grüße

  • Jetzt kann man in Rodheim und Friedrichsdorf den neu gebauten Bahnsteige gleich wieder umbauen. Warum hat man es nicht gleich richtig gemacht? Wenn man die Strecke auch als Umleitungsstrecke und als Ersatz für die S6 während der Bauarbeiten nutzen möchte, kommt man auch um eine Verlängerung der Bahnsteige auf Langzug nicht umhin. Und in Friedrichsdorf hätte man das komplette Gleisfeld umbauen können, damit man aus Friedberg auch auf Gleis 1 (neu) kommt.

  • Jetzt kann man in Rodheim und Friedrichsdorf den neu gebauten Bahnsteige gleich wieder umbauen. Warum hat man es nicht gleich richtig gemacht? Wenn man die Strecke auch als Umleitungsstrecke und als Ersatz für die S6 während der Bauarbeiten nutzen möchte, kommt man auch um eine Verlängerung der Bahnsteige auf Langzug nicht umhin. Und in Friedrichsdorf hätte man das komplette Gleisfeld umbauen können, damit man aus Friedberg auch auf Gleis 1 (neu) kommt.

    Umleitungsstrecke ja, aber nicht für die S6. Würde auch nur den Passagieren aus Friedberg selbst helfen, aber nicht denen zwischen Friedberg und Frankfurt-West.

    Fahrgästen aus Karben beispielsweise hilft ein Ersatzhalt in Rodheim relativ wenig.

    Da ist der SEV in der Tat besser geeignet.

    Wie die Umleiter funktionieren, konnte in der Vergangenheit beobachtet werden. Nur dass dann die Züge von und nach Gießen und weiter betreffen wird.

  • Bisher stand noch nirgendwo ein Datum oder?

    Die Strecke Friedberg (Hess) - Friedrichsdorf (Ts) soll vom 30.06.2028 bis einschließlich 30.10.2028 komplett für das Projekt "Elektrifizierung 3611 Friedberg-Friedrichsdorf" gesperrt sein!

  • Jetzt kann man in Rodheim und Friedrichsdorf den neu gebauten Bahnsteige gleich wieder umbauen. Warum hat man es nicht gleich richtig gemacht?

    Überleg mal kurz, vor wie vielen Jahren der Umbau insbesondere von Friedrichsdorf beschlossen wurde, und wie weit da der Stand zur Elektrifizierung/Umleitung auf dem Rosbacher Ast war.


    Wenn man die Strecke auch als Umleitungsstrecke und als Ersatz für die S6 während der Bauarbeiten nutzen möchte, kommt man auch um eine Verlängerung der Bahnsteige auf Langzug nicht umhin.

    Wie andere bereits geschrieben haben, geht es nicht um die S6. Die REs können ohne Halt durchfahren (müssen sie auch, um die Fahrzeiten einigermaßen halten zu können).


    Und in Friedrichsdorf hätte man das komplette Gleisfeld umbauen können, damit man aus Friedberg auch auf Gleis 1 (neu) kommt.

    Hätte, hätte... Sofern du ortskundig bist, meine Bildberichte verfolgt oder den Beitrag weiter oben gesehen hast, weißt du ja, dass man dazu neben dem Umbau des Weichenbereich die Bahnsteige ein gutes Stück nach Süden verlegen müsste, um überhaupt diese Verbindung zu ermöglichen, was neben dem immensen Aufwand weitere Nachteile mit sich brächte.


    Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich bin grundsätzlich für hilfreiche Umbauten. Aber es geht nicht "mal eben so".

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